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Traumapädagogik in der Schule

  • Kartonierter Einband
  • 200 Seiten
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David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Fall... Weiterlesen
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Beschreibung

David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Falldarstellungen die genauen Merkmale traumatisch beeinträchtigter pädagogischer Beziehungen. Dabei werden die Voraussetzungen für eine konstruktive pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen deutlich.

Kinder und Jugendliche, die Extremerfahrungen wie Gewalt, wiederkehrende Trennungen oder Flucht erlitten haben, stellen für PädagogInnen eine besondere Herausforderung dar. Die traumatischen Erfahrungen spiegeln sich in den pädagogischen Beziehungen wider, die durch eine erhebliche emotionale Beteiligung und Belastung der Betroffenen, Peers und Fachkräfte gekennzeichnet sind. David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Falldarstellungen die genauen Merkmale traumatisch beeinträchtigter pädagogischer Beziehungen. Hierbei muss nicht nur das vergangene Leid der Kinder und Jugendlichen bedacht werden, sondern auch ihre aktuellen zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen, die die Grundlage ihres Erlebens darstellen. Mit dieser Verknüpfung von Forschung und Praxis lassen sich zentrale Elemente gelingender traumapädagogischer Arbeit in der Schule herausarbeiten. Abschließend werden Schlussfolgerungen für LehrerInnenbildung und die Institutionsgestaltung aufgezeigt.

Autorentext
David Zimmermann ist Sonderpädagoge, Lehrender an der Humboldt-Universität zu Berlin und freiberuflicher Dozent. Schwerpunkte: Traumatisierung, Behinderung, Krisensituationen. Langjährige Arbeit in der stationären und ambulanten Unterstützung von Menschen mit Behinderung sowie in der Beratung junger Flüchtlinge. Er ist tätig als Fortbildungsreferent für Traumapädagogik.

Inhalt
1. Beziehungstraumatisierte Kinder und Jugendliche, reflexive Professionalität und soziale Rahmenbedingungen 1.1 In medias res oder: Ist geteiltes Leid doppeltes Leid? 1.2 Soziale Rahmung von massiv gestorter Entwicklung 1.2.1 »Rohe Burgerlichkeit« und emotional-soziale Deprivation 1.2.2 Optimierung von Kindheit und emotional-soziale Verwahrlosung 1.2.3 Professionalisierung im Kontext von Prekarisierung und Leistungsdruck 1.3 Belastungserfahrungen in der padagogischen Arbeit mit emotional-sozial beeintrachtigten Kindern und Jugendlichen 1.4 Perspektiven einer traumasensiblen, psychoanalytischen Padagogik Die Schwerpunkte dieses Buchs 2. Können wir dich noch aushalten? Beziehungs- und institutionelle Aspekte einer Padagogik bei schwerer emotional-sozialer Beeintrachtigung 2.1 Wie nennen wir das Kind? Terminologische (Un-)Scharfen im Verstandnis schwerer emotional-sozialer Beeintrachtigungen 2.2 Kinder und Jugendliche mit schweren emotional-sozialen Beeintrachtigungen in der Institution Schule 2.3 Padagogische Konzeptbildungen 3. Die Kategorie »Trauma« als Beitrag zur Theorie- und Praxisentwicklung einer Pädagogik bei emotional-sozialer Beeinträchtigung 3.1 Das Unbekannte Bekannte 3.2 Das problematische Verhaltnis von Traumatherapie und Traumapadagogik 3.3 Padagogik und Beziehung 3.4 Trauma als Beziehungsstorung 3.4.1 Die Zerstorung innerer Objekte 3.4.2 Die belasteten außeren Beziehungen 3.4.3 Das Zusammenwirken von Rahmenbedingungen und traumatischer Objektwelt 4. Beziehungen gestalten und Forschen Zugange, Nutzen und Grenzen von traumapadagogischer Forschung 4.1 Die Problematik quantitativer Traumaforschung 4.2 Qualitative Forschung zur Traumatisierung 4.3 Zum Verstandnis traumatisierter padagogischer Beziehungen Zugange des aktuellen Forschungsprojekts 5. Interaktionsgeschichten traumatisch beeinflusster Beziehungen in der Schule 5.1 Interaktionsgeschichte I 5.1.1 Rahmenbedingungen 5.1.2 Themenfeld I: Fruher Verlust, emotionale Vernachlassigung und simplifizierende Erklarungen 5.1.3 Themenfeld II: Das (Un-)Haltbare der ambivalenten Beziehungsanfragen 5.1.4 Themenfeld III: Handlungsdruck und Triangulierung 5.1.5 Themenfeld IV: Die Inszenierung einer reinen, schutzenden Gemeinschaft 5.1.6 Schlussgedanken 5.2 Interaktionsgeschichte II 5.2.1 Rahmenbedingungen 5.2.2 Themenfeld I: Verbotene Irritationen, Unsicherheiten und die Folgen fur die Beziehungsgestaltungen 5.2.3 Themenfeld II: Leistung und Ruckzug 5.2.4 Schlussgedanken 5.3 Interaktionsgeschichte III 5.3.1 Rahmenbedingungen 5.3.2 Themenfeld I: Bedrohliche Empathie 5.3.3 Themenfeld II: Ambivalente Bezogenheit 5.3.4 Themenfeld III: Erschwerte Triangulierung 5.3.5 Schlussgedanken 5.4 Interaktionsgeschichte IV 5.4.1 Rahmenbedingungen 5.4.2 Biografische Informationen 5.4.3 Die Fantasie der dyadischen Beziehung und die Infantilisierung der Interaktion 5.4.4 Dissoziation, Angst und Trennung 5.4.5 Schlussgedanken 6. Beziehungsaspekte mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in intensiv- und inklusivpädagogischer Förderung Konzeptualisierungen als Ergebnis qualitativer Forschung 6.1 Die Einzigartigkeit der Interaktionsgeschichten 6.2 Von der Interaktionsgeschichte zum ubergreifenden Themenfeld 6.3 Themenfeld I: Bedrohliche Beziehungsgestaltung und Nicht-Integrierbarkeit traumatischer Erfahrung 6.3.1 Die Rekonstruktion des Themenfelds 6.3.2 Traumatisch bedingte Beziehungsanfragen und ihre Nicht-Integrierbarkeit 6.3.3 Wechselseitige Fremdheit 6.3.4 Abschließende Uberlegungen zum Themenfeld 6.4 Themenfeld II: Emotionale Belastung als Bedingungsfeld von Grenzverletzungen in der padagogischen Interaktion 6.4.1 Rekonstruktion des Themenfelds 6.4.2 Enge Beziehungen, regressive Muster und zerbrechende Interaktionen 6.4.3 Fehlendes Sinnverstehen und Grenzuberschreitung durch Entwertung und Trennung 6.4.4 Sehr engagierte Fachkrafte, unaushaltbare Emotionen und die Verletzung des geschutzten Raums 6.4.5 Abschließende Uberlegungen zum Themenfeld 7. Ausblick Reflexionsfahigkeit als zentraler Aspekt von Professionalisierung in der Arbeit mit schwer belasteten Kindern und Jugendlichen 7.1 Emotionale Ressourcen von Lehrkraften und die padagogische Beziehung 7.2 Einblicke in die Begleitforschung 7.3 Effekte traumapadagogischer Lehrkraftefortbildung 7.3.1 Qualitative Untersuchung: Vertiefung der Beziehungsarbeit statt didaktischer und verhaltensmodifikatorischer Uberladung? 7.3.2 Quantitative Studie: Erhohte Selbstwirksamkeit als Effekt traumapadagogischer Fortbildung? 7.4 Ist Fortbildung hilfreich? Literatur

Produktinformationen

Titel: Traumapädagogik in der Schule
Untertitel: Pädagogische Beziehungen mit schwer belasteten Kindern und Jugendlichen
Autor:
Beiträge von:
Schöpfer:
EAN: 9783837925852
ISBN: 978-3-8379-2585-2
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Psychosozial-Verlag
Herausgeber: Psychosozial Verlag GbR
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 200
Gewicht: 300g
Größe: H216mm x B151mm x T17mm
Veröffentlichung: 19.11.2016
Jahr: 2016

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