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Der Wirkung von Musik auf der Spur

  • Kartonierter Einband
  • 216 Seiten
Die aus "Übergänge zwischen Sprache und Musik" bekannte "musiktherapeutische Komponentenlehre" (jetzt vergriff... Weiterlesen
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Beschreibung

Die aus "Übergänge zwischen Sprache und Musik" bekannte "musiktherapeutische Komponentenlehre" (jetzt vergriffen) erscheint im ersten Teil stark überarbeitet und gekürzt. Daraus entwickelt sich im zweiten Teil eine therapieübergreifende Sicht der Improvisation als soziales Modell. Auf diesem Hintergrund wird die soziale, musikalische und methodische Unterscheidbarkeit der Komponenten mit einem einzigartigen Forschungsansatz qualitativ und quantitativ untersucht, was zu erstaunlichen Ergebnissen führt.

Fritz Hegi kommt der Wirkung von Musik auf die Spur, sowohl als Musiker als auch als Musiktherapeut. Bereits im Band "Improvisation und Musiktherapie" (1986) wurde als phänomenologische Studie die Komponenten-Lehre entwickelt. Im zweiten Band "Übergänge zwischen Sprache und Musik" (1998) wurden ihre Wirkungen qualitativ untersucht. Dabei rückte der kreative Prozess zwischen Sprache und Musik in den Mittelpunkt des Interesses. Für den vorliegenden Band wurden die Übergänge stark überarbeitet. Die Fallbeispiele und die Kapitel zu den gestalttherapeutischen Kontaktmustern wurden weggelassen, die theoretischen und methodischen Teile dagegen zusammengefasst und teilweise weiterentwickelt. Neu dazugekommen ist die therapieübergreifende Sicht der Improvisation als soziales Modell sowie die Erforschung der Unterscheidbarkeit der fünf Wirkungskomponenten. Insgesamt ergibt dies ein Lehrbuch zur Anwendung der Komponentenlehre in Therapie, Kommunikation und sozialem Alltag. Durch die fünf Wirkungskomponenten wird zum Beispiel verständlich: - Wie der Klang als Träger von Gefühlen wirkt und wie Gefühle Klänge gestalten: Gefühlsklang - Auf welche Weise der Rhythmus in Polaritäten des Lebens eingreift und wie darin Balance entsteht: Lebensrhythmus - Wann die Melodie von unerledigten Geschichten erzählt und wann der Wunsch ein Lied erfindet: Ausdrucksmelodie - Wie viel Faszination und wie viel Angst die Dynamik ins Spiel bringt und was die Kraft der Gegensätze zu bewegen vermag: Beziehungsdynamik - Wo die Form zu Wandelbarkeit verhilft und wann Spiritualität einerseits oder Kernpunkte andererseits Grenzen überschreiten: Formwandel Die Verdichtung der Theorie zu den Wirkungskomponenten im ersten Teil, der Improvisation als Kommunikation im zweiten Teil, das davon abgeleitete Forschungsdesign und die Ergebnisse im dritten Teil ergeben eine Vertiefung der Frage: Welche Musik wirkt wann, weshalb, wie? In der Verbindung von qualitativer und quantitativer Forschung wird ein neuer Schritt des Erkenntnisgewinns gewagt und zwischen Musik, sozialer Kommunikation und Therapie eine Brücke geschaffen.

Autorentext
Prof. Dr. Fritz Hegi-Portmann ist Musik-Psychotherapeut, Dozent und Musiker. Nach kurzer Lehrertätigkeit Studium der Linguistik, Sozialpädagogik und Psychologie. Weiterbildung in Musik- und Gestalttherapie. Sozialpsychiatrische und klinische Erfahrungen in ambulanten und stationären Therapieeinrichtungen. Seit 1980 selbständige Praxis in Zürich. Dozent für Klinische Musiktherapie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Lehrtherapeut und Aus-bildner an verschiedenen Therapie-Instituten und Hochschulstudiengängen. Mehrere Bücher, Kurs- und Vortragstätigkeit zum Themenbereich Musik, Kunst und Therapie. Spielt Piano und Akkordeon in Konzerten sowie über Tonträger mit Jazz, freier Improvisation und Volksmusik. Maja Rüdisüli-Voerkel ist Psychologin, Musiktherapeutin SFMT, Psychotherapeutin SPV und Supervisorin in eigener Praxis. Sie unterrichtet ebenfalls an der Berufsbegleitenden Ausbildung Musiktherapie (bam) in Zürich.

Zusammenfassung
Musikalisches Improvisieren mit seiner Fähigkeit, Unsagbares hörbar zu machen, entfaltet sich in Zwischenräumen, im Bereich von Übergängen: Dort, wo etwas nicht eindeutig fixiert werden kann und doch wichtig zu erfassen ist. So eröffnet Musik einen Zugang zu transzendenten Erfahrungen jenseits des Mess- und Greifbaren: von Atmosphären im Alltag bis hin zu Ahnungen von einem grösseren Ganzen. Solch einem Zugang zur Welt steht eine mehr rationalistische Orientierung an messbaren Mustern oder auch Effekten gegenüber. Mit dem vorliegenden Buch Der Wirkung von Musik auf der Spur" leisten Fritz Hegi und Maja Rüdisüli einen großen Beitrag, um die Gräben zwischen dem ungreifbaren, atmosphärischen Medium Musik und der an greifbaren Zahlen orientierten Forschung zur Wirkung von Musik zu überwinden. Es ist, obwohl 'nur' 213 Seiten umfassend und gut lesbar geschrieben, ein außerordentlich reichhaltiges Buch. Es richtet sich an Menschen, die sich empirisch-wissenschaftlich (auch ohne entsprechende Vorkenntnisse) oder philosophisch-konzeptuell mit Musik auseinandersetzen möchten. Dem Buch liegt eine langjährige Therapieerfahrung der beiden Autoren zugrunde, die Hegi wie auch Rüdisüli stets mit einem assoziativen wie systematisierenden Blick verbunden haben: Bereits 1998 verfasste Hegi das Buch "Übergänge", in welchem er die Wirkungsweisen unterschiedlicher musikalischer Komponenten und ihr Zusammenwirken darstellte. Ein erster Ansatz dazu findet sich sogar schon in seinem Buch "Improvisation und Musiktherapie" von 1986. Lange Zeit blieb das im Buch "Übergänge" formulierte Grundmodell musikalischer Wirkungskomponenten ein heuristisches - d.h. zwar einleuchtendes, aber empirisch nicht bewiesenes - Modell. Jetzt haben sich Hegi und Rüdisüli seiner empirischen Überprüfbarkeit angenommen und - dies sei vorweggenommen - die theoretischen Überlegungen in den Grundzügen bestätigen können."Der Wirkung von Musik auf der Spur" verfolgt zwei Anliegen: ein musiktherapeutisches und ein empirisch-wissenschaftliches. Innerhalb des musiktherapeutischen Anliegens werden zwei Theorien entfaltet: Die erste Theorie ist das "Grundmodell" musikalischer Wirkungskomponenten, in welchem Hegi phänomenologisch die fünf Aspekte Klang, Rhythmus, Form, Dynamik und Melodie innerhalb der Musik als Ganzem unterscheidet. Diese Komponenten wirken je unterschiedlich im Menschen. In der Folge wird gefragt (S. 11): "Welche Musik braucht wer, wann und weshalb?" und "Welche Improvisation trifft den therapeutischen Prozess auf einer tieferen Dimension?" Diese Fragen führen zur zweiten Theorie, dass Improvisation das soziale Geschehen abbildet. Hegi formuliert dementsprechend ein "erweitertes Grundmodell", in welchem den musikalischen Wirkungskomponenten ein sozialer Wirkungsbereich zugeordnet wird. Die musikalischen Komponenten werden aufs konkrete Leben bezogen. Das zweite, empirisch-wissenschaftliche Anliegen ist dementsprechend der Nachweis, dass Musik soziales Geschehen abbildet und deshalb für die therapeutische Gefühls- und Beziehungsarbeit eingesetzt werden kann. Musik ist nicht einfach nur 'nett' oder pauschal 'irgendwie heilsam'. Durch die empirische Untersuchung ihres Wirkungsspektrums lässt sie sich genauer auffächern und der therapeutische Einsatz von Musik auf diese Weise spezifisch legitimieren. Zu diesem Zweck hat Hegi das Grundmodell erweitert und jeder der fünf musikalischen Wirkungskomponente einen Begriff aus dem sozialen Alltag zugeordnet, denn die "musikalischen Improvisationen mit den Komponenten erscheinen in der Praxis grundsätzlich als Geschehen zwischen einem musikalischen und einem sozialen Wirkungsbereich" (S. 163): Beispielsweise gehört zur Komponente Klang das Gefühl, zur Komponente Dynamik die Beziehung. Werden der musikalische und der soziale Begriff einer vertikalen und einer horizontalen Achse zugeordnet, spannt sich ein Koordinatensystem auf. Dabei werden der vertikalen Achse musikalische Begriffe und

Produktinformationen

Titel: Der Wirkung von Musik auf der Spur
Untertitel: Theorie und Erforschung der Komponenten
Autor:
EAN: 9783895007361
ISBN: 978-3-89500-736-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Reichert Ludwig
Genre: Psychologie & Esoterik
Anzahl Seiten: 216
Gewicht: 440g
Größe: H240mm x B240mm x T170mm
Veröffentlichung: 20.01.2011
Jahr: 2013
Auflage: 2. verb. Aufl.

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