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Betrieblicher Wandel in der Risikogesellschaft

  • Kartonierter Einband
  • 256 Seiten
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Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die seit etwa Anfang der 80er Jahre in den Sozialwissenschaften, vor allem in der Industriesoziolo... Weiterlesen
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Beschreibung

Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die seit etwa Anfang der 80er Jahre in den Sozialwissenschaften, vor allem in der Industriesoziologie, aber auch unter Praktikern aus der Politik, den Gewerkschaften, dem betrieblichen Management, dem Arbeitsmarkt-und Bildungsbereich etc. geführte Diskussion, die sich in einer ersten Annäherung durch Schlagworte wie "Dritte Industrielle Revolution", "Umbruch von Technik und Arbeit", "Ende des Taylorismus", "mikroelektronische Revolution" oder "Neuer Typ systemischer Rationalisierung" umschreiben läßt. Hierbei geht es letztlich um die Frage, wie die besondere Qualität, die Fonn und die Richtung der gegenwärtigen industriellen und betrieblichen Wandlungsprozesse zu verstehen, zu erklären und zu beurteilen sind. Auf der Grundlage umfangreichen empirischen Materials werden die aktuellen betrieblichen Umbruchprozesse in Anlehnung an U. Becks Konzept des Übergangs von der Industriegesellschaft zur "Risikogesellschaft" als reflexive Modemisierung interpretiert. Hierauf aufbauend wird ein Vorschlag zur Weiterentwicklung des konzeptionellen sozialwissenschaftlichen Betriebsverständ nisses entwickelt und der Betrieb als Handlungseinheit der stofflichen und sozialen Transfonnation von Wirklichkeit gefaßt. Die Arbeit versteht sich als Beitrag zur Empirie und Theorie betrieblicher Wandlungsprozesse.

Autorentext
Prof. Dr. Ludger Pries, Lehrstuhl Organisationssoziologie und Mitbestimmungsforschung in der Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum; Forschungs- und Lehraufenthalte in Brasilien, Mexiko, Spanien und den USA. Forschungsschwerpunkte: (international vergleichende) Organisations-, Arbeits-, Erwerbs- und Migrationssoziologie, sozialwissenschaftliche Automobilforschung, Transnationalisierungsforschung.

Inhalt

I. Die industriesoziologische Diskussion aktueller betrieblicher Wandlungsprozesse.- 1. Zur Qualität, Form und Richtung betrieblichen Wandels.- 2. Zum Wandel betrieblicher Wirklichkeit und ihrer wissenschaftlichen Wahrnehmung.- II. Reflexive Modernisierung und "Subpolitik betrieblicher Rationalisierung" bei U. Beck.- 1. Risikogesellschaft und reflexive Modernisierung.- 2. "Subpolitik betrieblicher Rationalisierung".- a) Mikroelektronik und Technikdeterminismus.- b) Systemisch-reflexive Modernisierung und Betriebsparadigma.- c) Reflexive Modernisierung und Konzepte industriellen Wandels.- III. Betrieblicher Wandel als reflexive Modernisierung.- 1. Von der (partiellen) Fertigungsrationalisierung zur systematischen Produktionsmodernisierung.- 2. Reflexiv-systemische Modernisierung.- 3. Ende des technischen, organisatorischen und ökonomischen Determinismus und Politisierung des betrieblichen Wandels.- 4. Restrukturierung des Verhältnisses von Experten und Laien und Interdisziplinarität.- 5. Entdifferenzierung der innerbetrieblichen und Ausdifferenzierung der zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung.- 6. Politisierung (und Verwissenschaftlichung) des Kapital-Arbeit-Verhältnisses.- 7. Schlußfolgerungen.- IV. Betrieb und betrieblicher Wandel in der (west-)deutschen Industriesoziologie.- 1. Die Herausbildung einer eigenständigen Betriebssoziologie innerhalb der Industrieforschung.- 2. "Betrieb als soziale Organisation" und Rezeption der Human-Relations-Forschung.- 3. Der Betrieb zwischen "Kritik der Politischen Ökonomie" und Humanisierungsforschung.- 4. Der Betrieb als Handlungs- und Gestaltungsraum.- V. Betrieb als Handlungseinheit von stofflicher und sozialer Transformation.- 1. Annäherungen an ein komplexes soziologisches Betriebsverständnis.- a) Diskussion ausgewählter soziologischer Betriebsbegriffe.- b) Anforderungen an ein soziologisches Betriebsverständnis.- c) Betrieb als in Grenzen autonome, operative Einheit von Kapitalverwertung.- 2. Betrieb als Handlungseinheit der stofflichen und sozialen Transformation von Wirklichkeit.- a) Fallbeispiel: Transferstraße oder Boxenfertigung?.- b) Zum Transformationsbegriff.- c) Zur Unterscheidung von stofflicher und sozialer bzw. einfacher und reflexiver Transformation.- d) Zum betrieblichen Arbeitshandeln.- e) Zum Begriff der Transformationsräume.- 3. Betriebliche Transformationsräume.- a) Unternehmensstruktur/Kapitalstrategie.- b) Produktstruktur/Absatzstrategie.- c) Fertigungssystem.- d) Arbeitsorganisation.- e) Personalsystem.- 4. Betriebliches Arbeitshandeln.- a) Mechanistische Modelle von Arbeitshandeln.- b) Die Labour Process Debate und das "Transformationsproblem".- c) Formen betrieblicher Handlungskoordinierung bei L. Zündorf.- d) "Strategisches Handeln" bei Crozier/Friedberg.- e) Betriebliches Arbeitshandeln zwischen Routine und Innovation.- VI. Die Bedeutung des Betriebes für die gesellschaftliche Praxis und für die Soziologie.- 1. Welchen Anforderungen kann das vorgestellte Betriebskonzept gerecht werden?.- 2. Vor einer Renaissance des Betriebs in der Industriesoziologie?.- 3. Über die Notwendigkeit neuer Legitimationsgrundlagen betrieblichen Gestaltungshandelns.- Anmerkungen.

Produktinformationen

Titel: Betrieblicher Wandel in der Risikogesellschaft
Untertitel: Empirische Befunde und konzeptionelle Überlegungen
Autor:
EAN: 9783531122120
ISBN: 978-3-531-12212-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Management
Anzahl Seiten: 256
Gewicht: 394g
Größe: H235mm x B155mm x T13mm
Jahr: 1991
Auflage: 1991

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