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Jugend und Identität

  • Kartonierter Einband
  • 156 Seiten
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Siegen (Erziehungswissenschaften), Spr... Weiterlesen
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Beschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Siegen (Erziehungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wort Identität kommt ursprünglich von dem lateinischen Demonstrativpronomen idem . Es bedeutet eben der, der ein und derselbe . Später im 18. Jahrhundert erweiterte sich die Vokabel zu identitas . Sie meint eine vollkommene Übereinstimmung zweier Dinge oder Personen. (Quelle: Herkunftswörterbuch) Unser Verb identifizieren ist in diesem Kontext so zu verstehen: Etwas genau wiedererkennen, die Identität einer Person feststellen. Der Brockhaus definiert Identität als Gleichheit mit sich selbst . In dieser Diplomarbeit werde ich aus heutiger Sicht auf die klassischen Identitätstheorien schauen und gesellschaftliche Entwicklungen betrachten, die einen bedeutenden Einfluss auf die Identität des Menschen haben. Erikson, der Vater der Entwicklungspsychologie, hatte ein sehr idealisiertes und auf die Einheit, Harmonie und Kontinuität der Person abzielendes Identitätsverständnis. Dabei werden seine biographischen und makrogesellschaftlichen Umstände beschrieben, die Einfluss auf die Konzeption von Identität ausübten. Marcia überführte das von ihm aufgestellte Acht-Stufenmodell in die Praxis. Durch empirische Erhebungen und dank ausgiebiger Tests operationalisierte er Eriksons theoretische Konzeption. Für ihn war Identität messbar. Er konnte mittels einer von ihm entwickelten Kategorisierung erkennen, in welchem Zustand die Identität eines Menschen sich gerade in einem bestimmten Lebensbereich befand. Inwiefern sich nun diese Konzepte auch noch in der Postmoderne anwenden lassen, ohne sie kräftig zu verbiegen , untersuchte u.a. Keupp. Er sprach als erster von dem Patchwork der Identität . Er analysiert genau die gesellschaftlichen Umbruchserfahrungen und deren Auswirkungen auf die Identität. Es soll herausgearbeitet werden unter welchen Umständen und wie Jugendliche ihre Identität aus verschiedenen Komponenten zusammenbauen. Ich werde einige interessante Ergebnisse aus der Shell Jugendstudie 2000 mit einbringen. Eine umfassende Darstellung aller identitätsrelevanten Erkenntnisse kann jedoch hier nicht gegeben werden. Bei manchen Punkten, die mich persönlich sehr interessierten, haben ich einen Exkurs gemacht. Zum Schluss werde ich mir im Ausblick Gedanken machen, welche praxisrelevanten Folgen es für meine Arbeit mit Jugendlichen hat. Zusammenfassung: Wir haben also gesehen, dass Identität in der Postmoderne nicht mehr das widerspruchsfreie Zusammenpassen einzelner Identifikationen in verschiedenen Lebensbereichen ist. Auch den Anspruch auf Abschluss und Kontinuität der Identität mussten wir fallen lassen. Das Arbeiten an der Identitätskonstruktion ist zu einer nie aufhörenden Aufgabe geworden. In einer fragmentierten und widersprüchlichen Welt gilt es, für das Individuum eine subjektive Passung zwischen inneren und äußeren Strebungen zu finden, die es selbst für sinnvoll hält. Dabei folgt es einer inneren Logik und benötigt unbedingt Ressourcen von seinem sozialen Umfeld. Erst dann ist es möglich ein handlungsfähiges Individuum zu werden, dass sein Leben so arrangiert, dass es für sich selbst stimmig ist. Diese Leistung ist nicht nur ein Risiko sondern stellt auch eine große Herausforderung dar. Keupp schreibt im vorletzten Kapitel über die Schranken von einer gelingenden Identität. Er betont bei aller Autonomie und Unabhängigkeit des Subjekts, wie wichtig gesellschaftliche Rahmenbedingungen sind. Darunter fallen zum einen politische und markwirtschaftliche Gegebenheiten. Auf der anderen Seite sieht Keupp, dass der Verlust von gesellschaftlichen Metaerzählungen eine Unsicherheit für postmoderne Identitätsarbeit erzeugt. Die Fragwürdigkeit der Versprechungen der kapitalistischen Marktwirtschaft und Erlöschen von d...

Autorentext
Daniel Müller, geboren 1964 in Berlin, studierte an der Kunstgewerbeschule Luzern und an der Schule für Gestaltung Zürich. Seine Arbeiten sind in diversen Zeitschriften und Büchern zu finden.

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Das Wort Identität kommt ursprünglich von dem lateinischen Demonstrativpronomen idem . Es bedeutet eben der, der ein und derselbe . Später im 18. Jahrhundert erweiterte sich die Vokabel zu identitas . Sie meint eine vollkommene Übereinstimmung zweier Dinge oder Personen. (Quelle: Herkunftswörterbuch) Unser Verb identifizieren ist in diesem Kontext so zu verstehen: Etwas genau wiedererkennen, die Identität einer Person feststellen. Der Brockhaus definiert Identität als Gleichheit mit sich selbst . In dieser Diplomarbeit werde ich aus heutiger Sicht auf die klassischen Identitätstheorien schauen und gesellschaftliche Entwicklungen betrachten, die einen bedeutenden Einfluss auf die Identität des Menschen haben. Erikson, der Vater der Entwicklungspsychologie, hatte ein sehr idealisiertes und auf die Einheit, Harmonie und Kontinuität der Person abzielendes Identitätsverständnis. Dabei werden seine biographischen und makrogesellschaftlichen Umstände beschrieben, die Einfluss auf die Konzeption von Identität ausübten. Marcia überführte das von ihm aufgestellte Acht-Stufenmodell in die Praxis. Durch empirische Erhebungen und dank ausgiebiger Tests operationalisierte er Eriksons theoretische Konzeption. Für ihn war Identität messbar. Er konnte mittels einer von ihm entwickelten Kategorisierung erkennen, in welchem Zustand die Identität eines Menschen sich gerade in einem bestimmten Lebensbereich befand. Inwiefern sich nun diese Konzepte auch noch in der Postmoderne anwenden lassen, ohne sie kräftig zu verbiegen , untersuchte u.a. Keupp. Er sprach als erster von dem Patchwork der Identität . Er analysiert genau die gesellschaftlichen Umbruchserfahrungen und deren Auswirkungen auf die Identität. Es soll herausgearbeitet werden unter welchen Umständen und wie Jugendliche ihre Identität aus verschiedenen Komponenten zusammenbauen. Ich werde einige interessante Ergebnisse aus der Shell Jugendstudie 2000 mit einbringen. Eine umfassende Darstellung aller identitätsrelevanten Erkenntnisse kann jedoch hier nicht gegeben werden. Bei manchen Punkten, die mich persönlich sehr interessierten, haben ich einen Exkurs gemacht. Zum Schluss werde ich mir im Ausblick Gedanken machen, welche praxisrelevanten Folgen es für meine Arbeit mit Jugendlichen hat. Zusammenfassung: Wir haben also gesehen, dass Identität in der Postmoderne nicht mehr das widerspruchsfreie Zusammenpassen einzelner Identifikationen in verschiedenen [...]

Produktinformationen

Titel: Jugend und Identität
Untertitel: Identitätskonzepte und Identitätstheorien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Autor:
EAN: 9783838688237
ISBN: 978-3-8386-8823-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: diplom.de
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 156
Gewicht: 234g
Größe: H210mm x B148mm x T11mm
Jahr: 2005
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