Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Traumapädagogik in der Schule

  • Kartonierter Einband
  • 200 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Fall... Weiterlesen
20%
36.90 CHF 29.50
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 2 bis 4 Werktagen.
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Falldarstellungen die genauen Merkmale traumatisch beeinträchtigter pädagogischer Beziehungen. Dabei werden die Voraussetzungen für eine konstruktive pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen deutlich.

Kinder und Jugendliche, die Extremerfahrungen wie Gewalt, wiederkehrende Trennungen oder Flucht erlitten haben, stellen für PädagogInnen eine besondere Herausforderung dar. Die traumatischen Erfahrungen spiegeln sich in den pädagogischen Beziehungen wider, die durch eine erhebliche emotionale Beteiligung und Belastung der Betroffenen, Peers und Fachkräfte gekennzeichnet sind. David Zimmermann beschreibt mithilfe sonder- und psychoanalytisch-pädagogischer Theorien sowie intensiver forschungsbasierter Falldarstellungen die genauen Merkmale traumatisch beeinträchtigter pädagogischer Beziehungen. Hierbei muss nicht nur das vergangene Leid der Kinder und Jugendlichen bedacht werden, sondern auch ihre aktuellen zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen, die die Grundlage ihres Erlebens darstellen. Mit dieser Verknüpfung von Forschung und Praxis lassen sich zentrale Elemente gelingender traumapädagogischer Arbeit in der Schule herausarbeiten. Abschließend werden Schlussfolgerungen für LehrerInnenbildung und die Institutionsgestaltung aufgezeigt.

Autorentext
David Zimmermann ist Sonderpädagoge, Lehrender an der Humboldt-Universität zu Berlin und freiberuflicher Dozent. Schwerpunkte: Traumatisierung, Behinderung, Krisensituationen. Langjährige Arbeit in der stationären und ambulanten Unterstützung von Menschen mit Behinderung sowie in der Beratung junger Flüchtlinge. Er ist tätig als Fortbildungsreferent für Traumapädagogik.

Inhalt

1. Beziehungstraumatisierte Kinder und Jugendliche, reflexive Professionalität und soziale Rahmenbedingungen 1.1 In medias res oder: Ist geteiltes Leid doppeltes Leid? 1.2 Soziale Rahmung von massiv gesto rter Entwicklung 1.2.1 »Rohe Bu rgerlichkeit« und emotional-soziale Deprivation 1.2.2 Optimierung von Kindheit und emotional-soziale Verwahrlosung 1.2.3 Professionalisierung im Kontext von Prekarisierung und Leistungsdruck 1.3 Belastungserfahrungen in der pa dagogischen Arbeit mit emotional-sozial beeintra chtigten Kindern und Jugendlichen 1.4 Perspektiven einer traumasensiblen, psychoanalytischen Pa dagogik - Die Schwerpunkte dieses Buchs 2. Können wir dich noch aushalten? Beziehungs- und institutionelle Aspekte einer Pa dagogik bei schwerer emotional-sozialer Beeintra chtigung 2.1 Wie nennen wir das Kind? Terminologische (Un-)Scha rfen im Versta ndnis schwerer emotional-sozialer Beeintra chtigungen 2.2 Kinder und Jugendliche mit schweren emotional-sozialen Beeintra chtigungen in der Institution Schule 2.3 Pa dagogische Konzeptbildungen 3. Die Kategorie »Trauma« als Beitrag zur Theorie- und Praxisentwicklung einer Pädagogik bei emotional-sozialer Beeinträchtigung 3.1 Das Unbekannte Bekannte 3.2 Das problematische Verha ltnis von Traumatherapie und Traumapa dagogik 3.3 Pa dagogik und Beziehung 3.4 Trauma als Beziehungssto rung 3.4.1 Die Zersto rung innerer Objekte 3.4.2 Die belasteten a ußeren Beziehungen 3.4.3 Das Zusammenwirken von Rahmenbedingungen und traumatischer Objektwelt 4. Beziehungen gestalten und Forschen Zuga nge, Nutzen und Grenzen von traumapa dagogischer Forschung 4.1 Die Problematik quantitativer Traumaforschung 4.2 Qualitative Forschung zur Traumatisierung 4.3 Zum Versta ndnis traumatisierter pa dagogischer Beziehungen - Zuga nge des aktuellen Forschungsprojekts 5. Interaktionsgeschichten traumatisch beeinflusster Beziehungen in der Schule 5.1 Interaktionsgeschichte I 5.1.1 Rahmenbedingungen 5.1.2 Themenfeld I: Fru her Verlust, emotionale Vernachla ssigung und simplifizierende Erkla rungen 5.1.3 Themenfeld II: Das (Un-)Haltbare der ambivalenten Beziehungsanfragen 5.1.4 Themenfeld III: Handlungsdruck und Triangulierung 5.1.5 Themenfeld IV: Die Inszenierung einer reinen, schu tzenden Gemeinschaft 5.1.6 Schlussgedanken 5.2 Interaktionsgeschichte II 5.2.1 Rahmenbedingungen 5.2.2 Themenfeld I: Verbotene Irritationen, Unsicherheiten und die Folgen fu r die Beziehungsgestaltungen 5.2.3 Themenfeld II: Leistung und Ru ckzug 5.2.4 Schlussgedanken 5.3 Interaktionsgeschichte III 5.3.1 Rahmenbedingungen 5.3.2 Themenfeld I: Bedrohliche Empathie 5.3.3 Themenfeld II: Ambivalente Bezogenheit 5.3.4 Themenfeld III: Erschwerte Triangulierung 5.3.5 Schlussgedanken 5.4 Interaktionsgeschichte IV 5.4.1 Rahmenbedingungen 5.4.2 Biografische Informationen 5.4.3 Die Fantasie der dyadischen Beziehung und die Infantilisierung der Interaktion 5.4.4 Dissoziation, Angst und Trennung 5.4.5 Schlussgedanken 6. Beziehungsaspekte mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in intensiv- und inklusivpädagogischer Förderung Konzeptualisierungen als Ergebnis qualitativer Forschung 6.1 Die Einzigartigkeit der Interaktionsgeschichten 6.2 Von der Interaktionsgeschichte zum u bergreifenden Themenfeld 6.3 Themenfeld I: Bedrohliche Beziehungsgestaltung und Nicht-Integrierbarkeit traumatischer Erfahrung 6.3.1 Die Rekonstruktion des Themenfelds 6.3.2 Traumatisch bedingte Beziehungsanfragen und ihre Nicht-Integrierbarkeit 6.3.3 Wechselseitige Fremdheit 6.3.4 Abschließende U berlegungen zum Themenfeld 6.4 Themenfeld II: Emotionale Belastung als Bedingungsfeld von Grenzverletzungen in der pa dagogischen Interaktion 6.4.1 Rekonstruktion des Themenfelds 6.4.2 Enge Beziehungen, regressive Muster und zerbrechende Interaktionen 6.4.3 Fehlendes Sinnverstehen und Grenzu berschreitung durch Entwertung und Trennung 6.4.4 Sehr engagierte Fachkra fte, unaushaltbare Emotionen und die Verletzung des geschu tzten Raums 6.4.5 Abschließende U berlegungen zum Themenfeld 7. Ausblick Reflexionsfa higkeit als zentraler Aspekt von Professionalisierung in der Arbeit mit schwer belasteten Kindern und Jugendlichen 7.1 Emotionale Ressourcen von Lehrkra ften und die pa dagogische Beziehung 7.2 Einblicke in die Begleitforschung 7.3 Effekte traumapa dagogischer Lehrkra ftefortbildung 7.3.1 Qualitative Untersuchung: Vertiefung der Beziehungsarbeit statt didaktischer und verhaltensmodifikatorischer U berladung? 7.3.2 Quantitative Studie: Erho hte Selbstwirksamkeit als Effekt traumapa dagogischer Fortbildung? 7.4 Ist Fortbildung hilfreich? Literatur