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Figurationen sozialer Macht

  • Kartonierter Einband
  • 296 Seiten
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Die vorliegende Studie beruht auf einer Forschungsarbeit, die von der Deut schen Forschungsgemeinschaft gefördert und am Soziologi... Weiterlesen
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Beschreibung

Die vorliegende Studie beruht auf einer Forschungsarbeit, die von der Deut schen Forschungsgemeinschaft gefördert und am Soziologischen Seminar der Universität Göningen durchgeführt wurde. Beiden Institutionen danken wir für die Unterstützung. Dank schulden wir auch allen Informanten im Feld, die uns bereitwillig Auskunft gegeben oder unabsichtlich ihre Machtspiele vorge führt haben. Besonders dankbar sind wir Walter Girschner, der frühere Fassungen des Manuskripts kritisch kommentiert hat. Seine Projektleitung zeichnete sich durch die Abwesenheit jeglicher Macht und immer hilfreiche Unterstützung aus. Angelika Mauterodt-Schnell war an der Erhebung und Interpretation der empirischen Daten beteiligt. Das Kapitel 11. wurde von Rainer Paris, die Kapitel III. und IV. von Wolf gang Sofsky geschrieben, der auch das gesamte Vorhaben konzipiert hat. Diese Arbeitsteilung berührt nicht unsere gemeinsame Verantwortung für die gesamte Studie. Göuingen / Berlin im Juli 1990 Wolfgang Sofsky Rainer Paris 7 I. Einleitung: Macht und Organisation Niemand hat Macht für sich allein. Macht entsteht, wenn Menschen aufeinan der treffen und zusammen handeln, und sie verschwindet, sobald sie sich wie der zerstreuen. Die sicherste Methode, Macht zu verhindern, ist die Auflö sung der Gesellschaft. Denn Macht ist stets soziale Macht. Der Wille des ei nen ist das Tun des anderen. Jemand hat Macht, weil er Macht über andere hat, weil er ihnen seinen Willen aufzwingen kann. Die einzige Bedingung, die für die Entstehung von Macht unerläßlich ist, ist die Existenz eines sozialen Zusammenhangs. Macht gibt es nur, wo Menschen sich zueinander verhalten, wo sie gemeinsam arbeiten, miteinander sprechen oder einander bekämpfen.

Autorentext
Wolfgang Sofsky, geboren 1952, lehrte als Professor für Soziologie an den Universitäten Göttingen und Erfurt. Seit 2001 arbeitet er als Privatgelehrter, Autor und politischer Kommentator. 1993 erhielt er den "Geschwister-Scholl-Preis" und 2015 wurde Wolfgang Sofsky mit dem "Holbachpreis" ausgezeichnet. Seine Bücher wurden vielfach übersetzt. Seine Essays sind regelmäßig in der deutschsprachigen Presse zu lesen und im Rundfunk zu hören.

Klappentext

Die vorliegende Studie beruht auf einer Forschungsarbeit, die von der Deut­ schen Forschungsgemeinschaft gefördert und am Soziologischen Seminar der Universität Göningen durchgeführt wurde. Beiden Institutionen danken wir für die Unterstützung. Dank schulden wir auch allen Informanten im Feld, die uns bereitwillig Auskunft gegeben oder unabsichtlich ihre Machtspiele vorge­ führt haben. Besonders dankbar sind wir Walter Girschner, der frühere Fassungen des Manuskripts kritisch kommentiert hat. Seine Projektleitung zeichnete sich durch die Abwesenheit jeglicher Macht und immer hilfreiche Unterstützung aus. Angelika Mauterodt-Schnell war an der Erhebung und Interpretation der empirischen Daten beteiligt. Das Kapitel 11. wurde von Rainer Paris, die Kapitel III. und IV. von Wolf­ gang Sofsky geschrieben, der auch das gesamte Vorhaben konzipiert hat. Diese Arbeitsteilung berührt nicht unsere gemeinsame Verantwortung für die gesamte Studie. Göuingen / Berlin im Juli 1990 Wolfgang Sofsky Rainer Paris 7 I. Einleitung: Macht und Organisation Niemand hat Macht für sich allein. Macht entsteht, wenn Menschen aufeinan­ der treffen und zusammen handeln, und sie verschwindet, sobald sie sich wie­ der zerstreuen. Die sicherste Methode, Macht zu verhindern, ist die Auflö­ sung der Gesellschaft. Denn Macht ist stets soziale Macht. Der Wille des ei­ nen ist das Tun des anderen. Jemand hat Macht, weil er Macht über andere hat, weil er ihnen seinen Willen aufzwingen kann. Die einzige Bedingung, die für die Entstehung von Macht unerläßlich ist, ist die Existenz eines sozialen Zusammenhangs. Macht gibt es nur, wo Menschen sich zueinander verhalten, wo sie gemeinsam arbeiten, miteinander sprechen oder einander bekämpfen.



Inhalt

Vorbemerkung.- I. Einleitung: Macht und Organisation.- II. Autorität.- 1. Die Struktur der Autorität.- 2. Autoritätstypen in Organisationen.- 2.1. Amtsautorität.- 2.2. Sachautorität.- Fallstudie: Anweisungen ohne Anweisung.- 2.3. Organisationsautorität.- Fallstudie: Alternative Geschäftsführung.- 2.4. Funktionsautorität.- 2.5. Charisma.- 3. Autoritätsprozesse.- 3.1. Aufbau und Reproduktion.- Fallstudie: Die Arbeitsbesprechung.- 3.2. Zerfall.- III. Stellvertretung.- 1. Die Struktur der Stellvertretung.- 2. Vertretungsmuster.- 3. Verselbständigung.- 3.1. Die Organisation der Stellvertretung.- 3.2. Regelstrukturen.- Fallstudie: Betriebsverfassung und Delegationsregeln.- 4. Das Publikum.- Fallstudie: Der oppositionelle Betriebsrat.- 5. Die Rhetorik der Repräsentation.- 6. Transformationen.- 7. Revolution.- IV. Koalition.- 1. Die Struktur der Koalition.- 2. Koalitionstypen.- Fallstudie: Der Streit um die Druckfarbe.- 3. Koalitionsbildung.- 3.1. Kontaktlinien und Kanalarbeit.- 3.2. Verschiebungen im Machtfeld.- Fallstudie: Partizipation zwischen Reform und Hierarchie.- 3.3. Gemeinsamkeiten.- Fallstudie: Unternehmen COSA oder: Der unendliche Marsch der Allparteienkoalition.- 3.4. Normative Strukturen.- 3.5. Anlässe und Themenarbeit.- 4. Stabilität und Zerfall.- 4.1. Gefahren.- 4.2. Maßnahmen.- 4.3. Das Ende.- Literatur.

Produktinformationen

Titel: Figurationen sozialer Macht
Untertitel: Autorität - Stellvertretung - Koalition
Schöpfer:
EAN: 9783322972187
ISBN: 978-3-322-97218-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 296
Gewicht: 386g
Größe: H210mm x B148mm x T16mm
Jahr: 2012
Auflage: Softcover reprint of the original 1st ed. 1991