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Die Scharia, das religiöse Recht - ein Konstrukt?

  • Kartonierter Einband
  • 188 Seiten
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In der Arbeit wird die verbreitete Auffassung untersucht, wonach das islamische Recht ein religiöses Recht ist. Anlehnend an Metho... Weiterlesen
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Beschreibung

In der Arbeit wird die verbreitete Auffassung untersucht, wonach das islamische Recht ein religiöses Recht ist. Anlehnend an Methoden der Rechtsvergleichung und im Rahmen post-kolonialer Theorien plädiert die Arbeit für eine andere Betrachtungsweise des bisherigen islamischen Rechtsverständnisses. Die Untersuchung zeigt, dass ein solches Rechtsverständnis ein aus der historischen Entwicklung entstandenes, diskursives Konstrukt darstellt. Das islamische Recht auf die Religion oder eine ursprüngliche, fetischisierte Bedeutung des Worts Scharia einzuschränken, erweist sich vielmehr als ein Stereotyp des kolonialen Diskurses. In diesem vorausgesetzten Bild wird Differenz zur minderwertigen und sichtbaren Andersheit. Die binäre Logik einer solchen Argumentation kann erst aufgelöst werden, wenn von grundsätzlicher Uneinheitlichkeit ausgegangen und die eigene Macht(-ausübung) wahrgenommen wird.

Autorentext

Die Autorin: Mariam Popal studierte Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Neuere deutsche Literatur/Film an den Universitäten Hamburg und Damaskus. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind (feministische) Repräsentationskritik in der Literatur und Historiographie im Rahmen post-kolonialer Theorien.



Klappentext

In der Arbeit wird die verbreitete Auffassung untersucht, wonach das islamische Recht ein religiöses Recht ist. Anlehnend an Methoden der Rechtsvergleichung und im Rahmen post-kolonialer Theorien plädiert die Arbeit für eine andere Betrachtungsweise des bisherigen islamischen Rechtsverständnisses. Die Untersuchung zeigt, dass ein solches Rechtsverständnis ein aus der historischen Entwicklung entstandenes, diskursives Konstrukt darstellt. Das islamische Recht auf die Religion oder eine ursprüngliche, fetischisierte Bedeutung des Worts Scharia einzuschränken, erweist sich vielmehr als ein Stereotyp des kolonialen Diskurses. In diesem vorausgesetzten Bild wird Differenz zur minderwertigen und sichtbaren Andersheit. Die binäre Logik einer solchen Argumentation kann erst aufgelöst werden, wenn von grundsätzlicher Uneinheitlichkeit ausgegangen und die eigene Macht(-ausübung) wahrgenommen wird.



Inhalt

Aus dem Inhalt: Diskussionsstand zum islamischen Recht - Zum Begriff Recht - Theoretische Verortung von Scharia - Analyse der islamischen Rechtsargumentation in der Frage der Frau als Rechtsautorität.

Produktinformationen

Titel: Die Scharia, das religiöse Recht - ein Konstrukt?
Untertitel: Überlegungen zur Analyse des islamischen Rechts anhand rechtsvergleichender Methoden und aus Sicht post-kolonialer Kritik
Autor:
EAN: 9783631549957
ISBN: 978-3-631-54995-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Lang, Peter GmbH
Genre: Ethnologie
Anzahl Seiten: 188
Gewicht: 260g
Größe: H208mm x B146mm x T15mm
Jahr: 2006
Auflage: Neuausg.

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