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Was ist Afrika?

  • Kartonierter Einband
  • 236 Seiten
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Seit mehr als 40 Jahren streiten afrikanische Philosophen über die Frage, ob es eine afrikanische Philosophie gibt. Obwohl die Fra... Weiterlesen
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Beschreibung

Seit mehr als 40 Jahren streiten afrikanische Philosophen über die Frage, ob es eine afrikanische Philosophie gibt. Obwohl die Frage noch nicht endgültig beantwortet ist, scheint sich in letzter Zeit ein Konsens etabliert zu haben, der darauf hinaus läuft, "Afrika" als eine Erfindung der von Europäern bestimmten intellektuellen und rationalen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand "Afrika" darzustellen. Dieser Konsens wird in diesem Buch in Frage gestellt und darüber hinaus zugunsten einer wissenssoziologischen Analyse relativiert, die "Afrika" und die "Moderne" in einen funktionalen Zusammenhang bringt. Dabei wird "Afrika" als intellektuelles Konstrukt und die "Moderne" als Selbstthematisierung eines gesellschaftlich-kulturellen Komplexes begriffen. Unter dieser Voraussetzung ist "Afrika" erst Ergebnis der von Intellektuellen getragenen Moderne. Somit stellt das Buch einen Versuch dar, eine kultursoziologisch strukturierte Geschichte des modernen Konstrukts "Afrika" aufzuzeichnen, die sowohl von der Genese und Abfolge der damit gegebenen Ideen- und Wertkomplexe als auch vom Nachweis ihres Verhältnisses zum Wandel historischer und gesellschaftlicher Konstellationen handelt. Als methodisch-konzeptuelle Instrumentarien werden Karl Mannheims Wissenssoziologie und Max Webers Kultur- und Religionssoziologie eingesetzt. Erstere, um die Verankerung des Konstrukts "Afrika" im gesellschaftlich-historischen "Sein" und in existentiellen Lagen vorzunehmen, letztere, um jene langfristigen Umstrukturierungsprozesse zu verdeutlichen.

Klappentext

Seit mehr als 40 Jahren streiten afrikanische Philosophen über die Frage, ob es eine afrikanische Philosophie gibt. Obwohl die Frage noch nicht endgültig beantwortet ist, scheint sich in letzter Zeit ein Konsens etabliert zu haben, der darauf hinaus läuft, "Afrika" als eine Erfindung der von Europäern bestimmten intellektuellen und rationalen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand "Afrika" darzustellen. Dieser Konsens wird in diesem Buch in Frage gestellt und darüber hinaus zugunsten einer wissenssoziologischen Analyse relativiert, die "Afrika" und die "Moderne" in einen funktionalen Zusammenhang bringt. Dabei wird "Afrika" als intellektuelles Konstrukt und die "Moderne" als Selbstthematisierung eines gesellschaftlich-kulturellen Komplexes begriffen. Unter dieser Voraussetzung ist "Afrika" erst Ergebnis der von Intellektuellen getragenen Moderne. Somit stellt das Buch einen Versuch dar, eine kultursoziologisch strukturierte Geschichte des modernen Konstrukts "Afrika" aufzuzeichnen, die sowohl von der Genese und Abfolge der damit gegebenen Ideen- und Wertkomplexe als auch vom Nachweis ihres Verhältnisses zum Wandel historischer und gesellschaftlicher Konstellationen handelt. Als methodisch-konzeptuelle Instrumentarien werden Karl Mannheims Wissenssoziologie und Max Webers Kultur- und Religionssoziologie eingesetzt. Erstere, um die Verankerung des Konstrukts "Afrika" im gesellschaftlich-historischen "Sein" und in existentiellen Lagen vorzunehmen, letztere, um jene langfristigen Umstrukturierungsprozesse zu verdeutlichen.



Inhalt

Inhaltsübersicht: Einleitung: Der Streit aus der Sicht der Soziologie - Struktur der Untersuchung - I. Teil: Wissenssoziologie und der Streit um die afrikanische Philosophie: A. Die Relevanz von Karl Mannheims Wissenssoziologie: Soziologie in der Moderne - Afrika als moderner Begriff - Die Struktur der Moderne nach K. Mannheim - Wie soziologisch ist die Frage "Was ist Afrika?" - Die Konstruktion einer afrikanischen Wirklichkeit - Kurze Zusammenfassung - B. Afrika als historischer Prozeß: Exkurs über soziales Handeln und Historizität: Zur Geschichtlichkeit Afrikas - Grenzen der Darstellung der Geschichte des Begriffes "Afrika" - II. Teil: Die gesellschaftliche Konstruktion Afrikas: A. Die Erfindung Afrikas: Methodische Fragen - Afrika als Ideencharisma - Die Träger des Ideencharismas - B. Die Veralltäglichung "Afrikas": Afrika als Schicksals- und Wertegemeinschaft - Die gesellschaftliche Konstruktion einer afrikanischen Wirklichkeit - C. Die Versachlichung "Afrikas": Die sozialen Bedingungen der Versachlichung - Die Suche nach einer legitimierenden afrikanischen Kultur - Konsolidierung einer afrikanischen Wirklichkeit - III. Teil: Die Ästhetik der afrikanischen Moderne: A. Gibt es eine Soziologie der afrikanischen Intellektuellen?: Einführung in die Soziologie der afrikanischen Intellektuellen - Die Interpretation des Streits um die afrikanische Philosophie - Kurze Zusammenfassung - B. Der Kulturkonflikt um die Bedeutung Afrikas: Soyinkas Verteidigung seines Theaterstückes - Der Marxismus von Aquino de Bragança - C. Zeit und Raum in der Soziologie: Zeit und Raum in der soziologischen Theorie - Exkurs: Die Konstruktion eines schwarzamerikanischen Raumes - Zeit und Raum in der Wissenssoziologie - D. Zeit und Raum in der Konstruktion Afrikas: Über die Historizität sozialer Gebilde - Exkurs über die Möglichkeit einer afrikanischen Geschichte - Die Historisierung der afrikanischen Vergangenheit - IV. Teil: Kultursoziologie eines modernen Konstrukts: A. Der Zusammenhang von Afrikanistik, Identität und Antimoderne: Analytische Aspekte - Afrikas Selbstreproduktion - B. Schlußbemerkungen: Was ist Afrika? - Literaturverzeichnis - Personen- und Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Was ist Afrika?
Untertitel: Zur Geschichte und Kultursoziologie eines modernen Konstrukts
Autor:
EAN: 9783428097104
ISBN: 978-3-428-09710-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 236
Gewicht: 320g
Größe: H233mm x B157mm x T18mm
Jahr: 1999
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