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Die Ordnung des Betriebes

  • Kartonierter Einband
  • 188 Seiten
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Gewerkschaften werden iiblicherweise als freiwillige, dauerhafte Zusam menschliisse von Arbeitnehmern mit dem Ziel der Beeinflussu... Weiterlesen
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Beschreibung

Gewerkschaften werden iiblicherweise als freiwillige, dauerhafte Zusam menschliisse von Arbeitnehmern mit dem Ziel der Beeinflussung von Lohn und Arbeitsbedingungen definiert. Wie aber kommt es, daB bei der Ziel bestimmung nicht ausdriicklich yom Betrieb die Rede ist? Gehort es nicht auch zu den Zielen der Gewerkschaften, die Ordnung der Betriebe zu ver andern? Eine noch so oberflachliche Orientierung kann diesen Tatbestand nicht iibersehen. Da ist in gewerkschaftlichen Stellungnahmen von der Demokratisierung der Betriebe die Rede, oder es wird untersucht, welche Aufgaben die soziale Betriebsfiihrung in der Sicht der Gewerkschaften zu erfiillen hat. In anderen KuBerungen werden die Grenzen der sozialen Funktion des Betriebes betont. In der gewerkschaftlichen Diskussion geht es also nicht nur um Lohn-und Arbeitsbedingungen, sondern dabei zugleich um Struktur und Funktion des Betriebes. Aber auch von den gewerkschaft lichen Absichten zur Gestaltung der Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung ist in der Definition nicht die Rede. Die heute gebrauchlichen Definitionen der Gewerkschaft gehen auf die Analyse der englischen Gewerkvereine in der zweiten Halfte des vorigen 1 Jahrhunderts zuriick, wie sie Sidney und Beatrice Webb in England und Lujo Brentano 2 in Deutschland vorgelegt haben. Diese "klassische" Gewerk schaftstheorie war vornehmlich an der Frage interessiert, ob und wie Ge 3 werkschaften in der kapitalistischen Wirtschaft Erfolg haben konnen. Gegen die damals vorherrschende Anschauung kamen die Webbs und Brentano zu dem Ergebnis, die Gewerkschaften seien geeignete Institutionen, urn die Lebensbedingungen der Arbeiter zu verbessern.

Klappentext

Gewerkschaften werden iiblicherweise als freiwillige, dauerhafte Zusam­ menschliisse von Arbeitnehmern mit dem Ziel der Beeinflussung von Lohn­ und Arbeitsbedingungen definiert. Wie aber kommt es, daB bei der Ziel­ bestimmung nicht ausdriicklich yom Betrieb die Rede ist? Gehort es nicht auch zu den Zielen der Gewerkschaften, die Ordnung der Betriebe zu ver­ andern? Eine noch so oberflachliche Orientierung kann diesen Tatbestand nicht iibersehen. Da ist in gewerkschaftlichen Stellungnahmen von der Demokratisierung der Betriebe die Rede, oder es wird untersucht, welche Aufgaben die soziale Betriebsfiihrung in der Sicht der Gewerkschaften zu erfiillen hat. In anderen KuBerungen werden die Grenzen der sozialen Funktion des Betriebes betont. In der gewerkschaftlichen Diskussion geht es also nicht nur um Lohn-und Arbeitsbedingungen, sondern dabei zugleich um Struktur und Funktion des Betriebes. Aber auch von den gewerkschaft­ lichen Absichten zur Gestaltung der Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung ist in der Definition nicht die Rede. Die heute gebrauchlichen Definitionen der Gewerkschaft gehen auf die Analyse der englischen Gewerkvereine in der zweiten Halfte des vorigen 1 Jahrhunderts zuriick, wie sie Sidney und Beatrice Webb in England und Lujo Brentano 2 in Deutschland vorgelegt haben. Diese "klassische" Gewerk­ schaftstheorie war vornehmlich an der Frage interessiert, ob und wie Ge­ 3 werkschaften in der kapitalistischen Wirtschaft Erfolg haben konnen. Gegen die damals vorherrschende Anschauung kamen die Webbs und Brentano zu dem Ergebnis, die Gewerkschaften seien geeignete Institutionen, urn die Lebensbedingungen der Arbeiter zu verbessern.



Inhalt

A. Der Betrieb in der Gesellschaftspolitischen Ordnungskonzeption der Gewerkschaften.- 1. Die Gewerkschaft als Arbeitsmarktpartei.- 2. Wirtschaftsdemokratie und soziale Betriebspolitik in der Weimarer Zeit.- a) Das wirtschaftsdemokratische Programm.- b) Die Diskussion um die soziale Betriebspolitik.- 3. Unternehmen und Betrieb im gewerkschaftlichen Programm nach 1945.- a) Das Unternehmen in der Wirtschaftsordnung.- b) Aufgaben der Mitbestimmung im Unternehmen.- B. Erhebung der Gewerkschaftlichen Ziele zur Ordnung des Betriebes.- I. Analyse des Tarifvertragswesens.- 1. Die Bedeutung des Tarifvertrages für das Verhältnis der Gewerkschaften zum Betrieb.- 2. Die Sicht des Betriebes in der heutigen gewerkschaftlichen Tarifpolitik.- a) Individual- oder Soziallohn?.- b) Die Reform der Lohngruppenkataloge und die Arbeitsbewertung.- c) Die Leistungslohnermittlung.- II. Pläne der Gewerkschaft zur formellen Organisation der Mitbestimmung.- 1. Der gewerkschaftliche Einfluß auf die Entstehung des Betriebsrätewesens.- 2. Organisation und Aufgaben der Betriebsräte.- a) Typen des Betriebsrätewesens.- b) Die Badenweiler Richtlinien.- c) Gewerkschaftliche Vorschläge zum Betriebsverfassungsgesetz.- d) Tarifvertrag und Betriebsverfassung.- 3. Die Mitbestimmung im Unternehmen.- a) Die interessenpluralistische Verfassung des Unternehmens.- b) Die Unternehmensorgane.- III. Forderungen der Gewerkschaften an die soziale Betriebsgestaltung.- 1. Soziale Aufgaben des Betriebes.- a) Der Arbeitsschutz.- b) Die Anwendung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse.- c) Die Funktionen der Arbeitseinsatzpolitik.- 2. Die Grenzen der sozialen Funktionen des Betriebes.- a) Der semantische Konflikt.- b) Die gewerkschaftliche Konzeption der betrieblichen Sozialleistungen.- c) Die Auseinandersetzung um Werkszeitschriften und Mitarbeiterseminare.- d) Versuche zur Realisierung des gewerkschaftlichen Ordnungsbildes.- C. Ergebnisse.- 1. Das betriebliche Zielsystem der Gewerkschaften.- a) Der Schutz des Arbeitnehmers.- b) Von der herrschaftlichen Struktur des Betriebes zur sachnotwendigen.- c) Die Sicherung der Gewerkschaft.- 2. Der Interessengegensatz und die Ordnung des Betriebes.

Produktinformationen

Titel: Die Ordnung des Betriebes
Untertitel: in der Sicht der deutschen Gewerkschaften nach 1945
Autor:
EAN: 9783663002819
ISBN: 978-3-663-00281-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 188
Gewicht: 333g
Größe: H244mm x B170mm x T10mm
Jahr: 1965
Auflage: 1965

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