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Bildung, Erziehung und Sozialisation in der frühen Kindheit

  • Kartonierter Einband
  • 400 Seiten
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Die Sozialisationsbedingungen von Kindern haben sich verändert. Einerseits verbringen Kinder ihre ersten Lebensjahre zunehmend in ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Sozialisationsbedingungen von Kindern haben sich verändert. Einerseits verbringen Kinder ihre ersten Lebensjahre zunehmend in Organisationen der Elementarpädagogik wie Krippe und Kindertagesstätte, wo sie häufiger den ganzen Tag untergebracht sind. Aber auch dort finden sie einen gewandelten Alltag vor. Die Fachkräfte verbringen ihre Zeit weniger in gemeinsamen Situationen mit den Kindern, wo sie in leiblich vermittelten Wechselprozessen Normen, Werte, Sinn und Bedeutung sozialen Handelns übermitteln. Vielmehr fokussiert sich ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf Konstellationen wie Konzepte und Qualitätsprogramme, die Analyse, Evaluation und Dokumentation kindlichen Verhaltens in den Vordergrund stellen. Die qualitative Studie zeigt in einem historischen Abriss die Entwicklung unterschiedlicher Formen der Kinderbetreuung, stellt exemplarisch drei politische Bildungsinitiativen im Elementarbereich vor und untersucht die Auswirkungen dieser Vorgaben auf den Betreuungsalltag von Kindern in Kindertagesstätten. Dabei wird in einer gesellschaftstheoretischen Analyse der Interviews ein Zusammenhang hergestellt zur Tendenz der Ökonomisierung des Sozialen in allen Teilbereichen der Gesellschaft. Weiterhin zeigt die leibphänomenologische Analyse auf, welche Schwierigkeiten es den Fachkräften bereitet, den Verlust intersubjektiver Wechselbeziehungen mit Kindern zu beschreiben und versucht, anhand der Konzepte der 'leiblichen Kommunikation' und der 'Situationen und Konstellationen' von Hermann Schmitz adäquate Begriffe anzubieten. Das Buch soll darauf hinweisen, wie bedeutsam gemeinsame Situationen mit Kindern für ihre Individuation und Sozialisation sind und dass ein Übergehen und Vernachlässigen dieser elementaren Wechselprozesse zugunsten von Konstellationen womöglich einen neuen Typus von Kind generiert, der lediglich gesellschaftlichen Anforderungen angepasst wird und in seiner Bedürftigkeit, seinen Potenzialen und seiner Einzigartigkeit kaum noch wahrgenommen wird.

Klappentext

Diese Studie zeigt in einem historischen Abriss die Entwicklung unterschiedlicher Formen der Kinderbetreuung und untersucht die Auswirkungen dieser Vorgaben auf den Betreuungsalltag von Kindern in Kindertagesstätten. Anhand von Richard Sennetts Flexibilitätskonzept wird auch in diesem Bereich die Tendenz zur Ökonomisierung des Sozialen aufgewiesen. Ferner wird mit Hermann Schmitz' Konzepten der "leiblichen Kommunikation" und der "Situationen und Konstellationen" gezeigt, wie bedeutsam gemeinsame Situationen mit Kindern für ihre Individuation und Sozialisation sind.

Produktinformationen

Titel: Bildung, Erziehung und Sozialisation in der frühen Kindheit
Untertitel: Eine qualitative Studie unter Einbeziehung von Richard Sennetts Flexibilitätskonzept und Hermann Schmitz' Neuer Phänomenologie
Autor:
EAN: 9783495485361
ISBN: 978-3-495-48536-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Karl Alber
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 400
Gewicht: 609g
Größe: H214mm x B139mm
Veröffentlichung: 07.11.2012
Jahr: 2012
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