

Beschreibung
Die 3. Auflage des Lehrbuchs zur Performanceanalyse von Investmentportfolios stellt eine völlig überarbeitete und wesentlich erweiterte Fassung der erfolgreichen Vorauflagen dar. Am allgemeinen Konzept, grundlegende Anwendungen in der Praxis durch detaillierte...Die 3. Auflage des Lehrbuchs zur Performanceanalyse von Investmentportfolios stellt eine völlig überarbeitete und wesentlich erweiterte Fassung der erfolgreichen Vorauflagen dar. Am allgemeinen Konzept, grundlegende Anwendungen in der Praxis durch detaillierte Beispiele zu veranschaulichen, wurde jedoch festgehalten. Neu hinzugekommen sind umfassende Darstellungen der Analysemethoden für Rentenportfolios und Portfolios, die in mehrere Anlageklassen investieren. Ferner werden Analysetechniken für alternative Anlageklassen wie Hedgefonds eingehend beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung risikoadjustierter Performanceanalysen. Die anderen Kapitel über Risiko- und Performancemaße, Benchmarks, die Attributionsanalyse von Aktienportfolios und die Global Investment Presentation Standards (GIPS) wurden unter Berücksichtigung der neuesten Literaturbeiträge aktualisiert und wesentlich erweitert. Das Buch richtet sich in erster Linie an Studierende der Finanzmathematik, an Investmentanalysten, an Wirtschaftsprüfer sowie an Consultants im Bereich des Asset Managements.
Autorentext
Dr. Bernd Fischer ist seit dem 1. April 2009 Geschäftsführer der IDS GmbH - Analysis and Reporting Services (IDS), einer auf das operative Investmentcontrolling spezialisierten Tochtergesellschaft der Allianz SE. In dieser Funktion verantwortet er den Bereich Portfolioanalyse am Standort Frankfurt, der Reporting-Services für die Allianz Global Investors Deutschland-Gruppe zur Verfügung stellt. Dr. Fischer war von 2001 bis 2006 als Global Head of Risk & Investment Controlling für das weltweite Asset Management im Commerzbank-Konzern tätig. Von 2002 bis 2009 hat er den Bereich Risiko- und Investmentcontrolling der cominvest Asset Management GmbH aufgebaut und geleitet. Ferner war Dr. Fischer von 2000 bis 2004 Mitglied des Investment Performance Councils, der mit der Erstellung der Global Investment Performance Standards betraut war.
Leseprobe
1 Einordnung der Performanceanalyse in den Produktionsprozess der Vermögensverwaltung (S. 1)
1.1 Anwendungsgebiete der Performanceanalyse
Die verschiedenen Formen der im Rahmen der Vermögensverwaltung (Asset Management) zur Verfügung stehenden Anlageprodukte sind in ihrer Gesamtheit von Einzelnen kaum noch zu überblicken. Das Spektrum erstreckt sich von Direktanlagen in einzelnen Wertpapieren oder Objekten über Produkte, die viele Einzelanlagen kombinieren (Investmentfonds, Zertifikate, Produkte im Versicherungsbereich), bis hin zu komplizierten abgeleiteten Instrumenten (Derivaten).
Ein wichtiger Bereich der Vermögensverwaltung, der im Rahmen dieser Abhandlung repräsentativ herausgegriffen und mit Beispielen illustriert werden soll, ist der Bereich der Investmentfonds. Wie Abbildung 1.1 verdeutlicht, zeichnet sich dieser Bereich durch sehr hohe Gesamtvolumina und Wachstumsraten aus. Auch dieses Segment, für sich betrachtet, bietet bereits eine nur schwer zu überschauende Palette unterschiedlicher Produktformen und Produkte.
Das Spektrum reicht von Aktien- und Rentenfonds über Geldmarktfonds bis hin zu Immobilien- und Derivatefonds. Diese einzelnen Kategorien liegen wiederum in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausprägungen vor, sodass selbst bei dieser Fokussierung nur einzelne Teilbereiche näher beleuchtet werden können.
Die im Rahmen dieser Darstellung beschriebenen Formen der Performancemessung und -analyse sowie der Darstellung der Ergebnisse sind jedoch prinzipiell auf sämtliche Formen von Finanzanlagen anwendbar. Voraussetzung im Einzelfall ist jedoch, dass die benötigten Informationen vorliegen und dass gegebenenfalls ein adäquater Vergleichsmaßstab ( Benchmark") vorhanden ist, mit dem die Managementleistung des Portfoliomanagers verglichen werden kann.
1.2 Prozesskomponenten der Vermögensverwaltung und Überblick über wichtige Investmentstile
Entsprechend der wachsenden Zahl unterschiedlicher Produkte, dem starken Anstieg der verwalteten Volumina und dem Umfang der zu berücksichtigenden gesetzlichen Vorschriften gestaltet sich der Produktionsprozess in der Vermögensverwaltung immer aufwendiger. Unter dem Produktionsprozess wird bei dieser Sichtweise die Gesamtheit aller Funktionen verstanden, die zum Erreichen der Anlageziele der Kunden beitragen.
Darunter fallen nicht nur die klassischen" Bereiche des eigentlichen Portfoliomanagements oder der Kundenberatung, sondern auch Bereiche, die eher in der Geschäftsabwicklung ( Back Office") angesiedelt sind, wie etwa das Anlage- oder Risikocontrolling oder die Portfolioanalyse.
In Abbildung 1.2 wird versucht, die wichtigsten Komponenten zusammenzustellen und Verbindungen zwischen ihnen aufzuzeigen. Dabei hängt es selbstverständlich von der Größe des Vermögensverwalters (betreute Volumina, Anzahl der Portfolios und Mitarbeiter etc.) ab, ob alle aufgezeigten Bereiche als separate Komponenten interpretiert werden oder ob Teile bei der konkreten Realisierung innerhalb einer Gesellschaft organisatorisch zusammengefasst werden.
Ferner besteht die Möglichkeit, dass einzelne Bereiche wegfallen, wie z. B. die Komponente GIPS, deren Beachtung auf freiwilliger Basis erfolgt. Bereiche können auch ausgelagert werden. Ein Standardbeispiel ist hier die sogenannte Master-KAG, die lediglich die administrativen Aufgaben bei der Fondsverwaltung wahrnimmt, das eigentliche Fondsmanagement jedoch auslagert.
Die zentralen Komponenten der Vermögensverwaltung sind die Bereiche Anlageberatung, Kundenbetreuung (Reporting) und Portfoliomanagement. Im ersten Bereich wird herausgearbeitet, welche Investitionsform am besten geeignet ist, die individuellen Anlage- bzw. Risikopräferenzen des Investors widerzuspiegeln. Bei diesem Schritt beziehen Kunden häufig externe Berater (sogenannte Investment Consultants) mit ein. Daher ist es für Vermögensverwalter wich
Inhalt
'1;Vorwort zur dritten Auflage;8
2;Vorwort zur zweiten Auflage;9
3;Aus dem Vorwort zur ersten Auflage;10
4;Inhaltsverzeichnis;12
5;1 Einordnung der Performanceanalyse in den Produktionsprozess der Vermögensverwaltung;18
5.1;1.1 Anwendungsgebiete der Performanceanalyse;18
5.2;1.2 Prozesskomponenten der Vermögensverwaltung und Überblick über wichtige Investmentstile;19
6;2 Renditemaße;23
6.1;2.1 Basisformel der Renditeberechnung;23
6.2;2.2 Geometrische Verknüpfung und Skalierung von Renditen;25
6.3;2.3 Interner Zinssatz;26
6.4;2.4 Zeitgewichtete Rendite;30
6.5;2.5 Vergleich zwischen der zeitgewichteten Rendite und dem internen Zinssatz;44
6.6;2.6 Näherungsverfahren bei der Berechnung der zeitgewichteten Rendite;51
6.7;2.7 Aktive Rendite;77
6.8;2.8 Stetige Verzinsung;80
6.9;Anhang zu Kapitel 2;88
6.9.1;A Gleichheit zwischen der zeitgewichteten Rendite und dem internen Zinssatz;88
6.9.2;B Zur Lösung der Polynomgleichungen, die bei der Ermittlung des in-ternen Zinssatzes auftreten;89
6.9.3;C Zeitgewichtete Rendite und die BVI-Methode;92
6.10;Übungen zu Kapitel 2;94
7;3 Indizes und die Konstruktion von Benchmarks;98
7.1;3.1 Grundbegriffe;98
7.2;3.2 Aktienindizes;101
7.3;3.3 Rentenindizes;116
7.4;3.4 Geldmarktindizes;121
7.5;3.5 Peergroup-Vergleiche und Fondsuniversen;123
7.6;3.6 Benchmarks für Portfolios mit mehreren Anlagesegmenten;125
7.7;Übungen zu Kapitel 3;129
8;4 Attributionsanalyse bei Aktienportfolios gemäß dem Brinson-Ansatz;130
8.1;4.1 Grundlagen einer Attributionsanalyse;130
8.2;4.2 Attributionsanalyse gemäß dem Brinson-Ansatz im Einperiodenfall;141
8.3;4.3 Attributionsanalyse gemäß dem Brinson-Ansatz im Mehrperiodenfall;181
8.4;4.4 Attributionsanalyse in geometrischer Form;217
8.5;4.5 Aufschlüsselung des internen Zinssatzes;225
8.6;Anhang zu Kapitel 4;227
8.6.1;A Brinson-Ansatz im Mehrperiodenfall unter Abspaltung der Wäh-rungskomponenten bei einem aktiven Währungsmanagement: Lö-sungsansatz 1;227
8.6.2;B Brinson-Ansatz im Mehrperiodenfall unter Abspaltung d…