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Der Einfluß kompensierter Gravitation und Hypodynamik auf renale und endokrine Funktionen bei Menschen unterschiedlicher körperlicher Leistungsfähigkeit

  • Kartonierter Einband
  • 216 Seiten
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'1. 1. ALLGNvIEINE PROBL:El1STELLUNG Schon in früherer Zeit war bekannt, daß sich bei länge rem Aufenthalt im Wasser eine ver... Weiterlesen
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Beschreibung

'1. 1. ALLGNvIEINE PROBL:El1STELLUNG Schon in früherer Zeit war bekannt, daß sich bei länge rem Aufenthalt im Wasser eine vermehrte Harnausscheidung einstellt. So bezeichnete der römische Schriftsteller LIVIUS die Taucher als "Urinatores" (PETSCHENIG, 1955). Seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt kam man auf den Gedanken, durch Eintauchen des menschlichen Körpers bis zum Hals in \vasser (Immersion) die Schwerelosigkeit des Weltraums zu simulieren, da die im Wasser befindlichen Körperteile praktisch schwerelos sind und die Muskelak tivität durch das Ausfallen der statischen Haltearbeit weitgehend verringert ist. Dabei zeigte sich, daß die Immersion erhebliche Auswirkungen auf die Funktion ver schiedener Organsysteme hat. Bei Immersion entsteht ein Druckgefälle zwischen dem Lungeninnenraum, der über die Atemwege mit der Atmosphäre verbunden ist, und dem übrigen Organismus, der zusätz lich dem hydrostatischen Druck ausgesetzt ist. Hierdurch verschiebt sich Blut vorwiegend aus den kapazitiven Haut gefäßen in den intrathorakalen Gefäßbereich. Es wird eine Hypervolämie vorgetäuscht, die nach GAUER und HENEY (1963) zur Erregung von Rezeptoren im linken Vorhof des Herzens führt. Diese Erregungen bewirken eine verminderte Adiure tinsekretion aus dem Hypothalamus-Hypophysen-Hinterlap pensystem und damit eine Wasserexkretion. Zudem kommt es durch verstärkte Nierenhämodynamik, insbesondere die ge steigerte glomeruläre Filtrationsrate, und durch Abnahme der Aldosteronselcretion zur verstärkten Salzausscheidung, bei der \1asser osmotisch mitgenommen wird. Die genannten - 2 - Reaktionen führen zu einer Verminderung des Plasmavolu mens, die bei einer 8-stündigen Immersion bis zu 16 % betragen kann. Nach Immersion zeigt sich eine deutliche Abnahme der orthostatischen Toleranz und der Leistungs fähigkeit.

Klappentext

'1. 1. ALLGNvIEINE PROBL:El1STELLUNG Schon in früherer Zeit war bekannt, daß sich bei länge­ rem Aufenthalt im Wasser eine vermehrte Harnausscheidung einstellt. So bezeichnete der römische Schriftsteller LIVIUS die Taucher als "Urinatores" (PETSCHENIG, 1955). Seit dem Beginn der bemannten Raumfahrt kam man auf den Gedanken, durch Eintauchen des menschlichen Körpers bis zum Hals in \vasser (Immersion) die Schwerelosigkeit des Weltraums zu simulieren, da die im Wasser befindlichen Körperteile praktisch schwerelos sind und die Muskelak­ tivität durch das Ausfallen der statischen Haltearbeit weitgehend verringert ist. Dabei zeigte sich, daß die Immersion erhebliche Auswirkungen auf die Funktion ver­ schiedener Organsysteme hat. Bei Immersion entsteht ein Druckgefälle zwischen dem Lungeninnenraum, der über die Atemwege mit der Atmosphäre verbunden ist, und dem übrigen Organismus, der zusätz­ lich dem hydrostatischen Druck ausgesetzt ist. Hierdurch verschiebt sich Blut vorwiegend aus den kapazitiven Haut­ gefäßen in den intrathorakalen Gefäßbereich. Es wird eine Hypervolämie vorgetäuscht, die nach GAUER und HENEY (1963) zur Erregung von Rezeptoren im linken Vorhof des Herzens führt. Diese Erregungen bewirken eine verminderte Adiure­ tinsekretion aus dem Hypothalamus-Hypophysen-Hinterlap­ pensystem und damit eine Wasserexkretion. Zudem kommt es durch verstärkte Nierenhämodynamik, insbesondere die ge­ steigerte glomeruläre Filtrationsrate, und durch Abnahme der Aldosteronselcretion zur verstärkten Salzausscheidung, bei der \1asser osmotisch mitgenommen wird. Die genannten - 2 - Reaktionen führen zu einer Verminderung des Plasmavolu­ mens, die bei einer 8-stündigen Immersion bis zu 16 % betragen kann. Nach Immersion zeigt sich eine deutliche Abnahme der orthostatischen Toleranz und der Leistungs­ fähigkeit.



Inhalt

1. Einleitung.- 1. 1. Allgemeine Problemstellung.- 1. 2. Fragestellungen für die Vorliegende Arbeit.- 2. Die osmotische- und Wasserausscheidung sowie die Kreislaufregulation während 8-stündiger Immersion in Abhängigkeit vom Trainingszustand.- 2. 1. Literaturübersicht.- 2. 1. 1. Ursachen und Art der Immersionsdiurese.- 2. 1. 2. Die grundlegenden Mechanismen der immersionsbedingten Natriumausscheidung.- 2. 1. 3. Das Verhalten der Kreislaufparameter während Immersion.- 2. 1. 3. 1. Herzfrequenz und Blutdruck.- 2. 1. 3. 2. Blut- und Plasmavolumen.- 2. 2. Experimentelle Untersuchungen.- 2. 2. 1. Methodik.- 2. 2. 1. 1. Versuchspersonen.- 2. 2. 1. 2. Versuchsdurchführung und gemessene Größen.- 2. 2. 2. Ergebnisse und Diskussion.- 2. 2. 2. 1. Die Immersionsdiurese.- 2. 2. 2. 2. Die Natriumausscheidung.- 2. 2. 2. 3. Die Kreislaufregulation.- 2. 2. 2. 4. Änderungen des Blut- und Plasmavolumens.- 2. 3. Schlußfolgerungen.- 3. Die Wirkung einer 4- bis 6-ständigen Immersion unter besonderer Berücksichtigung der Nierenhämodynamik und hormoneller Einflüsse bei ausdauertrainierten Sportlern und Nichtsportlern.- 3. 1. Fragestellungen.- 3. 2. Literaturübersicht.- 3. 2. 1. Blut- und Plasmaänderungen während Immersion.- 3. 2. 2. Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System.- 3. 2. 2. 1. Faktoren, welche die Aldosteronsekretion direkt beeinflussen.- 3. 2. 2. 2. Die Regulation des Renin-Angiotensin-Systems.- 3. 2. 3. Der intrarenale Rückkopplungsmechanismus zur GFR-Regulation.- 3. 2. 4. Die Regulation der Natriumausscheidung bei Immersion und Volumenexpansion.- 3. 2. 5. Die Ausscheidung der Vanillinmandelsäure (VMS) als Index für die Katecholaminsynthese - Ursachen für eine veränderte Katecholaminausscheidung.- 3. 3. Experimentelle Untersuchungen.- 3. 3. 1. Methodik.- 3. 3. 1. 1. Versuchspersonen.- 3. 3. 1. 2. Versuchsdurchführung und gemessene Größen.- 3. 3. 2. Ergebnisse.- 3. 3. 2. 1. Hämatokrit-Wert und Plasmakonzentrationen.- 3. 3. 2. 2. Nierenfunktionswerte.- 3. 3. 2. 3. Hormonelle Änderungen.- 3. 3. 2. 4. Parameter des Säure-Basen-Status und des O2-Transportes.- 3. 3. 2. 5. Kreislaufparameter und maximales Atemvolumen.- 3. 3. 3. Diskussion.- 3. 3. 3. 1. Mögliche Ursachen für die Änderungen des Hämatokrit-Wertes, der Plasmaproteinkonzentration und der Elektrolytkonzentrationen (Na+, K+).- 3. 3. 3. 2. Ursachen für die abgeschwächte Immersionsdiurese bei den TR.- 3. 3. 3. 3. Die GFR-Regulation während Immersion.- 3. 3. 3. 4. Das Verhalten der Renin- und Aldosteronwerte vor und während Immersion - Ursachen für die bei TR und UT ungleiche Aldosteronausscheidung.- 3. 3. 3. 5. Die Regulation der Natriumausscheidung.- 3. 3. 3. 6. NAF, Natriumausscheidung, Na+/K+-Quotient und pH des Harns als Beurteilungskriterien für Aldosteronänderungen bei Immersion.- 3. 3. 3. 7. Das Verhalten der VMS-Ausscheidung während Immersion - Beziehungen zur orthostatischen Intoleranz nach Immersion.- 3. 3. 3. 8. Die Änderung der [2,3-DPG] in den Erythrozyten - mögliche Ursache und Auswirkung.- 3. 4. Schlußfolgerungen.- 4. Zusammenfassung.- 5. Allgemeine Methodik.- 5. 1. Meßmethoden.- 5. 1. 1. Blut- und Plasmavolumen, Hkt, Eiweiß, Hb und Säure-Basen-Status.- 5. 1. 2. Na+, K+, Osmolalität und Kreatinin in Harn und Plasma.- 5. 1. 3. Hormone.- 5. 2. Berechnungen.- 5. 5. Statistik.- 6. Literatur.

Produktinformationen

Titel: Der Einfluß kompensierter Gravitation und Hypodynamik auf renale und endokrine Funktionen bei Menschen unterschiedlicher körperlicher Leistungsfähigkeit
Editor:
EAN: 9783531026343
ISBN: 978-3-531-02634-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Medizinische Fachberufe
Anzahl Seiten: 216
Gewicht: 335g
Größe: H235mm x B155mm x T11mm
Jahr: 1977
Auflage: 1977
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