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Die Zukunft der Dichtung

  • Kartonierter Einband
  • 152 Seiten
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Mit sechzehn Jahren, im Mai 1871, schrieb Arthur Rimbaud seine beiden »Seher-Briefe«. Während in Paris ein blutiger Aufstand tobt,... Weiterlesen
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Beschreibung

Mit sechzehn Jahren, im Mai 1871, schrieb Arthur Rimbaud seine beiden »Seher-Briefe«. Während in Paris ein blutiger Aufstand tobt, teilt Rimbaud zwei Freunden mit, dass er ein Dichter sein wolle. Er kündigt eine neue Sprache an, eine "objektive Poesie, die nicht in der Gesellschaft ankommen solle, sondern im »Unbekannten«. Eine Poesie der Entgrenzung aller Sinne, eine Befreiung, Revolte, ein Triumph über die Moral der bürgerlichen Gesellschaft: »Ich ist ein anderer«.

Autorentext

Jean Nicolas Arthur Rimbaud wurde am 20. Oktober 1854 in Charleville geboren. Der Vater verließ die Familie, als Arthur sechs Jahre alt war. Er schloss Freundschaft mit Georges Izambard. Von diesem Lehren beeinflusst, veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges floh Rimbaud zum ersten Mal, gelangte nach Douai und trat dort in die Nationalgarde ein, mit der er die Schrecken des Krieges erlebte. Damals schrieb er Le Dormeur du val. Seine dritte Flucht aus Charleville führte ihn nach Paris, wo er Journalist wurde. In Paris nahm Rimbaud auch am Aufstand der Pariser Kommune teil und schreibt L orgie parisienne ou Paris se repeuple (dt. Die Pariser Orgie oder Paris bevölkert sich wieder).Im August 1871 nimmt er Briefkontakt zum arrivierten Dichter Paul Verlaine auf, der ihn nach Paris einlädt, ihn unterstützt und fördert. Rimbaud und Verlaine hatten eine leidenschaftliche homoerotische Beziehung. Im selben Jahr schloss er sich dem von Charles Cros gegründeten Dichterkreis Circle des poètes Zutiques an. Arthur reiste in Begleitung von Verlaine, der seinetwegen seine Frau verlassen hatte, nach London und hielt sich längere Zeit in Belgien auf. An beiden Orten experimentierte er mit Drogen, insbesondere mit Absinth. Während eines Streits zog Verlaine plötzlich eine Pistole, schoss und verletzte Rimbaud an der Hand. Dies war ihre letzte Begegnung. Verlaine verbrachte die nächsten zwei Jahre im Gefängnis. Rimbaud kehrte nach Roche auf den Bauernhof seiner Familie zurück und vollendete - als Reflexion auf diese Zeit - sein bedeutendstes Werk Une saison en enfer (1873). Nach seinen Illuminations (1873-1875) gab Rimbaud das Schreiben auf - er war 21- und führte bis 1880 ein unstetes Wanderleben, das ihn nicht nur durch ganz Europa, sondern auch bis nach Aden führte. In Afrika, hauptsächlich in Ägypten, Abessinien (Äthiopien) und Jemen, betrieb er Handel mit Kaffee, Gewürzen, Gold, Elfenbein, Fellen und Waffen. Ein Geschwulst im Knie führte zur Amputation des Beines, nachdem er in Marseille wieder französischen Boden betreten hatte. Nach einem Monat kehrte er nach Marseille zurück, "um einen schönen Tod zu sterben". Am 10. November 1891 starb er in Marseille im Alter von 37 Jahren nach längerem Leiden an Knochenkrebs. Er wurde auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Charleville begraben.

Produktinformationen

Titel: Die Zukunft der Dichtung
Untertitel: Rimbauds Seher-Briefe
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783882215458
ISBN: 978-3-88221-545-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Matthes & Seitz Verlag
Genre: Briefe & Biografien
Anzahl Seiten: 152
Gewicht: 137g
Größe: H181mm x B98mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.10.2010
Jahr: 2010
Auflage: 1. Aufl. 10.2010
Land: DE

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