

Beschreibung
Die Berliner Bildungshistoriker geben mit ihren Analysen erstmals eine historiographisch fundierte und systematisch grundierte Geschichte der Entwicklung und des Status der wissenschaftlichen Pädagogik der DDR. Autorentext Wiegmann, Ulrich (geb. 1952), 1983 Pr...Die Berliner Bildungshistoriker geben mit ihren Analysen erstmals eine historiographisch fundierte und systematisch grundierte Geschichte der Entwicklung und des Status der wissenschaftlichen Pädagogik der DDR.
Autorentext
Wiegmann, Ulrich (geb. 1952), 1983 Prom. u. 1990 Habil. an der Akad. d. Päd. Wiss. der DDR, 1994 an der HUB, 1991-2017 Bildungshistoriker am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung/ Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) in Berlin. 1995 Priv.-Doz., 2010 apl. Prof. an der HUB.
Inhalt
Vorwort ..........................................................................................................11 Teil I Thema, Analyseperspektiven, historischer Rahmen 1 Einleitung Wissenschaftliche Pädagogik und Erziehungsforschung in der DDR die spannungsreiche Symbiose differenter Wissensformen. Thema und Analyseperspektiven, Aufbau und Thesen der Untersuchung ....17 2 Erziehungswissenschaft im Prozess Pädagogik und Erziehungswissenschaft in SBZ und DDR eine historische Skizze ihrer Struktur und Geschichte im Kontext der deutschen Bildungsgeschichte .....................................................................35 Analyseprobleme Erziehungswissenschaft nach 1945 die Ausgangslage: Emigration, Remigration, personelle Neuordnung, Entkonfessionalisierung, institutionelle Ordnung, disziplinärer Ort, Dimensionen und Phasen der Neuordnung sozial-kommunikative Infrastruktur und gesellschaftliche Funktion Wissenschaftspraxis: Innovation, Politisierung, Stagnation, exemplarische Analysen: Jugendforschung, Geschichte der Pädagogik, Pädagogische Historiographie, Schule als Thema zwischen Forschung und Politik, Erziehungswissenschaft zwischen Erneuerung und Stagnation Selbstverständnis und methodischer Anspruch der Pädagogik in der SBZ und DDR Erziehungswissenschaft im Vereinigungsprozess Teil II Die Konstruktion der wissenschaftlichen Pädagogik: Akteure, Standardbild, Funktion und Wissenschaftspraxis 3 Konstruktionsprozesse Verortung in der Tradition, eigene neue Ambition 3.1 Robert Alt Die Konstruktion einer kommunistischen Biographie als Referenz ..........................................................................................83 Autobiographische Quellen frühe Lebensbilder Umgang mit dem Tabu der jüdischen Herkunft und der SPD-Mitgliedschaft soziale Herkunft und Studium Konzentrationslagerhaft Fortschreibung statt Forschung und Neubewertung 3.2 Robert Alt Theorie als Referenz: vergessene, verschwiegene und verdrängte Ursprünge des marxistischen Erziehungsbegriffs bei Robert Alt ......................................................................................98 Alts Erziehungsbegriff autobiographische Antworten pädagogische Soziologie soziologische Pädagogik diskursive und biographische Konstellationen Verdrängung geistiger Wurzeln 3.3 Heinrich Deiters Eine sozialdemokratische Biografie: berufliche Ausgrenzung und erziehungswissenschaftliche Remigration ...............117 Ausgrenzung erziehungswissenschaftliche Emigration publizistische und disziplinäre Emigration bildungspolitische und erziehungswissenschaftliche Remigration 3.4 Robert Alt und Heinrich Deiters Die Rolle der sozialistischen Pädagogik in Universität und Lehrerbildung von SBZ und DDR ......136 Beruflicher Neubeginn 1945 universitäre Lehrerbildung historisch-materialistische Erziehungswissenschaft marxistische und historisch-materialistische Lehrerbildung Verteidigung der Fakultät 4 Das Normalmodell wissenschaftlicher Pädagogik der DDR: akademische und politische Referenzen 4.1 Die Disziplinelite Institutionen und Akteure, Karl-Heinz Günther und Gerhart Neuner, DPZI und APW: Historische Rolle und Selbstbeobachtung post festum ..........................................................153 Erste Ebene: Komposition: Umfang Quellen Zeit der Selbstreflexion autobiographische Intention Lebensumstände Personen Selbstbilder zweite Ebene: Dissonanzen 4.2 Die Ambivalenz der Tradition Eberhard Mannschatz und Makarenko. Exegetische Konstrukte als Theoriepotential .................................................................................171 Tradition und Erbe Eberhart Mannschatz: ein Exempel für Traditionsaneignung Mannschatz, Makarenko und die Kollektiverziehung politisch-pädagogische und akademische Adaption eines Klassikers: Traditionsaneignung als Konstruktion einer pädagogischen Dogmatik, Forschung statt Dogmatik, Thesen und Risiken alternativer Argumentation, Umerziehung individualistische Verfehlung als Herausforderung der Klassiker als Systematiker Makarenko als Referenz für Theoriebildung Konfrontative Erfahrungen selektiv-apologetische Retrospektion: Mannschatz und seine pädagogisch-politischen Traditionskonstrukte nach 1990: 1989/90 als Herausforderung, Makarenko und die fortdauernde Geltung der Tradition, Jugendhilfe in der Kontroverse: Wandel und Selektivität der Wahrnehmung, Abwehr von Verantwortung, Theoriebildung nach Makarenko: semantische Transformation, Kontinuität des Grundgedankens Ambivalenz der Traditionskonstruktion: ein Fazit 4.3 Pädagogik zwischen Eigenlogik und Politik: Pädagogik und Erziehungswissenschaft im Lichte und im Dienste der Staatssicherheit ...................................................230 DPZI und MfS 1949 bis 1970 APW und Staatssicherheitsdienst 1970 bis 1990 IM im Unruhestand 1989/90 4.4 Defizitkompensation: Operativ-materialistische Pädagogik des Staatssicherheitsdienstes ..............................................248 Grundsätze materialistische Pädagogik und Psychologie Eingriffe in das bewusstseinsverstimmende gesellschaftliche Sein operativmaterialistische Pädagogik und sozialtechnische Manipulation: Vorbeugung als Erziehung, Vorbeugung Zersetzung: Isolierung, Verunsicherung, Raum-Zeit-Manipulation, subtile Destruktion 5 Wissenschaftspraxis 5.1 Wegmarken pädagogischer Wissenschaftsgeschichte in der frühen DDR (1945-1953) .......................................................299 Von der Gemeinschafts- zur Kollektivpädagogik: quantitative und qualitative Befunde: Kritik, Substitution der 17. Juni 1953 als erziehungswissenschaftliche Zäsur Sowjetisierung: zur Entwicklung des Verhältnisses von Sowjetpädagogik und pädagogischer Wissenschaft: die Adaption des sowjetpädagogischen Vorbilds 1947/48-1953, nach Stalins Tod und dem 17. Juni, vom Umkreis des Mauerbaus bis zur Mitte der 1980er Jahre, Sowjetpädagogik vs. Pädagogik in der Sowjetunion 5.2 Bildungssystemzentrierte Gegenstandskonstitution: Allgemeinbildungstheorie statt Allgemeiner Pädagogik ......................343 Robert Alts gesellschaftstheoretische Begründung der sozialen und demokratischen Schulreform die Durchsetzung des funktionalen Erziehungsbegriffs das Hochschullehrbuch Pädagogik Allgemeinbildungstheorie anstatt Allgemeiner Pädagogik 5.3 Die Diskussion des Verhältnisses von Theorie und Praxis 1946-1989 ....................................................362 Erziehungsverhältnisse, Schulreform und erziehungswissenschaftliche Selbstverständigung 1946-1950 das Theorie-Praxis-Verhältnis zwischen Parteilichkeit und Wissenschaftsanspruch während der sozialistischen Experimentierphase 1951-1959 das Ende der Experimentierphase Marxismus-Leninismus und pädagogische Wissenschaft zum Verhältnis von Theorie und Praxis im letzten Jahrzehnt der DDR Teil III Wissenschaftliche Pädagogik auf dem Weg zur Erziehungswissenschaft 6 Erziehungsforschung historiographisch, empirisch, philosophisch 6.1 Die Geschichte der Erziehung in ihrer 14. Auflage Evaluationskonflikte im Wissenschaftssystem .....................................427 Vorgeschichte die 14. Auflage: eine unendliche Geschichte die externe Begutachtung Resümee 6.2 Konstruktion und Anspruch Empirischer Erziehungsforschung in der DDR zwischen Theorie und Politik .........................................455 Kommunistische Erziehung: zum Umgang mit einem schwierigen Problem die politische Vorgabe eines neuen Themas: Akzeptanz und Distanz in der Erziehungsforschung, Sequenze…