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Wasserkraft in Augsburg

  • Fester Einband
  • 216 Seiten
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Wasserkraft in Augsburg. Ihre welterbewürdige Geschichte und ihre aktuelle Dimension Wasserkraft war entscheidend für die Arbeit d... Weiterlesen
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Beschreibung

Wasserkraft in Augsburg. Ihre welterbewürdige Geschichte und ihre aktuelle Dimension Wasserkraft war entscheidend für die Arbeit des Handwerks und Kunsthandwerks im vorindustriellen Augsburg sowie - sehr früh - für die Entwicklung der Industriestadt, die wegen ihrer riesigen Fabrikkomplexe als "deutsches Manchester" bezeichnet wurde. Von den römischen Mühlen über die Trinkwasserhebewerke des ausklingenden Mittelalters bis zu den ersten Turbinen im Zeitalter der industriellen Revolution - die Wasserkraft der Flüsse Lech, Wertach und Singold, der Quellbäche im Süden und Westen der Stadt und der von ihnen gespeisten Kanäle prägt das Stadtbild von Augsburg. Wasserkraftnutzung in ihrer ganzen Vielschichtigkeit ist deshalb ein gewichtiges Argument für die Stadt Augsburg, die sich mit guten Chancen um die Aufnahme ihrer historischen Wasserwirtschaft in die Welterbeliste der UNESCO bewirbt. Der Augsburger Stadthistoriker Franz Häußler zeigt in seinem Buch "Wasserkraft in Augsburg" aber nicht nur die geschichtliche Dimension der Wasserkraftnutzung auf. Vielmehr stellt der Autor in diesem Werk mehr als 40 Augsburger Strom erzeugende Wasserkraftwerke vor - vom ersten, 1902 in Betrieb gegangenen Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau bis zu den in jüngster Zeit installierten Anlagen. An eine vergleichbare Aufgabe hat sich zuletzt 1905 Anton Werner gewagt. Dieser rechtskundige Magistratsrat der Stadt Augsburg regelte 30 Jahre lang die Rechtsverhältnisse bei der Nutzung von Werkkanälen durch die Triebwerksbesitzer. Es ist folglich durchaus angemessen, Franz Häußlers Buch "Wasserkraft in Augsburg" ein Jahrhundertwerk zu nennen. Herausgegeben wird "Wasserkraft in Augsburg" von den Stadtwerken Augsburg.

Autorentext

Ein Chronist der Stadt, der Trinkwasserversorgung und der Wasserkraftnutzung Franz Häußler ist seit dem Jahr 1955 Wahl-Augsburger. Er befasst sich schon seit Anfang der 1980er-Jahre in vielen hundert Zeitungs­beiträgen mit Augsburg. Im Lauf von Jahr­zehnten entwickelte sich Franz Häußler zum Spezialisten für die Stadt­historie. Dabei setzt er sich intensiv mit unterschied­l­ichsten Themenkomplexen auseinander. Die vor 35 Jahren begonnene "Sammlung Häußler" enthält circa 2000 Postkarten und weitere annähernd 10000 Motive zur Augs­burger Historie, unter anderem zu Themen wie Wassertechnik und Industriegeschichte. Fotografien, Stiche, Zeichnungen und Pläne dienen vor allem der Illustration von Zeitung­s­­­­beiträgen und Büchern zur Geschichte der Stadt - von den Römern bis zur jüngeren Vergangenheit.



Inhalt

Die Römermühle stand am Singoldkanal 10 Anno 1276 mahlen in Augsburg zehn Mühlen 14 Elias Holl: verantwortlich für die Gewässer 20 Ein Brunnenmeister dokumentierte den Wasserbau 26 "Kreiselräder": die Motoren der Industrie 32 Mühlräder und Turbinen "made in Augsburg" 36 Augsburgs Trinkwasser floss dank Wasserkraft 46 Wasserkraft: "Naturmotor" für Ökostrom 56 Drei Flüsse liefern Augsburgs "weiße Kohle" 62 1953: Pläne für ein Wasserkraftwerk Firnhaberau 66 "Wasserstrom" in Augsburg, in Deutschland und weltweit 70 Augsburgs ungewöhnliche Wasserkraft-Reserven 74 2015: Elektrizität aus 41 Wasserkraftwerken 82 Lech: "Lech-Strom" vom Hochablass für über 4500 Haushalte 86 Lech: Zwei Turbinen am Hochzoller Eisenbahnerwehr 92 Lech: Das Unterflur-Wasserkraftwerk am Wolfzahnauwehr 94 Lech: Die versteckte Turbine im Wehr beim Müllberg 96 Neubach: Drei Turbinen unter dem historischen Wasserwerk 98 Spitalbach: Der Bach trieb ab 1841 lediglich eine Wasserpumpe an 102 Stadtbach: Die Baumwollspinnerei am Stadtbach baute fünf Kraftwerke 106 Malvasierbach: Wasserkraft für das Stammwerk der Papierfabrik Haindl 110 Schäfflerbach: Augsburger Kammgarn-Spinnerei wurde zum Kultur-Speicher 114 Schäfflerbach: "Wassermotor" für eine Messingfabrik und eine Weberei 118 Schäfflerbach: Elektrizität aus "Klein Venedig" für 300 Haushalte 120 Proviantbach: Die einstige Energiequelle für das "Fabrikschloss" 122 Proviantbach: Erste Turbinen für die SWA kamen 1839 aus dem Elsass 124 Proviantbach: Die Baumwollspinnerei setzte konsequent auf Wasserkraft 128 Vereinigter Stadt- und Proviantbach: Strom von der Wolfzahnau für 7000 Haushalte 132 Vereinigter Hanrei-/Fichtelbach: Im Martini-Gewerbepark rotiert eine Wasserkraftschnecke 136 Fichtelbach: Sägemühle und Tabakfabrik nutzten den Fichtelbach 138 Vereinigter Hanrei-/Fichtelbach: Eine 227-PS-Turbine für die Baumwoll-Feinspinnerei 140 Der Lochbach: Lechwasser im früheren Quellbach 144 Lochbach: Clemens Martini begann mit einer Bleicherei bei Haunstetten 146 Lochbach: Von der Klostermühle zum Elektrizitätswerk 150 Lochbach: Von "Haunstetten-Textil" blieb nur das Lochbach-Kraftwerk 152 Lochbach: Von 1922 bis 1978 nutzte das Wasserwerk die Wasserkraft 156 Lochbach: Das Priesterseminar versorgt sich mit "grünem" Strom 158 Vorderer Lech: Die Pfladermühle - schon 1276 schriftlich erwähnt 160 Mittlerer Lech: Wasserkraftschnecke statt Turbine bei der Kresslesmühle 162 Von der Singold zum Senkelbach: Ein Flüsschen wurde um 1589 zum Kanal 166 Singold: Eine lange Mühlentradition endete mit einer Kunstmühle 170 Singold: Der Sägewerksbesitzer setzte 1946 eine Turbine ein 171 Singold: Das Hessing-Kraftwerk wurde im Jahr 2000 wiederbelebt 172 Singold: Erste Energiequelle der Nähfadenfabrik Göggingen 174 Wertach: Die Wertach-Stützschwelle erhielt 1983 eine Turbine 178 Wertach: Seit 2013 erzeugt "Pflichtwasser" in einem Pavillon Strom 180 Fabrikkanal: Ein Wehr in der Wertach füllt seit 1885 den Industriekanal 182 Wertachkanal: Städtisches Kraftwerk lieferte Strom für die Straßenbahn 184 Senkelbach: Bis 1588 trieb die Singold die Räder der Stadtmühle an 188 Senkelbach: Das alte Riedinger-Kraftwerk arbeitet mit moderner Technik 190 Senkelbach: Bomben trafen das Kraftwerk der Buntweberei Riedinger 192 Der Pferseer Brunnenbach: der Ursprung von Mühlbach und Hettenbach 196 Mühlbach: 27 PS für die Spinnerei und Buntweberei Pfersee 200 Mühlbach: Die Uhrfedernfabrik Eberle löste die Pferseer Mühle ab 202 Hettenbach: Die Turbine der Kunstmühle Kühn produziert "Ökostrom" 206 Hettenbach: Bei Zeuna-Stärker arbeitet nur noch das Kraftwerk 208 Klärwerk: Effizientes Energiemanagement bei der Abwasserverwertung 210 Innerer Stadtgraben: Ein Holzrad demonstriert die historische Wasserkraftnutzung 212 Literatur 214 Quellennachweis/Bildnachweis 216

Produktinformationen

Titel: Wasserkraft in Augsburg
Autor:
Editor:
EAN: 9783939645856
ISBN: 978-3-939645-85-6
Format: Fester Einband
Herausgeber: context verlag Augsburg
Genre: Maschinenbau
Anzahl Seiten: 216
Gewicht: 1203g
Größe: H287mm x B218mm x T22mm
Veröffentlichung: 22.12.2015
Jahr: 2015