

Beschreibung
Campus Reader Der Vergleich als Methode ist grundlegend für die Sozialwissenschaften und daher auch fester Bestandteil des politikwissenschaftlichen wie soziologischen Studiums. Dieser Reader versammelt 20 wichtige Texte zum Thema aus fünf Jahrzehnten. Dabei n...Campus Reader
Der Vergleich als Methode ist grundlegend für die Sozialwissenschaften und daher auch fester Bestandteil des politikwissenschaftlichen wie soziologischen Studiums. Dieser Reader versammelt 20 wichtige Texte zum Thema aus fünf Jahrzehnten. Dabei nimmt er zum einen Kategorien und Methoden vergleichender Analyse in den Blick, zum anderen die drei Makrostrukturen Staat, Kapitalismus und Demokratie als zentrale Gegenstandsbereiche. Die zumeist konzeptionell angelegten Texte - von Robert Alford bis Colin Crouch, von Stein Rokkan bis Gøsta Esping-Andersen, von M. Rainer Lepsius bis Kathleen Thelen - werden durch die Herausgeber ausführlich kommentiert und um weiterführende bibliografische Hinweise ergänzt. Damit bietet der Band eine kompakte Literatursammlung zur vergleichenden Sozialwissenschaft und stellt zugleich auch eine ideale Grundlage für entsprechende Seminare in soziologischen und politikwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen dar.
Der Vergleich als Methode ist grundlegend für die Sozialwissenschaften und daher auch fester Bestandteil des politikwissenschaftlichen wie soziologischen Studiums. Dieser Reader versammelt 20 wichtige Texte zum Thema aus fünf Jahrzehnten. Dabei nimmt er zum einen Kategorien und Methoden vergleichender Analyse in den Blick, zum anderen die drei Makrostrukturen Staat, Kapitalismus und Demokratie als zentrale Gegenstandsbereiche. Die zumeist konzeptionell angelegten Texte - von Robert Alford bis Colin Crouch, von Stein Rokkan bis Gøsta Esping-Andersen, von M. Rainer Lepsius bis Kathleen Thelen - werden durch die Herausgeber ausführlich kommentiert und um weiterführende bibliografische Hinweise ergänzt. Damit bietet der Band eine kompakte Literatursammlung zur vergleichenden Sozialwissenschaft und stellt zugleich auch eine ideale Grundlage für entsprechende Seminare in soziologischen und politikwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen dar.
"Das Kompendium ist insofern faszinierend, als es sowohl als Einführungsbuch als auch als Reader ausgezeichnet verwendet werden kann und dabei die reichhaltigen Facetten des sozialwissenschaftlichen Vergleichs deutlich werden lässt.", Portal für Politikwissenschaft, 10.01.2013
Vorwort
Campus Reader
Autorentext
Jens Borchert (links) ist Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Soziologie und Staatstheorie an der Universität Frankfurt. Stephan Lessenich ist Professor für Vergleichende Gesellschafts- und Kulturanalyse am Institut für Soziologie der Universität Jena.
Klappentext
Der Vergleich als Methode ist grundlegend für die Sozialwissenschaften und daher auch fester Bestandteil des politikwissenschaftlichen wie soziologischen Studiums. Dieser Reader versammelt 20 wichtige Texte zum Thema aus fünf Jahrzehnten. Dabei nimmt er zum einen Kategorien und Methoden vergleichender Analyse in den Blick, zum anderen die drei Makrostrukturen Staat, Kapitalismus und Demokratie als zentrale Gegenstandsbereiche. Die zumeist konzeptionell angelegten Texte - von Robert Alford bis Colin Crouch, von Stein Rokkan bis Gøsta Esping-Andersen, von M. Rainer Lepsius bis Kathleen Thelen - werden durch die Herausgeber ausführlich kommentiert und um weiterführende bibliografische Hinweise ergänzt. Damit bietet der Band eine kompakte Literatursammlung zur vergleichenden Sozialwissenschaft und stellt zugleich auch eine ideale Grundlage für entsprechende Seminare in soziologischen und politikwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen dar.
Leseprobe
Angesichts der skizzierten Entwicklungen und Tendenzen ist gerade jener Ausschnitt der sozialen Realität, dem die vergleichende Sozialwissenschaft seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vorrangig ihr Interesse gewidmet hat und der in- sofern als maßgeblicher Bezugspunkt der einschlägigen Konzept- und Methodenentwicklung gelten kann, nämlich die Welt (bzw. genauer: die unterschiedlichen Welten) makrosozialer Strukturbildungen moderner nationalstaatlich verfasster Gesellschaften, nach wie vor von unverminderter Relevanz. Die drei gesellschaftlichen Makrostrukturen Staat, Kapitalismus und Demokratie, die wir in diesem Band vermittelt über klassische komparative Texte thematisieren, sind insofern keineswegs willkürlich ausgewählt: Der Wirkungszusammenhang zwischen diesen drei Makrostrukturen, ihren Entstehungsbedingungen und Entwicklungsfaktoren, die Vielfalt ihrer institutionellen Ausprägungen und historischen Wandlungen, ihre internen wie externen Komplementaritäts- und Spannungsverhältnisse bilden den Kern des Forschungsfeldes vergleichender Sozialwissenschaft heute (vgl. unseren einführenden Beitrag zu Teil 2 dieses Bandes). Und es ist sicher kein Zufall, dass die sich daraus ergebenden Thematiken genau im Grenzbereich der beiden sozialwissenschaftlichen Disziplinen Politikwissenschaft und Soziologie liegen, wie die Texte dieses Bandes nachdrücklich demonstrieren. Daraus ergeben sich entsprechende forschungs- und lehrpraktische Konsequenzen - zu denen einerseits die Notwendigkeit zählt, die Berührungspunkte und Überschneidungen zwischen den beiden Fächern gerade auch in der Lehre zu thematisieren, anderseits jene, die vergleichende Sozialwissenschaft der Gegenwart als kontextsensible und kategorial relationierende Gesellschafts- und Politikanalyse zu deuten. Was heißt das praktisch? Bezogen auf das Verhältnis der beiden Fächer zu- einander bedeutet es die Einsicht, dass das in letzter Zeit, im Zuge verstärkter Konkurrenz um knappe Mittel, deutlich verschlechterte Verhältnis von Politikwissenschaft und Soziologie an den meisten deutschen Universitäten eine höchst unglückliche und kontraproduktive Entwicklung darstellt. Die Versuchung, sich im Zeichen verschärfter Konkurrenz auf Kosten des jeweils anderen Faches einigermaßen schadlos zu halten, erwies sich an vielen universitären "Standorten" offenbar als übermächtig. Wir halten dies für eine fatale Entwicklung. Die realen gesellschaftlichen Entwicklungen verweisen beide Sozialwissenschaften (zu denen je nach Selbstverständnis und Ausrichtung natürlich auch weitere Disziplinen ge- hören können) eigentlich mehr denn je aufeinander; im Bereich der vergleichenden Sozialforschung gilt das in besonderem Maße. Aber auch die in diesem Band nachgezeichnete paradigmatische Spaltung in zwei Lager vergleichender Sozialwissenschaft innerhalb beider Disziplinen ist wenig hilfreich. Ganz gleich, ob das Forschungsinteresse nun primär den Beson- derheiten des Einzelfalls oder aber den Gemeinsamkeiten einer ganzen Gruppe von Fällen gilt: In jedem Fall ergeben sich die Besonderheiten des Einzelfalls aus der nur in Relation zu anderen Fällen sich herauskristallisierenden, je spezifischen Konstellation von Merkmalen bzw. Merkmalsausprägungen. Und die soziale Bedeutung und Relevanz eines von einer Gruppe von Fällen gemeinsam geteilten Merkmals wiederum erschließt sich nur in der kontextualisierenden Rekonstruktion des Zusammenwirkens desselben mit anderen Elementen eines sozialen Zusammenhangs. Insofern bedarf es sowohl analytisch wie methodisch prinzipiell eines integrativen Ansatzes vergleichender Sozialwissenschaft als vergleichende Politik- und Gesellschaftsanalyse (vgl. dazu exemplarisch Mahoney/Rueschemeyer 2003). Analytisch spricht dies für eine institutionalistische Forschung, die makrosoziale Strukturbildungen immer auch in ihren handlungsleitenden Ideen, symbolischen Repräsentationen, kulturellen Rechtfertigungsordnungen, legitimierenden Deutungsmustern und machtbasierten Interessenkonstellationen in den Blick nimmt (vgl. Lepsius 1990 und in diesem Band); methodisch ist in diesem Sinne ein komplexer Ansatz gefragt, der die methodologische Konfrontation qualitativer (fallorientierter) und quantitativer (variablenorientierter) Ansätze über- windet und deren jeweilige Stärken zu kombinieren versucht (vgl. programmatisch Ragin 1987). Auf diese Weise würde auch erst wirklich er…