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Die neue Unverbindlichkeit

  • Kartonierter Einband
  • 259 Seiten
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Seit der Europäischen Währungsunion verfügt die Europäische Union über wirtschaftspolitische Kompetenzen, die bisher den Nationals... Weiterlesen
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Beschreibung

Seit der Europäischen Währungsunion verfügt die Europäische Union über wirtschaftspolitische Kompetenzen, die bisher den Nationalstaaten vorbehalten waren. Der neu gewonnenen geldpolitischen Entscheidungsmacht der EU steht jedoch die nationale Souveränität in Fragen der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik gegenüber. Um Konflikte zwischen der EU und den einzelnen Ländern zu vermeiden, greifen die EUStaaten auf Koordinierungsformen zurück, die im Internationalen Währungsfonds und der OECD seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden. Bekanntestes Beispiel dafür ist die so genannte "Offene Methode der Koordinierung". Sie gilt als zukunftsweisendes politisches Instrument. Armin Schäfer widerlegt jedoch die optimistischen Erwartungen. Er zeigt vielmehr, dass eine solche weiche Form der Koordinierung, die letztlich lediglich auf dem Mangel an inhaltlicher Übereinstimmung basiert, den Mitgliedstaaten eine neue Unverbindlichkeit ermöglicht und den Regierungen keinerlei Verpflichtungen auferlegt. Die Arbeit wurde 2005 mit der Otto-Hahn-Medaille für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.

Autorentext

Armin Schäfer, Dr. rer. pol., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.



Inhalt
Abbildungen und Tabellen Abkürzungen Vorwort Kapitel 1 Einleitung 1.1 Der historische und internationale Vergleich 1.2 Überblick über den Aufbau des Buches 1.3 Begriffe und Defi nitionen Kapitel 2 Eine intergouvernementale Sicht internationaler Kooperation: Theoretische Einordnung 2.1 Integration und Europäisierung 2.2 Theorien internationaler Regime 2.2.1 Machtdifferenz als Kooperationsvoraussetzung? 2.2.2 Situationsstrukturen und antizipierter Nutzen: Utilitaristische Erklärungen 2.3 Politik auf zwei Ebenen 45 Kapitel 3 Der gemeinsame Ursprung von IMF, OECD und EU in der Nachkriegszeit 3.1 Auf der Suche nach einer stabilen Nachkriegsordnung: Bretton Woods 3.1.1 Zahlungsbilanzdefi zite 3.1.2 Dollarknappheit und Wiederaufbau 3.1.3 Fortdauernder Bilateralismus 3.2 Der Weg aus der wirtschaftspolitischen Sackgasse: Der Marshall-Plan 3.2.1 Der Marshall-Plan und die OEEC 3.2.2 Die Europäische Zahlungsunion und Handelsliberalisierung 3.2.3 Ein früher Vorläufer multilateraler Überwachung 3.2.4 Der mühsame Weg aus der ökonomischen Krise 3.3 Interessen, nicht Ideen: Der Weg zum Schuman-Plan 3.3.1 Frankreichs Nachkriegspolitik: Wirtschaftlicher Wiederaufbau und die Kontrolle Deutschlands 3.3.2 Politische Stabilisierung und aufgeschobener Liberalismus 3.4 Die Bedeutung historischer Sequenzen für die formative Phase der Nachkriegszeit Kapitel 4 Drei Organisationen suchen eine Aufgabe: Der Beginn weicher Koordinierung 4.1 Von der OEEC zur OECD 4.1.1 Die OEEC und das Ende der Nachkriegszeit 4.1.2 Die OECD: Institutionalisiertes Forum der Aussprache 4.2 Von der Übergangsregel zur Kernkompetenz: Die multilaterale Überwachung des Internationalen Währungsfonds 4.2.1 Überwachung wider Willen? Der IWF in den fünfziger Jahren 4.2.2 Der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 4.2.3 Multilaterale Überwachung als Regelersatz: Das second amendment 4.3 Gemeinschaftliche Ziele, nationale Entscheidungen: Die Europäische Union 4.3.1 Stabile Wechselkurse, Lokomotiv- und Krönungstheorie 4.3.2 EWS, französisches Experiment und Konvergenz 4.3.3 Sozialdemokratie und Europa 4.4 Schlussfolgerung Kapitel 5 Beobachten, ohne entscheiden zu können: Multilaterale Überwachung im Vergleich 5.1 Politikkoordinierung in der Praxis 111 5.1.1 Der Vorreiter: Die Economic Surveys der OECD 5.1.2 Die Artikel-IV-Konsultationen des Internationalen Währungsfonds 5.1.3 Die Grundzüge der Wirtschaftspolitik 5.1.4 Die Europäische Beschäftigungsstrategie: Eine neue Methode der Koordinierung? 5.2 Ein Modell multilateraler Überwachung 5.3 Unterschiede jenseits der Gemeinsamkeiten Kapitel 6 Die Veröffentlichungen von IWF, OECD und EU: Redundanz, Widersprüche, Komplementarität? 6.1 Evaluation der Mitgliedstaaten: OECD- und IWF-Länderberichte 6.2 Rückblick, Prognose und Empfehlungen: Regionale Überwachung 6.2.1 Grundzüge der Wirtschaftspolitik und Gemeinsamer Beschäftigungsbericht 6.2.2 Economic Outlook und World Economic Outlook 6.3 Drei Organisationen, drei Meinungen? 6.3.1 Die Konvergenz arbeitsmarktpolitischer Empfehlungen 6.3.2 Haushaltspolitische Empfehlungen und Bewertung des Stabilitätspaktes 6.4 Unoriginell und unerlässlich 6.4.1 Unnötige Redundanz? 6.4.2 Komplementäre Stärken: Die Sicht der Organisationen Kapitel 7 Die politische Ökonomie wirtschaftspolitischer Koordinierung in der EU 7.1 Die Wirtschafts- und Währungsunion 7.2 Institutionalisierte Zusammenarbeit seit Maastricht 7.2.1 Zwischen Politik und Ökonomie: Der Stabilitäts- und Wachstumspakt 7.2.2 Die Entstehung der Europäischen Beschäftigungsstrategie 7.2.3 Vom Nachtrag zum Hoffnungsträger: Der Weg nach Lissabon 7.3 Wozu wirtschaftspolitische Koordinierung? 7.3.1 Horizontale und vertikale Koordinierung 7.3.2 Institutionelle Weiterentwicklung der wirtschaftspolitischen Koordinierung 7.3.3 Was sagt die Literatur zur Offenen Methode der Koordinierung? 7.4 Widersprüche wirtschaftspolitischer Koordinierung 7.5 Schlussfolgerungen Kapitel 8 Zwischen internationalen Zielen und nationalen Entscheidungen 8.1 Drei Vergleiche 8.2 Der diskrete Charme neovoluntaristischer Politik 8.3 Schlussfolgerungen 8.4 Ausblick: Nach der Erweiterung Literatur

Produktinformationen

Titel: Die neue Unverbindlichkeit
Untertitel: Wirtschaftspolitische Koordinierung in Europa
Autor:
EAN: 9783593378800
ISBN: 978-3-593-37880-0
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: Medien & Kommunikation
Anzahl Seiten: 259
Gewicht: 368g
Größe: H216mm x B142mm x T22mm
Jahr: 2005
Auflage: 1. Aufl. 11.2005