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Aufsteigen und Obenbleiben in europäischen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts

  • Fester Einband
  • 296 Seiten
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Beschreibung

The book series focus on the relevance and changing meaning of elites in late modern European history. The series addresses the persistence in power of the nobility and looks at the emergence of new elite formations in the context of the rise of mass media and social mobilization.

Wie formierten sich die gesellschaftlichen Eliten des 19. Jahrhunderts? Auf welchen Wegen gelang es neuen Akteuren aufzusteigen und alten oben zu bleiben? Lassen sich Regeln aufzeigen, nach denen Elitenpositionen errungen und verteidigt wurden? Das Konzept "Akteure - Arenen - Aushandlungsprozesse" erlaubt es, den gesellschaftlichen Wandel und die Formierung von Eliten als einen offenen Prozess zu analysieren. Als Arenen werden Handlungsfelder bezeichnet, die von Akteuren genutzt wurden, um Bedingungen für das Aufsteigen bzw. Obenbleiben auszuhandeln. Die in dem Band versammelten Untersuchungen beschäftigen sich mit Verwaltung, Militär, land- und provinzialständischer Repräsentation, kommunaler Selbstverwaltung, Bildungspolitik und Justiz, aber auch mit der industriellen Sphäre, mit Landwirtschaftsvereinen, kulturellen Aktivitäten oder Formen elitärer Geselligkeit. Sie erproben das Konzept an Beispielen aus den polnischen Ländern unter russischer, habsburgischer oder preußischer Herrschaft, aus Böhmen, Mähren, Ungarn und Kroatien-Slavonien sowie aus deutschen Ländern, Italien und Russland. In der Zusammenschau der verschiedenen Arenen zeichnet sich die Vielzahl von Varianten gesellschaftlichen Wandels ab.

Autorentext
Dietlind Hüchtker ist seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig, seit 2009 im Projekt "Religionsfrieden".

Klappentext

Wo und wie formierten sich Individuen und Gruppen im 19. Jahrhundert zu Eliten? Auf welchen Wegen gelang es neuen Eliten aufzusteigen und alten oben zu bleiben? Lassen sich Regeln aufzeigen, nach denen Elitenpositionen errungen und verteidigt wurden? "Akteure - Arenen - Aushandlungsprozesse" bilden einen konzeptionellen Rahmen, der es erlaubt, den gesellschaftlichen Wandel und die Formierung von Eliten als einen offenen Prozess zu analysieren. Als Arenen werden Orte und Handlungsfelder bezeichnet, die von unterschiedlichen Akteuren genutzt wurden, um Interessen durchzusetzen, sozialen Status zu gewinnen oder zu sichern und Deutungshoheit zu erlangen oder zu behaupten - kurz die Bedingungen des Aufsteigens und Obenbleibens auszuhandeln. Die in dem Band versammelten Untersuchungen wenden dieses Konzept auf unterschiedliche europäische Regionen und gesellschaftliche Teilbereiche an. Gerade in der Zu¬sammenschau der verschiedenen Arenen zeichnet sich die Vielzahl der Möglichkeiten gesellschaftlichen Wandels ab. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Verwaltung in den polnischen Teilungsgebieten, dem habsburgischen und preußischen Militärdienst, der ungarischen Bildungspolitik, dem Gericht in Kroatien-Slavonien, mit ungarischen und polnischen Landwirtschaftsvereinen, der mitteldeutschen Rübenzuckerindustrie, den Provinzialständen Brandenburgs, dem sächsischen Landtag, mit der Gemeindeselbstverwaltung in Mähren, jüdischen Eliten in Russland, der Jagd in Deutschland und Italien, der Gesellschaft der Oper in Ostmitteleuropa, der Kulturpublizistik in Wilna und Brünn.



Inhalt
1;Inhalt;6 2;Danksagung;9 3;Aufsteigen und Obenbleibenin europäischen Gesellschaften des19. Jahrhunderts. Akteure Arenen Aushandlungsprozesse;10 4;Das Staatlich-Administrative alsFeld von Aushandlungsprozessenzwischen alten und neuen polnischen Eliten Ende des 18. und zu Beginn des19. Jahrhunderts;22 5;Der Militärdienst und die Neuformierung adliger Eliten in den habsburgischen und preußischenTeilungsgebieten 1772-1830;50 6;Elitenbildung im multiethnischen und multikonfessionellen Nationalstaat: Ungarn in der Doppelmonarchie1867 1918;64 7;Die Verteidiger der Eliten. Das Gericht als Arena der Elitenvergesellschaftungin Kroatien-Slavonien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts;84 8;Der Verein, die Magnaten und die Experten. Der Ungarische Landes-Wirtschaftsverein 1821-1890;100 9;Polnische Landwirtschaftsvereine im Großherzogtum Posen im 19. Jahrhundert;116 10;Agrareliten in der mitteldeutschen Rübenzuckerindustrie 1800 1880;132 11;Provinzialstände als Projekt der Elitenvergesellschaftung. Strategien kurmärkischer Adliger in der preußischen Verfassungsdiskussion1815-1822;148 12;Ein Landtagsabgeordneter ist ein Landtagsabgeordneter und kein Agent seiner Herkunftsgruppe. Der sächsische Landtag als Arena der Elitenvergesellschaftung;164 13;Deutschliberale Politik und Elitenvergesellschaftung in der Gemeindeselbstverwaltung in Mähren 1850-1913;178 14;Jüdische Eliten, polnische Traditionen, westliche Modelle und russische Herrschaft. Kulminationen in den Jahren 1804, 1844, 1869 und 1881;194 15;Die Nobilitierung von Rehbock und Fasan. Jagd Adel und Adligkeit in Italien und Deutschland um 1900;224 16;Die Gesellschaft der Oper.Ostmitteleuropa im europäischen Kontext im 19. Jahrhundert;250 17;Kulturelle Öffentlichkeit als Arena der Elitenvergesellschaftung: Wilna und Brünn in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts;270 18;Autorinnen und Autoren;294

Produktinformationen

Titel: Aufsteigen und Obenbleiben in europäischen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts
Untertitel: Akteure - Arenen - Aushandlungsprozesse
Editor:
EAN: 9783050045627
ISBN: 978-3-05-004562-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Neuzeit bis 1918
Anzahl Seiten: 296
Gewicht: 600g
Größe: H240mm x B150mm x T22mm
Jahr: 2009

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