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Umweltschutz und Staatsversagen

  • Kartonierter Einband
  • 292 Seiten
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Die Rede yom "Staats-oder Politikversagen" im Umweltschutz hat mittlerweile sprichwortlichen Charakter. In keinem andere... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Rede yom "Staats-oder Politikversagen" im Umweltschutz hat mittlerweile sprichwortlichen Charakter. In keinem anderen Politik feid scheint die Kluft zwischen Herausforderung und Bewattigung, Problemlage und Problemiosung, Handlungsansatzen und tatsachli cher Handlungspraxis so groB wie hier. Dies liegt nicht in erster Li nie daran, daB es an Erkenntnissen mangelte, wie eine umweltver tragliche Gestaltung der modernen Industriegesellschaft aussehen und auf welchem Wege man dorthin gelangen konnte -das Wissen hieriiber nimmt, bei aller bleibenden Unsicherheit im Blick auf die Komplexitat okologischer Wirkungszusammenhange, standig zu. Allein, so muB man sagen, fehit es der Umweltpolitik offensichtIich an politischer Durchsetzungsfahigkeit und Durchschiagskraft, und es laBt sich zeigen, daB diese Erscheinung gr06tenteils eine spezifische ist; sie falit -mit anderen Worten - im Bereich des Umweltschutzes starker ins Gewicht als in anderen Politikbereichen. Eine solche Feststellung mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, widerstreitet aber der dominanten Logik politikwissen schaftlicher Betrachtungsweisen insofern, als sie ein dijJerentielles Verstandnis von Politikversagen zu begriinden versucht, das statt der strukturellen Probleme eines -wie immer bezeichneten - Gesamtsy stems nunmehr vor aHem die speziellen Funktionsmangel einzelner Politikbereiche in den Blick nimmt. Aus dieser Warte sind es also zunachst einmal bestimmte Policy-Aspekte, die sich fUr die Perfor manz eines solchen Bereichs -in diesem Faile des Umweltschutze- als erklarungstrachtig erweisen.

Autorentext
Prof. Dr. Frank Decker lehrt Politikwissenschaft an der Universität Bonn.

Klappentext

Die Rede yom "Staats-oder Politikversagen" im Umweltschutz hat mittlerweile sprichwortlichen Charakter. In keinem anderen Politik­ feid scheint die Kluft zwischen Herausforderung und Bewattigung, Problemlage und Problemiosung, Handlungsansatzen und tatsachli­ cher Handlungspraxis so groB wie hier. Dies liegt nicht in erster Li­ nie daran, daB es an Erkenntnissen mangelte, wie eine umweltver­ tragliche Gestaltung der modernen Industriegesellschaft aussehen und auf welchem Wege man dorthin gelangen konnte -das Wissen hieriiber nimmt, bei aller bleibenden Unsicherheit im Blick auf die Komplexitat okologischer Wirkungszusammenhange, standig zu. Allein, so muB man sagen, fehit es der Umweltpolitik offensichtIich an politischer Durchsetzungsfahigkeit und Durchschiagskraft, und es laBt sich zeigen, daB diese Erscheinung gr06tenteils eine spezifische ist; sie falit -mit anderen Worten - im Bereich des Umweltschutzes starker ins Gewicht als in anderen Politikbereichen. Eine solche Feststellung mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, widerstreitet aber der dominanten Logik politikwissen­ schaftlicher Betrachtungsweisen insofern, als sie ein dijJerentielles Verstandnis von Politikversagen zu begriinden versucht, das statt der strukturellen Probleme eines -wie immer bezeichneten - Gesamtsy­ stems nunmehr vor aHem die speziellen Funktionsmangel einzelner Politikbereiche in den Blick nimmt. Aus dieser Warte sind es also zunachst einmal bestimmte Policy-Aspekte, die sich fUr die Perfor­ manz eines solchen Bereichs -in diesem Faile des Umweltschutze- als erklarungstrachtig erweisen.



Inhalt

Erster Teil: Konzeptioneller Aufriß.- I. Politologische Bezugspunkte der Regierbarkeitsproblematik.- 1. Das Legitimitätsproblem als Ausgangspunkt.- 2. Regierung, Staat und politisches System im begrifflichthematischen Kontext.- 3. Regierungsfahigkeit als Analysegegenstand.- 4. Politics-orientierte Theorien des Staats- und Politikversagens.- a) Unregierbarkeit der Demokratie.- b) Interventionsschwäche des Staates im kapitalistischen System.- c) Steuerungsresistenz hochentwickelter Gesellschaften.- 5. Anknüpfungspunkte einer materiellen Regierbarkeitstheorie.- II Bestandteile politikwissenschaftlicher Policy-Theorie.- 1. Materiell-normative Grundlegung.- 2. Eigenlogische Aspekte politischer Strukturen und Prozesse (Politics-determinative Begründung).- a) Problem-Struktur.- b) Problem-Relevanz.- c) PolicyStruktur.- d) Policy-Relevanz.- 3. Systemische Bestimmungsfaktoren materieller Politik (Policy-determinative Begründung).- 4. Verbindungslinien einer bereichsbezogenen Analyse.- Zweiter Teil: Umweltschutz als Politikfeld.- I. Materiell-normative Grundlegung.- 1. Umweltethische Prämissen.- 2. Ökologischer Werte- und Zielhorizont.- 3. Bedeutung und Konkretion des Vorsorgeprinzips.- 4. Anwendung des instrumenteilen Verursacherprinzips.- II. Policy-orientierte Analyse.- 1. Problem-Struktur.- a) Komplexität.- b) Merklichkeit.- 2. Problem-Relevanz.- a) Reichweite.- b) Einwirkung.- 3. Policy-Struktur.- a) Normierung.- b) Leistung.- 4. Policy-Relevanz.- a) Verteilung (übergreifend).- b) Verteilung (immanent).- Zusammenfassung und Schluß: Institutionelle Perspektiven der Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland (und darüber hinaus).

Produktinformationen

Titel: Umweltschutz und Staatsversagen
Untertitel: Eine materielle Regierbarkeitsanalyse
Autor:
EAN: 9783810012678
ISBN: 978-3-8100-1267-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Ökologie
Anzahl Seiten: 292
Gewicht: 377g
Größe: H211mm x B146mm x T22mm
Jahr: 1994
Auflage: 1994