

Beschreibung
Der Übergang Schule-Beruf ist ein wichtiger Sozialisationsprozess, besonders für vulnerable Jugendliche mit Förderbedarf. Die Arbeit von Frau Beer untersucht diese Gruppe, um Forschungslücken zu schließen und neue Erkenntnisse gewinnen. Die Berufsorientierung ...Der Übergang Schule-Beruf ist ein wichtiger Sozialisationsprozess, besonders für vulnerable Jugendliche mit Förderbedarf. Die Arbeit von Frau Beer untersucht diese Gruppe, um Forschungslücken zu schließen und neue Erkenntnisse gewinnen.
Die Berufsorientierung und der damit verbundene Berufswahlprozess spielen eine zentrale Rolle für die berufliche Zukunft. Denn ein erfolgreicher Übergang in die Arbeitswelt ist nicht nur für die individuelle Entwicklung wichtig, sondern auch ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Die Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf stellt vor allem Jugendliche mit Förderbedarf, Beeinträchtigungen oder Behinderungen vor besondere Herausforderungen. Die Forschung hat bisher der größten Gruppe von Heranwachsenden mit Förderbedarf - Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen - wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der vorliegenden Arbeit der Autorin Mareike Beer wird sich mit dieser Gruppe befasst, um einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke zu leisten. Ferner sollen neue Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe gewonnen werden. Die freie Verfügbarkeit der E-Book-Ausgabe dieser Publikation wurde ermöglicht durch den Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (FID), gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und ein Netzwerk wissenschaftlicher Bibliotheken zur Förderung von Open Access in der Erziehungswissenschaft, Bildungsforschung und Fachdidaktik.
Autorentext
Mareike Beer (*1980) hat von November 2018 bis Februar 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik am Lehrstuhl von Prof. Dr. Dietmar Frommberger an der Universität Osnabrück gearbeitet. Zuvor war sie Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte und Bildungsplanerin im Regionalen Bildungsbüro beim Kreis Warendorf, davor Projektleiterin in Ausbildungs- und Arbeitsmarktmaßnahmen bei zwei verschiedenen Bildungsträgern. Seit März 2024 leitet sie die Volkshochschule (VHS) Warendorf.
Klappentext
In der Berufsorientierung und dem damit verbundenen Berufswahlprozess werden die Weichen für die berufliche Entwicklung gestellt. Die Phase des Übergangs wird als Sozialisationsprozess verstanden, den nicht alle Menschen gleich gut bewältigen oder mit Erfolg abschließen. Zu den vulnerablen Gruppen gehören Jugendliche mit Förderbedarf, Beeinträchtigungen und Behinderungen. Deshalb kann der Besitz eines Arbeitsplatzes auch als ein entscheidender Gradmesser für die gesellschaftliche Teilhabe gesehen werden. Die Veröffentlichung richtet deswegen den Fokus auf die Zielgruppe junger Menschen mit sogenannten Lernbeeinträchtigungen am Übergang Schule-Berufsvorbereitung-Berufsausbildung. Diese stellen die größte Gruppe der Heranwachsenden mit Förderbedarf dar. Bisher wurde dieser Personengruppe in der Forschung kaum Beachtung geschenkt. Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke leisten.
Inhalt
Einleitung: Zur Zielstellung und zum Aufbau der Arbeit Teil I - Forschungsgegenstand Kapitel 1 - Einführung in die Thematik und Problematik: Menschen mit Lernbeeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf 1.1 Der Inklusionsdiskurs 1.2 Lernbeeinträchtigung als schwierige" Behinderungskategorie 1.3 Mögliche Ursachen von Beeinträchtigungen des Lernens 1.4 Der Übergang Jugendlicher mit Lernbeeinträchtigungen von der Schule in die berufliche Bildung Kapitel 2 - Strukturelle Rahmenbedingungen des Übergangs: Die Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit für benachteiligte und (lern-)beeinträchtigte Jugendliche 2.1 Der Eintritt in die Förderstrukturen der Bundesagentur für Arbeit - ein Übergang ins Übergangssystem?! 2.2 Angebote der dualen Berufsausbildung für Menschen mit Beeinträchtigungen, Benachteiligungen und Behinderungen Kapitel 3 - Bezugsrahmen der empirischen Untersuchung 3.1 Gatekeeping und Gatekeeper an der Statuspassage Schule-Berufsvorbereitung-Berufsausbildung Kapitel 4 - Relevante Forschungsbefunde zum Forschungsgegenstand 4.1 Zur schulpädagogischen Sicht auf Lernbeeinträchtigungen und Inklusion 4.2 Zu den Übergangsverläufen von Jugendlichen (mit Lernbeeinträchtigungen) 4.3 Qualitative Interviews mit Personen mit Lernbeeinträchtigungen im Forschungsdiskurs 4.4 Zusammenführen der Ergebnisse, Desiderat und Forschungsfrage Teil II - Anlage der empirischen Untersuchung Kapitel 5 - Methodische und methodologische Rahmung der Untersuchung 5.1 Planungs- und Vorbereitungsphase 5.2 Durchführungsphase 5.3 Auswertungsphase Teil III - Empirische Ergebnisse Kapitel 6 - Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Das Handeln der Gatekeeper aus Sicht der Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigung an der Statuspassage Schule-Berufsvorbereitung-Berufsausbildung 6.1 Berufspsychologischer Service (BPS) der Bundesagentur für Arbeit als professionelle Expert:innen 6.2 Lehrkräfte als Vertreter:innen und Repräsentant:innen von Institutionen 6.3 Reha-Berufsberater:innen der Bundesagentur für Arbeit als Vertreter:innen und Repräsentant:innen von Institutionen 6.4 Pädagogische Fachkräfte der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme als Vertreter:innen und Repräsentant:innen von Institutionen 6.5 Betriebe und ihre Personalentscheider:innen als Vorgesetzte und Kolleg:innen 6.6 Primärgruppen: Eltern, Verwandte, Freundinnen, Freunde und Peers 6.7 Sonstige Akteure Kapitel 7 - Zusammenführung der Erkenntnisse aus dem Forschungsprozess und Reflexion desselben 7.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse 7.2 Reflexion des Forschungsprozesses Kapitel 8 - Schlussbemerkungen und weiterführende Überlegungen 8.1 Schlussbemerkungen - die Quintessenz 8.2 Weiterführende Überlegungen: Ableitungen für die (berufs-)pädagogische Praxis, die Akteure am Arbeitsmarkt, die Jugend(berufs)hilfe, das kommunale und überregionale Bildungsmanagement und die Entscheider:innen in Politik und Wirtschaft
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