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Anti-Sozial-Front

  • Kartonierter Einband
  • 248 Seiten
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Beschreibung

Das Interesse an den Aktivitäten von Fußballfans (im neueren Sprachgebrauch als Hooligans bezeichnet) und jugendlichen Streetgangs ist in den letzten Jahren, wie die zahlreichen Veröf fentlichungen und Medienberichte bezeugen, angestiegen. Nun könnte man meinen, daß wir uns aufgrund der Informationsflut ein detailliertes Bild über diese Jugendlichen machen könnten. Bei Analyse der aktuellen Meldungen und Veröffentlichungen stellt man jedoch fest, daß nur Teilaspekte berücksichtigt wurden und viele Fragen unbeantwortet bleiben. Auffällig ist die Redu zierung medialer Präsentation von jugendlichem Verhalten auf gewalttätige Handlungen. Die Fußballfan- und Streetgangaktivi täten werden aus dem Lebenszusammenhang dieser Jugendlichen herausgelöst vermittelt. Eine familiäre, berufliche bzw. schuli sche Einbindung wird gänzlich außer Betracht gelassen. Auch die individuellen Handlungsmotive dieser Jugendlichen bleiben fast ganz unberücksichtigt. Die Publikationen besonders der Fanpro jekte versuchen diese Defizite auszugleichen und geben ein an schauliches Bild der Aktivitäten dieser Jugendlichen. Bei diesen Darstellungen vermißt man jedoch die Einbindung der veränder ten Motivation in die Fußballfangeschichte und insbesondere in die sozialstrukturellen gesellschaftlichen Veränderungen. Die vorliegende Studie möchte versuchen, diese aufgezeigten Leerstellen auszufüllen. Um dem Anspruch einer detaillierten Analyse, die die gesamte Lebensweise der Fußballfans umfaßt, gerecht zu werden, erfolgte eine Eingrenzung der Untersuchung ausschließlich auf die Fußballfanentwicklung der Offenbacher Kickers (OFC) über den Zeitraum von 1978 bis 1991. Um die in dividuellen Motivationen und Handlungsstrukturen anschaulich transparent zu machen, wurde der Forschungsansatz der teilneh menden Beobachtung, die sich über einen Zeitraum von mehre ren Jahren erstreckte, gewählt. Durch diese binnenperspektivi sche Darstellung sollen Handlungsabläufe und Motivationsver änderungen vermittelt werden.

Klappentext

Das Interesse an den Aktivitäten von Fußballfans (im neueren Sprachgebrauch als Hooligans bezeichnet) und jugendlichen Streetgangs ist in den letzten Jahren, wie die zahlreichen Veröf­ fentlichungen und Medienberichte bezeugen, angestiegen. Nun könnte man meinen, daß wir uns aufgrund der Informationsflut ein detailliertes Bild über diese Jugendlichen machen könnten. Bei Analyse der aktuellen Meldungen und Veröffentlichungen stellt man jedoch fest, daß nur Teilaspekte berücksichtigt wurden und viele Fragen unbeantwortet bleiben. Auffällig ist die Redu­ zierung medialer Präsentation von jugendlichem Verhalten auf gewalttätige Handlungen. Die Fußballfan- und Streetgangaktivi­ täten werden aus dem Lebenszusammenhang dieser Jugendlichen herausgelöst vermittelt. Eine familiäre, berufliche bzw. schuli­ sche Einbindung wird gänzlich außer Betracht gelassen. Auch die individuellen Handlungsmotive dieser Jugendlichen bleiben fast ganz unberücksichtigt. Die Publikationen besonders der Fanpro­ jekte versuchen diese Defizite auszugleichen und geben ein an­ schauliches Bild der Aktivitäten dieser Jugendlichen. Bei diesen Darstellungen vermißt man jedoch die Einbindung der veränder­ ten Motivation in die Fußballfangeschichte und insbesondere in die sozialstrukturellen gesellschaftlichen Veränderungen. Die vorliegende Studie möchte versuchen, diese aufgezeigten Leerstellen auszufüllen. Um dem Anspruch einer detaillierten Analyse, die die gesamte Lebensweise der Fußballfans umfaßt, gerecht zu werden, erfolgte eine Eingrenzung der Untersuchung ausschließlich auf die Fußballfanentwicklung der Offenbacher Kickers (OFC) über den Zeitraum von 1978 bis 1991. Um die in­ dividuellen Motivationen und Handlungsstrukturen anschaulich transparent zu machen, wurde der Forschungsansatz der teilneh­ menden Beobachtung, die sich über einen Zeitraum von mehre­ ren Jahren erstreckte, gewählt. Durch diese binnenperspektivi­ sche Darstellung sollen Handlungsabläufe und Motivationsver­ änderungen vermittelt werden.



Inhalt

1. Einleitung.- 1.1. Aufbau des Buches.- 1.2. Die Fußballfanentwicklung der Offenbacher Kickers.- 2. Theoretischer Bezugsrahmen.- 2.1. Anmerkungen zur Forschungsmethode.- 2.2. Individualisierungstheoretische Ansätze.- 2.3. Individualisierung und die Konkretisierung von Jugend.- 3. Untersuchungsverlauf.- 3.1. Konsument-Kunde-Vereinsangehöriger und die Auswirkungen der Vereinsprofessionalisierung auf das Fußballfanverhalten.- 3.2. Die Kontaktaufnahme zum Offenbacher (Fußball-) Milieu und die kulturellen Differenzen zwischen dem Forschungsmilieu und dem Forscher.- 4. Die Fans.- 4.1. Die Fangenerationen und die Auswirkungen der Individualisierungstendenzen.- 4.2. Franz.- 4.3. Thomas.- 4.4. Alex.- 4.5. Mark.- Die milieugeprägte Sozialisation.- Der Rückzug von den Fußballfanaktivitäten.- Die Freisetzung aus den milieugebundenen Lebenswegen.- 4.6. Steffen.- Die milieugeprägte Sozialisation.- Der Rückzug von den Fußballfanaktivitäten.- Die Freisetzung aus den milieugebundenen Lebenswegen.- 4.7. Kurzbiographien.- 5. OFC-Fanclubentwicklung.- 5.1. Fanclub Bieber.- 5.2. Anhängerclub.- 5.3. Die Spaltung der Fanszene.- 5.4. Die Straßenprotestbewegung von unten.- 6. Anti-Sozial-Front.- 6.1. Erste Phase der Anti-Sozial-Front.- 6.2. Zweite Phase der Anti-Sozial-Front.- Kern-Gruppe.- Hanauer Gruppe.- Frankfurter Gruppe.- 6.3. Lutscher, Mitläufer, Gute.- 6.4. Frauen im Fußball.- 7. OFC-Fußball(fan)szene 1987 - 1989.- 7.1. Rote Füchse.- 7.2. Wolverines.- 8. Die Musik.- 8.1. Die Musikgruppe 'Boehse Onkelz'.- 1984 - Fußball-, Skinhead- und Straßenleben.- 1986 - Auseinandersetzung und Reaktionen auf das zugeschriebene Image.- Die zweite Skinheadgeneration.- 1987 - Abschied von der Jugendzeit und Bekenntnis zum 'Lumpenproletariat'.- 1988 - Rückblick und Abwendung von medial geprägten Subkulturen.- Die milieuspezifische Identifikationsbasis.- Boehse Onkelz: Musiker zum Anfassen.- 8.2. Die Medien und die soziale Kontrolle.- 9. Körperliche Auseinandersetzungen.- 9.1. Formen der körperlichen Auseinandersetzungen.- 9.2. Die Veränderungen der körperlichen Auseinandersetzungen aus der Sicht eines Alt-Fans.- 9.3. Ein Hooligan-Spieltag.- 9.4. Die körperlichen Auseinandersetzungen aus der Sicht der Hooligans.- 9.5. Veränderungen der polizeilichen und strafrechtlichen Sanktionierungen.- 10. Zeitungen.- 11. Präsentationsformen.- 12. Zusammenfassung und abschließende Überlegungen.

Produktinformationen

Titel: Anti-Sozial-Front
Untertitel: Vom Fußballfan zum Hooligan
Schöpfer:
EAN: 9783322959034
ISBN: 978-3-322-95903-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 248
Gewicht: 326g
Größe: H213mm x B151mm x T17mm
Jahr: 2012
Auflage: 1992