Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Lebensqualität im Alter: Gewichtung subjektiver und objektiver Aspekte
Gabriele Hellenthal

Historisch gesehen ist das Alter ein junges Thema, relevant erst seit dem 20. Jahrhundert. Noch nie war die Lebenserwartung so hoc... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 80 Seiten  Weitere Informationen
20%
40.90 CHF 32.70
Print on demand - Exemplar wird für Sie besorgt.

Beschreibung

Historisch gesehen ist das Alter ein junges Thema, relevant erst seit dem 20. Jahrhundert. Noch nie war die Lebenserwartung so hoch wie heute. Der qualitative Aspekt insbesondere die Erhaltung von Lebensqualität gewinnt an Bedeutung. Was aber bedeutet Lebensqualität und wovon wird sie beeinflusst? Die vorliegende Studie gibt einen Überblick über das komplexe Zusammenspiel der subjektiven und objektiven Faktoren der Lebensqualität im Alter in Verknüpfung mit dem persönlichen Altersbild. Altersbilder zeigen die Sicht der Gesellschaft auf ältere Mitmenschen. Diese Bilder schaffen eine Realität, die sagt, was Alter ist und wie sich alte Menschen zu verhalten haben. Häufig werden diese Altersbilder der Variabilität des Alterserlebens und der Fähigkeiten im Alter jedoch nicht gerecht. Wenn die gesellschaftliche Einordnung älterer Menschen in von Defiziten bestimmten Kategorien erfolgt, werden die Möglichkeiten, eigene Stärken, Bedürfnisse und Wünsche im Alter auszuleben, erschwert. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Altersbild und der Lebenszufriedenheit gibt. Beruht die persönliche Einschätzung des Alters auf realen, manifesten Werten, wie zum Beispiel dem Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit und dem Nachlassen der motorischen Fähigkeiten, oder beeinflussen andere Modalitäten die Lebensqualität? Diese empirische Arbeit prüft diesbezügliche Hypothesen. Weitergehend werden daraus statistische Beziehungen in einem linearen Strukturgleichungsmodell theoriegeleitet sinnvoll verknüpft und dargestellt.

Autorentext

Gabriele Hellenthal (B.Sc.) wurde 1963 in Heide/ Holstein geboren. Sie arbeitete viele Jahre als medizinisch-technische Assistentin in der Molekularbiologie. Von 2010 bis 2011 absolvierte die Autorin eine Ausbildung zum Coach (ICO), von 2011 bis 2012 zum NLP-Practitioner. Zudem schloss sie 2014 ein dreijähriges Studium der Psychologie an der Universität Bremen mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science ab. Während dieses Studiums begleitete sie eine Altersstudie des Jacobs Center on Lifelong Learning and Institutional Development.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2, Theoretischer Hintergrund: Um sich dem Konstrukt von Lebensqualität und dem persönlichen Altersbild zu nähern, sollen die zentralen Begrifflichkeiten dieser Arbeit und der Stand der Forschung in diesem Kapitel erläutert werden. Da es sich um eine komplexe Thematik handelt, werden verschiedene Theorien und Sichtweisen dargestellt. Dabei soll die Heterogenität des Alterserlebens verdeutlicht werden. 2.3, Individuelle und gesellschaftliche Altersbilder: Jeder Mensch bildet im Laufe seines Lebens naive Vorstellungen über den Verlauf des Alterungsprozesses aus. Diese Konstrukte entstehen in der Auseinandersetzung mit der Umwelt (Huy & Thiel, 2009, S. 122). Altersbilder sind nach dem sechsten Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland (Bundestag, 2010, S. 36) Bestandteil des kulturellen Wissensschatzes einer Gesellschaft und des individuellen Erfahrungsschatzes der einzelnen Mitglieder dieser Gesellschaft. Es gibt unterschiedliche Ebenen der Betrachtung. Zum einen kann eine Gesellschaft ein Bild vom Altern generieren, das auf der Makro-Ebene das Individuum beeinflusst und als kollektives Deutungsmuster einer Gesellschaft gesehen werden kann, zum anderen kann es in die Struktur von sozialen Organisationen eingehen. Dies geschieht auf der sozialen Meso-Ebene. Hier bekommen die Vorstellungen, was im Alter gesellschaftlich angemessen erscheint eine konkrete, handlungswirksame und dauerhafte Form. Als dritten Punkt geht der Bericht auf die soziale Mikroebene ein. Es kommen bestimmte Verhaltensmuster unter anderem dann zum Tragen, wenn zum Beispiel das Alter in einer Interaktion thematisch eine Rolle spielt oder es sich um altersbezogen asymmetrische, soziale Kontakte handelt. Die so in den drei Ebenen entstandenen Stereotype bilden vereinfachte Modelle des Alters und Alterns, die allerdings zu Beurteilungsfehlern in Hinblick auf individuelle Alterungsprozesse führen können (Hamilton & Gifford, 1976, S. 406). Nach der von ihnen aufgestellten Theorie der illusorischen Korrelation werden Dinge oder Argumente in eine Beziehung zueinander gebracht, die faktisch nicht besteht (Howard & Cortés, 2004, S. 15). Um bei den Altersbildern zu bleiben, wäre eine solche illusorische Korrelation beispielsweise alte Menschen können nichts Neues mehr lernen . Wird dies als vermeintliche Wahrheit angenommen, entstehen verzerrte Glaubenssätze über die Gruppe der Alten. So entstandene negative Rollenbilder können beispielsweise Leistungspotenziale unterdrücken (Trautmann, Voelcker-Rehage & Godde, 2011, S. 25; Bundestag, 2010, S. 23). Trotz vorhandener Kompetenzen wird im Sinne eines underachievements agiert. Daraus lässt sich die Frage ableiten, ob sich überhaupt ein kausaler Zusammenhang finden lässt zwischen den Variablen Altersbild und den konkret gemessenen Indices für Kognition und Motorik? Korrelieren also die eigenen Potenziale mit dem eigenen Altersbild oder sollte der Interpretation von Schmitt (2004, S. 290) gefolgt werden, der im Sinne des Konstruktivismus keinen direkten Zusammenhang zwischen dem subjektive Erleben und den konkreten Leistungseinbußen sieht? Es macht demzufolge nur das Erleben Sinn, dem der Sinn oder die Bedeutung gegeben wird. Mit anderen Worten könnte man sagen, dass das ausgeblendet wird, was das Selbstkonzept stört oder es zu demontieren droht. Was mit Bedeutung belegt wird wiederum hängt laut Schmitt von dem individuellen Altersstereotyp ab. Ist die eigene Prägung negativ, werden die Vulnerabilitäten verstärkt wahrgenommen, während ein von Kompetenz geprägtes Bild eine Resilienz bedeutet. So scheint, im Sinne einer self fulfilling prophecy , die eigene Sicht aufs Alter zu einem impliziten, dem Bewusstsein nicht zugänglichen Modell zu werden, so eine These von Levy (zitiert nach Schmitt, 2004, S. 290). Wobei auch der Richtung der Prägung eine Bedeutung zukommt. So fand Meisner (2011, S. 15) in seiner Metaanalyse heraus, dass Priming durch

Produktinformationen

Titel: Lebensqualität im Alter: Gewichtung subjektiver und objektiver Aspekte
Autor: Gabriele Hellenthal
EAN: 9783958201538
ISBN: 978-3-95820-153-8
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 80
Gewicht: 213g
Größe: H269mm x B190mm x T13mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage

Filialverfügbarkeit

PLZ, Ort, Name Es wurde kein Treffer gefunden. Bitte geben Sie eine gültige PLZ oder einen gültigen Ort ein. Bitte geben Sie eine PLZ oder einen Ort ein. Dieses Produkt ist in NUMBER Filialen verfügbar Dieses Produkt ist momentan nur im Online-Shop verfügbar. NUMBER Stk. verfügbar Kein aktueller Lagerbestand verfügbar. Detailkarte Detailkarte in einem neuen Fenster anzeigen Route berechnen Route in einem neuen Fenster berechnen Adresse Telefon Öffnungszeiten NUMBER Stk. verfügbar Nicht an Lager Die nächste Filiale finden Es gibt keine Geschäfte in 20 Kilometer Reichweite
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Die nächste Filiale finden
  • Geben Sie die Postleitzahl, den Ortsnamen oder den Namen einer Filiale in das Suchfeld ein
  • Klicken Sie auf den "Pfeil"-Button, rechts neben dem Eingabefeld
  • Wählen Sie eine Filiale in der Trefferliste aus

Die nächste Filiale auch mobil finden
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen