

Beschreibung
Leicht verständlich, umfassend und immer den "roten Faden" im Blick, der Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verbindet: Ein Must-Have-Buch für alle, die in aktuellen Debatten mitreden wollen. Was wir von der Welt wissen sollten Auf den ersten Blick er...Leicht verständlich, umfassend und immer den "roten Faden" im Blick, der Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verbindet: Ein Must-Have-Buch für alle, die in aktuellen Debatten mitreden wollen.
Was wir von der Welt wissen sollten
Auf den ersten Blick erscheint der Titel dieses Buchs etwas gewagt - denn wer soll oder kann uns wirklich verbindlich sagen, was wir wissen sollten und was nicht? Es gibt extrem Vieles und sehr Unterschiedliches, das zu wissen interessant und auch lohnenswert erscheint. Dennoch ist es Jens Bott gelungen, ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenzustellen, die zur Allgemeinbildung zu zählen einem durchaus plausibel erscheint. Interessant ist dieser Ansatz allemal - wobei freilich manche Leser, je nach Interessenschwerpunkt und Neigung, die Auswahl des Autors an der einen oder anderen Stelle kritisieren dürften.
Das Buch besteht aus zwei großen Teilen: »Die Natur« und »Der Mensch«. Der erste Teil beschreibt die Mathematik als Grundlagenwissenschaft und erläutert ihre Prinzipien und Möglichkeiten. Hier lernen wir verschiedene Zahlensysteme ebenso kennen wie die grundlegenden mathematischen Methoden, wie sie sich seit der Antike entwickelt haben. So können wir die Mathematik nach Bott als eine »Werkzeugkiste der Weltbeschreibung« verstehen. Alle wissenschaftlichen Entdeckungen, die unseren Alltag prägen, sowie die mit ihnen verbundenen Erkenntnisse beruhen auf einer quantitativen Analyse von Daten, deren Grundlage wiederum mathematische Verfahren sind.
Als zweites großes naturwissenschaftliches Gebiet folgt die Physik. Hier rekonstruiert Bott die Entdeckung und Erforschung der physikalischen Naturgesetze und widmet sich Themen wie »Pioniere des Lichts« oder »Die Welt als Uhrwerk«. Die komplexen Zusammenhänge von Atomphysik und Relativitätstheorie werden ausführlich dargestellt, bevor sich der Autor Geschichte und Entwicklung der Chemie widmet. So lernen wir, was chemische Elemente definiert und wie sie aufgebaut sind, und warum chemische Reaktionen auf eine bestimmte Art und Weise ablaufen. Als letztes Gebiet innerhalb der Naturwissenschaften wird die Biologie vorgestellt. Ihre Grundlagen und Entdeckungen erläutert der Autor ebenso wie unser Wissen über die Entstehung des Lebens und seine Evolution.
Ein gelungener »Appetizer«
Der zweite Teil des Buchs konzentriert sich auf die Geistes- und Sozialwissenschaften. Er behandelt grundsätzliche Fragen wie »Das Leib-Seele-Problem«, reflektiert Bedeutung und Entstehung von Sprache und Sprachfamilien sowie ganz allgemein die Entwicklung der Philosophie. Abschließend geht Jens Bott auf die Soziologie (»Gesellschaft: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit«) und Ökonomie ein, die - ähnlich wie die anderen Themenkreise - in ihrer geschichtlichen Entwicklung dargestellt werden.
Natürlich können all diese Inhalte auf etwas mehr als 300 Seiten nicht angemessen dargestellt oder gar erschöpfend diskutiert werden. Allein zu Themengebieten wie dem »Leib-Seele-Problem« (zwei Seiten), der »Geschichte der Philosophie« (rund 30 Seiten) oder der Relativitätstheorie wurden ja jeweils bereits viele umfangreiche Bücher verfasst. Seine Berechtigung hat das vorliegende Buch daher eher als »Appetizer«, der wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen auf einer sehr breiten Basis referiert und anregend beschreibt. Dabei werden die zentralen Punkte der einzelnen Fachgebiete berücksichtigt und erklärt.
Der Text liest sich flüssig und regt dazu an, sich mit den einzelnen Themen näher zu beschäftigen und dabei auch über die oft engen Grenzen der jeweiligen Wissens- und Forschungsgebiete hinauszublicken; dabei helfen auch die Angaben zur weiterführenden Literatur im Anhang. Insgesamt ist dem Autor eine verständliche und nachvollziehbare Darstellung gelungen, die zudem durch die Auswahl ihrer Themen überzeugt. Auch wenn das Zeitalter der Enzyklopädien vorbei sein dürfte - Überblicksdarstellungen wie diese haben weiterhin ihre Berechtigung.
Wolfgang Skrandies, Spektrum der Wissenschaft, 04.10.2024
Autorentext
Jens Bott arbeitet in leitender Position als Global Business Process Manager für ein großes pharmazeutisches Unternehmen in der Schweiz. Zu seiner Rolle gehört es, komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten und zu erklären.
Klappentext
Das Buch zum Mitreden in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft Der Wunsch, die Welt verstehen zu wollen, ist so alt wie die Menschheit; wir suchen nach Erklärungen, benötigen Halt und Orientierung. Aus Annahmen und Überzeugungen, die uns plausibel erscheinen, formen wir unsere Weltbilder, Vorstellungen über die Beschaffenheit des Universums. Die jeweils herrschenden Vorstellungen haben sich mit der Zeit allerdings verändert. Bis zum Ende des Mittelalters lagen die Dinge noch einfach: Für die Menschen in Europa etwa war die Bibel die Quelle aller Wahrheit, ein universelles Sachbuch, das die Entstehung des Universums, die Artenvielfalt und den Ursprung des Sprachengewirrs erklärte, aber auch moralische Richtlinien vorgab. Mit der Zeit hat sich eine Reihe zentraler Theorien und Ideen herausgeschält, die den heutigen Wissenschafts-und Politikbetrieb prägen. Gleich, ob wir sie nun persönlich für richtig halten oder nicht, haben diese herrschenden Meinungen Einfluss auf unser tägliches Leben - und das mehr, als uns oftmals bewusst ist. Im ersten Teil des Buches (Die Natur) werden nach Darstellung der Grundlagendisziplin Mathematik zunächst die physikalischen Naturgesetze dargelegt, um dann zu zeigen, wie sich aus ihnen die Chemie und aus der Chemie die Biologie ergibt. Im Mittelpunkt stehen Newtons Mechanik, die Relativitätstheorie, die Quantenphysik und Darwins Evolutionstheorie. Das abschließende Kapitel erzählt die Naturgeschichte vom Urknall bis zum Erscheinen des Homo sapiens und fasst dabei die wesentlichen Aussagen noch einmal zusammen. Das erste Kapitel des zweiten Teils (Der Mensch) beschäftigt sich mit dem menschlichen Bewusstsein und leitet aus einer naturwissenschaftlichen Perspektive zu den geisteswissenschaftlichen Kapiteln Sprache (Ausdrucksform des Bewusstseins), Philosophie (Geschichte des Denkens), Gesellschaft (Theorie des Zusammenlebens) und Ökonomie (Umgang mit knappen Ressourcen) über. Das abschließende Kapitel erzählt die Menschheitsgeschichte bis heute, wobei wiederum die zentralen Aussagen noch einmal zusammengefasst werden.
Inhalt
EINLEITUNG: WAS WIR VON DER WELT WISSEN SOLLTEN
MATHEMATIK: WERKZEUGKISTE DER WELTBESCHREIBUNG
Alles ist Zahl
Eine Erfindung der Buchhalter
Der logische Vierklang
Zahlenspiele
Idee und Form
Jagd auf das Unbekannte
Reise in die Unendlichkeit
Der verlässliche Zufall
Das Ende eines Traums?
PHYSIK: DIE GESETZE DER NATUR
Die Entdeckung der Einfachheit
Der Weg nach Cambridge
Die Welt als Uhrwerk
Pioniere des Lichts
Sieg des Chaos
Die Relativitätstheorie
Die Anatomie der Atome
Weltformel
CHEMIE: MAGIE DER WANDLUNG
Ein weiter Bogen
Elementenjagd
Das Aufbauprinzip
Rhythmen
Allianzen
Wie der Sauerstoff zu seinem Namen kam
Der Chemiebaukasten des Lebens
BIOLOGIE: UNINTELLIGENTES DESIGN
Die andere Naturwissenschaft
Was ist Leben?
Entropiebekämpfungsmaschinen
Sugar makes the world go round
Das Fenster zur Welt
Unintelligentes Design
Schicksalhafte Proteine
Im Dschungel der Wechselwirkungen
Aggression und Altruismus
DIE GESCHICHTE DES UNIVERSUMS: WOHER WIR KOMMEN
Kosmische Geburt
Ein neuer Planet
Das Leben wird ausgepackt
Explosion der Arten
Die steile Karriere der Affen
BEWUSSTSEIN: DER NACKTE AFFE IM SPIEGEL
Wir sind allein
Das Leib-Seele-Problem
Wie die Welt im Kopf entsteht
Auf der Suche nach dem Geist
Das schwere Erbe der Evolution
SPRACHE: DAS DING UND SEIN NAME
Babylo…
