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Wirtshausnamen

  • Fester Einband
  • 204 Seiten
Wirtshausnamen ähneln lebenden Organismen. Sie zeigen geographische Verteilungsmuster, folgen Wanderwegen, machen vor Hindernissen... Weiterlesen
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Beschreibung

Wirtshausnamen ähneln lebenden Organismen. Sie zeigen geographische Verteilungsmuster, folgen Wanderwegen, machen vor Hindernissen halt, dringen woanders leichter vor. Sie gedeihen unter bestimmten Umweltbedingungen besser oder schlechter, Umweltdruck sorgt für Selektion und Mutation. Sie konkurrieren oder sie überleben in Refugien. Manche von ihnen sind resistent, andere leicht veränderlich, manche sind ausgesprochen ansteckend, wieder andere haben große Fernwirkung aber geringe Virulenz. Nur: sie vermehren sich nicht selber, führen kein selbständiges Leben. Es braucht immer jemanden, der sie ausspricht (oder schreibt) und jemanden der sie hört (oder liest) und damit Assoziationen verbindet. Ihre Funktion ist kommunikativ. Aber ohne den Organismus Mensch würden sie nicht existieren. Wir können sie als Abdrücke sozialen Geschehens verstehen, die etwas aussagen über die Art und Stärke der Prozesse, die sie geprägt haben. Dieses Buch behandelt die Verteilung der traditionellen Wirtshausnamen im schwäbisch-alemannischen Sprachraum im Vergleich zu den angrenzenden fränkischen, bajuwarischen, italienischen und französischen Sprachgebieten. Namenspräferenzen werden sichtbar sowohl innerhalb des Kerngebietes als auch Unterschiede zwischen diesem und den Nachbargebieten. Als charakteristisch für das schwäbisch-alemannische Kerngebiet erweist sich eine gewisse Trockenheit, Mangel an Farbigkeit, die Neigung zur Vereinfachung der Namen, und vergleichsweise geringe Diversität. Die zehn häufigsten Namen bestreiten zusammen 70 % des Namensbedarfs. Dagegen kennzeichnen Vielfalt und Buntheit die romanischen Länder, aber auch den fränkischen Sprachraum. Ihre Namen sind bunter, phantasievoller und im Gegensatz zum schwäbisch-alemannischen Raum mehr auf den Menschen, auf Wirt und Gäste ausgerichtet. Der bajuwarische Sprachraum gehört überhaupt nicht zum alten Wirthausnamensgebiet sondern folgt eigenen Traditionen. Die noch sehr lebendige englische Wirtshausnamenstradition zeigt gegenüber kontinentalem Namensgebrauch einige Besonderheiten. Spiel und Sport spielen eine wichtige Rolle. Spielerisch ist auch der Umgang mit den Namen, während bei uns der Namenssymbolik größeres Gewicht beigemessen wird. Nichts desto weniger gibt es in unserem Raum keine klassischen Wirtshausnamen, die es nicht ebenso auch in Italien, in Frankreich und auch in England gäbe. In den Wirtshausnamen konserviert sich gemeinsame europäische Kulturgeschichte.

Klappentext

Wirtshausnamen ähneln lebenden Organismen. Sie zeigen geographische Verteilungsmuster, folgen Wanderwegen, machen vor Hindernissen halt, dringen woanders leichter vor. Sie gedeihen unter bestimmten Umweltbedingungen besser oder schlechter, Umweltdruck sorgt für Selektion und Mutation. Sie konkurrieren oder sie überleben in Refugien. Manche von ihnen sind resistent, andere leicht veränderlich, manche sind ausgesprochen ansteckend, wieder andere haben große Fernwirkung aber geringe Virulenz. Nur: sie vermehren sich nicht selber, führen kein selbständiges Leben. Es braucht immer jemanden, der sie ausspricht (oder schreibt) und jemanden der sie hört (oder liest) und damit Assoziationen verbindet. Ihre Funktion ist kommunikativ. Aber ohne den Organismus Mensch würden sie nicht existieren. Wir können sie als Abdrücke sozialen Geschehens verstehen, die etwas aussagen über die Art und Stärke der Prozesse, die sie geprägt haben. Dieses Buch behandelt die Verteilung der traditionellen Wirtshausnamen im schwäbisch-alemannischen Sprachraum im Vergleich zu den angrenzenden fränkischen, bajuwarischen, italienischen und französischen Sprachgebieten. Namenspräferenzen werden sichtbar sowohl innerhalb des Kerngebietes als auch Unterschiede zwischen diesem und den Nachbargebieten. Als charakteristisch für das schwäbisch-alemannische Kerngebiet erweist sich eine gewisse Trockenheit, Mangel an Farbigkeit, die Neigung zur Vereinfachung der Namen, und vergleichsweise geringe Diversität. Die zehn häufigsten Namen bestreiten zusammen 70 % des Namensbedarfs. Dagegen kennzeichnen Vielfalt und Buntheit die romanischen Länder, aber auch den fränkischen Sprachraum. Ihre Namen sind bunter, phantasievoller und im Gegensatz zum schwäbisch-alemannischen Raum mehr auf den Menschen, auf Wirt und Gäste ausgerichtet. Der bajuwarische Sprachraum gehört überhaupt nicht zum alten Wirthausnamensgebiet sondern folgt eigenen Traditionen. Die noch sehr lebendige englische Wirtshausnamenstradition zeigt gegenüber kontinentalem Namensgebrauch einige Besonderheiten. Spiel und Sport spielen eine wichtige Rolle. Spielerisch ist auch der Umgang mit den Namen, während bei uns der Namenssymbolik größeres Gewicht beigemessen wird. Nichts desto weniger gibt es in unserem Raum keine klassischen Wirtshausnamen, die es nicht ebenso auch in Italien, in Frankreich und auch in England gäbe. In den Wirtshausnamen konserviert sich gemeinsame europäische Kulturgeschichte.

Produktinformationen

Titel: Wirtshausnamen
Untertitel: Verteilung, Entwicklung und Herkunft im Schwäbisch-Alemannischen Sprachraum und seinen Nachbargebieten
Autor:
Editor:
EAN: 9783738655087
ISBN: 978-3-7386-5508-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: Books On Demand
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 204
Gewicht: 740g
Größe: H279mm x B195mm x T20mm
Jahr: 2016
Auflage: 3. Auflage
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