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Stärkere Eigenverantwortung in der Gesetzlichen Krankenversicherung
Antje Musil

Reformen im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nehmen auf der politischen Agenda seit längerem einen oberen Platz ... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 240 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Reformen im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nehmen auf der politischen Agenda seit längerem einen oberen Platz ein. Eines der Hauptthemen ist die Stärkung der Eigenverantwortung von Versicherten und Leistungserbringern. Aus der Perspektive der Principal-Agent-Theorie analysiert Antje Musil, welche Instrumente geeignet sind, die Eigenverantwortung der Versicherten und der niedergelassenen Vertragsärzte zu stärken. Aufbauend auf einer Darstellung des GKV-Systems untersucht sie das Moral-Hazard-Verhalten der Versicherten, diskutiert monetäre Anreiz- und Sanktionsinstrumente, die eine Interessenangleichung zwischen Versicherten und Gesetzlicher Krankenkasse bewirken sollen, und verdeutlicht den engen Zusammenhang zwischen der Eigenverantwortung des Patienten und der Arzt-Patient-Beziehung. Die Autorin entwickelt ein Vergütungssystem, das die Entlohnung des Arztes stärker an das Leistungsergebnis knüpft und so für eine stärkere Patientenorientierung des Leistungserbringers sorgt.

Autorentext
Dr. Antje Musil promovierte am Lehrstuhl für Industriebetriebslehre der TU Bergakademie Freiberg. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Wolfgang Burr am Lehrstuhl für Innovationsökonomie der Universität Erfurt.

Zusammenfassung
Gesundheit, Krankheit und Risiko Gesundheitsleistungen Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung Mehr Eigenverantwortung für die Versicherten und die Leistungserbringer

Inhalt
I. Einleitung.- 1. Problemstellung und Ziele.- 2. Weiteres Vorgehen.- II. Theoretischer Rahmen und zentrale Begriffe.- 1. Spezifizierung von Untersuchungsgegenstand und Untersuchungsinstrument.- 1.1. Untersuchungsgegenstand.- 1.2. Die Principal-Agent-Theorie als Untersuchungsinstrument.- 1.2.1. Grundlagen und Verhaltensannahmen.- 1.2.2. Unvollständige Informationen und Verhaltensrisiken.- 1.2.2.1. Zwei Formen unvollständiger Informationen in der Informationsökonomie.- 1.2.2.2. Hidden characteristics und das Adverse selection-Risiko.- 1.2.2.3. Hidden action, Hidden information und die Moral hazard-Gefahr.- 1.2.2.4. Hidden intention und das Hold up-Risiko.- 1.3. Der Anwendungsfall: Principal-Agent-Beziehungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 1.3.1. Zur Übertragbarkeit der Principal-Agent-Theorie auf die Vertragsbeziehungen in der GKV.- 1.3.2. Versicherungsnehmer Gesetzliche Krankenkasse.- 1.3.3. Patient Arzt.- 1.3.4. Gesetzliche Krankenkasse Arzt.- 1.3.5. Interdependenzen der bilateralen Beziehungen.- 2. Gesundheit, Krankheit und Risiko.- 2.1. Gesundheit und Krankheit: eine Begriffsabgrenzung.- 2.2. Risiko: Begriff, Ursachen und Folgen.- 2.3. Möglichkeiten zum Umgang mit Risiken.- 2.4. Gesundheit und Risiko.- 3. Gesundheitsleistungen.- 3.1. Begriff.- 3.2. Spezifische Charakteristika.- 3.3. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen.- 3.3.1. Gesundheit als Konsum- und Investitionsgut.- 3.3.2. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen.- 3.3.2.1. Die Preiselastizität der Nachfrage.- 3.3.2.2. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und Opportunitätskosten.- 3.4. Das Angebot an Gesundheitsleistungen.- 3.4.1. Ärztliche Dienstleistungen als Vertrauensgüter.- 3.4.2. Anbieterinduzierte Nachfrage.- III. Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 1. Historische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland.- 2. Grundprinzipien, Ziele und Aufgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 2.1. Sozialer Rechtsstaat, Subsidiaritäts- und Solidaritätsprinzip als ordnungspolitische Rahmenbedingungen.- 2.1.1. Sozialstaatlichkeit.- 2.1.2. Solidarität und Subsidiarität.- 2.1.3. Implikationen für die Ausgestaltung der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 2.2. Ziele und Aufgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 3. Gestaltungselemente der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 3.1. Der Versichertenkreis der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Versicherungspflicht.- 3.2. Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 3.3. Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 4. Die Organisation der Leistungsträger und Leistungserbringer.- 4.1. Die Gesetzlichen Krankenkassen als Leistungsträger.- 4.2. Die Organisation der Leistungserbringer.- 4.2.1. Gliederung der Leistungserbringer.- 4.2.2. Die Bedeutung des Verbandswesens.- 5. Kritik an der Gesetzlichen Krankenversicherung.- 5.1. Finanzierungsmängel.- 5.2. Medizinische Schwachstellen.- 5.3. Allokative Mängel.- IV. Mehr Eigenverantwortung für die Versicherten.- 1. Moral hazard der Versicherungsnehmer.- 1.1. Allgemeine Ursachen und Erscheinungsformen.- 1.2. Problemverschärfung in der GKV.- 2. Grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit Moral hazard.- 2.1. Monitoring.- 2.1.1. Gatekeeping.- 2.1.2. Disease Management.- 2.1.3. Case Management.- 2.1.4. Zwischenfazit.- 2.2. Interessenangleichung.- 3. Mehr Eigenverantwortung für die Versicherten durch monetäre Anreiz- und Sanktionssysteme.- 3.1. Ziele und Erwartungen.- 3.2. Formen monetärer Anreiz- und Sanktionssysteme.- 3.2.1. Beitragskalkulation nach dem Äquivalenzprinzip.- 3.2.1.1. Die Private Krankenversicherung als Beispiel für die Umsetzung des Äquivalenzprinzips.- 3.2.1.2. Äquivalenzprinzip und Moral hazard.- 3.2.1.3. Kritik am Äquivalenzprinzip.- 3.2.2. Risikozuschläge.- 3.2.3. Kostenbeteiligungen.- 3.2.3.1. Leistungsausschluss und Leistungsbegrenzungen.- 3.2.3.2. Proportionale Selbstbeteiligung (coinsurance).- 3.2.3.3. Absolute Selbstbeteiligung (deductible, Selbstbehalt, Franchise).- 3.2.3.4. Indemnitätsregelungen (Festbetragsregelung).- 3.2.3.5. Bonus-Malus-Tarife.- 3.2.3.6. Wahltarife als Anwendung von Kostenbeteiligungen.- 3.2.3.7. Zwischenfazit: Der Nutzen von Kostenbeteiligungen aus der Perspektive der Agency-Theorie.- 3.2.4. Finanzielle Stimuli als positive Anreize.- 3.3. Wirksamkeitsvoraussetzungen monetärer Anreiz- und Sanktionssysteme.- 3.3.1. Preiselastizität der Nachfrage.- 3.3.2. Vermeidung unerwünschter Substitution.- 3.3.3. Entscheidungsspielräume der Versicherten.- 3.3.4. Anbieterdominanz als prinzipielle Grenze für Kostenbeteiligungen.- 3.3.5. Vermeidung gesundheitlicher Risiken.- 3.3.6. Rahmenbedingungen für Umsetzung und Durchführung.- 3.4. Beurteilung von Kostenbeteiligungen.- 3.4.1. Evaluationskriterien.- 3.4.2. Finanzierungswirkungen.- 3.4.3. Steuerungswirkungen.- 3.4.3.1. Empirische Überprüfung der Nachfragereaktionen.- 3.4.3.2. Empirische Ergebnisse bezüglich der Rahmenbedingungen.- 3.4.3.3. Zur Aussagekraft empirischer Untersuchungen.- 3.4.4. Kostenbeteiligungen und Risikoallokation.- 3.5. Zwischenfazit.- 3.5.1. Steuerung des Nachfrageverhaltens: Verletzung wesentlicher Wirksamkeitsvoraussetzungen.- 3.5.2. Steuerung des Gesundheitsverhaltens und der Compliance.- 3.5.3. Handlungsempfehlungen.- V. Mehr Eigenverantwortung für die Leistungserbringer.- 1. Problemstellung.- 2. Die Schwierigkeit der Beurteilung medizinischer Dienstleistungen.- 2.1. Die Beurteilung der Outputqualität.- 2.2. Die Beurteilung der Inputqualität.- 2.3. Reputation als Anreiz für Qualität.- 2.3.1. Wie funktioniert der Reputationsmechanismus.- 2.3.2. Reputation und Vertrauensgüter.- 2.4. Zwischenfazit.- 3. Ergänzende Sachwalter.- 3.1. Anforderungen an ergänzende Sachwalter.- 3.1.1. Pflege/Sicherung der Ergebnisqualität.- 3.1.2. Transformationsleistung.- 3.2. Der Staat als ergänzender Sachwalter.- 3.3. Verbände als ergänzende Sachwalter.- 3.3.1. Ärztliche Berufsverbände.- 3.3.2. Qualitätssicherung durch die Ärztekammern am Beispiel der Fortbildung.- 3.3.3. Beurteilung.- 3.4. Die Gesetzlichen Krankenkassen als ergänzende Sachwalter.- 3.4.1. Die Anreizsituation der Ärzte: eine Frage des Vergütungssystems.- 3.4.1.1. Eigenschaften unterschiedlicher Vergütungssysteme.- 3.4.1.2. Anreizwirkungen ausgewählter Vergütungsformen.- 3.4.1.3. Zusammenfassende Beurteilung.- 3.4.2. Krankenkassen und Qualitätsmanagement.- 3.4.2.1. Definition von Qualitätszielen.- 3.4.2.2. Umsetzungsinstrumente.- 3.4.2.3. Beurteilung und Messung der Leistungsqualität durch die Krankenkassen als Sachwalter.- 3.4.2.4. Anreize für die Leistungserbringer.- 3.4.3. Beurteilung der Krankenkassen als ergänzende Sachwalter.- 3.5. Privatwirtschaftliche Qualitätssicherungssysteme als ergänzende Sachwalter.- 3.5.1. Peer Review.- 3.5.2. Liga.- 3.5.3. Franchising.- 3.6. Erfahrungen mit Praxisnetzen in der Bundesrepublik Deutschland.- 3.7. Zwischenfazit.- 4. Entlohnungsstruktur mit vollintegriertem Qualitätsmanagement.- 4.1. Das Konzept.- 4.1.1. Die Kostenerstattungskomponente.- 4.1.2. Das Leistungsentgelt.- 4.2. Anreizwirkungen bezüglich der Leistungsqualität.- 4.3. Anreize zur Wirtschaftlichkeit.- 4.4. Der Arzt als Versicherer.- 4.5. Kritik am Konzept.- 4.5.1. Einschränkung der freien Arztwahl.- 4.5.2. Beziehung zu den Fachärzten.- 4.5.3. Unterversorgung, falsche Abrechnung und Risikoselektion.- 4.6. Beurteilung.- 5. Zwischenfazit.- VI. Abschließendes Fazit und Ausblick.- Stichwortverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Stärkere Eigenverantwortung in der Gesetzlichen Krankenversicherung
Untertitel: Eine agency-theoretische Betrachtung
Autor: Antje Musil
EAN: 9783824478262
ISBN: 978-3-8244-7826-2
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Dt. Universitätsvlg.
Genre: Branchen
Anzahl Seiten: 240
Gewicht: 339g
Größe: H210mm x B149mm x T17mm
Jahr: 2003
Auflage: 2003.

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