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Das Konstrukt Bevölkerung vor, im und nach dem Dritten Reich

  • Kartonierter Einband
  • 581 Seiten
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Bevölkerungsforschung - ein heißes Eisen? unter Mitarbeit von Susanne MayerMit dem vorliegenden Band stellt sich der DFG-Schwerpun... Weiterlesen
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Beschreibung

Bevölkerungsforschung - ein heißes Eisen? unter Mitarbeit von Susanne Mayer

Mit dem vorliegenden Band stellt sich der DFG-Schwerpunkt "Das Konstrukt "Bevolke rung" vor, im und nach dem "Dritten Reich"" (= SPP 1106) vor; er wurde 2001 eingerich tet und befindet sich jetzt etwa in der Mitte seiner Arbeitsfrist. Die Beitrage aus den Projek ten liefem daher Zwischenergebnisse; weitere Zwischenergebnisse wurden bzw. werden in Aufsatzen an anderen Stellen verOffentlicht, die in den Literaturverzeichnissen zu den Bei tragen genannt sind. Die abschlieBenden Ergebnisse der Projekte werden in deren eigenen Veroffentlichungen vorgelegt werden. Leiter und Mitarbeiter der Projekte tragen flir ihre Berichte selbst die volle Verantwortung. Der Band kann das fragliche Sachgebiet weder ausreichend urnfanglich noch gar ab sohlieBend darstellen; er kann lediglich Zugange aufweisen, die eine weitere wissenschaft liche Bearbeitung ermoglichen. Er weist damit zugleich auf das auch weiterhin noch beste hende Defizit an Kenntnissen und Detailanalysen hin. Wir danken allen Mitgliedem und MitarbeitemIMitarbeiterinnen des Schwerpunktes flir ihre Arbeit, insbesondere auch flir die kommunikative Atmosphare bei der bisherigen Zusammenarbeit. Besonderen Dank schulden wir den Gutachtem\ die sich immer wieder kritisch und zugleich Rat gebend in die Diskussion der inhaltlichen und methodischen Per spektiven unseres SPP eingeschaltet haben, sowie den Fachreferentenl-referentinnen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die sich neben der aufwendigen administrativen Be handlung der Antrage auch durch personliche Beratung in vielen Einzelfragen urn den Schwerpunkt verdient gemacht haben. An der Organisation des Schwerpunktes und der Redaktion dieser Veroffentlichung haben Ursula Ferdinand und Heike Gorzig tatkraftig mitgewirkt, woflir wir ihnen Dank schulden.

Vorwort
Bevölkerungsforschung - ein heißes Eisen?

Autorentext
Prof. em. Dr. Rainer Mackensen, Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin.
Prof. Dr. Jürgen Reulecke lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Gießen.







Klappentext
Mit dem vorliegenden Band stellt sich der DFG-Schwerpunkt "Das Konstrukt »Bevölkerung« vor, im und nach dem »Dritten Reich«" vor. Es geht um die Frage, in welcher Weise »die Bevölkerungswissenschaft« in die NS-Politik involviert war. Ein Fachgebiet, das wegen seiner Thematik von seiner Entstehung an mit der jeweiligen Bevölkerungs- und Sozialpolitik eng verwoben war, war dieser Gefährdung besonders ausgesetzt. Der Titel ist Leitlinie des Forschungsschwerpunktes; er bezeichnet "Bevölkerung" als ein "Konstrukt". Der Sachverhalt ist eine geistige Konstruktion, die im Laufe der Zeit inhaltlichen Veränderungen unterlag. Von den ersten Anfängen dessen, was man "Bevölkerungswissenschaft" nennen mag, werden der Vision eines biologisch veränderlichen Kollektivs Bedeutungen zugewiesen, die weiteren Wissenschaftlern zur Anregung und Umdeutung dienten. Diese Bedeutungszuschreibungen sind nicht alleine aus den Analysen empirischer Materialien abzuleiten, welche die bevölkerungswissenschaftliche Forschung charakterisieren, sondern werden zusätzlich von Vorstellungen und Absichten geprägt, welche die betreffenden Forscher aus anderen Erfahrungs- und Überzeugungsbereichen wie aus ihren sozialen (und politischen) Kontexten mit einbringen.

Inhalt
Abstracts.- Political Impediments to Marriage and the State.- Official Statistics between Science and the State, 18721939.- Population Research as a Topic of the History of Mentalities of the Early Twentieth Century and Semantic Contexts.- Settlement and Inner Colonization.- The Debate Agrarian versus Industrial State and the Population Question a Case Study.- Life and Work of the Economist Julius Wolf (18621937).- Bevölkerung/Innovation/Science of History.- Cartographic production of Volk and Bevölkerung in discourses of the so-called German Volksgeschichte.- Denial of Nature.- The Emancipation of the Volk.- Population Research and Social Order.- Political Conceptions and Scientific Expertise in Population Sceneries in National Socialism.- Ethnic Conceptions of Reorganization in the Alpine-Adriatic Region 19391945.- The 'Volk', its Body and Economy.- Diese Bezeichnung kann nicht als glücklich bezeichnet werden..- Pictures of Population Statistics in Prominent Exhibitions of Hygiene as Objects of Knowledge.- Observations Concerning Transformation of Population Science and in the Goals and Contents of Population Policies in Education and Public Information in Germany from around 1870 to 1960.- Population Research 19201950 in Germany.- The set up of Demography as an independent science in the GDR between 1966 and 1978.- Bevölkerungsforschung und Bevölkerungspolitik.- Ehebeschränkungen und Staat Bayern im 18. und 19. Jahrhundert.- I. Staat und Bevölkerungspolitik. Einführung in das Gesamtprojekt.- II. Fragestellung des folgenden Beitrags: politische Ehehindernisse.- III. Ehebeschränkungen in der ständischen Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts.- IV. Ehepolitik im Zeichen neuer Souveränität: Die Heiratsverordnung von 1808.- V. Ehebeschränkungen in einem neuen diskursiven Feld: Bayern am Ende des 19. Jahrhunderts.- VI. Fazit.- Amtliche Statistik zwischen Staat und Wissenschaft, 18721939.- I. Einleitung.- II. Die Rolle der amtlichen Statistik bei der Strukturierung demographischen Wissens.- III. Amtliche Statistik, bürokratische Traditionen und politische Ideologie.- IV. Amtliche Statistik, Expertenwissen und die Entwicklung der Bevölkerungswissenschaften.- V. Der Fall Johannes Müller.- VI. Zusammenfassung und Ausblick.- Bevölkerungswissenschaften im Rahmen einer Mentalitätsgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts generationelle und semantische Kontexte.- Siedlung und innere Kolonisation.- I. Einleitung.- II. Agrar- versus Industriestaat.- III. Siedlung und innere Kolonisation.- IV. Die siedlungspolitische Argumentationsfigur in der Deutschen Rundschau.- V. Fazit.- Methoden und Theoreme sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung in Deutschland um 1930.- Die Debatte Agrar- versus Industriestaat und die Bevölkerungsfrage.- I. Agrar-versus Industriestaat.- II. Handelspolitische Gefahren einer Industriestaatsentwicklung.- III. Wolfs Mitteleuropäischer Wirtschaftsverein.- IV. Die demographischen Gefahren einer weltmarktorientierten Industrialisierungspolitik.- V. Die Stadt als Rassegrab.- VI. Kritik an den demographischen Gefahrenszenarien.- VII. Der Schritt zur Vielfalt.- VIII. Julius Wolfs Antworten auf die demographischen Gefahrenszenarien.- IX. Wolfs Abgrenzungen zu theoretischen Konstrukten und demographischen Gefahrenszenarien.- X. Die nationale Seite der Bevölkerungsfrage.- XI. Schlußbemerkungen.- Zu Leben und Werk des Ökonomen Julius Wolf (18621937).- I. Der Weg zum Studium nach Deutschland.- II. Zürich: die schönste Zeit meines Lebens.- III. Akademisches Aus und Straf-Professur.- IV. Breslau ein Strafprofessor geht seine Wege.- V. Das Projekt Zeitschrift für Socialwissenschaft.- VI. Krieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus die Berliner Jahre.- VII. Der Weg zum Bündnis mit der Sexualwissenschaft.- VIII. Bevölkerungspolitische Ambitionen.- IX. Weimarer Republik neue Sorgen und Gesichtspunkte.- X. Neue Aktionsfelder.- XI. Verspätete Anerkennung Ehrung zum 70. Geburtstag.- XII. Die letzten Lebensjahre.- XIII. Nachwort wider das Vergessen.- Bevölkerung/Innovation/Geschichtswissenschaften.- I. Einleitung.- II. Innovative Tendenzen in den Geschichtswissenschaften im Nationalsozialismus?.- III. Die Kontinuität der Innovation. Werner Conze und die innovative Wende zur Sozialgeschichte in der deutschen Geschichtswissenschaft.- IV. Volk und Bevölkerung in Werner Conzes Habilitationsschrift Agrarverfassung und Bevölkerung in Litauen und Weißrußland von 1940.- V. Paul Momberts Bevölkerungslehre Überlegungen zu einem interdisziplinären Vergleich.- VI. Innovation? Resümee und Schlussfolgerungen.- Zur kartographischen Inszenierung von Volk und Bevölkerung in der deutschen Volksgeschichte.- Absage an die Natur Die thematischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen der deutschen Bevölkerungssoziologie.- I. Einleitung.- II. Nationalökonomie ohne Nation: Die Themen der Älteren Historischen Schule.- III. Die erkenntnis-theoretische Wendung am Ausgang des 19. Jahrhunderts Kritik am Theoriedefizit des Historismus: Wilhelm Dilthey, Willhelm Windelband und Heinrich Rickert.- IV. Die schroffe Trennung: Max Weber und die historische Methode.- V. Die Anstrengungen um einen geordneten Geschichtsprozeß: Theorien der Wirtschaftsstufen.- VI. Der Bevölkerungsbegriff der Wohlstandstheoretiker Lujo Brentano, Paul Mombert, Werner Sombart.- VII. Die Kieler Schule: Ansätze einer Soziologie der Bevölkerungsbewegung Ferdinand Tönnies, Rudolf Heberle, Gerhard Mackenroth.- Die Emanzipation des Volkes Zum Volksbegriff der Leipziger Schule vor 1933-Ein Werkstattbericht-.- I. Begriffsgeschichtlicher Kontext des Volksbegriffes im 19. Jahrhundert.- II. Das Volk als strukturgenetischer Begriff.- III. Die Geburt der Französischen Soziologie im Geiste des Leipziger Positivismus?.- Bevölkerungsforschung und 'soziale Ordnung' Anmerkungen zu den Methoden sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung in Deutschland (19301960).- I. Bevölkerungswissenschaft als Sozialwissenschaft.- II. Bevölkerungswissenschaft als soziale Ordnungswissenschaft.- III. Zentren sozialwissenschaftlicher Bevölkerungsforschung im NS-Staat.- IV. Gesellschaftspolitischer Pessimismus in der Bevölkerungswissenschaft?.- V. Klassen, Schichten und Stände in der Bevölkerungswissenschaft: Demographische Variablen bilden die Sozialstruktur.- VI. Bevölkerungswissenschaftliche Denkstile über soziale Stratifikation und sozialen Wandel.- VII. Schlußwort.- Bevölkerungspolitische Szenarien und bevölkerungswissenschaftliche Expertise im Nationalsozialismus Die rassistische Konstruktion des Fremden und das Grenz- und Auslandsdeutschtum -.- I. Das Eigene und das Fremde in den Paradigmen bevölkerungswissenschaftlicher Grundlagenforschung um 1933.- II. Bevölkerungswissenschaft im Rassenkrieg: Volkszählung- und Volkslistenverfahren in der Vernichtungs- und Siedlungspolitik.- Ethnisch-soziale Neuordnungskonzepte im besetzten Europa (19391945) Forschungsperspektiven von Fallstudien zum Alpen-Adria-Raum.- Verbreitung von bevölkerungswissenschaftlichen Forschungsergebnissen.- Volk, Volkskörper, Volkswirtschaft Bevölkerungsfragen in Forschung und Lehre von Nationalökonomie und Medizin -.- I. Einleitung.- II. Der Wertbegriff in der Menschenökonomie.- III. Der soziale und physische Volkskörper zwischen Ökonomie und Ethik.- IV. Die Konstruktion der,Bevölkerung' in den Jahrbüchern für Nationalökonomie.- V. Die Institutionalisierung bevölkerungswissenschaftlicher Bezugsdisziplinen.- VI. Bevölkerungsfragen in der akademischen Lehre.- VII. Schlussbemerkungen.- Eugenik (Rassenhygiene) und Bevölkerungswissenschaft in Deutschland.- I. Einführung.- II. Weitere Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Projekt.- Diese Bezeichnung kann nicht als glücklich bezeichnet werden. Ein Beitrag zum Verständnis von Eugenik und Rassenhygiene bei Biologen und Medizinern Anfang des 20. Jahrhunderts.* -.- I. Was sind Begriffe?.- II. Einleitung.- III. Die Anfänge der Rassenhygiene (18901903).- IV. Die Entwicklung der Rassenhygiene im späten Wilhelminischen Kaiserreich (19041918).- V. Die eugenischen und rassenhygienischen Vorstellungen in der Weimarer Republik (19191932).- VI. Die Rassenhygiene als Staatsziel (19331945).- VII. Rassenhygiene und Eugenik Resümee.- VIII. Fazit.- Statistische Bilder der Bevölkerung in den großen Hygieneausstellungen als Wissensobjekte.- I. Die statistischen Bilder als Popularisierungen und Visualisierungen bevölkerungswissenschaftlichen Wissens.- II. Die statistischen Bilder als Wissens- und Ausstellungsobjekte.- III. Die Bevölkerungsstatistiken als Bilder nationaler Gemeinschaften.- IV. Exemplarische Analyse einzelner Ausstellungen und Objekte.- V. Abschließende und weiterführende Bemerkungen.- Zur Transformation von Bevölkerungswissenschaften sowie bevölkerungspolitischen Zielen und Inhalten in Erziehung und Bildung in Deutschland um 1870 bis 1960.- I. Problemstellung.- II. Untersuchungsgegenstand.- III. Stand der Forschung.- IV. Zur bisherigen Projektarbeit.- V. Anmerkung zum methodischen Vorgehen.- Bevölkerungsforschung in Deutschland.- Bevölkerungswissenschaft 19201950 in Deutschland.- I. Zur Gewinnung der Untersuchungsbasis.- II. Zur Charakterisierung der deutschsprachigen bevölkerungswissenschaftlichen Autoren aus der Zeit 19201950.- III. Vorläufige und Zwischenergebnisse.- Vorbemerkung zur Untersuchung von Rainer Karisch.- Die Etablierung der Demographie in der DDR als eigenständige Wissenschaftsdisziplin 19661978.- I. Eine vergessene Wissenschaftsdisziplin.- II. Gründung und Entwicklung des Lehrstuhls für Demographie an der Hochschule für Ökonomie Berlin-Karlshorst 19661976.- III. Der Lehrstuhl für Demographie an der Humboldt-Universität zu Berlin.- IV. Politische Weichenstellungen für die demographische Forschung und die Bildung des Wissenschaftlicher Rates für Sozialpolitik und Demographie.- V. Das Tauziehen um die Gründung des Instituts für Soziologie und Sozialpolitik (ISS) und die Bildung des Bereichs Bevölkerungsentwicklung 19741976.- VI. Resümee.- Verzeichnis der Autoren und Projektleiter.

Produktinformationen

Titel: Das Konstrukt Bevölkerung vor, im und nach dem Dritten Reich
Editor:
EAN: 9783531148076
ISBN: 978-3-531-14807-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaft
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 581
Gewicht: 983g
Größe: H239mm x B170mm x T32mm
Jahr: 2005
Auflage: 2005