

Beschreibung
Diese Arbeit setzt sich damit auseinander, in welcher Weise der elektronische Handel die Wettbewerbschancen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) verändern kann und darüber hinaus auch damit, mit welchen Risiken und Aufwendungen diese Schritte realisiert wer...Diese Arbeit setzt sich damit auseinander, in welcher Weise der elektronische Handel die Wettbewerbschancen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) verändern kann und darüber hinaus auch damit, mit welchen Risiken und Aufwendungen diese Schritte realisiert werden können.
Aktuell geraten viele Unternehmen bei der Betrachtung der Integration eines B2C-Absatzkanals in den Konflikt, dem unter Umständen vorhandenen eigenen B2B-Absatzkanal direkte Konkurrenz zu bereiten und damit den B2B-Bereich zu schwächen. Neben diesem Konflikt sind auch das nicht leicht abzuschätzende nötige Investitionsvolumen und die reale Ertragserwartung allgegenwärtige Probleme bei der Entscheidung für eine duale B2C-Lösung.
Die vorliegende Studie widmet sich neben den theoretischen insbesondere auch den praktischen Aspekten und stellt eine Entscheidungshilfe für kleinere und mittlere Unternehmen dar. Des Weiteren sollen der Wandel im Konsumverhalten und die technischen Möglichkeiten gepaart mit rechtlichen Aspekten untersucht werden.
Autorentext
Christian Flick wurde 1979 in Melle (Niedersachsen) geboren. Neben nun 20-jähriger Berufserfahrung im Industrieeinkauf bei renommierten Unternehmen und einer dualen langjährigen selbständigen Tätigkeit im E-Commerce erwarb er im Jahr 2014 im Rahmen eines berufsbegleitenden Studiums den akademischen Grad des Master of Business Administration (MBA). Von der Motivation angetrieben, die betriebswirtschaftlichen Potenziale für diverse Unternehmen intensiv zu durchleuchten, entstand dieses praxisnahe Buch. Links zum Autor: www.christian-flick.de www.betrieblichesvorschlagswesen.de www.einkaufwissen.de www.buchportfolio.de Mathias Weber, geboren 1980, ist Gepr. IT-Projektleiter und blickt auf über 15 Jahre Erfahrung als Berater und Projektleiter in einer Web- und Kommunikationsagentur mit der Zielgruppe der mittelständischen Industrie zurück. Er lebt in der wirtschaftsstarken Region Ostwestfalen, wo sich Deutschlands Küchen- und Maschinenbaubranche konzentriert. Sein Schwerpunkt sind webbasierende Intranets für produzierende Unternehmen ab 100 Mitarbeitern, die interne Prozesse verschlanken und standardisieren, sowie die Einführung von E-Commerce-Plattformen für Hersteller von Markenartikeln und Großhändler. Links zum Autor: www.weberdev.de www.autor.weberdev.de www.betrieblichesvorschlagswesen.de www.buchportfolio.de
Leseprobe
Textprobe:
Kapitel 1.5, Zahlungsarten und Risikominimierung:
Sofern der/die HerstellerIn bzw. Shop-BetreiberIn, der auch eine Lieferung der bestellten Produkte an seine/n FachhändlerIn und damit auch die Vergütung vor Ort bei Abholung bietet, die direkte Zahlung bei Bestellung als Alternative ermöglicht, stellt sich die Frage der passenden Online-Zahlungsmethoden.
Die Studie E-Commerce Leitfaden 2012 des Beratungs- und Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg beschäftigt sich intensiv mit der Akzeptanz von Zahlungsverfahren und deren Auswirkung auf Online-Käufe. Im Wesentlichen ist die Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bereitstellung vertrauensbildender Zahlungsarten wie Rechnung und Lastschrift eine erhebliche Reduzierung der Kaufabbruchquoten von 60% bis 81% zur Folge haben kann.
Die Bereitstellung vieler Zahlungsarten kann somit den Kaufanreiz signifikant erhöhen und auch den durchschnittlichen Wert der Bestellungen nach oben beeinflussen. Wichtig ist hierbei, dass es ein Gleichgewicht gibt zwischen der Akzeptanz der Zahlungsarten durch den/die KundIn und der Risikominimierung für den/die Shop-BetreiberIn.
Im Folgenden werden die gängigen Zahlungsmethoden in Online-Shops näher beleuchtet:
Vorkasse:
Hier überweist der/die KundIn den Bestellungsbetrag vorab auf das Konto des/der Shop-BetreiberIn. Diese Zahlungsart ist aus Sicht des/der Shop-BetreiberIn die sicherste, bedeutet allerdings für den/die kaufende/n KundIn ein Risiko und erfordert somit einen hohen Vertrauensvorschuss gegenüber dem/der Shop-BetreiberIn. Darüber hinaus bedeutet dieser Vorgang eine Verzögerung der Auslieferung, denn diese erfolgt erst nach Prüfung des Zahlungseingangs.
Lt. Erhebungen der genannten Studie E-Commerce Leitfaden 2012 verlassen 79% der KaufinteressentInnen den Shop und suchen eine/n andere/n AnbieterIn, wenn nur die Zahlungsart Vorkasse angeboten wird. Wenn allerdings für Vorkassezahlung ein Anreiz in Form eines Rabatts von 3% oder einer versandkostenfreien Lieferung gewährt wird, lässt sich die Rate dieser Abbrüche deutlich verringern.
Nachnahme:
Die Zahlung per Nachnahme ist mit einem gewissen Aufwand sowohl für den/die Shop-BetreiberIn als auch für den/die KäuferIn verbunden. Bei Lieferung durch DHL bzw. die Deutsche Post wird der Betrag in bar oder per EC-Karte durch den Zusteller/die Zustellerin eingezogen. Der/die KundIn muss folglich bei Zustellung zu Hause sein. Darüber hinaus fallen z.B. gegenüber Vorkasse-Zahlung höhere Portogebühren an und auch eine zusätzliche Abwicklungsgebühr von 2 Euro durch die Deutsche Post. Anschließend erhält der/die Shop-BetreiberIn das Geld von der Deutschen Post/DHL.
Lastschrift:
Die Zahlungsart der Lastschrift, also des Bankeinzugs des Betrags durch den/die Shop-BetreiberIn, ist für den/die KundIn eine sehr bequeme Zahlungsmöglichkeit. Hier gibt der/die KundIn im Bestellprozess seine Bankverbindung an und der/die Shop-BetreiberIn zieht den Betrag ein. Für den/die Shop-BetreiberIn gibt es das Risiko, dass der/die KundIn den Zahlungseinzug nach erfolgter Lieferung bis zu sechs Wochen nach Einzug per Widerspruch bei seiner Bank rückgängig machen kann. Daher wird diese Zahlungsart oftmals durch große Shop-BetreiberInnen mit eigener Rechts-/Inkassoabteilung angeboten.
PayPal:
Die Zahlung über PayPal ist weltweit ein sehr etabliertes Medium. Da PayPal zur Ebay-Gruppe gehört und auch stark mit Ebay-Käufen verknüpft ist, nutzen allein über zwölf Mio. Deutsche aktiv diesen Zahlungsdienst. Bei Online-Käufen in Shops bezahlt man mit seinem PayPal-Konto. Wird die Zahlung im Shop erfolgreich bestätigt, obliegt PayPal das Zahlungsrisiko. Dort wird gegenüber dem/der KundIn per Guthaben, Kreditkarte oder Lastschrift abgerechnet, wovon der/die Shop-BetreiberIn jedoch nichts mitbekommt. Diese/r kann sein/ihr erhaltenes Geld, das wiederum als Guthaben auf seinem/ihrem PayPal-Account abzüglich einer Provision platziert wird, nach
