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Lebenswege in die Altersarmut

  • Kartonierter Einband
  • 461 Seiten
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Altersarmut ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus individuellen und strukturellen Faktoren. Die Autoren nehmen auf d... Weiterlesen
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Beschreibung

Altersarmut ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus individuellen und strukturellen Faktoren. Die Autoren nehmen auf der Grundlage biografischer Interviews mit grundsicherungsbedürftigen Seniorinnen und Senioren eine systematisch-analytische Rekonstruktion der vielfältigen und oftmals verschlungenen individuellen Lebenswege in die Altersarmut vor, identifizieren zentrale Risikogruppen und Risikokonstellationen und entwickeln sozialpolitische Reformperspektiven zur Begrenzung zukünftiger Armut im Alter.

In der Sozialpolitikforschung ist "Altersarmut" inzwischen wieder zu einem breit diskutierten Thema geworden. Die Studie befasst sich mit den biografischen und strukturellen Determinanten der Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter und darauf aufbauend mit der Frage nach zielführenden und ursachengerechten sozialpolitischen Strategien zur Begrenzung zukünftiger Altersarmut. Gegenstand des empirischen Teils ist die typisierende Rekonstruktion und Analyse von Lebensverläufen und Altersvorsorgebiografien, die im Ergebnis zu einer Angewiesenheit auf Leistungen der Grundsicherung im Alter geführt haben. Auf der Basis biografisch-problemzentrierter Interviews mit grundsicherungsbedürftigen Seniorinnen und Senioren der Geburtsjahrgänge 1938-1947 werden zentrale Risikogruppen identifiziert sowie typische Biografiemuster und Risikokonstellationen analysiert und anhand von konkreten Fallbeispielen verdeutlicht. Auf der Grundlage der empirischen Analysen entwickeln der Autor und die Autorin Grundzüge einer präventiv ausgerichteten, lebenslauforientierten und -begleitenden Alterssicherungspolitik, die auf die Gewährleistung eines existenzsichernden eigenständigen Alterseinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger abzielt.

Autorentext

Dr. Antonio Brettschneider ist wissenschaftlicher Referent im Arbeitsbereich »Vorbeugende Sozialpolitik« des vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) in Düsseldorf. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft insbes. Sozialpolitik am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik (ISP) sowie Mitarbeiter am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Er promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer vergleichenden Arbeit zu Legitimationsdiskursen im Umbau der Alterssicherung in Deutschland und Spanien; seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Alterssicherung, vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung, präventive Sozialpolitik und industrielle Beziehungen. Ute Klammer ist seit 2007 Professorin an der Universität Duisburg-Essen und ab April 2016 Wissenschaftliche Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). Nach ihrer Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt a.M. war sie u.a. Referatsleiterin für Sozialpolitik am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung und Professorin für Sozialpolitik an der Hochschule Niederrhein (Mönchengladbach), bevor sie an die Universität Duisburg-Essen wechselte. Dort hatte sie von 2008 bis 2015 zudem das Amt der Prorektorin für Diversity Management und Internationales inne.



Klappentext

»Pathways into Old-Age Poverty« Old-age poverty is the result of a complex interplay of individual and structural factors. Based on in-depth biographical interviews with German seniors who currently depend on means-tested basic provision in old age, the authors identify main risk groups and analyse typical life-course patterns and biographical constellations that are linked to insufficient retirement incomes. The book also presents strategic guidelines for a preventive and life-course oriented social policy approach to combat future old-age poverty.



Zusammenfassung
"Insgesamt bietet das Buch eine Einführung in die Ausgestaltung von Grundsicherung im Alter, deren interdependente Faktoren und akutelle Risikogruppen. Für sozialpolitisch erfahrene Leser bietet der zweite Teil einen konzeptionell eigenständigen Beitrag mit sozialpolitischen Handlungsempfehlungen der Autoren zur Altersarmutsdebatte." Dagmar Zanker, in: Rentenversicherung aktuell, 11-12/2016 "Die umfassende und detaillierte Studie leistet durch die Kombination einer empirisch explorativen Vorgehensweise mit Fokus auf individuelle (Erwerbs-)Biografien und der verallgemeinernden Typologisierung der Risikogruppen viel. Neben den überaus interessanten Falldarstellungen, die breiten Raum einnehmen (Kapitel V), sind die Darstellungen der Rahmenbedingungen zur Alterssicherung und vor allem Altersarmut umfangreich und informativ. Die Auseinandersetzung mit der politischen Debatte und den Reformen der jüngeren Vergangenheit, die vor allem im Hinblick auf ihre Zielerreichung in punkto Vermeidung von Altersarmut kritisch zerpflückt werden, führt dem Leser/der Leserin vor Augen, dass das Thema Altersarmut uns in nächster Zeit (leider!) noch weiter begleiten wird. Die abschließenden Handlungsempfehlungen zeigen zudem auf, dass alternative Lösungen bestünden, wobei deren Umsetzungspotentiale angesichts der Stoßrichtung jüngster 'Reformen' recht fraglich erscheinen." Laura Sturzeis, auf: socialnet.de, 07.06.2016

Inhalt

Einleitung I. Grundsicherung und Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII - Die Entwicklung der Grundsicherungsbedürftigkeit und die soziodemografische Struktur der Grundsicherungspopulation II. Biografische Determinanten der Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter: Ausgewählte Ergebnisse der Forschung Dimensionen und Risikofaktoren im Lebensverlauf - Erwerbsbiografie - Familienbiografie - Gesundheitsbiografie - Bildungsbiografie - Vorsorgebiografie - Migrationsbiografie. Bevölkerung mit Migrationshintergrund III. Daten und Methoden Fallauswahl und Fallgewinnung - Interviewführung - Auswertung IV. Empirische Ergebnisse (I): Risiken und Risikodimensionen Eigenständige Alterseinkommen und anerkannte Bedarfe - Erwerbsbiografie - Familienbiografie - Gesundheitsbiografie - Bildungsbiografie - Vorsorgebiografie - Migrationsbiografie - Risiken und Risikodimensionen: Zusammenfassung V. Empirische Ergebnisse (II): Zentrale Risikogruppen Einleitung und Überblick - Familienorientierte Frauen - Ehemalige Selbstständige - Zugewanderte Personen - Umbruchsgeprägte Ostdeutsche - Komplex Diskontinuierliche VI. Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter: Gegenwart und Zukunft Einleitung: Generationenwechsel in der Grundsicherung - Risikogruppen der Gegenwart: Mittelfristige Entwicklungsperspektiven - Risikogruppen der Zukunft: Mittel- und langfristige Perspektiven - Zwischenfazit VII. Altersarmut als Gegenstand der aktuellen Alterssicherungspolitik Optionen der Altersarmutsvermeidung: Zur Systematisierung der aktuellen Reformdiskussion - Armutsvermeidung durch Anerkennung von Lebensleistung? Anmerkungen zur aktuellen Alterssicherungspolitik VIII. Konsequenzen und Handlungsempfehlungen Ziele und Handlungsebenen einer lebenslauforientierten und lebensbegleitenden Alterssicherungspolitik - Ermöglichung gelungener (Erwerbs-)Biografien durch soziale Lebenslaufpolitik - Aufbau einer lückenlosen Versicherungsbiografie: Universelles Alterssicherungssystem mit Mindestbeitrag - Nachträgliche Kompensation unzureichender Alterseinkünfte: Stärkung des sozialen Ausgleichs in der GRV - Bedarfsgerechte und niedrigschwellige Ausgestaltung der Grundsicherung im Alter IX. Zusammenfassung und Ausblick Literatur- und Sachverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Lebenswege in die Altersarmut
Untertitel: Biografische Analysen und sozialpolitische Perspektiven
Autor:
EAN: 9783428147908
ISBN: 978-3-428-14790-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 461
Gewicht: 687g
Größe: H234mm x B159mm x T27mm
Veröffentlichung: 12.03.2016
Jahr: 2016
Land: DE
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