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Zielkostenmanagement in der Sozialwirtschaft: Die Übertragung des Target Costing Ansatzes in sozialwirtschaftliche Arbeitsfelder

  • Kartonierter Einband
  • 88 Seiten
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Zielkostenmanagement (Target Costing) ist eines der neueren Kostenmanagementsysteme. Die Grundidee fußt darauf, dass eine Kostenko... Weiterlesen
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Beschreibung

Zielkostenmanagement (Target Costing) ist eines der neueren Kostenmanagementsysteme. Die Grundidee fußt darauf, dass eine Kostenkorrektur bei marktreifen Produkten kaum noch sinnvoll möglich ist, da durch die Produktentwicklung wesentliche Kosten schon festgelegt sind. Insofern versucht die Zielkostenrechnung sowohl den möglichen Kundennutzen eines Produktes wie auch den marktakzeptablen Preis im Vorhinein zu eruieren. Vom festgelegten Preis her werden dann retrograd die Produktionsprozesse so organisiert, dass der Zielpreis erreicht (oder unterschritten) werden kann. Gerade in der Sozialwirtschaft finden wir nun einen Markt vor, der in Teilen sehr stark reguliert ist. Zwar sollen auch hier marktwirtschaftliche Mechanismen eine zunehmend stärkere Rolle spielen, doch steht in der Regel einer Vielzahl von Anbietern ein Oligopol oder gar Monopol auf der Nachfrageseite gegenüber. In manchen Segmenten dieses Marktes ist die Regulierung so stark, dass Preis und Leistungsanforderung einseitig von staatlicher Seite festgesetzt werden. Da der Marktpreis von daher nur begrenzt durch den Anbieter beeinflusst werden kann, bietet sich die Idee des Target Costing als umfassendes Steuerungsinstrument an. Die Frage lautet dann, wie die eigenen Prozesse organisiert sein müssen, damit der festgesetzte Preis (einschließlich eines Gewinns) für den Anbieter auskömmlich ist. Dieses Buch liefert konkrete Antworten auf die Frage, inwieweit die Ideen des Target Costing für die Sozialwirtschaft hilfreich und übertragbar sind.

Autorentext

Axel Pulm wurde 1963 in Stolberg (Rhld) geboren. Er studierte Katholische Theologie und Betriebswirtschaft und arbeitete in verschiedenen Feldern Sozialer Arbeit. Berufsbegleitend qualifizierte er sich zum Sozialmanager und Organisationsberater. Seit 1993 ist er in geschäftsführender Funktion in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Behindertenhilfe tätig. Seine betriebswirtschaftlichen Arbeitsschwerpunkte als Geschäftsführer sind Controlling und Unternehmensentwicklung.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2.2.1, Zielkostenfindung und Zielkostenfestlegung: Bei gegebenem Produkt (und festgelegtem Marktsegment) ist der erste Schritt im Target Costing die Festlegung des Zielpreises. Grundsätzlich ist der Zielpreis (Target Price) dabei als Summe von Zielkosten (Target costs) und Gewinn (Target Margin) definiert. Zur Ermittlung des Zielpreises gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten. Dabei gilt Market into Company als das ursprüngliche Target Costing Verfahren, weil hier tatsächlich die am Markt realisierbaren Preise als Ausgangspunkt genommen werden und davon - unter Berücksichtigung der Gewinnplanung die Zielkosten abgeleitet werden. Bei der Out of Competitor -Methode werden die Zielkosten dagegen aus den Kosten der Wettbewerber abgeleitet. Der Out of Company -Ansatz geht davon aus, dass die relevanten Mitarbeiter eines Unternehmens einen sehr guten Marktbezug haben und aufgrund der gegeben Produktionsmöglichkeiten und ihrer Erfahrung die Zielkosten marktorientiert herleiten können. Das Out of Standard Costs -Verfahren hat hierzu eine gewisse Nähe, bezieht sich aber auf die gänzlich marktfernen Bereiche eines Unternehmens, so dass die Zielkosten aus den bisherigen Standardkosten, die mit Abschlägen versehen werden, abgeleitet werden müssen. Zuletzt bleibt als Methodik das Into and out of Company -Verfahren; hier werden der Market into Company -Ansatz und der Out of Company -Ansatz gewissermaßen Top down bottom up verbunden. Wir wollen uns ausschließlich auf das Market into Company -Verfahren konzentrieren, da alle anderen Formen als Nebenformen und pragmatische Hilfskonstruktionen angesehen werden können. Von den Unternehmen, die Target Costing einsetzen, wenden immerhin fast die Hälfte auch genau diese Vorgehensweise an. Vom Markt wird zunächst der Zielpreis abgeleitet. Das kann durch Expertenbefragungen, Preisexperimente, Beobachtung von Marktdaten sowie insbesondere durch direkte und indirekte Kundenbefragungen (Conjoint Measurement) geschehen. Gerade das Conjoint Measurement und die hiermit verbundene Conjoint-Analyse sind beim Target Costing das Mittel der Wahl, da hierüber differenzierte Kundenrückmeldungen zum Produkt und zur Preisbereitschaft des Kunden erforscht werden können. Dies setzt voraus, dass das Produkt mit seinen Eigenschaften hinreichend klar definiert ist. Andererseits ist das betrachtete Marktsegment eingebunden in die unternehmensstrategische Gesamt- oder Produktpositionierung (beispielsweise im Sinne der Wettbewerbsstrategien nach Porter), so dass sich im Hinblick auf die Ausgestaltung des Produktes und das ausgewählte Marktsegment ein Entscheidungsspielraum des Unternehmens ergibt. Der Zielpreis ist also ein strategischer Preis. Vom Zielpreis wird der geplante Gewinn abgezogen. Als Maßstab dient in der Regel - die gewünschte Umsatzrendite des Unternehmens. Der geplante Gewinn ist dabei als fix anzusehen und stellt im weiteren Kostenreduzierungsprozess keine Variable dar. Wenn vom Zielpreis der Gewinn abgezogen wird, erhalten wir die sog. allowable costs , also genau die vom Markt erlaubten - Kosten, die für das Produkt maximal entstehen dürfen. Zielkosten (als vom Unternehmen für das Produkt festgelegte Kosten) und allowable costs (als vom Markt erlaubte Kosten) müssen somit idealtypisch identisch sein. Allenfalls in besonderen Entscheidungssituationen kann aus übergeordneten strategischen Gründen (beispielsweise um ein bestimmtes Produkt oder Marktsegment nicht an den Wettbewerb zu verlieren) unter Aufgabe der Gewinnmarge von dieser Gleichsetzung bewusst abgewichen werden. Da sich Target Costing als vollkostenorientierte Produktlebenszyklusrechnung versteht, ist die Preis-Absatz-Funktion des Produktes für den gesamten geplanten Lebenszyklus zu ermitteln und in den allowable costs abzubilden. Die Zielkosten beziehen sich demnach immer auf den gesamten Produktlebenszyklus. Hierbei sind auch künftige Kostenreduzierungsmöglichkeiten - beispielsweise dur

Produktinformationen

Titel: Zielkostenmanagement in der Sozialwirtschaft: Die Übertragung des Target Costing Ansatzes in sozialwirtschaftliche Arbeitsfelder
Autor:
EAN: 9783958509511
ISBN: 978-3-95850-951-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: Management
Anzahl Seiten: 88
Gewicht: 154g
Größe: H222mm x B157mm x T9mm
Jahr: 2015
Auflage: Erstauflage