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»Wider die Tabuisierung des Ungehorsams«

  • Kartonierter Einband
  • 430 Seiten
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War der Widerstand gegen den NS-Unrechtsstaat »Verrat« oder der »Samen« der westdeutschen Demokratie? 1952 beurteilte das Braunsch... Weiterlesen
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Beschreibung

War der Widerstand gegen den NS-Unrechtsstaat »Verrat« oder der »Samen« der westdeutschen Demokratie? 1952 beurteilte das Braunschweiger Landgericht als erstes westdeutsches Gericht den militärischen Widerstand vom 20. Juli 1944 als rechtmäßig. In diesem Prozess begründete Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, als Initiator des von 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main geführten Auschwitz-Prozesses bekannt, ein jedem Bürger zustehendes Recht zum Widerstand gegen den Unrechtsstaat. Sein Widerstandsbegriff zielte auf die Überwindung einer in Deutschland tief verankerten »Tabuisierung des Ungehorsams« und die Etablierung eines Widerstandsethos. Claudia Fröhlich rekonstruiert die öffentlichen und juristischen Debatten um Bauers Position und rückt die mit der Abwehr des Widerstandsrechts vollzogenen Beschädigungen der demokratischen Ordnung der Bundesrepublik in den Blick.

Autorentext

Claudia Fröhlich, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte der Freien Universität Berlin und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.



Inhalt
Inhalt Einleitung Erstes Kapitel: Fritz Bauers Widerstandsbegriff zwischen Pragmatismus und Prinzip: Der Braunschweiger Remer-Prozess 1. Fritz Bauer initiiert einen Prozess um den 20. Juli 2. Die Verfahrensstrategien der Prozessparteien im vergangenheitspolitischen Kontext 3. Die objektive Dimension des Widerstandsrechts Streitpunkt: Eid 4. Die objektive Dimension des Widerstandsrechts Streitpunkt: Hoch- und Landesverrat 5. Der politische Akteur Fritz Bauer und sein Widerstandsbegriff zwischen Pragmatismus und Prinzip Zweites Kapitel: Das Widerstandsrecht als Paradigma im Prozess der Demokratisierung 1. Fritz Bauers Begründung einer Ethik des Pluralismus: Vorrang des Subjekts und Identität des Bürgers versus nationale Identität 2. Die subjektive Dimension des Widerstandsrechts: Hermann Weinkauff gegen Fritz Bauer 2.1 »Widerstandsrecht des kleinen Mannes« oder »Widerstandsrecht der Amtsträger«? 2.2 Konfrontation zweier Denktraditionen und politischer Positionen: Naturrecht versus Pluralismus 2.3 Zur Einordnung der Konfrontation: »Freiheitssinn« gegen »Ordnungssinn« 3. Die subjektive Dimension des Widerstandsrechts: Fritz Bauer verteidigt Hans Oster 3.1 Widerstand im Kontakt mit dem Ausland Nothilfe und Anerkennung des Mitbürgers oder Landesverrat? 3.2 Zur Einordnung einer Denktradition: Antirationalismus und die »Gegenwart des Absurden« im Denken von Fritz Bauer . 4. Der demokratische Sozialist Fritz Bauer: Pluralismus, Humanismus, Diesseitigkeit statt Dogmatismus und Metaphysik Drittes Kapitel: Fritz Bauers Widerstandsbegriff zwischen »totalem« und »partiellem« Recht: NS-Prozesse gegen Juristen und Ärzte als Täter und Gehilfen der »Euthanasie« in Frankfurt a.M. 1. Zum Zusammenhang von NS-Prozessen und Widerstandsbegriff im Denken von Fritz Bauer 2. Die Verantwortung von NS-Funktionseliten Streitpunkt: subjektive Verantwortung der Beschuldigten 3. Die Verantwortung von NS-Funktionseliten Streitpunkt: Rechtspflicht zum Widerstand 4. Vom »totalen« zum »partiellen« Recht Zur Ausdifferenzierung des Widerstandsbegriffs bei Fritz Bauer Schlussbetrachtung Dank und Widmung Anhang Abkürzungsverzeichnis Archivalien, Periodika, Gedruckte Quellen und Literatur, Ausgewählte Schriften und Interviews von Fritz Bauer

Produktinformationen

Titel: »Wider die Tabuisierung des Ungehorsams«
Untertitel: Fritz Bauers Widerstandsbegriff und die Aufarbeitung von NS-Verbrechen
Autor:
EAN: 9783593378749
ISBN: 978-3-593-37874-9
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Campus
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: Allgemeines-Lexika
Anzahl Seiten: 430
Gewicht: 533g
Größe: H217mm x B144mm x T29mm
Jahr: 2006
Untertitel: Deutsch
Auflage: 1. Aufl. 02.2006