

Beschreibung
From the beginnings of the Enlightenment to the present day, Jews have been thinking about the Jewish self-conception and the conditio humana in the modern. This has led not only to a modern Jewish historiography, philosophy and philology, but also to a fascin...From the beginnings of the Enlightenment to the present day, Jews have been thinking about the Jewish self-conception and the conditio humana in the modern. This has led not only to a modern Jewish historiography, philosophy and philology, but also to a fascinating literature of Jewish reflections on political, philosophical and secular issues. The Shoah and the founding of the state of Israel has provided this thinking with important new points of reference. The aim of the series is to newly publish sources and works which are hard to access or hidden and which are important to the understanding of Jewish history and Jewish thinking since the 17th century. The new editions of these sources and works are provided with commentaries and academic introductions. The Hebrew title of the series, Mar'ot ('mirrors') references the multifaceted development through which Judaism, in the diverse 'mirrors' of tradition, contemporary culture and the experience of integration and discrimination, has produces new, modern concepts of Jewish identity, often determined by various degrees of 'refraction'.
Rabbi J. Soloveitchik (19031993) zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Talmudisten und zu den schöpferischsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Mit dem erstmals auf Deutsch vorliegenden bahnbrechenden Essay erschafft Soloveitchik aus den Quellen des halachischen Judentums den Halachischen Menschen und etabliert mit ihm ein sowohl abstraktes als auch greifbares Ideal: den Inbegriff des edlen und vollkommenen Menschen. Der Leser erhält über den Text, der in einer Zeit entstand, in der Juden zu Untermenschen degradiert wurden, Einblick in eine Lebensform und Weltanschauung, die sich seit jeher an der Halacha orientieren. Der halachische Mensch gewinnt nicht nur wegweisende Bedeutung für das in seiner Identität erschütterte Judentum von 1945, sondern wird zunehmend über die Grenzen des Judentums hinaus zum zeitlosen und tradierbaren soziologisch-anthropologischen Phänomen, dessen Wert in der neukantianischen Differenzierung zwischen Sein und Sollen und dem Gesollten als ewiger Aufgabe liegt.
Autorentext
Ruth Przybyla, Ramla, Israel.
Klappentext
Rabbi J. Soloveitchik (1903?1993) zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Talmudisten und zu den schöpferischsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Mit dem erstmals auf Deutsch vorliegenden bahnbrechenden Essay erschafft Soloveitchik aus den Quellen des halachischen Judentums den Halachischen Menschen und etabliert mit ihm ein sowohl abstraktes als auch greifbares Ideal: den Inbegriff des edlen und vollkommenen Menschen. Der Leser erhält über den Text, der in einer Zeit entstand, in der Juden zu Untermenschen degradiert wurden, Einblick in eine Lebensform und Weltanschauung, die sich seit jeher an der Halacha orientieren. Der halachische Mensch gewinnt nicht nur wegweisende Bedeutung für das in seiner Identität erschütterte Judentum von 1945, sondern wird zunehmend über die Grenzen des Judentums hinaus zum zeitlosen und tradierbaren soziologisch-anthropologischen Phänomen, dessen Wert in der neukantianischen Differenzierung zwischen Sein und Sollen und dem Gesollten als ewiger Aufgabe liegt.