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Ein Lied von Schein und Sein

  • Fester Einband
  • 98 Seiten
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Beschreibung

Um Schein und Sein und Leben und Tod geht es in der Geschichte eines holländischen Schriftstellers, der eine Dreiecksgeschichte in Bulgarien vor hundert Jahren entwirft - nicht entwirft, vielmehr tauchen der Militärarzt Stefan Ficew, Laura und Oberst Ljuben Georgiew allmählich auf, zögernd und in Schüben, weil der Schriftsteller sich über den grundsätzlichsten Fragen von Fiktion und Realität aufhält. Als die Geschichte so etwas wie Konfliktreife erreicht hat, fährt er nach Rom, und mittlerweile sind auch seine bulgarischen Figuren in Rom eingetroffen ... Knapp und leicht, wie Cees Nooteboom (geboren 1933 in Den Haag) das Lied begonnen hat, bringt er es zu Ende.



Autorentext
Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman Philip en de anderen, der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfasst Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Die zehn Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte. Der Quarto-Band Romane und Erzählungen versammelt die gesamte fiktionale Prosa des Autors. Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Helga van Beuningen, geboren 1945 in Obergünzburg, studierte Englische und Niederländische Sprache in Heidelberg, wo sie anschließend 15 Jahre lang Niederländisch lehrte. Seit 1984 lebt sie als freie Übersetzerin in Bad Segeberg.

Leseprobe

Das ist doch schließlich die Arbeit eines Schriftstellers«, sagte der Schriftsteller. »Wie ein Adler über den Figuren zu kreisen, die er verfolgen will. In diesem Fall dem Arzt und dem Oberst.« »Die gibt es also?« fragte der andere Schriftsteller. »Du arbeitest nach tatsächlich existierenden Figuren?« »Sie existieren von dem Augenblick an, in dem du sie erfunden hast«, antwortete der Schriftsteller, der sich da gar nicht so sicher war. Das Gespräch langweilte ihn. Wie könnte er auch dem anderen Schriftsteller begreiflich machen, daß er weder den Arzt noch den Oberst vor sich sah, daß er sie eben erst, im Verlauf dieses Gesprächs, erfunden hatte, um dem geisttötenden Geschwätz (über den Beruf, mein Gott, warum schreibst du nichts mehr) ein Ende zu machen. In den leeren Hallen, in denen seine Gedanken jetzt weinten, eine Bahnhofshalle, der Warteraum eines Krankenhauses, ein Turnsaal, nahm er die vagen Umrisse einer militärischen Gestalt wahr. Epauletten, ziemlich operettenhaft. Die Geschichte spielte folglich nicht in dieser Zeit oder nicht auf diesem Kontinent. Denn wer trüge hier und jetzt noch solche Epauletten? »Wie alt sind sie?« fragte der andere Schriftsteller. Der Schriftsteller antwortete nicht. Wußte er jetzt schon, daß es eine Kaserne war, weil er diese Epauletten gesehen hatte? Im leeren Kasino dieser Kaserne sah er das Stethoskop vorbeigehen, von nichts und niemandem begleitet.

Produktinformationen

Titel: Ein Lied von Schein und Sein
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783518220245
ISBN: 978-3-518-22024-5
Format: Fester Einband
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 98
Gewicht: 146g
Größe: H184mm x B116mm x T17mm
Jahr: 1989
Auflage: 4. A.

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