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Märtyrer des Sozialismus

  • Kartonierter Einband
  • 361 Seiten
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Aktuelle Studien zur ZeitgeschichteKarl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden in der DDR mit einem jährlichen Gedenktag, mit Denkmä... Weiterlesen
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Beschreibung

Aktuelle Studien zur Zeitgeschichte

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden in der DDR mit einem jährlichen Gedenktag, mit Denkmälern, Biografien und Filmen als Märtyrer geehrt. Die SED präsentierte sich dabei als ihre direkte Erbin. In scharfsinnigen Analysen von SED-Publikationen, der Liebknecht-, aber auch der Thälmann- Filme sowie der Gedenkstätte des Sozialismus zeigt Barbara Könczöl die Konstruktion eines Mythos, der für die Identität der SED und der DDR zentral war.

Vorwort
Aktuelle Studien zur Zeitgeschichte

Autorentext
Barbara Könczöl, Dr. des. phil., promovierte an der Universität Leipzig und ist DAAD-Lecturer für Geschichte an der Cambridge University.

Leseprobe
Schlussbemerkung "Karl und Rosa ziehen nicht mehr", so überschrieb die "tageszeitung" doppeldeutig ihren Bericht über das Liebknecht-Luxemburg-Gedenken im Januar 2005. "Karl und Rosa ziehen nicht mehr", das musste auch die SED zum Ende ihrer Herrschaft erfahren. Der Gründungsmythos der Partei war inhaltsleer geworden und das mit ihm verbundene innerweltliche Erlösungsversprechen hatte seine Wirkungskraft eingebüßt. Und dennoch, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verschwanden im Gegensatz zu Ernst Thälmann nicht sang- und klanglos in der Mottenkiste ausgemusterter politischer Ikonen. Ziel dieses Buches war es, die Rolle, welche die beiden Märtyrer im legitimatorischen Entwurf der SED innehatten, zu bestimmen. Fasst man die Ergebnisse zusammen, so zeigt sich, dass der mit dem Liebknecht-Luxemburg-Gedenken verbundene konstitutive Mythos der Partei keineswegs ein einfacher Additionsmythos zum Antifaschismus war. Die SED-Führung hatte vielmehr den mobilisierenden Ursprungsmythos der KPD in ein affirmatives, macht- und herrschaftsfundierendes Narrativ verwandelt. Als Gründer der Partei, als Vorkämpfer und Märtyrer einer sozialistischen Revolution in Deutschland hatten Luxemburg und Liebknecht ihren festen Platz im Pantheon der SED. Im Zentrum der Verehrung standen allerdings weniger die beiden Parteiahnen als herausragende Individuen als vielmehr die "Organisation als Held" (Breuer) - die Partei, die sich als die rechtmäßige Erbin und Vermächtniserfüllerin von Luxemburg und Liebknecht präsentierte. Die Sakralisierung der Märtyrer diente der Partei als Instrument, sich selbst zu sakralisieren. Durch das Gedenken an Luxemburg und Liebknecht verband sie einen entwicklungsgeschichtlichen Entwurf mit einer Heilsgeschichte, so dass aus der historischen Mission der Arbeiterklasse die historische Mission der SED wurde. Unter Berufung auf die revolutionären Märtyrer erfand sich die SED eine Tradition des revolutionären Kampfes der deutschen Kommunisten, in die sie sowohl die Kämpfe der deutschen Linken und das revolutionäre Selbstopfer Luxemburgs und Liebknechts einreihte als auch den antifaschistischen Kampf und Thälmanns Märtyrertod. An das Ende dieser Entwicklung setzte sie sich selbst. Sie präsentierte sich so als die Partei, die mit Hilfe des wissenschaftlichen Instrumentariums des Marxismus-Leninismus die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen hatte und daher als Avantgarde für sich in Anspruch nehmen konnte, die historische Mission zu erfüllen. Sie stellte sich also als auf der höchsten Entwicklungsstufe des deutschen Kommunismus stehende Partei dar, deren Bestimmung es war, das Vermächtnis der Märtyrer zu verwirklichen und ein sozialistisches Deutschland aufzubauen. Dies wurde gebetsmühlenartig in Reden zum Jahrestag der Ermordung von Luxemburg und Liebknecht und anderen offiziellen Anlässen wiederholt. Doch damit nicht genug, die SED hatte in der Gedenkstätte der Sozialisten ihren Traditionsentwurf in Stein verewigen lassen und die Parteiführung reaktualisierte und legitimierte alljährlich auf der Kampfdemonstration nach Berlin-Friedrichsfelde ihren Führungsanspruch. Hier inthronisierte sie sich als die legitime Erbin der Märtyrer. Die historische Mission der deutschen Arbeiterklasse, geführt von ihrer marxistisch-leninistischen Kampfpartei, bildete also das heilsgeschichtliche Meta-Narrativ, in das sich sowohl der Kampf der deutschen Linken gegen Militarismus und Imperialismus, als auch der antifaschistische Kampf einordnen ließen. Dies war jedoch mehr als nur die legitimatorische Rechtfertigung der Herrschaft der SED. Heilsgewissheit und Geschichtsphilosophie griffen ineinander und schufen eine Voraussetzung dafür, den Glauben an die Legitimität der Herrschaft der Partei - vor allem im Hinblick auf die Kader der SED - mit einer vorreflexiven und mentalitätsverbürgenden Grundlage politischer und kultureller Selbstverständlichkeit auszustatten. Eine besondere Leistung dieser narrativen Konstruktion kann darin gesehen werden, dass sie darauf ausgelegt war, die Niederlagen des deutschen Kommunismus in eine Erfolgsgeschichte umzuformulieren, die Diskontinuitäten und Misserfolge in einer Teleologie auflöste, die so ohne Brüche in einer direkten Kontinuitätslinie verlaufen konnte. Dieser Entwurf und vor allem das zentrale Motiv des Kampfes enthielten eine manichäische Weltsicht, die Freund und Feind, Gut und Böse voneinander trennte. Die Feindbilder bezogen sich ebenso auf äußere wie auf innere Feinde, beide stellten zentrale Momente in der Erzählung vom Mord an Luxemburg und Liebknecht dar: "Luxemburgismus" und "Sozialdemokratismus" im Inneren ließ die Parteiführung ebenso verdammen und bekämpfen, wie sie Politiker der Bundesrepublik mit den Mördern und Drahtziehern des Mordes an den beiden Parteiführern gleichgesetzte. Die Definition der eigenen, alternativlosen politischen Zielsetzung war nicht ohne die Abgrenzung vom politischen Gegner zu denken. Doch die SED-Führung setzte die Freund-Feind-Konstruktion nicht nur bewusst propagandistisch ein, letztere spiegelte vielmehr die Weltsicht und Ordnungsvorstellungen wider, in der viele der Spitzenfunktionäre der SED sozialisiert worden waren. Die marxistische Vorstellung vom Klassenkampf hatte sich mit der Erinnerung an den Mord an Luxemburg und Liebknecht, der Erfahrung des Kampfes der deutschen Kommunisten in der Weimarer Republik sowie jener der Verfolgung und des Widerstands in der Zeit des Nationalsozialismus vermischt und so das manichäische Weltbild in ihre Köpfe eingeschrieben. Dies trug in Verbindung mit der Ideologie des Marxismus-Leninismus und dem darin enthaltenen Prinzip der Parteilichkeit zur strikten Unterwerfung unter die Parteidisziplin bei; es galten das "Diktat des Konsenses" (Sabrow) und die Ansicht, dass jede Form von öffentlich geäußertem Dissens auf feindliche Aktivitäten zurückzuführen sei. Die Mythenproduzenten blieben der Vorstellungswelt und dem Ordnungsentwurf, den diese Mythen aussprachen, verhaftet. Die Mythisierung immunisierte auf diese Weise auch gegen Selbstreflexion und trug so zur Reformunfähigkeit des Systems bei. Öffentlich außerhalb des engen Rahmens der Parteigremien vorgetragene Kritik konnte in dieser manichäischen Weltsicht nichts anderes sein als ein feindseliger Akt, spielte sie doch direkt dem Klassengegner in die Hände oder war bereits von diesem initiiert; an einen Dialog mit Kritikern oder gar Dissidenten war nicht zu denken. Die Partei fundamental zu kritisieren, hätte insbesondere für die kommunistischen Veteranen, die schon vor 1945 in der kommunistischen Bewegung sozialisiert worden waren und aus deren Reihen sich die politische Führungsriege der SED rekrutierte, bedeutet, das eigene Wertsystem, ja die gesamte eigene Biographie in Frage zu stellen. Catherine Epstein spricht in diesem Zusammenhang davon, dass diese kommunistischen Veteranen, deren Wert- und Ordnungsvorstellungen das politische System der DDR nachhaltig prägten, in ihrem antifaschistischen Weltbild gefangen waren. Sicherlich waren Verfolgung und Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus ebenso wie der Sieg der Roten Arme einschneidende Erlebnisse, doch die manichäische Weltsicht hatte sich nicht erst durch die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus entwickelt und lässt sich auch nicht allein auf die stalinistische Sozialisation vieler Genossen zurückführen. Sie hatte vielmehr - wie diese Arbeit gezeigt hat - ihre Wurzel in der Weimarer Republik und war durch den kommunistischen Gründungsmythos, der mit der Erinnerung an die Ermordung von Luxemburg und Liebknecht zusammenhing, geprägt worden. Denn dieser trug dazu bei, sowohl die Erinnerung an die aus dem Feuer der Revolution geborene Partei als auch an den Verrat der Sozialdemokraten in das kollektive Gedächtnis der KPD einzuschreiben und so die Vorstellung vom bis zum äußersten bereiten Gegner, mit dem keinerlei Kompromisse gemacht werden dürften, in den Köpfen der Funktionäre zu verankern. Als unter Honecker die utopische Vision in immer weitere Ferne zu rücken schien, blieb dies nicht ohne Konsequenzen für den Mythos von Luxemburgs und Liebknechts Erben; er wurde immer weiter ausgehöhlt und somit inhaltsleer. Allerdings korrespondierte der Substanzverlust weder mit einer Aufgabe der rituellen Praktiken noch lösten sich tradierte Denkmuster völlig auf. Ganz im Gegenteil sollte die Beteiligung an der Kampfdemonstration zu Ehren von "Karl und Rosa" jedes Jahr, nach Willen der Parteiführung, ansteigen und so eine stetig wachsende Zustimmung zur Politik der SED sowie die von oben inszenierte Einheit von Herrschern und Beherrschten symbolisieren. Doch vermochte dies nicht, die zunehmende Inhaltsleere zu kompensieren; das integrative wie legitimatorische Potential der Veranstaltung und des hier in Szene gesetzten Mythos nahmen ab. Das Märtyrergedenken geriet spätestens seit den siebziger Jahren selbst für viele Funktionäre zu einer Pflichtveranstaltung, bei der man nicht unbedingt mehr mit dem nötigen Ernst und Enthusiasmus bei der Sache war, sondern sich lieber hinter die Tribüne zum Rauchen verdrückte. Es lässt sich also feststellen, dass der Mythos Mobilisierungskraft einbüßte, doch gleichzeitig blieben die in ihm enthaltenen Orientierungsmuster und Wertvorstellungen intakt. Dies galt nicht nur für die Generation der kommunistischen Veteranen, die an den Schaltstellen der Macht saßen, diese Weltsicht formte vielmehr auch die Vorstellungswelt ihrer potentiellen Nachfolger, den Angehörigen der so genannten Flakhelfer- oder FDJ-Generation, deren Parteikarriere erst nach 1945 begann. Doch geschah dies nicht allein durch den antifaschistischen Mythos, sondern auch das Gedenken an Luxemburg und Liebknecht spielte hierbei eine Rolle. So erklärte beispielsweise Egon Krenz noch im Januar 1999 in einem Radio-Interview auf die Frage, warum man im Herbst 1989 nicht auf die Demonstranten habe schießen lassen, dass er nicht zum Noske werden wollte und setzte so die Situation des Winters 1918/1919 mit der vom Herbst 1989 gleich. Sicherlich ist die Zahl jener, die bis zum Ende der DDR und noch darüber hinaus dieser Vorstellungswelt mit einer solchen Vehemenz verhaftet blieben, sehr gering und keinesfalls auf die Gesamtgesellschaft zu übertragen. Seine größte Integrationswirkung entfaltete der Mythos bei jenen Teilen der Bevölkerung, die sich selber als Kommunisten verstanden. Es zeigt sich jedoch, dass die im Mythos enthaltenen Orientierungsmuster vor allem bei Angehörigen der FDJ-Generation auch nach dem politischen Umbruch verfügbar blieben. Insbesondere für jene, die in der DDR eine politische Funktion innegehabt hatten - sprich besonders gut in das System integriert waren - und für die der politische Umbruch eine komplette Infragestellung oder gar Entwertung der eigenen Biographie bedeutet hatte, besaß der Mythos noch eine sinnstiftende Orientierungsfunktion: Als im Herbst 2006 in der Gedenkstätte der Sozialisten eine Gedenkplakette für die Opfer des Stalinismus enthüllt wurde, protestierte eine kleine Gruppe überwiegend älterer Demonstranten - darunter auch Kurt Andrä, der ehemalige Sekretär Wilhelm Piecks - gegen die Aufstellung. Letzterer erklärte, für ihn sei die Stätte nun ein zweites Mal geschändet worden und man könne sich ja denken in wessen Nachfolge die Aufsteller des Gedenksteins agiert hätten. Interessant ist in dieser Hinsicht auch die postdiktatoriale Renaissance des Gedenkrituals: Seit der Wiederbelebung der Demonstration zu Beginn der neunziger Jahre ziehen nicht nur die unterschiedlichsten linken Gruppen alljährlich zur Gedenkstätte in Friedrichsfelde, vielmehr fällt besonders die hohe Beteiligung von älteren Menschen auf, die in großer Zahl wieder an den SED-Kundgebungsort strömen. Eine genaue Studie dieses Phänomens steht noch aus, doch lassen Berichte und Interviews in verschiedenen Tageszeitungen darauf schließen, dass es sich dabei um Angehörige jener Generation handelt, die ihre gesamte Sozialisation in der DDR durchlaufen hatten. Bei den Vertretern dieser Generation - vor allem wenn sie von der kapitalistischen Wirklichkeit der Bundesrepublik enttäuscht sind - scheint die Erzählung von Luxemburg und Liebknecht als Märtyrer des kommunistischen Kampfes für eine bessere, sozialistische Welt noch verankert zu sein. Für die nachfolgenden Generationen der in die DDR Hineingeborenen lässt die Motivation, an dem Gedenken teilzunehmen, jedoch nach - seit Ende der neunziger Jahre sinken die Teilnehmerzahlen wieder - immer weniger Alte können noch teilnehmen und immer weniger Junge kommen nach. Betrachtet man die Entwicklung des Gedenkens nach 1989, so scheinen sich hier die generationsspezifischen Befunde von Epstein zu bestätigen - doch für genaure Aussagen sind weitere Studien notwendig.

Inhalt
Inhalt Vorwort Einleitung 1 Theoretischer Entwurf: Sakralisierung von Politik und politische Mythen in der DDR 1.1 Politische Religion und Sakralisierung von Politik 1.1.1 Frühe Vertreter des säkularreligiösen Ansatzes 1.1.2 Kommunismus als politische Religion 1.1.3 Sakralisierung von Politik 1.1.4 Zusammenfassung 1.2 Die SED und Sakralisierung von Politik 1.2.1 Marxismus-Leninismus als szientistische Weltanschauung 1.2.2 "Die Partei hat immer recht": Charisma der Vernunft, Avantgarde und Mythenbildung 1.3 Politische Mythen 1.3.1 Funktionen politischer Mythen 1.3.2 Revolutionäre Mythen und Mythos der Revolution 1.3.3 Von revolutionär-mobilisierend zu "revolutionär" fundierend: Politische Mythen in der DDR 1.4 Sozialistische Helden und Märtyrer 2 Das Liebknecht-Luxemburg-Gedenken in der Weimarer Republik 2.1 Die revolutionäre Heilsvision im Januar 1919 2.2 Die Vorgeschichte 2.3 Der Mord - Anfang von Sakralisierung und Mythos 2.4 Die Begräbnisse der Märtyrer 2.5 Abgrenzung von der SPD 2.6 Die Wandlung des kommunistischen Märtyrergedenkens 2.7 Gedenktag und Gedenkritual 2.8 Ein Denkmal für die Revolution 2.9 Zusammenfassung 3 Die Erfindung einer eigenen Tradition: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als Parteiahnen der SED 3.1 Die historische Mission 3.2 Traditionserfindung und historische Selbstpositionierung der KPD/SED nach Kriegsende 3.3 Heilsgeschichte als Kampf: Der Luxemburgismus und die Partei neuen Typus 3.4 Liebknecht - Luxemburg - Thälmann: Die Genealogie einer Partei neuen Typus 3.5 Schwierigkeiten mit dem Erbe Rosa Luxemburgs Exkurs: Demokratie und Diktatur bei Rosa Luxemburg 3.5.1 Neutralisierung der Ambivalenz 3.5.2 1956 und der Kampf gegen ein revisionistisches Luxemburg-Bild 3.6 Karl Liebknecht als nationaler Held 3.6.1 Zur Konstruktion eines nationalen Helden: Die Karl-Liebknecht-Filme 3.7 Luxemburg und Liebknecht im real-existierenden Sozialismus 3.7.1 Harmonisierung der ambivalenten Teile Luxemburgs 3.7.2 "Mit der Geschichte im Einklang": Verlust der utopischen Vision 3.8 Zusammenfassung 4 Die Gedenkstätte der Sozialisten 4.1 Die Denkmal- und Gedenkstätten-Politik in der SBZ und frühen DDR 4.1.1 Kollektive Gedenkstätten 4.1.2 Das sowjetische Ehrenmahl in Berlin-Treptow 4.1.3 Die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald 4.1.4 Zwischenfazit 4.2 Die Kultstätte der Partei - Die Gedenkstätte der Sozialisten 4.2.1 Die Wiederauferstehung des Denkmals der Revolution 4.2.2 Gedenkstätte der Sozialisten - Produktionsgeschichte 4.2.3 Der politische Totenkult der SED 4.3 Ikonographie der Gedenkstätte 4.3.1 Hierarchisierung 4.3.2 Kollektivsymbol 4.3.3 Sakraler Raum und Herrschaftsrepräsentation 4.4 Zusammenfassung 5 Das Hochfest der Partei: Die Kampfdemonstration zu den Gräbern von "Karl und Rosa" 5.1 Die Feiertagskultur der DDR 5.1.1 Feiertagskalender der DDR 5.1.2 Historische Entwicklung 5.1.3 Historische Mission der Arbeiterklasse und Sakralisierung der Partei - die großen Narrative 5.2 Das Hochfest der Partei: Die Gedenktagserzählung 5.2.1 Etablierung einer Gedenktagserzählung: 1946 - Die Lehren von 1919: Einheit der Arbeiterparteien 5.2.2 Kanonisierte Basiserzählung: Die SED als Erbin der Märtyrer 5.2.3 Binäre Kodierung 5.2.4 Amalgamierung von zirkulärer und linearer Zeitvorstellung 5.2.5 Vergangenheit und Zukunft: Die Veteranen und die Jugend 5.3 Das Ritual: Die Kampfdemonstration der Berliner Werktätigen 5.3.1 Organisation 5.3.2 Der Marsch zu den Gräbern: Militärische Prägung, Begräbniszug und Prozession 5.3.3 Inthronisierung und Huldigung 5.3.4 Die Teilnehmer 5.4 Zusammenfassung 6 Der Verlust des Deutungsmonopols 6.1 Substanzverlust 6.2 Erstarrtes Gedenken Exkurs: Der Weg zum demokratischen Sozialismus - Robert Havemann 6.3 Manifestation einer oppositionellen Gegenerzählung? - Die Januar-Demonstration 1988 6.3.1 Vorgeschichte 6.3.2 Der Ruf nach Reform und die Herausforderung des Deutungsmonopols 6.3.3 Reaktion der SED 6.4 Epilog: Die Übernahme von Teilen der Gegenerzählung durch die SED-PDS Schlussbemerkung Abkürzungsverzeichnis Quellen Literatur

Produktinformationen

Titel: Märtyrer des Sozialismus
Untertitel: Die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Autor:
EAN: 9783593387475
ISBN: 978-3-593-38747-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 361
Gewicht: 516g
Größe: H218mm x B143mm x T28mm
Jahr: 2008
Auflage: 1. Aufl. 10.2008