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Leitbild Menschenwürde

  • Kartonierter Einband
  • 277 Seiten
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Vor 40 Jahren haben Selbsthilfeinitiativen die menschenunwürdigen Zustände in Erziehungsheimen und psychiatrischen Krankenhäusern ... Weiterlesen
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Beschreibung

Vor 40 Jahren haben Selbsthilfeinitiativen die menschenunwürdigen Zustände in Erziehungsheimen und psychiatrischen Krankenhäusern angeprangert und mit neuen Konzepten und Handlungsmodellen zu einem Perspektivenwechsel beigetragen: Menschenwürde kann im Gesundheits- und Sozialbereich nur bestehen, wenn Patienten und Nutzer in Beratung, Behandlung und Betreuung als selbstständig handelnde Personen anerkannt werden. Hans Dietrich Engelhardt zeigt die Entwicklung der Selbsthilfeinitiativen und zeichnet nach, wie die alternativen Leitbilder Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung schließlich zu grundlegenden Säulen des Sozialgesetzbuches wurden.

Autorentext
Hans Dietrich Engelhardt war von 1975 bis 2003 Professor für Soziologie und soziale Arbeit an der Hochschule München.

Klappentext

Vor 40 Jahren haben Selbsthilfeinitiativen die menschenunwürdigen Zustände in Erziehungsheimen und psychiatrischen Krankenhäusern angeprangert und mit neuen Konzepten und Handlungsmodellen zu einem Perspektivenwechsel beigetragen: Menschenwürde kann im Gesundheits- und Sozialbereich nur bestehen, wenn Patienten und Nutzer in Beratung, Behandlung und Betreuung als selbstständig handelnde Personen anerkannt werden. Hans Dietrich Engelhardt zeigt die Entwicklung der Selbsthilfeinitiativen und zeichnet nach, wie die alternativen Leitbilder Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung schließlich zu grundlegenden Säulen des Sozialgesetzbuches wurden.



Leseprobe
Dieses Buch ist als wissenschaftliche Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft gedacht. Es befasst sich mit der "neuen" Selbsthilfebewegung, ihrer Eigenart, ihren bisher aufgewiesenen Wirkungen und Leistungen für die Teilnehmerinnen; es zeichnet nach, wie es den Selbsthilfeinitiativen in der Auseinandersetzung mit den etablierten gesellschaftlichen Institutionen im Verlauf von vier Jahrzehnten gelungen ist, Gesundheits- und Sozialbereich zu demokratisieren und zu modernisieren; damit entwickelt es zugleich die aktuellen, grundlegenden und zukunftweisenden Leitbilder für die Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens: Selbstbestimmung in eigenen Belangen, Mitbestimmung bei Angelegenheiten, die die eigene Person im Verbund mit anderen betreffen, sowie Mitwirkung bei persönlichen und gemeinschaftlichen Angelegenheiten. Diese Beteiligungsformen sind zentrale Wertorientierungen der Selbsthilfezusammenschlüsse und darüber hinaus der sozialen Bewegungen und prägen ihre Vorstellung von Menschenwürde in entscheidender Weise. Menschenwürde ist danach erst dann eine reale Größe, wenn Menschen diese Beteiligungsformen alltäglich in allen Lebensbereichen, auch im Gesundheits- und Sozialbereich vollziehen können. Als gelebte Überzeugung und Vision entfaltet dieses Verständnis von Menschenwürde eine kreative soziale Dynamik: es versteht Menschen nicht als Objekte von Fachkräften, sondern stets als handelnde Subjekte; es verzichtet auf vordefinierte Rollen und Verfahrensweisen, vermindert damit bisher bestehende Distanzen zwischen Menschen und befreit Patienten und Nutzer von Zwängen, insbesondere zwischen Fachkräften und Nutzern; es lässt in symmetrischen Beziehungen neue Kommunikationsformen entstehen und verbindet damit bisher getrennte Menschen; es schafft Räume, um individuelle Fähigkeiten und die persönliche Identität zu entwickeln; es wird als Gemeinsamkeit stiftende Kraft zum Wirkmechanismus für innovative Ideen und Handlungskonzepte. Menschenwürde als Leitbild und als Antriebskraft zur Entwicklung der persönlichen Lebensqualität einerseits und zur Demokratisierung und Modernisierung des Gesundheits- und Sozialbereichs andererseits - das ist das Thema dieses Buches. Seit 1949 ist die Bundesrepublik ein demokratisches System. Betrachtet man Demokratie als einen Prozess, der Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung der Gesellschaftsmitglieder über den politischen Bereich hinaus auch in allen anderen Lebensbereichen beinhaltet, wie unsere Verfassung dies versteht, so hat dieser Prozess der Demokratisierung bereits einerseits vor vielen Jahrhunderten in den Bruderschaften, Zünften, Städten, religiösen Bewegungen, insbesondere mit der Reformation begonnen und sich später mit den Arbeiter- und Sozialvereinen fortgesetzt, nicht ohne immer wieder auch mehr oder weniger gewaltsame Rückbildungen zu erfahren. Andererseits ist Demokratisierung als Umverteilung von Macht und Entscheidungsbefugnissen auf die Gesellschaftsmitglieder auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keineswegs abgeschlossen, wie die aktuellen Konflikte zwischen Individualrechten und gesellschaftlichen Ansprüchen sowie Notwenigkeiten z.B. in Hinsicht auf innere Sicherheit und Internet immer wieder neu zeigen und kontinuierlich das Verfassungsgericht beschäftigen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Demokratisierungsprozess in den verschiedenen gesellschaftlichen Lebensbereichen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befindet und jeweils eigenen Verläufen folgt. Während sich zum Beispiel in den Städten, in den religiösen mittelalterlichen Protestbewegungen, dann umfassend in den protestantischen Kirchen, in Wirtschaft und Kultur bzw. Freizeit und schließlich in der Politik typische Formen der Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung teilweise schon frühzeitig, aber auch hier nicht synchron, herausgebildet haben und weiter entwickeln, sind der Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich ausgesprochene Nachzügler und Spätentwickler. Als besonders demokratieresistent hat sich bisher die römisch-katholische Kirche erwiesen. Soweit bei den genannten Bereichen die Zuständigkeit bei den Bundesländern liegt, sind auch hier markante Entwicklungsunterschiede festzustellen (Osel 2010: 6). Zu Beginn der achtziger Jahre kann man im Gesundheits- und Sozialbereich die Lage der Demokratisierung, d.h. der Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte der Patienten und Nutzer folgendermaßen zusammenfassen: Im Sozial- und Gesundheitsbereich gilt fast ungebrochen das autonome Berufsmodell der Professionen, das sowohl vielfältige Hilfeleistungen, aber auch weitreichende Kontrolle beinhaltet (Keupp 1982; Rerrich 1982; Runder Tisch Heimerziehung 2010), obwohl sich bereits seit 1970 viele Selbsthilfezusammenschlüsse gegen diese Bevormundung und Verplanung wehren (Trojan 1980, 1983, 1985) und Beteiligungsrechte einfordern. "Bestimmende Elemente der Abhängigkeit sind professionelle Definitionsmacht sowie Institutionalisierung von Verfahren. Beides macht die Professionen zu Instanzen sozialer Kontrolle" (Forschungsverbund 1987: 14). Patienten und Nutzer bzw. Klienten haben als Personen wenig oder keine individuellen Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte, im Sozialversicherungsbereich Mitwirkungspflichten ohne Selbstbestimmung (Riedmüller 1981). Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte bestehen in der Form der - inhaltlich irrelevanten - Sozialwahlen. Es gibt keine institutionalisierten Vertretungen von Patienten bzw. Nutzern. Gesundheits- und Sozialpolitiker, öffentliche und freie Träger im Sozial- und Gesundheitswesen sowie Berufsverbände treten zur besseren Versorgung der Betroffenen für eine quantitative Vermehrung der Angebote ein, was von 1970 bis 1975 durch die Bundesregierung auch geschah - mit enttäuschender Wirkung. Deshalb und vor allem wegen der verbreitet Menschen verachtenden Zustände primär in heimartigen Einrichtungen fordern die Selbsthilfeinitiativen wie auch viele Forscher qualitative Veränderungen in der Form von Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung für die von Problemen betroffenen Menschen ein (von Ferber 1976; Kickbusch/Trojan 1981; Trojan 1983, 1985, 1986; Grunow 1983; Engelhardt 1991; Badura 1999; Mathis 1999; Francke/Hart 2001; Hundertmark-Mayser 2008; Bogenschütz 2008; um nur einige zu nennen). Demokratisierung als Umverteilung von Einfluss und Entscheidungsbefugnissen auf die Bürger folgt unterschiedlichen Mustern. Eines davon ist das Gesetzgebungsverfahren. In der strukturell verfestigten, auf wirtschaftliche Prosperität fixierten Strukturenlandschaft, die um 1970 und auch später in der Bundesrepublik bestand, fehlte bei den gesellschaftlichen Teileliten das Gespür dafür, dass die Devise "mehr vom Gleichen" die neu aufkeimenden Bedürfnisse, Ansprüche und Zukunftsvorstellungen primär junger Gesellschaftsgruppierungen nicht befriedigen, aber auch die anstehenden Probleme nicht lösen konnte. Junge Menschen und ältere Vordenker setzten Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung für autoritär geprägte Gesellschaftsbereiche - zum Beispiel Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich - und neue inhaltliche Ziele - zum Beispiel Umwelt, Gleichberechtigung der Frauen, Ablehnung von Atomkraftwerken, Abschaffung von Heimen - auf die gesellschaftliche Tagesordnung. Da Teile der jüngeren Generation mit ihren Demokratisierungsbestrebungen und neuen Zielen keinen Zugang zu den routinemäßigen Aushandlungsprozessen der anders orientierten Teileliten hatten und damit auch auf andere Weise keine nennenswerte Chance auf Gehör und Einfluss fanden, haben sie für die geforderten Veränderungen einen anderen Weg gewählt: die Bildung von Gegenmacht durch die sozialen Bewegungen, die die 1970er und 1980er Jahre prägten. Mit sozialen Bewegungen meine ich mehr oder weniger organisierte Gruppierungen von Menschen, die sich zur Abwehr von Bedrohungen, zur Wahrung vitaler Interessen oder zur Erlangung eigener Gestaltungsrechte zusammenschließen und ihre Interessen auf im Einzelnen unterschiedliche Art zur Geltung bringen: zum Beispiel Heimkampagne, Frauen-, Umwelt-, Antikernkraft- und Selbsthilfebewegung. Den Druck, die inhaltlichen Argumente und die angebotenen Alternativen der sozialen Bewegungen konnten die gesellschaftlichen Teileliten auf die Dauer nicht ignorieren. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass die sozialen Bewegungen deutliche Spuren in der Gesellschaft hinterlassen und ihre Ziele in erstaunlich hohem Ausmaß erreicht, den herrschenden Eliten abgetrotzt und die Gesellschaft zukunftsfähiger gemacht haben. Einige ihrer Kerngruppen sind als aktuell ruhige, aber wachsame Sachwalter ihrer Interessen und Überzeugungen im Bedarfsfall jederzeit in der Lage, ihre Anhänger und Sympathisanten zu aktivieren, was die Antiatomkraftbewegung periodisch unter Beweis stellt. Im Kontext der sozialen Bewegungen ist auch die Selbsthilfebewegung zu verorten, die auf ihre Weise, nämlich durch sich bewährende Handlungsmodelle, zukunftsfähige Leitbilder und Konzepte Druck auf die Institutionen des Gesundheits- und Sozialbereichs, aber auch auf die verantwortlichen Politiker von Bund, Ländern und Kommunen ausübten und diese dazu veranlassten, sich zentrale Leitbilder und Konzepte der Selbsthilfeinitiativen zunächst zu eigen und dann gesellschaftlich verbindlich zu machen. Seit den 1970er Jahren haben die Selbsthilfezusammenschlüsse durch ihre beharrlichen Aktivitäten so entscheidend zur Demokratisierung und Modernisierung des Sozial- und Gesundheitsbereichs beigetragen, dass es gerechtfertigt ist, ihnen beide als ihre Leistung zuzuschreiben. Im vorliegenden Buch verwende ich die Worte Selbsthilfeinitiativen, Selbsthilfezusammenschlüsse und Formen der Selbstorganisation synonym als übergreifende Begriffe für alle Formen der Selbstorganisation im Sozial- und Gesundheitsbereich und gehe später auf begriffliche Differenzierungen ein. Ist von Selbsthilfezusammenschlüssen die Rede, so verbinden fast alle Menschen mit diesem Begriff Personen, die sich in besonders schwierigen Lebenslagen zusammentun und durch ihren Erfahrungsaustausch und daraus erwachsende Gruppenarbeit wesentliche Erleichterungen und Verbesserungen für ihr persönliches Wohlbefinden bewirken. Diese einzigartigen Wirkungen erwuchsen und erwachsen jedoch aus einer im Vergleich mit den Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens eher ungewöhnlichen Arbeitsweise. Soweit die Fachkräfte von ihren Patienten und Klienten bedingungslose Unterordnung unter ihre professionellen Handlungsweisen, d.h. die alleinige Handlungsautonomie verlangten und noch verlangen, machen sie Patienten und Nutzer zu ziemlich passiven sozialen Objekten, denen eigene wesentliche Beiträge zur Lösung bzw. Bewältigung von Problemen allenfalls geringfügig zugetraut werden. Demgegenüber orientieren sich die Teilnehmerinnen an Selbsthilfezusammenschlüssen an den demokratischen Leitbildern Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Mitwirkung sowie den Fähigkeiten der Betroffenen; sie setzen dadurch kreative Handlungspotenziale frei. Sozialpolitik und öffentliche wie auch fachliche Diskussionen sowie Untersuchungen (zum Beispiel Borgetto 2007) thematisierten überwiegend diese unmittelbaren Wirkungen der Selbsthilfeinitiativen für ihre Teilnehmer/innen. Es ist mein Anliegen, zwar auch diese Wirkungen, aber darüber hinaus besonders die die Gesellschaft verändernden Wirkungen und die Potenziale der demokratischen Leitbilder in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken.

Inhalt
Inhalt Einführung 9 1. Lehre, Praxis und Forschung mit und für Selbsthilfeinitiativen - wie ich dazu gekommen und warum ich dabei geblieben bin 21 1.1 Zur Ausgangslage 21 1.2 Leistungspotenziale von Selbsthilfeinitiativen und Selbstorganisation 28 1.3 Wie kann man Selbsthilfegruppenarbeit den Studenten nahe bringen? 29 1.4 Zur Faszination von Selbsthilfeinitiativen 30 1.5 Erfahrungsfelder 31 1.6 Impulse aus der Auseinandersetzung mit Selbsthilfegruppen und Selbstorganisation 36 2. Zur "Selbsthilfelandschaft": Selbsthilfeinitiativen - Vielfalt als Tatsache, Aufgabe und Chance 37 2.1 Vorbemerkungen 37 2.2 Selbsthilfeinitiativen - Feld und Begriffe 38 2.3 Einige Perspektiven zur Komplexität von Selbsthilfezusammenschlüssen 41 2.4 Kriterien für die Systematisierung von Selbsthilfezusammenschlüssen 50 2.5 Was leisten diese Systematisierungen? 51 2.6 Zusammenfassung 76 3. Zur Arbeitsweise von Selbsthilfeinitiativen: Learning by Doing - Selbsthilfeinitiativen als Konsumenten und Produzenten von Wissen 79 3.1 Ausgangslage: Warum entstehen Selbsthilfeinitiativen? 79 3.2 Bedeutung und Stellenwert von Wissen in Selbsthilfeinitiativen 82 3.3 Zum Umgang der Selbsthilfeinitiativen mit Wissen 84 3.4 Selbsthilfeinitiativen als Konsumenten von Wissen 87 3.5 Selbsthilfeinitiativen als Produzenten von Wissen 95 3.6 Die Verbreitung von Handlungsmodellen in der Selbsthilfe- bzw. Alternativszene 102 3.7 Zusammenfassung und Folgerungen 103 4. Von der Verbesserung der emotionalen Befindlichkeit bis zu professionellen Innovationen - Leistungen von Selbsthilfezusammenschlüssen im Überblick 107 4.1 Zugang zum Thema 107 4.2 Tabellarische Beschreibung der Leistungen von Gesprächs- und Kontaktgruppen im Spiegel der Fachliteratur 114 4.3 Leistungen von Aktionsgruppen, selbst organisierten und alternativen Projekten 126 4.4 Zusammenfassung: Die Leistungen der Selbsthilfeinitiativen auf einen Blick 146 5. Die Betroffenenperspektive als Bereicherung und Qualifizierung sozialer Arbeit: Selbsthilfeinitiativen in der Ausbildung zum Sozialpädagogen/Sozialarbeiter 149 5.1 Ausgangspunkte für Lehrveranstaltungen über Selbsthilfeinitiativen in der Ausbildung von Sozialarbeitern/Sozialpädagogen 149 5.2 Selbsthilfe und Selbstorganisation als Ausbildungsinhalt für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter 153 5.3 Probleme: Verpuffen von erworbenen Kenntnissen und Qualifikationen 155 5.4 Kooperationsformen zwischen Selbsthilfeinitiativen und Professionellen 157 5.5 Leistungen von Selbsthilfeinitiativen: Anregungs- und Lernpotenziale für soziale Berufe 164 6. Kooperation zwischen Fachkräften und Selbsthilfegruppen: Zur Dynamik zwischen Selbsthilfegruppen und Profis. Das Beispiel Münchner Angstselbsthilfe 169 6.1 Ausgangspunkte 169 6.2 Die Befragung der Gruppenleiter der Angstselbsthilfegruppen 172 6.3 Ergebnisse der Experteninterviews 179 6.4 Übereinstimmungen und Differenzen 185 6.5 Ausblick 188 7. Demokratisierung und Modernisierung des Gesundheits- und Sozialbereichs: Wie alternative Leitbilder und Handlungsmodelle in die Gesellschaftsstruktur eingegangen sind 191 7.1 Vorbemerkung 191 7.2 Entwicklungsstränge in der neuen Selbsthilfebewegung 193 7.3 Beiträge der Selbsthilfeinitiativen zur Demokratisierung und Modernisierung des Gesundheits- und Sozialbereichs 205 7.4 Transformation alternativer Leitbilder, Konzepte und Handlungsmodelle in die Gesellschaft 209 7.5 Zum gegenwärtigen Schattendasein der sozialen Selbsthilfeinitiativen 223 7.6 Die "neue" Selbsthilfebewegung - eine soziale Bewegung? 227 7.7 Veränderungen im Feld Selbsthilfe und Selbstorganisation 231 7.8 Zur gesellschaftlichen Funktion der Selbsthilfebewegung 237 7.9 Profile von Selbsthilfeinitiativen im Gesundheits- und Sozialbereich 240 8. Menschenwürde als gelebtes Leitbild - ein Rückblick 243 8.1 Veränderungen des gesundheits- und sozialpolitischen Systems durch Selbsthilfeinitiativen 243 8.2 Resümee 247 Abbildungen 253 Literatur 255 Sachregister 275

Produktinformationen

Titel: Leitbild Menschenwürde
Untertitel: Wie Selbsthilfeinitiativen den Gesundheits- und Sozialbereich demokratisieren
Autor:
EAN: 9783593394985
ISBN: 978-3-593-39498-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 277
Gewicht: 346g
Größe: H213mm x B144mm x T23mm
Jahr: 2011
Auflage: 1. Aufl. 08.2011

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