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Der Spieler

  • Kartonierter Einband
  • 191 Seiten
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Die zentrale Thematik dieses 1866 erstmals erschienenen Romans kreist um zwei Pole: die zerstörerische Leidenschaft zum Spiel und ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die zentrale Thematik dieses 1866 erstmals erschienenen Romans kreist um zwei Pole: die zerstörerische Leidenschaft zum Spiel und die Qual einer komplizierten Liebesbeziehung. Zunächst will Aleksej Iwanowitsch am Spieltisch nur seine ruinöse Finanzlage verbessern, aber wie der berühmte Autor selbst erliegt er der Faszination des Rouletts. Als ihm schließlich seine heimliche Liebe Paulina ihre Zuneigung gesteht, kann er den eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen. Er verliert die Geliebte, die erkennt, dass sie gegen die "Poesie des Spiels" ohnmächtig ist.

Autorentext
Fjodor M. Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in St. Petersburg. 1849 wurde er wegen angeblich staatsfeindlicher Aktivität im Petraschewski-Kreis zum Tode verurteilt, dann zu vier Jahren Zwangsarbeit in Sibirien begnadigt. 1859 kehrte er nach St. Petersburg zurück. Elisabeth Markstein, geboren 1929 in Wien. Mittelschule in Moskau, Studium der Slawistik an den Universitäten Wien und Moskau, Doktoratsstudium am Dolmetschinstitut Wien. Ab 1966 Lehrtätigkeit an den Dolmetschinstituten und Instituten für Slawistik Wien, Innsbruck und Graz. 1975/76 Gastlektorin an der University of Texas in Austin. Themen: neuere russische Literatur, Kulturkunde, Übersetzungspraxis und literarisches Übersetzen am Dolmetschinstitut Wien. Staatspreis für Übersetzung 1989. Auszeichnungen für Übersetzungen russischer Autoren wie Wassilij Grossman (»Leben und Schicksal«) und Alexander Solschenizyn (»Archipel Gulag«).

Klappentext

Eine verwickelte Intrige um Liebe und Spiel; die Erregungen des Glückspiels, geschildert nach eigenen Erlebnissen an Wiesbadener Roulettetischen und im Kasino von Baden-Baden.

Der Roman - Dostojewskij diktierte ihn 1866 in äußerster finanzieller Bedrängnis innerhalb von vier Wochen, als das Vorschußhonorar bereits verspielt war! - nimmt vor allem durch die Unmittelbarkeit der Darstellung und die Atemlosigkeit seiner Handlung gefangen.



Leseprobe

Endlich bin ich nach zwei Wochen Abwesenheit wieder zurück. Die Unsrigen waren schon drei Tage in Roulettenburg. Ich glaubte, sie hätten weiß Gott wie auf mich ewartet - weit gefehlt. Der General tat äußerst unbeteiligt, ließ sich zu einem kurzen Gespräch herab und verwies mich an seine Schwester. Es war offensichtlich, daß sie irgendwo Geld ergattert hatten. Mir kam es sogar vor, als schämte sich der General ein wenig mich anzusehen Maria Filipowna war überaus beschäftigt und beschränkte sich auf ein paar flüchtige Worte; das Geld nahm sie allerdings an, zählte nach und lauschte meinem Rapport. Zum Mittagessen wurde Mesenzow erwartet, dazu ein Französlein und noch irgendein Engländer; die übliche Moskauer Lebensart: kaum ist Geld im Haus, werden Gäste geladen. Polina Alexandrowna fragte, als sie mich erblickte, warum ich so lange fortgeblieben sei, und ging, ohne die Antwort abzuwarten, davon. 's ist wirklich Zeit, daß wir uns aussprechen. Vielerlei hat sich angehäuft.

Man gab mir ein kleines Zimmer im vierten Stock des Hotels. Es ist hierorts bekannt, daß ich zur Gefolgschaft des Generals gehöre. Alles deutet darauf hin, daß es ihnen allemal gelungen ist, sich ins richtige Licht zu setzen. Man hält den General für einen steinreichen russischen Magnaten. Noch vor dem Mittagessen versäumte er nicht, mir neben anderen Aufträgen zwei Tausendfrancscheine zum Wechseln zu geben. Ich wechselte sie in der Hotelrezeption. Von nun an werden wir als Millionäre gelten, zumindest eine Woche lang. Ich war im Begriff, Mischa und Nadja zu einem Spaziergang auszufahren, da rief man mich von der Treppe zum General zurück; es beliebte ihm, sich zu erkundigen, wohin ich mit ihnen ginge. Dieser Mensch vermag mir ganz entschieden nicht in die Augen zu sehen; sosehr er es auch möchte - ich

Produktinformationen

Titel: Der Spieler
Untertitel: Aus den Aufzeichnungen eines jungen Mannes
Übersetzer:
Autor:
Editor:
EAN: 9783150021286
ISBN: 978-3-15-002128-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Reclam
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 191
Gewicht: 94g
Größe: H147mm x B96mm x T10mm
Jahr: 2011
Land: DE

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