Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

»Leben heißt, sich mitteilen«

  • Fester Einband
  • 451 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
In politisch brisanter Zeit hat Werfel sich immer zu Wort gemeldet - augenblicksbezogen, doch stets gegen eine materialistisch-rea... Weiterlesen
20%
36.90 CHF 29.50
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 5 bis 7 Werktagen.

Beschreibung

In politisch brisanter Zeit hat Werfel sich immer zu Wort gemeldet - augenblicksbezogen, doch stets gegen eine materialistisch-realistische Weltdeutung. Vor allein, als er erkannte, wie gedankenlos die Menschen seiner Zeit die Ersatzreligionen - die marxistische wie die nationalsozialistische Ideologie - annahmen, bezog er die zeitlose Problematik des Gottesglaubens in seine Äußerungen ein und transponierte sie aus der rein theologischen "in das Gebiet der allgemein menschlichen Betrachtung". "Leben heißt, sich mitteilen, das ist einen inneren Prozeß nach außen kehren", lautete einer seiner Grundsätze. Mit zuweilen "oratorisch beschwörendem Ton" kritisierte Werfel in Reden und Aufsätzen seine völlig säkularisierte, d.h. von der Religion abgefallene Umwelt und warnte, daß der Mensch im Konflikt des Glaubens und Unglaubens "zum gottverlassenen Intellekt zusammenschrumpft". In seinem letzten Lebensjahr faßte er, Pascals 'Pensées', Novalis' 'Fragmente' und Jean Pauls 'Bemerkungen über uns närrische Menschen' als Vorbildern folgend, seine aphoristischen Aufzeichnungen und Notizen seit dem Jahre 1914 zu "Theologumena" zusammen. Verstreut blieben zu seiner Zeit die charakterisierenden Bildnisse, die er von seinen Freunden und von ihm bewunderten Künstlern, allen voran Giuseppe Verdi, zeichnete. Und auch hier findet sich immer wieder, mal anklingend, mal ausdrücklich, die Erinnerung an die religio, die Bindung des Einzelnen an "das wahre Sein" - Werfels Lebensüberzeugung.

Autorentext
Am 10. September 1890 wird Franz Werfel in Prag geboren; als Schüler schreibt er Gedichte und entwirft Dramen. 1914 wird er zum Militärdienst
eingezogen; 1917 begegnet er Alma Mahler-Gropius, mit der er bis zu seinem Lebensende verbunden bleibt; er siedelt nach Wien über. Zu dieser Zeit sind bereits mehrere Gedichtbände von ihm erschienen, hat er kritische Aufsätze veröffentlicht. 1919 folgt seine erste ganz eigenständige Novelle Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig. 1921 wird sein Drama Spiegelmensch aufgeführt. In den nächsten Jahren entstehen Der Tod des Kleinbürgers, Kleine Verhältnisse, Der Abituriententag, Die Geschwister von Neapel und immer wieder Gedichte. 1929 heiratet er Alma Mahler. 1933 erscheinen Die vierzig Tage des Musa Dagh eine Mahnung an die Menschlichkeit; im gleichen Jahr werden seine
Bücher in Deutschland verbrannt.
1938, als Hitlers Truppen in Österreich einmarschieren, hält sich Werfel in Capri auf seine Emigration beginnt. 1940 wird er in Paris an die Spitze der Auslieferungsliste der Deutschen gesetzt. Mit Alma und einigen Freunden flüchtet er zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien. Das Lied von Bernadette schreibt er als Dank für seine Errettung. Von Lissabon bringt sie ein Schiff nach New York. Die letzten Jahre verlebt Werfel in Los Angeles, Kalifornien. Am 26. August 1945 erliegt er seinem schweren Herzleiden.

Zusammenfassung
In politisch brisanter Zeit hat Werfel sich immer zu Wort gemeldet augenblicksbezogen, doch stets gegen eine materialistisch-realistische Weltdeutung. Vor allein, als er erkannte, wie gedankenlos die Menschen seiner Zeit die Ersatzreligionen die marxistische wie die nationalsozialistische Ideologie annahmen, bezog er die zeitlose Problematik des Gottesglaubens in seine Äußerungen ein und transponierte sie aus der rein theologischen »in das Gebiet der allgemein menschlichen Betrachtung«. »Leben heißt, sich mitteilen, das ist einen inneren Prozeß nach außen kehren«, lautete einer seiner Grundsätze. Mit zuweilen »oratorisch beschwörendem Ton« kritisierte Werfel in Reden und Aufsätzen seine völlig säkularisierte, d.h. von der Religion abgefallene Umwelt und warnte, daß der Mensch im Konflikt des Glaubens und Unglaubens »zum gottverlassenen Intellekt zusammenschrumpft«. In seinem letzten Lebensjahr faßte er, Pascals Pensées, Novalis' Fragmente und Jean Pauls Bemerkungen über uns närrische Menschen als Vorbildern folgend, seine aphoristischen Aufzeichnungen und Notizen seit dem Jahre 1914 zu »Theologumena« zusammen. Verstreut blieben zu seiner Zeit die charakterisierenden Bildnisse, die er von seinen Freunden und von ihm bewunderten Künstlern, allen voran Giuseppe Verdi, zeichnete. Und auch hier findet sich immer wieder, mal anklingend, mal ausdrücklich, die Erinnerung an die religio, die Bindung des Einzelnen an »das wahre Sein« Werfels Lebensüberzeugung.

Produktinformationen

Titel: »Leben heißt, sich mitteilen«
Untertitel: Betrachtungen, Reden, Aphorismen
Autor:
EAN: 9783100910394
ISBN: 978-3-10-091039-4
Format: Fester Einband
Herausgeber: Fischer S.
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 451
Gewicht: 516g
Größe: H200mm x B135mm x T40mm
Jahr: 1992