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BE-HAND-LUNG

  • Kartonierter Einband
  • 152 Seiten
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Eine RISS-Nummer mit dem Thema Be-hand-lung zu machen, liegt nicht auf der Hand, erst recht nicht, wenn der Fokus auf die psychoan... Weiterlesen
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Beschreibung

Zusammenfassung
Eine RISS-Nummer mit dem Thema Be-hand-lung zu machen, liegt nicht auf der Hand, erst recht nicht, wenn der Fokus auf die psychoanalytische Kur gelegt wird. Dass die Hand zum Gruss und zum Abschied dargeboten wird, dass dort, wo Analytiker an der Barzahlung festhalten, die Hand des Analysanten dem Portemonnaie Geld entnimmt, all das scheint im Vergleich zum Sprechen und Hören, zur Entdeckung des Unbewussten, nebensächlich zu sein, ein Eindruck, der dadurch verstärkt wird, dass nicht uberall mit der Hand gegrusst wird in asiatischen Ländern gilt das als unschicklich , und die Psychoanalyse ist dennoch möglich. Wie aber, wenn uber Zusammenhänge von Hand und Sprache nachgedacht wird? Dann zeigt sich, dass dieses menschliche Organ, das sich grundlegend von Tatzen, Pfoten und Flossen unterscheidet, einerseits in die Symbolische Ordnung eingebunden ist, was sich am deutlichsten in der Gabe manifestiert, andererseits in jene einfließt, so dass das Wort ergriffen und gar entzogen werden kann; die Hand ist deshalb anwesend, auch wenn sie nicht zum Gruß und zur Verabschiedung gegeben wird. Das weist darauf hin, dass unser Thema doch Hand und Fuß hat. Dies umso mehr, als die Hand auch auf andere Weise in der psychoanalytischen Klinik im Spiel ist: Sowohl Kinderanalysen wie auch Psychotherapien von Psychosen vertrauen auf das, was durch die Tätigkeit der Hände, wenn sie kneten, zeichnen, spielen, herauskommt. Dabei eröffnen sich oft uberraschende Zugänge zum Unbewussten. Nicht vergessen werden soll dabei die Praktik Freuds, der zu Beginn seiner psychoanalytischen Tätigkeit mit seinen Händen Druck auf die Stirne der Patienten ausubte. Die Reichweite der Hand fuhrt schließlich bis in die Theorie, in der die Hand unversehens in Begriffen wie Subjekt, Objekt, sogar Verwerfung auftaucht; in der Tat: Werfen ohne Hand ist nicht vorstellbar. Genug der Hinweise und Fingerzeige! In der vorliegenden Ausgabe versuchen neun Autoren aus unterschiedlichen Perspektiven die Tragweite der Hand auch der Hände aufzuweisen. Das Spektrum reicht von anthropologischen, epistemologischen, literarischen bis zu klinischen Beiträgen. Drei Rezensionen beschließen das Heft. Der Dank der RISS-Redaktion, des VISSIVO-Verlags und des Herausgebers geht zunächst an den Lektor Peter Märki, der in Zusammenarbeit mit den Autoren fur eine optimale Lesbarkeit der Beiträge gesorgt hat; an Martin Pawelkiwitz, der erneut die formalen Kriterien dieser Ausgabe uberpruft hat; an die beiden französischsprachigen Autoren Catherine Morin und Bruno Clavier, die die Übersetzung ihres Beitrags autorisiert und bei der Lösung von Problemen mitgeholfen haben. Die nächste Ausgabe (Nr. 87), die im Fruhjahr 2018 erscheinen wird, beschäftigt sich mit dem Lugen einem aktuellen Thema, das gegenwärtig kaum ubergangen werden kann. Peter Widmer, Herausgeber Mit Artikeln von: Bruno Clavier, Artur R. Boelderl, Bettina Kupfer, Karl-Josef Pazzini, Dagmar Ambass, Georg Augusta, Catherine Morin, Ulrike Bondzio-Müller, Peter Widmer, Mai Wegener, Hans-Dieter Gondek.

Inhalt
Editorial Bruno Clavier: Autismus und transgenerationelle Psychoanalyse Der Fall eines autistischen Kindes, Aline Artur R. Boelderl: Hand_reichungen und Fuß_noten. Zwischen Mensch und Tier Bettina Kupfer: «Knuper, knuper kneischen, wer knupert an meinem Häuschen?» oder: «Gib der Dame brav die Hand!» Karl-Josef Pazzini: Eigensinn & Soulèvements. Hände hoch Dagmar Ambass: Der Babys sprechende Hände und Körper: ein Sprechen im Realen? Georg Augusta: Finger-Phantasmen Catherine Morin: Die Hand: vom Objekt zum Symbol Ulrike Bondzio-Müller: Die psychoanalytische Kur eine Behandlung? Peter Widmer: Die Hand des Subjekts Buchbesprechungen Mai Wegener: Johann Georg Reicheneder: Freuds Traum von einer neuen Wissenschaft. Chemie und Bakteriologie im Traum von Irmas Injektion Hans-Dieter Gondek: Peter Widmer: Die traumatische Verfassung des Subjekts Abstracts und Schlüsselwörter (d/f/e), Autoren

Produktinformationen

Titel: BE-HAND-LUNG
Untertitel: RISS 86. Zeitschrift für Psychoanalyse (Freud - Lacan)
Editor:
EAN: 9783038460435
ISBN: 978-3-03846-043-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VISSIVO
Genre: Psychoanalyse
Anzahl Seiten: 152
Gewicht: 330g
Größe: H217mm x B149mm x T15mm
Jahr: 2017