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»Gastarbeiterinnen« in der Bundesrepublik

  • Kartonierter Einband
  • 343 Seiten
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Geschichte und Geschlechter Herausgegeben von Claudia Opitz-Belakhal, Angelika Schaser und Beate Wagner-HaselNicht nur männliche &... Weiterlesen
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Beschreibung

Geschichte und Geschlechter Herausgegeben von Claudia Opitz-Belakhal, Angelika Schaser und Beate Wagner-Hasel

Nicht nur männliche "Gastarbeiter", auch viele Frauen kamen seit 1955 als Lohnarbeiterinnen in die Bundesrepublik. Monika Mattes untersucht erstmals umfassend die auf Frauen zielende Anwerbepolitik, die bestimmt war durch die Nachfrage frauentypischer Branchen nach jungen, körperlich-psychisch stabilen Arbeiterinnen. Zugleich zeigt sie, dass die Migrantinnen mit Protesten und Streiks durchaus ihre Interessen wahrnahmen und dass andererseits die staatlichen Regelungen völlig außer Acht ließen, dass Arbeitsmigration von Anfang an Familienmigration war. Migrantinnen, auch das wird deutlich, wurden auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt weniger deshalb benachteiligt, weil sie nicht deutsch waren, als vielmehr deshalb, weil sie Frauen waren.

Autorentext
Monika Mattes, Dr. phil., arbeitet als freie Historikerin und promovierte an der Technischen Universität Berlin.

Klappentext

Nicht nur männliche »Gastarbeiter«, auch viele Frauen kamen seit 1955 als Lohnarbeiterinnen in die Bundesrepublik. Monika Mattes untersucht erstmals umfassend die auf Frauen zielende Anwerbepolitik, die bestimmt war durch die Nachfrage frauentypischer Branchen nach jungen, körperlich-psychisch stabilen Arbeiterinnen. Zugleich zeigt sie, dass die Migrantinnen mit Protesten und Streiks durchaus ihre Interessen wahrnahmen und dass andererseits die staatlichen Regelungen völlig außer Acht ließen, dass Arbeitsmigration von Anfang an Familienmigration war. Migrantinnen, auch das wird deutlich, wurden auf dem westdeutschen Arbeitsmarkt weniger deshalb benachteiligt, weil sie nicht deutsch waren, als vielmehr deshalb, weil sie Frauen waren.

Zusammenfassung
Das Niedriglohnregime "Was Frau Mattes eindrücklich aufzuzeigen vermag, ist, daß Geschlecht eine zentrale Kategorie der Arbeitsmigration darstellte." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2006) Fingerfertig und billig "Mattes zeigt zielsicher die blinden Flecken in der Erforschung der Anwerbepraxis auf. Für die Migrationsforschung bedeutet dies, Aspekte der Geschichte der Einwanderung neu diskutieren zu müssen." (Süddeutsche Zeitung, 19.06.2006)

Inhalt
Vorwort Einleitung A. Anwerbepolitik zwischen staatlicher Regulation, betrieblicher Praxis und weiblichen Migrationsstrategien 1. Phasen der staatlichen Anwerbepolitik und der Anwerbung von Arbeitsmigrantinnen 1.1 Anfänge mit dem deutsch-italienischen Abkommen 1955-1959/60 1.2 Weitere Anwerbeabkommen 1960-1967 1.3 Von der Massenanwerbung zum definitiven Anwerbestopp 1968-1973 2. Praxis der amtlichen Anwerbung 2.1 Institutionelle Rahmenbedingungen 2.2 Gesundheitliches und fachliches Auswahlverfahren 2.3 Hindernisse und Strategien für die Anwerbung von Frauen 2.4 Lohnverhältnisse 2.5 Das Problem der "Fehlvermittlung" schwangerer Frauen 2.6 Anwerbung verheirateter Frauen und Mütter 3. Konkurrierende Zuwanderungswege und Migrationsstrategien von Frauen 3.1 Einreise mit Sichtvermerk 3.2 Einreise von "Touristinnen" 4. Fallbeispiel I: Der Elektrokonzern Siemens in West-Berlin und die Strategien der Arbeitskräftebeschaffung im Ausland 1958-1970 B. Westdeutsche Gesellschaft, "Gastarbeiterinnen" und Arbeitsmarkt 5. Arbeitsmigrantinnen und der Strukturwandel des westdeutschen Beschäftigungssystems 5.1 Strukturprofil der weiblichen Arbeitsmigration 5.2 Arbeitsmigrantinnen und die Geschlechterhierarchien des westdeutschen Arbeitsmarktes 6. Arbeitsmarkt, Migration und Frauenbilder 6.1 Suche nach Arbeitskräftereserven 1955-1959/60 6.2 Deutsche und nichtdeutsche Arbeiterinnen 1960-1967 6.3 "Chancengleichheit" für deutsche Frauen - Ausgrenzung ausländischer Frauen 1968-1973 7. Das Engagement kirchlicher Wohlfahrtsverbände: Schutzgedanken und Eigeninteresse 1960-1970 7.1 Der Katholische Mädchenschutz und die Konstruktion der schutzbedürftigen Ausländerin 7.2 Familiennachzug 8. Fallbeispiel II: Bahlsens Keksfabrik in Hannover und die Beschäftigung spanischer Arbeiterinnen 1960-1967 Schluss Abkürzungen Quellen- und Literaturverzeichnis

Produktinformationen

Titel: »Gastarbeiterinnen« in der Bundesrepublik
Untertitel: Anwerbepolitik, Migration und Geschlecht in den 50er bis 70er Jahren
Autor:
Editor:
EAN: 9783593378664
ISBN: 978-3-593-37866-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 343
Gewicht: 475g
Größe: H219mm x B144mm x T27mm
Jahr: 2005
Auflage: 1. Aufl. 09.2005
Land: DE

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