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Aribert Reimann

  • Paperback
  • 125 Seiten
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Dass Aribert Reimann (geb. 1936) eine ausgeprägte Affinität zur menschlichen Stimme besitzt, hat nicht zuletzt auch biografische G... Weiterlesen
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Beschreibung

Dass Aribert Reimann (geb. 1936) eine ausgeprägte Affinität zur menschlichen Stimme besitzt, hat nicht zuletzt auch biografische Gründe: Als Knabensopran meisterte er die Koloraturarie im »Et incarnatus est« aus Mozarts Missa in c-Moll, und die Gesangsschüler seiner Mutter begleitete er schon früh am Klavier. Nach dem Abitur studierte Aribert Reimann an der Berliner Hochschule für Musik u. a. bei Boris Blacher und Ernst Pepping, arbeitete als Korrepetitor am Studio der Städtischen Oper Berlin und wurde zu einem gefragten Liedbegleiter. Später lehrte er als Professor für zeitgenössisches Lied in Hamburg und Berlin. Reimann ist Komponist von vielen Vokalwerken, von Liedern mit Klavier- oder Orchesterbegleitung, von Chorwerken und Opern. 1978 gelang ihm mit seiner dritten Oper »Lear« der internationale Durchbruch. Das Heft will aber nicht nur den Vokalkomponisten Reimann in den Blick bekommen, sondern den ganzen Komponisten - von Instrumentalwerken, von Orchesterwerken, Konzerten und Kammermusiken. Dabei dürfte die geschichtliche Perspektive, die Reimanns Musik in der Auseinandersetzung mit Werken von Schubert, Schumann und Mendelssohn über die Vergangenheit für die Gegenwart gewinnt, eine bedeutende Rolle spielen.

Klappentext

Aribert Reimann, geboren am 4. März 1936 in Berlin als Sohn des Kirchenmusikers Wolfgang Reimann (1887-1971), begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Seine frühesten Kompositionen, hauptsächlich Klavierlieder, entstanden 1946. Erste praktische Erfahrungen sammelte er als Liedbegleiter in der Gesangsklasse seiner Mutter Irmgard Reimann-Rühle (1894-1972). Nach dem Abitur (1955) studierte Reimann bis 1960 an der Hochschule für Musik in Berlin bei Boris Blacher (Komposition), Ernst Pepping (Kontrapunkt) und Otto Rausch (Klavier). 1958 belegte er kurzzeitig auch das Fach Musikwissenschaft an der Universität Wien. Seine berufliche Laufbahn begann er als Korrepetitor am Studio der Städtischen Oper Berlin. Schnell wurde er als Liedpianist bekannt und konzertierte mit Sängern wie Elisabeth Grümmer, Rita Streich, Catherine Gayer, Ernst Haefliger, Barry McDaniel, später auch mit Brigitte Fassbaender, Julia Varady und Doris Soffel, vor allem aber mit Dietrich Fischer-Dieskau, der viele Werke Reimanns uraufführte. Das Klavierlied blieb eine Konstante auch seines kompositorischen OEuvres; immer wieder vertonte er Lyrik von Paul Celan, den er 1957 in Paris kennen gelernt hatte. Durch Stücke wie die Suite Ein Totentanz für Bariton und Kammerorchester (eigene Texte, 1960) wuchs Reimanns Reputation als Komponist. 1962 wurde er mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, erhielt 1963 ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom und 1965 den Hauptpreis zum Robert Schumann-Preis der Stadt Düsseldorf. Sein 1. Klavierkonzert (1961) brachte er 1962 als Solist mit dem Berliner Philharmonischen Orchester unter Hans Werner Henze zur Uraufführung. Seine erste Oper Ein Traumspiel (nach August Strindberg, 1964) wurde 1965 in Kiel unter Leitung von Michael Gielen uraufgeführt. Spätestens seit dem internationalen Erfolg seiner dritten Oper Lear (nach William Shakespeare, 1976/78) - der ersten Aufführung in München 1978 folgten bis heute rund 20 Neuinszenierungen - zählt Reimann zu den herausragenden deutschen Komponisten. Die Uraufführung seiner siebten und bislang letzten Oper Bernarda Albas Haus (nach Frederico García Lorca, 1998/2000) dirigierte Zubin Mehta im Okt. 2000 in München. Als Professor für zeitgenössisches Lied wirkte Reimann 1974-83 an der Hamburger Musikhochschule und 1983-97 an der Hochschule der Künste Berlin. Er gab Meisterkurse für Sänger und Pianisten. Aus seiner Liedklasse gingen zahlreiche Interpreten neuer Musik hervor, die auch Werke Reimanns zur Uraufführung brachten. Das Schaffen jüngerer Komponisten förderte er u.a., indem er den von der Akademie der Künste Berlin verliehenen Busoni-Preis stiftete. Reimann ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin (seit 1971), München (seit 1976) und Hamburg (seit 1985). Er erhielt u.a. den Ludwig Spohr-Preis der Stadt Braunschweig 1985, den Prix de Composition Musicale de la Fondation Prince Pierre de Monaco 1986, den Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg 1987, den Frankfurter Musikpreis 1991 und das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1995. Aribert Reimann lebt in Berlin.



Inhalt

- Vorwort - Wolfgang Rathert: "Auge der Zeit". Aribert Reimann und sein Werk - Charlotte Seither: Das Requiem bei Aribert Reimann. Anmerkungen zu "Wolkenloses Christfest" und "Requiem" - Franz Knappik: Diesseits und jenseits des Gesangs. Zu Aribert Reimanns Orchesterwerken und Konzerten - Axel Bauni: "Singen möcht ich von Dir". Gedanken zu Klavierliedern von Aribert Reimann - Andreas Krause: "... allein auf weiter See ...". Anmerkungen zum Verhältnis von Bearbeitung und (kammermusikalischer) Komposition bei Aribert Reimann - Stephan Mösch: Das ungelebte Leben. Zu einigen Spezifika von Aribert Reimanns Opern, dargestellt an "Bernarda Albas Haus" - Abstracts - Bibliografische Hinweise - Zeittafel - Autorinnen und Autoren

Produktinformationen

Titel: Aribert Reimann
Untertitel: Heft 139
Editor:
EAN: 9783883779171
ISBN: 978-3-88377-917-1
Format: Paperback
Herausgeber: Edition Text + Kritik
Genre: Musik
Anzahl Seiten: 125
Gewicht: 202g
Größe: H230mm x B151mm x T8mm
Veröffentlichung: 01.02.2008
Jahr: 2008
Auflage: 1. Aufl. 2008

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