Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Geistesgeschichte der Technik

  • Fester Einband
  • 151 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
In Hans Blumenbergs Nachlaß findet sich eine Mappe mit dem Kürzel "GT", die einige kleinere Schriften zur Geistesgeschic... Weiterlesen
20%
38.90 CHF 31.10
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 3 bis 5 Werktagen.
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

In Hans Blumenbergs Nachlaß findet sich eine Mappe mit dem Kürzel "GT", die einige kleinere Schriften zur Geistesgeschichte der Technik enthält. Auf wenigen Seiten entfaltet Blumenberg darin auf gewohnt pointierte Weise Überlegungen, wie eine solche Geistesgeschichte - etwa im Unterschied zur üblichen Technikgeschichte - überhaupt aussehen könnte. Damit ist er als Vordenker für die Historiographie naturwissenschaftlicher und technischer Entwicklungen, die gegenwärtig vor allem in wissenschaftshistorischer Perspektive Konjunktur hat, noch zu entdecken. Die meisten dieser Texte erscheinen hier zum ersten Mal in gedruckter Form, wie etwa zwei längere Vorträge, die Blumenberg in den 1960er Jahren in wissenschaftlichen Kontexten, aber auch im Rundfunk einer breiteren Öffentlichkeit vorgetragen hatte. Einer dieser Vorträge mit dem Titel "Die Maschinen und der Fortschritt. Gedanken zu einer Geistesgeschichte der Technik" ist als einziger der Radiobeiträge Hans Blumenbergs erhalten geblieben und dem Buch beigegeben.

»Gerade weil Blumenbergs Interessen so unkonventionell waren, erweisen sie sich heute als ü;beraus anschlussfä;hig. … Man staunt nicht nur ü;ber die Sachverhalte – den Fahrstuhl in Gebä;uden und Behö;rden etwa –, die Blumenbergs Interesse wecken. Spannend sind auch seine grundsä;tzlichen Ü;berlegungen zu einer Geschichtsschreibung der Technik, die darum weiß;, dass die Techniken, die sie beschreibt, bereits an der Perspektivierung des Historikers mitwirken. … Blumenbergs fü;nfzig Jahre alten Anmerkungen zur Technikgeschichte haben gegenwä;rtig, nach dem Siegeszug der media, science und cultural studies, die Chance, ihr Publikum zu finden.«



Autorentext

Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als Halbjude. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls. Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.

Alexander Schmitz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle »Kulturtheorie und Theorie des politischen Imaginären« an der Universität Konstanz.

Bernd Stiegler ist Professor für Neuere Deutsche Literatur mit Schwerpunkt Literatur des 20. Jahrhunderts im medialen Kontext an der Universität Konstanz.



Klappentext

In Hans Blumenbergs Nachlaß findet sich eine Mappe mit dem Kürzel »GT«, die einige kleinere Schriften zur Geistesgeschichte der Technik enthält. Auf wenigen Seiten entfaltet Blumenberg darin auf gewohnt pointierte Weise Überlegungen, wie eine solche Geistesgeschichte - etwa im Unterschied zur üblichen Technikgeschichte - überhaupt aussehen könnte. Damit ist er als Vordenker für die Historiographie naturwissenschaftlicher und technischer Entwicklungen, die gegenwärtig vor allem in wissenschaftshistorischer Perspektive Konjunktur hat, noch zu entdecken.

Die meisten dieser Texte erscheinen hier zum ersten Mal in gedruckter Form, wie etwa zwei längere Vorträge, die Blumenberg in den 1960er Jahren in wissenschaftlichen Kontexten, aber auch im Rundfunk einer breiteren Öffentlichkeit vorgetragen hatte. Einer dieser Vorträge mit dem Titel »Die Maschinen und der Fortschritt. Gedanken zu einer Geistesgeschichte der Technik« ist als einziger der Radiobeiträge Hans Blumenbergs erhalten geblieben und dem Buch beigegeben.



Inhalt

Einige Schwierigkeiten, eine Geistesgeschichte der Technik zu schreiben - Methodologische Probleme einer Geistesgeschichte der Technik - Zusammenfassung des Referats und Diskussion - Ordnungsschwund und Selbstbehauptung; Über Weltverstehen und Weltverhalten im Werden der technischen Epoche

CD: Die Maschinen und der Fortschritt. Gedanken zu einer Geistesgeschichte der Technik. Eine Produktion des Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main. Gesendet am 12.12. 19676, Länge: 58'49''

Produktinformationen

Titel: Geistesgeschichte der Technik
Untertitel: Mit einem Radiovortrag auf CD
Editor:
Autor:
EAN: 9783518585337
ISBN: 978-3-518-58533-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: 19. Jahrhundert
Anzahl Seiten: 151
Gewicht: 306g
Größe: H206mm x B134mm x T19mm
Jahr: 2009
Land: DE