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Genozid und Moderne

7 quista und die Vernichtungen indigener Völker beschränkt/ denn es ist nicht allein fraglich, inwieweit eine Sammlung von Einzelb... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 416 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

7 quista und die Vernichtungen indigener Völker beschränkt/ denn es ist nicht allein fraglich, inwieweit eine Sammlung von Einzelbeschäftigungen über Genozid"fälle" die Diskussion über Entwicklungsstrukturen von Völ kermord überhaupt weiterführen kann. Zu drohend ist darüber hinaus die Gefahr, sich in Differenzierungskategorien, in Rangstufen des Schreckens oder Zivilisierungsgraden der ausgeübten Verbrechen zu verlieren. Trotz dem werden gerade die hier versammelten Beiträge auch die Unterschied lichkeit von Formen kollektiver Gewalt verdeutlichen wie ebenso auf diffe rente Anwendungen und Anwendungsmöglichkeiten des Genozidkonzepts verwelsen. Aufmerksamkeit verlangt jedoch, daB sich Kategorien über unterschied liche Formen von Verfolgung und Völkermord in englischen, französischen oder US-amerikanischen Forschungsdiskursen trotz, genauer eigentlich mit der moralisch wertenden Begleitdiskussion als analytische Kategorien spätestens seit Mitte der 70er Jahre allgemein durchgesetzt haben. Die Un möglichkeit, solche Kategorien in der deutschen Diskussion zu verfolgen, scheint dabei aber doch weniger von unserer Sensibilität gegenüber Rela tivierungstendenzen bestimmt. Auch mag die Tatsache, daB es aus unter schiedlichen Gründen in deutschen Geschichtsbüchern nur einen Völker mord gibt - und beispielsweise der Genozid an den Armeniern kaum dem BewuBtsein präsent ist -, der Offenheit gegenüber anderen Verfolgungen zwar im Wege zu stehen, dies aber möglicherweise eher aufgrund einer unterschwelligen Furcht, daB jenes Deutschland auch für andere Verfol gungen und kollektive Gewalt in der Geschichte verantwortlich oder mit 4 verantwortlich gemacht werden könne. 3 Leider bleibt die Literaturanalyse sehr schnell vor der Erkenntnis stehen, daB sich Be schäftigungen beispielsweise über die Verfolgung indigener Völker häufig kaum aus einem ethnologischen oder kulturanthropologischen Rahmen gelöst haben.

Autorentext
Prof. Dr. Mihran Dabag, Direktor des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/Ruhr-Universität Bochum, Professor für Neuere Geschichte am Historicum der Ruhr-Universität und Mitglied im Direktorium des Zentrums für Mittelmeerstudien an der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Philosophie, Soziologie, Politologie und Geschichtswissenschaft in Bonn und Bochum. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Geschichtstheorie; kollektive Gewalt und Genozid; historische Diasporaforschung; historische Migrationen und Diasporen im Mittelmeerraum; Geschichte und Gegenwart der armenischen Diaspora; Nationalismus und Nationenbildung; Reform- und Nationalbewegungen im Osmanischen Reich; Ideologie und Politik der Jungtürken; Genozid an den Armeniern; Kolonialismus und Imperialismus; Gedächtnistheorie und Erinnerungspolitik im Zeitalter der Globalisierung. 08.10.1944

Klappentext

Genozid und Moderne - die Frage nach dem Stellenwert derVerfolgungen und Völkermorde in der Geschichtsschreibung dieses Jahrhundertswird gerade zur Zeit intensiv diskutiert. Können wir in ein neues Jahrtausendhineingehen mit dem Wissen, die Gewalt des Vergangenen hinter uns zu lassen?Welche Herausforderungen stellen Tendenzen der Historisierung der Shoah,welche Herausforderungen stellen aktuelle Gewalt und Völkermord an diewissenschaftliche Analyse?Die interdisziplinären Beiträge dieses Buches diskutierenChancen und Probleme vergleichender Genozidforschung und setzen sichgrundsätzlich mit dem Thema Völkermord in der wissenschaftlichenBeschäftigung auseinander.In der Erörterung der Ausgangsfrage Genozid und Moderne werdenneue Perspektiven interdisziplinärer Forschung über kollektive Gewalt,Verfolgung und Völkermord entwickelt, die sich nicht allein den jeweiligenhistorischen Ereignissen sondern immer auch ihrer Relevanz für die Gegenwartwidmen. Aus dem Inhalt:Burkhard Liebsch: Vom Versprechen, das wir sind. Versuch einerAnnäherung an das Thema ¶Genozid und Moderne¶Zygmunt Bauman: Das Jahrhundert der Lager?Michael Schäfer: Die Rationalität, die Moderne und der HolocaustWolfgang Benz: Vernichtung als politische Kategorie im Denkendes 20. JahrhundertsHorst Gründer: Genozid oder Zwangsmodernisierung? Der moderneKolonialismus in universalgeschichtlicher PerspektiveMihran Dabag: Jungtürkische Visionen und der Völkermord an denArmeniernBernhard Giesen: Antisemitismus und RassismusHans Mommsen: Der Weg zur Vernichtung der europäischen JudenHarald Welzer: Massenmord und Moral. Einige Überlegungen zueinem mißverständlichen ThemaGerhard Armanski: GULag - Hinterhöfe des StalinismusFrank Chalk/Kurt Jonassohn: Genozid - Ein historischer ÜberblickRoger W. Smith: Pluralismus und Humanismus in derGenozidforschung< BR>Irving Louis Horowitz: Wissenschaft, Modernitätund autorisierter TerrorKal Josef Partsch: Die Armenierfrage und das Völkerrecht in derZeit des Ersten Weltkrieges. Zum Wi



Inhalt

Genozid und Moderne - die Frage nach dem Stellenwert derVerfolgungen und Völkermorde in der Geschichtsschreibung dieses Jahrhundertswird gerade zur Zeit intensiv diskutiert. Können wir in ein neues Jahrtausendhineingehen mit dem Wissen, die Gewalt des Vergangenen hinter uns zu lassen?Welche Herausforderungen stellen Tendenzen der Historisierung der Shoah,welche Herausforderungen stellen aktuelle Gewalt und Völkermord an diewissenschaftliche Analyse?Die interdisziplinären Beiträge dieses Buches diskutierenChancen und Probleme vergleichender Genozidforschung und setzen sichgrundsätzlich mit dem Thema Völkermord in der wissenschaftlichenBeschäftigung auseinander.In der Erörterung der Ausgangsfrage Genozid und Moderne werdenneue Perspektiven interdisziplinärer Forschung über kollektive Gewalt,Verfolgung und Völkermord entwickelt, die sich nicht allein den jeweiligenhistorischen Ereignissen sondern immer auch ihrer Relevanz für die Gegenwartwidmen. Aus dem Inhalt:Burkhard Liebsch: Vom Versprechen, das wir sind. Versuch einerAnnäherung an das Thema ¶Genozid und Moderne¶Zygmunt Bauman: Das Jahrhundert der Lager?Michael Schäfer: Die Rationalität, die Moderne und der HolocaustWolfgang Benz: Vernichtung als politische Kategorie im Denkendes 20. JahrhundertsHorst Gründer: Genozid oder Zwangsmodernisierung? Der moderneKolonialismus in universalgeschichtlicher PerspektiveMihran Dabag: Jungtürkische Visionen und der Völkermord an denArmeniernBernhard Giesen: Antisemitismus und RassismusHans Mommsen: Der Weg zur Vernichtung der europäischen JudenHarald Welzer: Massenmord und Moral. Einige Überlegungen zueinem mißverständlichen ThemaGerhard Armanski: GULag - Hinterhöfe des StalinismusFrank Chalk/Kurt Jonassohn: Genozid - Ein historischer ÜberblickRoger W. Smith: Pluralismus und Humanismus in derGenozidforschungIrving Louis Horowitz: Wissenschaft, Modernitätund autorisierter TerrorKal Josef Partsch: Die Armenierfrage und das Völkerrecht in derZeit des Ersten Weltkrieges. Zum Wi

Produktinformationen

Titel: Genozid und Moderne
Untertitel: Band 1: Strukturen kollektiver Gewalt im 20. Jahrhundert
Schöpfer: Mihran Dabag Kristin Platt
Editor: Mihran Dabag Kristin Platt
EAN: 9783810018229
ISBN: 978-3-8100-1822-9
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Internationales Recht
Anzahl Seiten: 416
Gewicht: 534g
Größe: H210mm x B148mm x T22mm
Jahr: 1998
Auflage: 1998.

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