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Gruppenanalyse

  • Kartonierter Einband
  • 208 Seiten
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Die Uberlegungen, die Bion v. a. in seinem Hauptwerk "Erfahrungen in Gruppen" ansteUt, sind oft schwerverstandlich. Etwa... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Uberlegungen, die Bion v. a. in seinem Hauptwerk "Erfahrungen in Gruppen" ansteUt, sind oft schwerverstandlich. Etwas weniger verwirrend sind die Texte, wenn man sie als aufeinanderfolgende Versuche Bions betrachtet, seine Erfahrungen in Gruppen begrifflich zu fassen (vgl. Sherwood 1964, S. 114). In einer 1. Formulierung, die er in den ersten beiden Papieren seiner Schrift versucht (Bion 1971, S. 20-42) , geht es Bion darum, die Prozesse in Gruppen mit den Begriffen "Bediirfnisse der Individuen", "Gruppenmentalitat" und "Gruppen kultur" zu erfassen (vgl. Abschn. I dieser Arbeit). Der 2., nach Sherwoods Auffassung wichtigste, Formulierungsversuch ist in den Papieren 3-7 enthalten, in denen Bion seine Theorie der Grundannabmengruppe entwickelt (S. 42-101). In einem 3. Anlauf versucht Bion schlieBlich, seine Theorie der Grundannahmen in Gruppen zu verkniipfen mit theoretischen Vorstellungen von S. Freud und M. Klein. Diese Oberlegungen sind in dem Papier iiber Gruppendynamik enthalten (S. 102-141). Ich bin mit Sherwood der Auffassung, daB der 2. Formulierungsversuch Bions der ausgereifteste ist. 1m Gegensatz zu ihm meine ich allerdings, daB der 3. Versuch mehr ist als ein auBerliches Bemiihen Bions, seine Erfahrungen mit Konzepten der psychoanalytischen Theorie zu verkniipfen (Sherwood 1964, S. 122). Gerade seine Ausfiihrungen iiber die Ahnlichkeit bestimmter Phiinomene in stark regredierten Gruppen mit friihkindlichen psychischen Ablaufen, wie sie M. Klein beschreibt, soUten sorgfiiltig analysiert und nachgepriift werden.

Autorentext
Dr. Dieter Sandner ist niedergelassener Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in München; "Habilitation für Psychologie mit besonderer Berücksichtigung der Psychoanalyse" an der Universität Klagenfurt. Im Studienjahr 2012/13 ist er Gastprofessor für Gruppentherapie und Gruppenanalyse an der Universität Klagenfurt. Seit einigen Jahrzehnten hat er vielfache Lehraufträge für Gruppenpsychologie, Sozialpsychologie, Tiefenpsychologie, Klinische Psychologie, Psychoanalyse und Kulturpsychologie an den Universitäten München, Innsbruck und Klagenfurt. Seine Arbeitsgebiete und Schwerpunkte sind Theorie und Praxis der Gruppentherapie bzw. Gruppenanalyse (hierzu über 50 Publikationen), psychoanalytische Sozial- und Kulturpsychologie, Depression und Gesellschaft, Borderline-Störung und Gesellschaft, Seminare über schwere psychische Störungen (schwere Depressionen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, schizophrene Psychosen) und die gemeinsame Behandlung von neurotischen und psychotischen Patienten in Gruppen. Weiterbildung in Psychoanalyse und Gruppenanalyse für Ärzte und Diplompsychologen seit 1990 an mehreren psychoanalytischen Instituten in München.

Klappentext

Die Uberlegungen, die Bion v. a. in seinem Hauptwerk "Erfahrungen in Gruppen" ansteUt, sind oft schwerverstandlich. Etwas weniger verwirrend sind die Texte, wenn man sie als aufeinanderfolgende Versuche Bions betrachtet, seine Erfahrungen in Gruppen begrifflich zu fassen (vgl. Sherwood 1964, S. 114). In einer 1. Formulierung, die er in den ersten beiden Papieren seiner Schrift versucht (Bion 1971, S. 20-42)*, geht es Bion darum, die Prozesse in Gruppen mit den Begriffen "Bediirfnisse der Individuen", "Gruppenmentalitat" und "Gruppen­ kultur" zu erfassen (vgl. Abschn. I dieser Arbeit). Der 2., nach Sherwoods Auffassung wichtigste, Formulierungsversuch ist in den Papieren 3-7 enthalten, in denen Bion seine Theorie der Grundannabmengruppe entwickelt (S. 42-101). In einem 3. Anlauf versucht Bion schlieBlich, seine Theorie der Grundannahmen in Gruppen zu verkniipfen mit theoretischen Vorstellungen von S. Freud und M. Klein. Diese Oberlegungen sind in dem Papier iiber Gruppendynamik enthalten (S. 102-141). Ich bin mit Sherwood der Auffassung, daB der 2. Formulierungsversuch Bions der ausgereifteste ist. 1m Gegensatz zu ihm meine ich allerdings, daB der 3. Versuch mehr ist als ein auBerliches Bemiihen Bions, seine Erfahrungen mit Konzepten der psychoanalytischen Theorie zu verkniipfen (Sherwood 1964, S. 122). Gerade seine Ausfiihrungen iiber die Ahnlichkeit bestimmter Phiinomene in stark regredierten Gruppen mit friihkindlichen psychischen Ablaufen, wie sie M. Klein beschreibt, soUten sorgfiiltig analysiert und nachgepriift werden.



Inhalt

Auf dem Wege zu einer wissenschaftlich fundierten und gesellschaftlich engagierten Gruppenanalyse.- Theorie.- 1. Die analytische Theorie der Gruppe von W. R. Bion.- 2. Der Beitrag von S. H. Foulkes zur Entwicklung einer analytisch fundierten Gruppendynamik.- 3. Walter Schindlers Beitrag zur gruppenanalytischen Theorie und Technik.- 4. Modellüberlegung zur psychischen Dynamik in analytischen Gruppen.- 5. Theoriebildung in der Gruppenanalyse. Gegenwärtiger Stand und Perspektiven.- 6. Analyse der Gruppe als Ganzes - eine umstrittene Perspektive.- Praxis.- 7. Selbsterfahrung und Schulung psychosozialer Kompetenz in psychoanalytischen Gruppen.- 8. Zur Psychodynamik in Arbeitsgruppen - ein Beitrag zur Theorie der angewandten Gruppendynamik.- 9. Zur Psychodynamik von Schizophrenen in analytischen Gruppen mit Psychotikern und Neurotikern.- 10. Gruppenanalyse in der Klinik mit Psychotikern und anderen schwer gestörten Patienten.- Forschung.- 11. Zur Methodologie der Erforschung des Gruppenprozesses in der analytischen Gruppentherapie.- 12. Begründung und Darstellung eines hermeneutischen Verfahrens zur Erfassung des Beziehungsgeschehens in der analytischen Gruppenpsychotherapie (Gruppenanalyse).- 13. Zur Wechselwirkung von Theorie, Praxis und Forschungsmethode bei der Erforschung des Prozesses in der analytischen Gruppenpsychotherapie (Gruppenanalyse).- Gesellschaftliche Bezüge der Gruppenanalyse.- 14. Über die Schwierigkeit, kollektive Widerstände zu bearbeiten. Kritische Anmerkungen zu den Protokollen der Arbeitskreise der 8. Arbeitstagung des DAGG.- 15. Psychologische und soziologische Überlegungen zur Sozialisation des Gruppenanalytikers.- Quellennachweise der einzelnen Aufsätze.

Produktinformationen

Titel: Gruppenanalyse
Untertitel: Theorie, Praxis, Forschung
Autor:
EAN: 9783540165873
ISBN: 978-3-540-16587-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Angewandte Psychologie
Anzahl Seiten: 208
Gewicht: 369g
Größe: H244mm x B170mm x T11mm
Jahr: 1986