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Der kranke Mensch

  • Kartonierter Einband
  • 424 Seiten
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Dienst am Menschen Der Arzt greift mit seinen Entscheidungen oft sehr wesentlich in das Leben eines Menschen ein. Was berechtigt i... Weiterlesen
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Beschreibung

Dienst am Menschen Der Arzt greift mit seinen Entscheidungen oft sehr wesentlich in das Leben eines Menschen ein. Was berechtigt ihn dazu? Woher nimmt er die Maßstäbe, um die Gesundheitsgefährdung und das Krank heitsverhalten eines Menschen richtig beurteilen zu können? Woher weiß er, womit dem Kranken in einer bestimmten Situation am be sten gedient ist? Dazu sind Kenntnisse in Anatomie und Physiologie keinesfalls ausreichend, auch wenn sie durch Sachwissen in Psychologie und Soziologie ergänzt werden. Handlungsfähig wird ein Arzt erst dann, wenn er sein Detailwissen aufgrund einer umfassenden Gesamtvor stellung vom Menschen einordnen und aktivieren kann. Erst wenn er ein zutreffendes Bild vom Menschen besitzt, kann er den Kran ken richtig verstehen und ihm wirksam helfen. Wie aber kann sich ein Arzt ein allgemeines Bild vom Menschen verschaffen? Dies ist besonders schwierig in einer Zeit, in der nach zwei infernalischen Weltkriegen das bis dahin gültige einheitliche christlich-humanistische Menschenbild sehr weitgehend demontiert worden ist. Wie soll ein Medizinstudent zu einem klaren Bild vom Menschen gelangen? Allzuviel Spezialwissen verstellt ihm den Blick auf das Wesentliche. Er wird zwar in viele Einzelwissenschaften eingeführt, aber das Schwierigste überläßt man ihm allein: ohne Anleitung soll er die Fülle der Details zu einem sinnvollen Mosaikbild zusammen setzen. Ist es somit verwunderlich, wenn er sich notgedrungen auf das Anschauliche, auf ein reines Körperbild beschränkt? Zwar ver sucht er psychologische und soziologische Aspekte einzubringen.

Inhalt

- Warum braucht der Arzt ein neues Bild vom Menschen?.- Das Menschenbild des Hausarztes.- Ein neues Bild vom Patienten.- 1 Der kranke Mensch.- 1.1 Der ganze Mensch wird krank.- Krankheit betrifft die menschliche Erlebnisebene.- Warum wird der Mensch krank?.- Begegnung in der menschlichen Dimension.- Der Zugang zum ganzen Menschen.- Paradigmawechsel der Krankenbehandlung.- 1.2 Wer ist gesund - wer ist krank?.- Legaldefinition von Gesundheit und Krankheit.- Entscheidungsgründe.- Der Krankenstand.- Seelische Krankheit.- Die "bedingte Gesundheit".- 1.3 Der kranke Mensch in Geschichte und Literatur.- Kontinuität und Veränderung.- Antike und Mittelalter.- Neuzeit.- Gegenwart und Ausblick.- 2 Das Menschenbild der Medizin.- 2.1 Der gläserne Mensch.- Das Menschenbild der Gegenwart und der Zukunft.- Optisch durchschaubar!.- Spezialisierung erfordert integrierende Gegengewichte.- Das Gesamtbild bestimmt die Bedeutung der Einzelheiten.- Der Leistungsbedarf der Patienten in der menschlichen Dimension.- 2.2 Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaften in der Medizin.- Rückblick auf die physiologische Tradition.- Begrenzte Ressourcen.- Grenzen der äußeren Welterfahrung (naturwissenschaftlich-objektive Sicht).- Grenzen der inneren Welterfahrung (anthropologisch-subjektive Sicht).- Möglichkeiten und Grenzen der naturwissenschaftlichen Medizin.- Der Kranke ist ein einmaliges Individuum.- 2.3 Wege zu einem ganzheitlichen Verständnis des Kranken.- Wunsch nach Ganzheit - Krise und Chance der Medizin.- Drei Internisten als Wegbereiter anthropologischer Medizin.- Viktor von Weizsäcker als Begründer der Medizinischen Anthropologie.- Anthropologisch orientierte und ganzheitliche Medizin in den letzten Jahrzehnten.- Ganzheitliche Orientierung des Hausarztes - eine Hoffnung der Patienten.- 3 Leitlinien für eine allgemeine Lehre vom kranken Menschen.- 3.1 Im Kampf um das Menschenbild.- Ordnungsfaktoren in den Lebensvorgängen.- Gesellschaft und Tradition garantieren die menschliche Existenz.- Künstliche Lebensformen.- Verschränkung von Naturtrieb und Domestikation.- Kampf um die Freiheit der Kulturform.- 3.2 Orientierung an der Evolution.- Chancen einer evolutionären Anthropologie.- Erfolg durch Evolutionsstrategie.- Evolutionär stabile Strategie.- Der Mensch als Ergebnis der Evolution.- Der Mensch als Schöpfer der Evolution.- 3.3 Integrierende Konzepte.- Alles ist machbar!?.- Dreifacher Widerspruch.- Integrierende Modellvorstellungen.- Ein umfassendes Konzept.- Der interaktionelle Prozeß.- 3.4 Wie bewältigt der Mensch die Probleme der individuellen und soziokulturellen Entwicklung?.- Selektion als innere und äußere Notwendigkeit.- Herausforderung durch kulturellen und gesellschaftlichen Wandel.- Ausbau des Bestehenden.- Die evolutive Verhaltensstrategie.- Ungleichgewichte als Antriebskräfte und Entwicklungschancen.- Vom Umgang mit Ungleichgewichten.- Bessere Nutzung biologischer Systemeigenschaften.- 3.5 Das patientorientierte Denken als Leitlinie.- Wie kann eine einseitig krankheitsorientierte Sicht vermieden werden?.- Jeder Arzt arbeitet patientorientiert, wo liegt der Unterschied zum Hausarzt?.- Schematismus versus Individualtherapie.- Problemlösungsverhalten im Alltag.- Das patientorientierte Konzept der Aligemeinmedizin.- 4 Der Mensch und seine Gesundheitsgefährdung.- 4.1 Die Natur des Menschen aus der Sicht der Verhaltensbiologie.- Wie entstehen menschliche Bindungen?.- Erkunden, Spielen, Nachahmen.- Verhaltenssteuerung.- Lernanreize und Lernfähigkeit.- Aggressivität.- Menschliche Entscheidungsfreiheit.- 4.2 Gefährdung durch innere und äufßere Faktoren.- Die möglichen Gruppen der Krankheitsursachen.- Risiken.- Risiko und Auslöser.- Auslösemechanismen.- Die nosologischen Konzepte der Schulmedizin.- 4.3 Ziele, Werte, Transzendenz und Gesundheit.- Grenzzustände.- Seelische Grundstimmungen.- Hoffnung und Erwartung.- Anti-Risikofaktor: Transzendenz.- Sinn des Lebens.- 4.4 Alter - Krankheit - Tod; demographische Merkmale des Mensehen.- Begrenzung des menschlichen Lebens.- "Kompression" von Mortalität.- "Kompression" von Morbidität.- "Gesunder" Bevölkerungsaufbau.- Alter und Gesundheit.- 5 Die Individualität des Menschen und der Krankheit.- 5.1 Die Vielfalt der Individuen.- Gene und UmweIt als Determinanten.- Die relative Einfalt menschlicher Reaktionen und die Typologie.- Individuelle Reaktionen auf Noxen und Pharmaka.- Die Individualität der Krankheit hebt die Typologie der Krankheit nicht auf.- Die Homogenität menschlicher Schicksale darf nieht übersehen werden.- 5.2 Die Individualität der Krankheit.- Variationen der Krankheitsformen.- Die individuelle Form des Krankheitsverlaufs.- 5.3 Lebensereignisse und Krankheit.- 5.4 Persönlichkeitsprägung und Deprivation als Krankheitsursache.- 5.5 Persönlichkeitsprägung durch die Familie - Übernahme erworbener Muster.- Persönlichkeit.- Veranlagung.- Die Familie.- Zirkuläre Kausalität der Krankheit.- Der Hausarzt als Familienarzt.- 5.6 Zur Diagnostik der Individualität des Kranken und seiner Familie.- Läßt sich Individualität erfassen?.- Der Hausarzt - Spezialist für die Individualität des Patienten.- Hinweise zur Diagnostik der Patientenindividualität.- Zur Familiendiagnostik des Hausarztes.- 6 Krankheit und ihre Bewältigung.- 6.1 Grundformen menschlichen Krankseins.- Die Lehre von den allgemeinen Krankheitsbedingungen.- Grunderfahrungen des Krankwerdens.- Fünf Grundformen menschlichen Leidens.- Gegenseitige Wahmehmung spezifischer Leidensformen.- 6.2 Der Umgang des Kranken mit der Krankheit.- Subjektivitat und Lebenssituation.- Coping und Copingstruktu.- Wahmehmung, Beurteilung, Verhalten.- Bewertung von Krankheit.- Einstellung zum Arzt.- Leben mit der Krankheit.- Einflußfaktoren.- Folgerungen für die Praxis.- Perspektiven.- 6.3 Bewältigung von chronischer Krankheit.- Bewältigung von Krankheit als auto- und alloplastische Anpassung.- Krankheitsbewältigung als Auseinandersetzung mit dem Problem der Entwicklungsregression.- Krankheit und die Mobilisierung von regressiven Ängsten.- 6.4 Selbst- und Laienhilfe in der prämedizinischen Phase.- Verhältnis von Selbsthilfe und arztlicher Behandlung im Gesundheitswesen.- Gesundheitsselbsthilfe als Voraussetzung für wirksame ärztliche Behandlung.- Formen und Intensitat der Gesundheitsselbsthilfe.- Unterstützung durch verschiedene Bezugspersonen.- Mangel an Selbsthilfe(erfahrung) als Versorgungsproblem.- Motive und Einstellungen zur Inanspruchnahme ärztlicher Behandlung.- 7 Der Kranke, der Arzt und das Gesundheitswesen.- 7.1 Wie reagiert der Arzt? Sozialisation der Betroffenheit des Arztes.- Erwartung des Patienten.- Der Hausarzt als Stabilisator und Integrator.- Persönliche Zuwendung.- 7.2 Ärztliche Versorgung von Gesunden und Kranken.- Gesamtaspekt der Krankenversorgung.- Das Hausarztprinzip.- Prävention in der hausarztlichen Praxis.- Koordination der Behandlungsformen.- Hausärztliche Diagnostik.- Hausärztliche Therapie.- Soziale Hilfen durch den Hausarzt.- Der Hausarzt ist zugleich Familienarzt.- 7.3 Der Hausarzt als ärztliche Bezugsperson.- Arbeitsteilige Gliederung der ärztlichen Versorgung.- Warum braucht der Patient einen Hausarzt?.- Ist der Aligemeinarzt die geeignete Bezugsperson?.- 7.4 Die Biographie als integrierender Faktor.- Leitlinie: Subjektive Wahrscheinlichkeiten.- Integration durch Sinnstiftung.- Fallbeispiel ohne überzeugende Struktur.- Sichtung der Lebensgeschichte.- Versionen des Lebensprozesses.- 7.5 Die integrierende Funktion des Hausarztes.- Integration ist zwingend notwendig.- Integration als fachspezifische Funktion der Aligemeinmedizin.- In welchen Bereichen integriert der Hausarzt?.- 7.6 Entspricht die Nachfrage des Patienten seinem objektiven Bedarf?.- Bedürfnisse unbegrenzt.- Wie groß ist der Bedarf?.- Bedarfsfeststellung durch den Hausarzt.- Beeinflussung der Nachfrage?.- 8 Die Patient-Arzt-Beziehung.- 8.1 Die Patient-Hausarzt-Beziehung.- Rollenverständnis und Verhalten von Patient und Hausarzt.- Die Erwartungen von Patient und Hausarzt.- Probleme der Compliance.- 8.2 Gefahren der somatischen Fixierung.- 8.3 Gesundheitsgefährdung durch Überdiagnostik, Übertherapie und Überbehütung.- Diagnostik soweit wie nötig, nicht soweit wie möglich!.- Die Empfindung des Patienten ist oft richtiger als der Laborwert.- Langzeitkenntnis des Patienten ist wichtiger als die Ausdehnung der Diagnostik in die Breite.- Der Organismus kann mehr, als die moderne Medizin für möglich hält.- Zweiseitiger Therapieansatz: an Reiz und Reaktion denken.- Anspruch auf Humanität.- Individuell dosiertes Training vermeidet Schäden durch verordnete Inaktivität.- Weg yom Maximum - bewußt optimieren.- 8.4 Sprechen in den Handlungssystemen der Medizin.- Sprechen als Problem.- Medizin als Handlungssystem.- Diagnose und Spielregel.- Das Handlungssystem der naturwissenschaftlichen Medizin.- Das Handlungssystem der psychologischen Medizin.- Das Gespräch als diagnostische und therapeutische Methode im Handlungssystem der psychologischen Medizin.- Der Dualismus der heutigen Krankenversorgung.- Das Handlungssystem einer psychosomatischen Patientenbetreuung.- Menschwerdung im Gespräch.- 8.5 Ethische Probleme des Arztes.- Ethik und Recht.- Ärztliches Ethos.- Der Arzt im Konflikt zwischen Patient und Gesellschaft.- Die Manipulation des Lebens.- 9 Hilfe durch den Hausarzt.- 9.1 Humane Therapie in der menschlichen Dimension.- Was ist humane Therapie?.- Auseinandersetzung mit der Psychotherapie.- Diagnostik in der menschlichen Dimension.- Wo liegt der metaphysische Sinn der Krankheit?.- Motivierung und Einstieg.- Zur Methodik der humanen Therapie.- Inhaltliche Aspekte humaner Therapie.- 9.2 Unterstützung der körpereigenen Krankheitsabwehr.- Verfügbarkeit der Selbstheilungskräfte des Körpers.- Instrumente der autonomen Krankheitsabwehr.- Fieber - ein somatischer Selbstheilungsvorgang?.- Angstbewältigung - ein Symptom für psychische Selbstheilungsvorgänge?.- Selbstheilungskräfte des Körpers im Therapiekonzept.- Nutzung der Selbstheilungskräfte des Körpers in der hausärztlichen Praxis.- Zur Diagnostik der körpereigenen Krankheitsabwehr.- Renaissance ärztlichen Denkens.- 9.3 Therapieerfolg und Aktivierung des Patienten.- Die individuelle Bewältigung der Krankheit.- Die verunglückte Bewältigung: Hoffnungslosigkeit und Depressionen.- Hilfen zur aktiven Problembewältigung.- Individuell aktivieren!.- 9.4 Die Antwort des Arztes auf das Angebot des Patienten.- Das Angebot des Patienten.- Zum Psychotherapeuten überweisen?.- Kann der Hausarzt emotionale Hilferufe ablehnen?.- Möglichkeiten zur Aussprache bieten.- Die Botschaft erkennen und darauf eingehen.- Sympathie und Empathie äußern.- 9.5 Hilfsmöglichkeiten bei unlösbaren Problemen.- Unlösbare Probleme - ärztliche Aufgabe und Herausforderung.- Phänomenologie des Unlösbaren.- Grunddimensionen im Umgang mit unlösbaren Problemen.- Ärztliche Grundhaltungen.- Konkrete Hilfsmöglichkeiten für die Praxis.- Vertrauen und Verantwortung - Sinn und Hoffnung: heilsame Wirkungen des "Unsichtbaren".- 9.6 Hilfe zur Selbsthilfe.- Die Gruppenselbsthilfe.- Um welche Patienten geht es? Hausarzt und Selbsthilfegruppen.- "Anders helfen".- "Du allein kannst es tun, aber du kannst es nicht allein tun!" Wie initiiere ich Selbsthilfegruppen?.- Was ist zu beachten? - Die Hindernisse.- Wandel des "Arztens".- 9.7 Stress und Entspannung.- Was ist Streß?.- Wie läßt sich Streß bewältigen?.- Einige Verhaltenstips.- Wie kann man sich entspannen?.- 10 Vermittlung eines zeitgemäßen Menschenbildes.- 10.1 Integrale Anthropologie als Aufgabe aller Humanwissenschaften.- Bewußtseinsänderung durch wissenschaftliche Modellbildung.- Hämodynamik.- Genetik.- Soziologie.- Psychologie.- Integration der Wissenschaften vom Menschen.- Arbeit am Menschenbild.- 10.2 Neue Wege der Gesundheitsbildung.- Woher bezieht der Mensch seine Gesundheitsbildung?.- Der evolutionäre Vorteil von Lernprozessen.- Der Praxisbezug macht Wissen relevant.- 10.3 Menschenberufe ohne Leitbild?.- 10.4 Wie kann der Medizinstudent ein unverzerrtes Menschenbild erwerben?.- Medizin-didaktischer Exkurs.- Medizinische Anthropologie als Lehrfach?.- Integrierende Beiträge der Spezialdisziplinen.- Was heißt Wissenschaftlichkeit in der Medizin?.- 10.5 Der Beitrag der Hausärzte.- Das Gottinger Ausbildungsmodell für Allgemeinmedizin.- Allgemeinmedizin für Vorkliniker.- 10.6 Ausblick.- 11 Sachverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Der kranke Mensch
Untertitel: Gesundheitsgefährdung, Krankheitsbewältigung und Hilfe durch den Hausarzt
Editor:
EAN: 9783540170273
ISBN: 978-3-540-17027-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Medizinische Fachberufe
Anzahl Seiten: 424
Gewicht: 716g
Größe: H251mm x B175mm x T27mm
Jahr: 1986
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