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Psychotherapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung

  • Kartonierter Einband
  • 509 Seiten
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Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Charakterpathologie. In ihrem ersten gemeinsamen Buch dokumentieren Bateman... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Charakterpathologie. In ihrem ersten gemeinsamen Buch dokumentieren Bateman und Fonagy die aktuelle interdisziplinäre Forschung zur Borderline-Thematik und beschreiben anschließend die von ihnen entwickelte "mentalisierungsgestützte Therapie".

"Dieses Buch ist ein echter Happen. Es nimmt den Leser mit auf die Reise durch die psychoanalytische Entwicklungspsychologie, durch die Borderline-Theorien und die verschiedenen Therapieformen. Jeder, der verstehen möchte, wie ein Kind sein eigenes "Selbst" begreift und warum manche Menschen nur ausgeglichen leben können, wenn andere sie schlecht behandeln, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen." Dunja Voos, www.medizin-im-text.de "Dieses Buch wurde sehnsüchtig erwartet." Glen O. Gabbard, führender Borderline-Experte und Herausgeber des Psychoanalytic Quarterly und International Journal of Psychoanalysis Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Charakterpathologie, deren Krankheitsbild sich durch Impulsivität, Identitätsstörungen, Suizidalität, Selbstverletzungen, Gefühle innerer Leere sowie durch affektintensive und gleichermaßen instabile Beziehungen auszeichnet. Anthony W. Bateman und Peter Fonagy haben ein erfolgreiches, psychoanalytisch orientiertes Behandlungsverfahren die "mentalisierungsgestützte Therapie" entwickelt und in randomisierten kontrollierten Studien nachgewiesen, dass diese Methode anderen therapeutischen Verfahren deutlich überlegen ist. In ihrem ersten gemeinsamen Buch dokumentieren Bateman und Fonagy zu Beginn die aktuelle interdisziplinäre Forschung zur Borderline-Thematik und beschreiben anschließend ihre Therapie. Im Kontext der psychoanalytischen und psychotherapeutischen Literatur gilt das Buch, das sich an Psychoanalytiker und Psychotherapeuten, Psychiater und Vertreter anderer psychosozialer Berufe richtet, bereits jetzt als Standardwerk.

Autorentext
Peter Fonagy, Dr. phil., Dipl-Psych., Psychoanalytiker, ist Professor am University College, London, und Forschungskoordinator am Anna Freud Centre, Hampstead/London, der traditionsreichen Stelle, die vor ihm Anna Freud und Joseph Sandler innehatten. Zudem ist er Vize-Präsident der IPA, Mitherausgeber einer Anzahl bedeutender Zeitschriften, zum Beispiel des International Journal of Psychoanalysis, des Development and Psychopathology und des Bulletin of the Menninger Clinic. Fonagy gilt als einer der weltweit führenden Köpfe der Psychotherapieforschung.


Inhalt

Inhalt John Gunderson: Vorwort Zu den Autoren Einführung Ziele Aufbau des Manuals Kernkomponenten der Behandlung Für wen ist das Manual bestimmt? Die Autoren 1. Kapitel Epidemiologische und ätiologische Studien über die Borderline-Persönlichkeitsstörung Definition des Problems Diagnoseverfahren Diagnostische Schwellen Epidemiologie Klinisches Bild Phänomenologisches Bild Funktionelle Beeinträchtigung Psychodynamisches Bild BPS Abwehrmechanismen Objektbeziehungen Komorbidität Dimensionale Modelle der BPS Die Naturgeschichte der BPS Die zeitliche Stabilität der Diagnose Der Verlauf der BPS Studien über Mechanismen und ätiologische Faktoren Biologische Überlegungen Biologische Marker Genetische Studien Neurotransmitteranomalien Kandidatengene Kortikale Lokalisation Aufmerksamkeit und Selbstkontrolliertheit Fazit Psychosoziale Einflüsse Theoretische Überlegungen Beziehung zu den Eltern Trennung der Eltern oder Elternverlust Familiärer Hintergrund Anomales Elternverhalten Kindheitstrauma und Misshandlung Psychosoziale Ätiologiemodelle auf der Grundlage von Vernachlässigung und Trauma Das PTBS-Modell Das Stress-Diathese-Modell Ein Modell multipler Pfade Biologische Pfade der Einwirkung von extremem Stress Kindheitstrauma als Risikofaktor für eine beeinträchtigte Hirnentwicklung Serotoninsystem Endogenes Opiatsystem HPA-Achse Anteriore cinguläre Dysfunktion Psychische Pfade, die zwischen der BPS und extremem Stress vermitteln: die Fehlregulierung des Affekts Bindung und BPS Theoretische Überlegungen Empirische Studien mit dem Erwachsenen-Bindungsinterview (AAI) Empirische Studien mit selbstberichteten Bindungsmessungen Zusammenfassung der empirischen Daten Die Problematik eines einfachen Bindungsmodells Schlussfolgerungen 2. Kapitel Psychotherapeutische Prozess- und Ergebnisforschung Psychotherapeutische Behandlungen Psychoanalytische Psychotherapie Empirische Evidenz für die mentalisierungsgestützte psychoanalytische Behandlung Ergebnisse Kognitiv-analytische Therapie Kognitive Therapie Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) Behandlungen in therapeutischen Gemeinschaften Medikamentöse Behandlungen Antipsychotika Antidepressiva Stimmungsstabilisierer Probleme der Ergebnisforschung Randomisierung und Persönlichkeitsstörung 3. Kapitel Ein mentalisierungsgestütztes Verständnis der Borderline-Persönlichkeitsstörung Die Entwicklungsgrundlagen der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) Die Relevanz des bindungstheoretischen Ansatzes Optimale Selbstentwicklung in einem sicheren Bindungskontext Frühe Phasen der Entwicklung des Selbst Die Sensibilität des Säuglings für soziale Kontingenz Die teleologische Haltung Das Selbst als intentionaler und repräsentationaler Urheber Spiegelung durch die Mutter und die Entwicklung von Konzepten mentaler Zustände Psychische Äquivalenz und Als-ob-Modus Mentalisierung Reflexionsfunktion und Bindung Die neurologische Grundlage des Mentalisierens Die Konsequenzen einer unsicheren Basis Gescheitertes Spiegeln Fehlende Verspieltheit Beeinträchtigte Affektrepräsentation und Aufmerksamkeitskontrolle Desorganisation der Bindung Die Verankerung des »fremden Selbst« Das kontrollierende innere Arbeitsmodell (IWM) Die Folgen eines Bindungstraumas Scheitern der Mentalisierung Veränderungen des Arousal»schalters« Psychische Äquivalenz, Scham und teleologische Haltung Mentalisierungsunfähigkeit - dem »fremden Selbst« preisgegeben Interpersonale Beziehungen und Übertragung Selbstverletzung Suizid Impulsive Gewaltakte Fallbeispiel Das Trauma erinnern Schlussfolgerung 4. Kapitel Aktuelle Modelle zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) Evaluation Dialektisch-behaviorale Therapie Dialektik Emotionale Fehlregulation Mentalisierung und Achtsamkeit Praxis Kognitiv-behaviorale Therapie Kognitiv-analytische Therapie Reziproke Rollen Reformulierung und Deutung Psychodynamisch-interpersonale Therapie Therapeutische Gemeinschaften Andere nordamerikanische Ansätze Andere europäische Ansätze Mentalisierung: das gemeinsame Thema psychotherapeutischer Konzeptualisierungen der Borderline-Persönlichkeitsstörung Schlussfolgerung 5. Kapitel Behandlungsorganisation Einleitung Versorgungsmodelle Ein-Team-Modell Behandlungskontext Behandlungsrichtlinien Die Behandlungsprogramme Mitarbeiter Die Auswahl der Mitarbeiter Merkmale der Ausbildung Das Team Der Hauptansprechpartner oder zuständige Therapeut Der verantwortliche Psychiater Diagnose Den Patienten für die Behandlung engagieren Aufnahmeverfahren Bereitstellung von Information Klärung der zentralen, vom Patienten benannten Probleme Erklärung des Behandlungsansatzes und seiner Relevanz für die Probleme Informationen über Einzel- und Gruppentherapie und deren Veränderungspotential Erläuterung der Schweigepflicht Klärung bestimmter Grundregeln Gewalt Drogen und Alkohol Sexuelle Beziehungen Stabilisierende soziale Aspekte der Versorgung Sicherstellung der Erreichbarkeit des Patienten Klare Zielvereinbarungen Definition und Vereinbarung der Rollen von Therapeuten, Betreuern und anderen Personen, die für den Patienten zuständig sind Anamnese Interpersonales Verhalten und enge Beziehungen Frühere Behandlungen und ihre Ergebnisse Bildung eines Beziehungs- und Arbeitsbündnisses Empathie und Validierung Verlässlichkeit und Bereitschaft, zuzuhören Dynamische Formulierung Beispiel für eine Formulierung Expressive Therapien Allgemeine strategische Empfehlungen Organisation Spezielle Empfehlungen Häufige Probleme Abbrüche Stationäre Versorgung Unterstützung des Teams Teammoral Supervision Care Programme Approach (CPA) Adhärenz Schlussfolgerungen 6. Kapitel Übertragbare Organisationsmerkmale des MBT-Modells Struktur Prinzip Rationale Grenzverletzungen Implementierung Konsistenz, Konstanz und Kohärenz Prinzip Rationale Implementierung Beziehungsfokus Prinzip Rationale Implementierung Flexibilität Prinzip Rationale Implementierung Intensität Prinzip Rationale Implementierung Individueller Versorgungsansatz Prinzip Rationale Implementierung Medikation Prinzip Rationale Implementierung Zusammenfassung der Leitlinien für die psychopharmakologische Behandlung Integration der verschiedenen Therapiemodalitäten Schlussfolgerungen 7. Kapitel Behandlungsstrategien Verbesserung der Mentalisierung Schließen der Lücken Übertragung Aufrechterhaltung psychischer Nähe Gegenübertragung Die Arbeit mit aktuellen psychischen Zuständen Verwendung von Metaphern, Konfliktbearbeitung und die Deutung der unbewussten Phantasie Berücksichtigung der Defizite Reale Beziehungen Die Arbeit mit Erinnerungen Hyperaktive Mentalisierung und Als-ob-Modus Schlussfolgerungen 8. Kapitel Behandlungstechniken Identifizierung und angemessene Äußerung des Affekts Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlungen für die Identifizierung von Affekten Einzelsitzung Gruppenpsychotherapie Impulskontrolle Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlung für den Umgang mit beeinträchtigter Impulskontrolle Suizidversuche und Selbstverletzungen Suizid Selbstverletzung Einzeltherapie Gruppentherapie Andere schwierige Affektzustände Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlungen Aggression im Zusammenhang mit paranoider Angst Einzelsitzung Gruppentherapie Passive Aggression Einzelsitzung Gruppentherapie Neid Einzelsitzung Gruppentherapie Idealisierung Einzelsitzung Gruppentherapie Sexuelle Anziehung Einzelsitzung Gruppentherapie Hass und Verachtung Einzelsitzung Gruppentherapie Liebe und Bindung Einzelsitzung Gruppentherapie Entwicklung stabiler Repräsentationssysteme Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlungen Einzel- und Gruppensitzungen Primäre Überzeugung werden identifiziert und mit Affekten in Verbindung gebracht Identifizierung und Verständnis sekundärer Überzeugungszustände Erforschung von Wünschen, Hoffnungen, Befürchtungen und anderen Motivationszuständen Einzeltherapie Gruppentherapie Aufbau eines kohärenten Selbstgefühls Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlungen Einzeltherapie Gruppentherapie Entwicklung der Fähigkeit, sichere Bindungen aufzubauen Allgemeine Prinzipien Rationale Allgemeine strategische Empfehlungen Einzeltherapie Gruppentherapie Schlussfolgerungen 9. Kapitel Implementierung 1. Schritt: Untersuchen Sie Ihren Arbeitskontext, identifizieren Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre Art zu praktizieren und prüfen Sie Ihre Ressourcen Kontext Fähigkeiten Prüfung der Ressourcen 2. Schritt: Führen Sie Organisationsprinzipien ein Struktur Klarheit Konsistenz Beziehungsfokus Intensität Medikation 3. Schritt: Modifizieren Sie die Ziele und Techniken ihrer derzeitigen Praxis Identifizieren Sie iatrogene Aspekte Ihrer derzeitigen Praxis Erweitern Sie nach und nach das Mentalisierungspotential, um iatrogene Techniken zu ersetzen 4. Schritt: Implementierungsverfahren für den Umgang mit schwierigem Verhalten 5. Schritt: Ständige Evaluierung Ihrer Praxis Therapieadhärenz Systemadhärenz Wahrnehmung der Behandlung durch die Patienten Anhang 1: Suizid- und Selbstverletzungsfragebogen Anhang 2: Ausbildungsmaterial Anhang 3: Krisenplan Anhang 4: Messung der MBT-Adhärenz und -Kompetenz Anhang 5: Text der Broschüre »Das Intensive Ambulante Programm (IOP)« Anhang 6: Fragebogen »Patientenfeedback nach der Aufnahme« Literatur Namen- und Sachregister

Produktinformationen

Titel: Psychotherapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung
Untertitel: Ein mentalisierungsgestütztes Behandlungskonzept
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783837923421
ISBN: 978-3-8379-2342-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Psychosozial Verlag GbR
Genre: Theoretische Psychologie
Anzahl Seiten: 509
Gewicht: 830g
Größe: H226mm x B151mm x T43mm
Veröffentlichung: 08.04.2014
Jahr: 2014

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