Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen

  • Kartonierter Einband
  • 301 Seiten
(0) Erste Bewertung abgegeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Kirchenburgen sind sein Leben. Jahrzehntelang hat er sie studiert, restauriert und über sie geschrieben. Mit dem neuen Buch aus de... Weiterlesen
20%
36.30 CHF 29.05
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 3 bis 4 Werktagen.

Beschreibung

Kirchenburgen sind sein Leben. Jahrzehntelang hat er sie studiert, restauriert und über sie geschrieben. Mit dem neuen Buch aus dem hauseigenen Monumenta-Verlag legt Hermann Fabi ni ein Kompendium über die siebenbürgisch-sächsischen Wehrbauten vor, in dem er alle wesent lichen Informationen über die Entstehung und Charakteristik der Kirchenburgen zusammenfasst. Darüber hinaus werden dem Leser eine Vielzahl von Kirchenburgen im Detail vorgestellt. Im Jahr 1985 erschien im Leipziger Verlag Koehler & Amelang das von Fabini verfasste Buch "Kirchenburgen in Siebenbürgen", das die Grundlage für den ersten Teil des Bandes ist. Dieser ist sehr lebendig geschrieben für eine historische Abhandlung. Versetzt mit zahlreichen zeitgenössischen Zitaten, führt dieser Abschnitt durch die Geschichte Siebenbürgens und verbindet sie mit den noch heute sichtbaren architektonischen Überbleibseln. Diese setzt Fabini in Zusammenhang mit dem sächsischen Gemein schaftsleben, den Traditionen, die der Freiheit der Gemeinschaft den Vorzug vor der Freiheit des Einzelnen geben. Die siebenbürgische Wehr architektur wird vor diesem Hintergrund zum "architektonischen Abbild ihrer Erbauer". Die weitgehend einheitlichen Fassaden der Bauernhäuser spiegeln diese Tradition ebenso wider wie die formenreiche, von Dorf zu Dorf unterschiedliche Gestaltung der Kirchenburgen, die Kreativität auf Gemeindeebene sichtbar werden lässt. Nach der 30-seitigen Hinführung widmet sich Fabini eingehend speziellen Aspekten. Er rekonstruiert die Kirchenbaukunst in siebenbür gisch-sächsischen Gemeinden, erläutert zeitgenössische Kriegstechniken und Verteidigungsmaßnahmen an den Kirchen und erklärt das Verhältnis der Kirchenburgenanlagen zu ihren Dörfern. Anschließend nimmt er den Leser mit in das Innere der Kirchen, untersucht ihre Ausstattungen, Inschriften und berichtet von denkmalpflegerischen Maßnahmen. Aus dem 1998-1999 in zwei Bänden erschienenen "Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen" entnimmt Fa bini die Kirchenbeispiele für den zweiten, mit rund 180 Seiten umfangreichsten, Teil des Bu ches. Die in dieser Publikation enthaltenen 167 Kurzporträts sind im Wesentlichen gekürzte Ver sionen seiner Ausführungen aus dem Atlas. Die Kirchen ordnet er einem von sechs geographischen Gebieten zu: Unterwald und Umgebung von Hermannstadt, Kokelgebiet, Harbach- und Alttal, Repser Ländchen, Burzenland und Nordsiebenbürgen. Die Beschreibungen hat Fabini mit eigens entwickelten Kriterien ergänzt, dar unter solchen zur Bedeutung der Kirchenburg, dem Prozentsatz der erhaltenen originalen Bausubstanz sowie der Zahl der Wirte zu Beginn des 15. Jahrhunderts, für den Autor ein Anhaltspunkt zur Einschätzung der baulichen und finanziellen Leistung der jeweiligen Dorfgemeinschaft. Ab gerundet werden die Beispiele mit den aus dem Atlas bekannten isometrischen Burgenmodellen, Grundrissen sowie Fotos und Zeichnungen. Praktisch und gerade für den Nichtarchitekten hilfreich ist im Anhang die Erklärung zahlreicher Fachbegriffe in einem Bildwörterbuch. Es folgen kurze Biographien ausgewählter Persönlichkeiten, die sich im Dunstkreis der sieben bürgisch-sächsischen Kirchenburgen hervorgetan haben, eine umfangreiche Literaturliste und ein Ortsverzeichnis. Als Beigabe erhält man die farbige Siebenbürgenkarte aus dem Hause Fabini sowie ein Faltblatt mit Kontaktadressen für Besucher der Kirchenburgen. Nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit den siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen legt Hermann Fabini mit diesem Band eine Zusammenfassung seiner bisherigen Arbeiten vor. Für den einschlägig gebildeten Leser enthüllt das Buch keine neuen Erkenntnisse. Es ist aber Fa binis Verdienst, wesentliche Aspekte des Phänomens Kirchenburgen kompakt zusammengefügt und diese verständlich in den historischen Kontext eingebettet zu haben. (Holger Wermke, ADZ)

Autorentext
Hermann Fabini ( 8. März 1938 in Kronstadt) ist ein rumänischer Architekt und Politiker (Partidul Na_ional Liberal) siebenbürgisch-sächsischer Herkunft. Fabini verbrachte seine Kindheit in Busteni und besuchte Schulen an verschiedenen Orten in Siebenbürgen. Nach Erlangung der Hochschulreife 1955 studierte er bis 1962 Architektur in Bukarest. Von 1962 bis 1968 arbeitete Fabini als Architekt in Mediasch, anschließend war er bis 1971 bei der Evangelischen Kirche A.B. beschäftigt. Danach arbeitete er für die rumänische Denkmalschutzbehörde in Bukarest und bei einem städtischen Betrieb in Hermannstadt. Zwischen 1989 und 1990 war er Kulturreferent bei der Evangelischen Kirche A.B. Seit 1990 führt Fabini sein eigenes Architekturbüro in Hermannstadt. Seit 1965 ist Fabini maßgeblich an der Restaurierung und Sanierung historischer Bauten in Siebenbürgen beteiligt. So wirkte er an der Restaurierung der Hermannstädter Altstadt Ende der 1980er Jahre und bei der Instandhaltung zahlreicher Kirchenburgen mit. Hervorzuheben ist die Sanierung der Kirchenburg Birthälm, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für die Restaurierung wurde Fabini mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet. Zu den von ihm wieder instand gesetzten Gebäuden gehören ferner u.a. das Brukenthal-Palais und die Stadtpfarrkirche in Hermannstadt, die Margarethenkirche in Mediasch sowie die Schwarze Kirche in Kronstadt. 1978 promovierte Fabini zum gotischen Wohnbau in Siebenbürgen. Die Dissertation wurde 1983 in Bukarest und 1989 auch im westlichen deutschen Sprachraum veröffentlicht. Fabini ist Mitglied des wissenschaftlichen Rates der europäischen Denkmalpflegeorganisation Europa Nostra. Fabini befasste sich auch als Autor mit der Architektur Siebenbürgens. Seit 1996 betreibt Fabini den Monumenta-Verlag, in dem vor allem die Reihe Baudenkmäler in Siebenbürgen erscheint. Sie umfasst gegenwärtig 61 Hefte, die fast alle aus der Feder Fabinis stammen. Hauptwerk Fabinis ist der Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, der in zwei Bänden mit zusammen etwa 1.300 Seiten alle siebenbürgischen Kirchenburgen und Dorfkirchen beschreibt. Der Atlas wird als Standardwerk angesehen und bietet erstmals eine Übersicht über alle nach der Reformation entstandenen Altäre der beschriebenen Kirchenbauten. Zwischen 2000 und 2004 war Fabini für die liberale Partidul Na_ional Liberal Mitglied des rumänischen Senates. Dort engagierte er sich insbesondere gegen den in Schäßburg geplanten Dracula-Freizeitpark. Ferner beschäftigte er sich mit Fragen der Integration Rumäniens in die Europäische Union. Hermann Fabini ist mit Alida Fabini verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Sein Bruder ist der Schäßburger Künstler Wilhelm Fabini.

Produktinformationen

Titel: Die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen
Autor:
Schöpfer:
EAN: 9783944529264
Format: Kartonierter Einband
Genre: Bildende Kunst
Anzahl Seiten: 301
Gewicht: 561g
Größe: H22mm x B229mm x T153mm
Veröffentlichung: 28.08.2017
Auflage: 2. Aufl.

Bewertungen

Gesamtübersicht

Meine Bewertung

Bewerten Sie diesen Artikel