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Über Weckamine

  • Kartonierter Einband
  • 156 Seiten
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ihrer Verletzung eine organische Psychose durchgemacht hatten, gerieten nach der Pervitin Injektion erneut in einen Ausnahmezustan... Weiterlesen
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Beschreibung

ihrer Verletzung eine organische Psychose durchgemacht hatten, gerieten nach der Pervitin Injektion erneut in einen Ausnahmezustand mit Verkennung der Situation, illusionaren Um deutungen und angstlich paranoiden Symptomen; dabei sollen die Patienten deutlich bewuBt seinsgetriibt gewesen sein und delirante Erlebnisse gehabt haben. - Andere Patienten zeigten wieder eine Verstarkung der neurologischen Symptomatik, die "traumatischen und post encephalitischen Choreatiker" darunter besonders eindrucksvoll; wieder andere gerieten in einen ratlos-dysphorischen Erregungszustand mit "dranghaftem" Hin-und Herlaufen. Die Schilderung ist allerdings stichwortartig und reiht die summarisch angefiihrten Sym ptome nur nebeneinander auf, ohne daB ihre wechselseitigen Beeinflussungen deutlich willden. Die nachfolgende Auslegung ist so einschienig auf das vegetative System und die Lokalisation im Stammhirn ausgerichtet, daB die Autoren nur zu der sehr allgemeinen Meinung kommen, es handele sich urn "Fehlsteuerungen" des ergotropen und trophotropen Regulationsprinzips. Diese Erfahrungen von der Gefahrlichkeit der Pervitin-Behandlung beim Vor liegen eines organischen Hirnschadens durfen jedoch in ihrer Bedeutung nicht uberschatzt werden. Schon die in Amerika in groBerem Umfang betriebene Weckamin-Behandlung des Parkinsonismus spricht gegen eine so allgemeine Gefahrlichkeit. Auch haben wir selbst verschiedentliche Behandlungsversuche mit Pervitin bei organischen Hirnstorungen, insbesondere solchen mit im Vorder grund stehendem Antriebsmangel hirnorganischer, jedoch im einzelnen unter schiedlicher Genese vorgenommen und hierbei teils gute Erfolge gesehen, ahnlich wie RIS bei seinem Einzelfall, der nun schon uber lange Zeit 20-25 Tabletten Pervitin taglich bekommt; teils war ein positiver Erfolg nur fluchtig oder blieb ganz aus. Irgendwie bedrohliche Zustande sahen wir bislang jedoch dabei nicht auftreten. e) Zusammenfassung.

Inhalt

Erstes Kapitel Historisches.- a) Das Kat.- b) Die Entdeckung der Phenylalkylamine Pervitin und Benzedrin.- Zweites Kapitel Körperliche Wirkungen.- 1. Kreislauf.- Therapeutische Möglichkeiten durch Kreislaufwirkung.- 2. Nieren.- Behandlung von Diuresestörungen.- 3. Atmung.- 4. Obere Luftwege und Bronchien.- 5. Darm.- 6. Magen.- a) Anwendung bei Entfettungskuren.- b) Anwendung als Roborans.- 7. Weitere Wirkungen auf Organe mit glatter Muskulatur.- 8. Blut.- 9. Stoffwechsel.- 10. Sexualität.- 11. Sinnesorgane.- a) Sehen, Hören, Riechen.- b) Einfluß auf die Schmerzempfindung.- 12. Wirkung auf das Zentralnervensystem.- Drittes Kapitel Psychische Wirkungen.- 1. Schlaf und Ermüdung.- a) Die schlafhemmende Wirkung.- b) Behandlung der Narkolepsie und "Übermüdungsinsomnie".- c) Die ermüdungshemmende Wirkung.- d) Behandlung der Enuresis nocturna.- e) Die schlafaufhebende Wirkung und Behandlung der Barbitursäureintoxikation und anderer Vergiftungen.- 2. Hemmung und Steuerungsfähigkeit.- Veränderung der Bewußtseinsstruktur.- 3. Antrieb.- a) Veränderungen der Produktivität, des Denkens und Vorstellens.- b) Veränderung von Stimmung und Interesse.- c) Veränderung der Konzentrationsfähigkeit.- d) Behandlung der Rekonvaleszenz und des Röntgenkaters.- e) Behandlung psychotischer Zustandsbilder.- Viertes Kapitel Intoxikationserscheinungen.- a) Letaldosis.- b) Tödliche und schwere Vergiftungsfälle.- c) Choreatisches Syndrom.- d) Vorherige Hirnerkrankungen.- e) Zusammenfassung.- Fünftes Kapitel Pervitin-Sucht.- a) Kasuistische Literatur.- b) Quantitative Bedeutung.- Definitorische Bemerkungen.- c) Eigene Kasuistik.- ?) Fall 1. H. R. M.- ?) Fall 2. G. F. N.- ?) Fall 3. H. H.- ?) Fall 4. H. L.- ?) Fall 5. H. P.- ?) Fall 6. G. S.- d) Zusammenfassung.- Abgrenzung zur Psychose.- Sechstes Kapitel Pervitin-Psychosen.- 1. Kasuistik.- a) Literaturüberblick.- b) Eigene Kasuistik.- ?) Fall 7. Dr. F. M.- ?) Fall 8. Dr. A. A.- ?) Fall 9. Dr. K. N.- ?) Fall 10. Dr. H. B.- 2. Charakterologische und andere Vorbedingungen.- a) Geschlechtsverhältnis, Berufsstand, Alter.- b) Persönlichkeitstyp.- c) Kombination mit anderen Suchtformen.- d) Vergleich mit den einfachen Suchtfällen.- e) Suchtanlaß.- f) Zusammenfassung.- 3. Forensische Bedeutung der Weckamine.- Fall 11. H. E. V.- 4. Symptomatologie der Pervitin-Psychosen.- a) Bisherige Anschauungen.- b) Angstsyndrom mit paranoid-halluzinatorischem Ausbau.- c) Paranoid-mikrohalluzinatorisches Syndrom.- d) Syndrom der ekstatisch gesteigerten Wahrnehmungen.- e) Dysphorisch- depressives Zwangssyndrom.- f) Sexualneurotische Überformung.- g) Zur Frage der Dämmerzustände.- h) "Psychoorganische Symptome".- i) Situativ-reaktive Momente.- k) Zusammenfassung.- Siebentes Kapitel Die Entziehung.- a) Schlafsucht.- b) Antriebsverminderung.- c) Appetitsteigerung und andere Erscheinungen.- d) Übergangsphase.- Weckamin-Nachweis.- Achtes Kapitel Amphetamin-(Benzedrin-)Sucht und -Psychosen im Ausland.- a) Allgemeine Stellungnahmen zur Sucht- bzw. Psychosegefahr.- b) Kasuistische Beispiele.- c) Zusammenfassung.- Neuntes Kapitel Außermedizinische Verwendung der Weckamine und das Problem der Leistungssteigerung.- Literatur.

Produktinformationen

Titel: Über Weckamine
Untertitel: Pervitin und Benzedrin
Autor:
EAN: 9783540018315
ISBN: 978-3-540-01831-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 156
Gewicht: 283g
Größe: H246mm x B172mm x T12mm
Jahr: 1954

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