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Demokratie und öffentliche Verwaltung in Österreich: Theoretische und politische Auseinandersetzung
Gabriel Schmidlechner

Die vorliegende Studie versucht eine interdisziplinäre Annäherung an das vielschichtige, spannungsreiche und schwer fassbare Verhä... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 56 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Die vorliegende Studie versucht eine interdisziplinäre Annäherung an das vielschichtige, spannungsreiche und schwer fassbare Verhältnis zwischen Demokratie und öffentlicher Verwaltung. Den Anstoß bildet dabei die Frage, wie die umfassende und allgegenwärtige Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung in demokratischen Systemen legitimiert werden kann. Daraufhin werden mehrere mögliche Perspektiven der "Legitimitätsbeschaffung" identifiziert, wobei die Theorie von "Demokratie und Verwaltung" der beiden Staatsrechtler Kelsen und Merkl zwar den Ausgangspunkt darstellt, sich aber als für moderne Industriegesellschaften überholter Ansatz erweist. Folglich werden zwei unter dem Schlagwort "Demokratisierung der Verwaltung" firmierende Alternativkonzepte der Legitimitätsbeschaffung präsentiert und im Hinblick auf ihre Bedeutung für die verwaltungspolitische Praxis Österreichs untersucht. Dabei wird einerseits die jahrzehntelange politische Diskussion um die Demokratisierung der österreichischen Bezirksverwaltung dargestellt und andererseits die politische Auseinandersetzung um mehr Bürgerbeteiligung beim Umweltschutz sowie die damit in Zusammenhang stehenden rechtlichen Umsetzungsmaßnahmen im Bereich der Umweltverträglichkeitsprüfung analysiert.

Autorentext

Gabriel Schmidlechner wurde 1990 in Oberndorf geboren. Sein Bachelorstudium der Politikwissenschaft sowie sein Diplomstudium der Rechtswissenschaften schloss er im Jahr 2014 jeweils mit Auszeichnung ab und erlangte dadurch die akademischen Grade Magister iuris sowie Bachelor of Arts. Seit März 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Öffentliches Recht, Bereichsteil Verfassungs- und Verwaltungsrecht der Universität Salzburg.



Klappentext

Die vorliegende Studie versucht eine interdisziplinäre Annäherung an das vielschichtige, spannungsreiche und schwer fassbare Verhältnis zwischen Demokratie und öffentlicher Verwaltung. Den Anstoß bildet dabei die Frage, wie die umfassende und allgegenwärtige Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung in demokratischen Systemen legitimiert werden kann. Daraufhin werden mehrere mögliche Perspektiven der "Legitimitätsbeschaffung" identifiziert, wobei die Theorie von "Demokratie und Verwaltung" der beiden Staatsrechtler Kelsen und Merkl zwar den Ausgangspunkt darstellt, sich aber als für moderne Industriegesellschaften überholter Ansatz erweist. Folglich werden zwei unter dem Schlagwort "Demokratisierung der Verwaltung" firmierende Alternativkonzepte der Legitimitätsbeschaffung präsentiert und im Hinblick auf ihre Bedeutung für die verwaltungspolitische Praxis Österreichs untersucht. Dabei wird einerseits die jahrzehntelange politische Diskussion um die Demokratisierung der österreichischen Bezirksverwaltung dargestellt und andererseits die politische Auseinandersetzung um mehr Bürgerbeteiligung beim Umweltschutz sowie die damit in Zusammenhang stehenden rechtlichen Umsetzungsmaßnahmen im Bereich der Umweltverträglichkeitsprüfung analysiert.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 5.1, Die Demokratisierung der österreichischen Bezirksverwaltung: Das Schlagwort der "Demokratisierung der Verwaltung" wird ursprünglich mit rätedemokratischen Bürokratiemodellen in Verbindung gebracht. In Österreich waren es die Sozialdemokraten, die seit dem Zusammenbruch der Monarchie unter diesem Titel eine an rätedemokratische Vorstellungen angelehnte Verwaltungsreform auf Ebene der Bezirksverwaltung forderten (Öhlinger/Matzka 1975, 445). 5.1.1, Organisationsgrundsätze der österreichischen Bezirksverwaltung: Die Bezirksverwaltung als "allgemeine staatliche Verwaltung" auf unterster Ebene wird in Österreich durch die sogenannten "Bezirksverwaltungsbehörden" besorgt, die für alle Angelegenheiten der Bundes- und Landesverwaltung in erster Instanz zuständig sind, soweit keine Sonderregelungen bzw Sonderbehörden bestehen ("subsidiäre Allzuständigkeit"). Aktuell existieren 95, das gesamte österreichische Staatsgebiet umfassende Bezirksverwaltungsbehörden, wobei zwischen den Städten mit eigenem Statut (15) und den (für uns interessanten) Bezirkshauptmannschaften (80) zu unterscheiden ist (Raschauer 2009, 112f; Adamovich et al. 2009, 81f.). Es sind nämlich letztere, die unverändert aus der Monarchie übergeleitet und somit in ihrer rein monokratischen Struktur belassen wurden. Diese besteht in der Leitung durch den einzigen, namensgebenden Organwalter, den Bezirkshauptmann:"An der Spitze der Bezirkshauptmannschaft steht der Bezirkshauptmann; dieser ist für die gesamte Geschäftsführung verantwortlich und ist das entscheidende Organ. Damit ist für den Bereich der Bezirksverwaltung das monokratische System lückenlos durchgeführt. Zur Bestellung des Bezirkshauptmannes ist die LReg zuständig" (Walter et al. 2007, 399). Im Unterschied zu den Bürgermeistern in den Statutarstädten wird der Bezirkshauptmann also - ganz im Sinne Webers - als berufsmäßiger Verwaltungsbeamter ernannt und eben nicht (direkt oder durch den Gemeinderat) gewählt. Dabei ist der Bezirkshauptmann als "nur 'nach oben hin' verantwortlicher Funktionsträger" (Adamovich et al. 2013, 202), je nach Materie (Bundes- oder Landesverwaltung), an Weisungen des Landeshauptmannes oder der Landesregierung bzw des jeweiligen Landesrats gebunden (Adamovich et al. 2009, 82f). Des Weiteren waren seine Verwaltungsakte regelmäßig beim Landeshauptmann (mittelbare Bundesverwaltung) bzw bei der Landesregierung (Landesverwaltung) durch Berufung bekämpfbar. Die dabei inhaltlich zu behandelnden Verwaltungsmaterien sind vielfältig:"Die Aufgaben der Bezirksverwaltung umfassen sowohl Angelegenheiten der Landesverwaltung (zB Naturschutz, Sozialhilfe, Jagdrecht) als auch Aufgaben der mittelbaren Bundesverwaltung (zB Gewerbe-, Forst-, Wasser- und Kraftfahrrecht) sowie der Sicherheitsverwaltung (...)" (Adamovich et al. 2009, 83). Dabei geht die Tendenz sogar zu einer immer stärkeren Aufgabenkonzentration bei den Bezirksverwaltungsbehörden, was sich etwa darin bemerkbar macht, dass in den letzten Jahren wichtige Bereiche des gewerblichen Anlagenrechts in ihren Zuständigkeitsbereich überführt worden sind (Raschauer 2009, 113). 5.1.2, Debatte um die Demokratisierung der Bezirksverwaltung: Vorschläge betreffend die Reformierung der Bezirkshauptmannschaften sind "bereits seit 1920 Gegenstand verfassungs- und verwaltungspolitischer Diskussionen", wobei "die Frage im Mittelpunkt steht, ob diese Behörden in ihrer bisherigen Form aufrechterhalten oder (...) ersetzt bzw. modifiziert werden sollen" (Adamovich et al. 2013, 202). Vor allem die Sozialdemokratie war treibende Kraft hinter den Reformbestrebungen und setzte über Jahrzehnte hinweg ihr Programm der "Demokratisierung der Bezirksverwaltung" auf die politische Tagesordnung. Allgemeine Hauptforderung war dabei "die Bevölkerung an der Verwaltung durch gewählte Vertreter auf allen ihren Ebenen mitwirken zu lassen" (Demmelbauer/Pesendorfer 1980, 8). Dabei treten die Bezüge zum

Produktinformationen

Titel: Demokratie und öffentliche Verwaltung in Österreich: Theoretische und politische Auseinandersetzung
Autor: Gabriel Schmidlechner
EAN: 9783958204249
ISBN: 978-3-95820-424-9
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Bachelor + Master Publishing
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 56
Gewicht: 105g
Größe: H222mm x B157mm x T4mm
Veröffentlichung: 26.06.2015
Jahr: 2015

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