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Die Pest in Europa

  • Kartonierter Einband
  • 116 Seiten
Examensarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Technische... Weiterlesen
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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 1995 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund (Unbekannt), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den soziologischen Aspekten und Konsequenzen der großen Pest von 1348 - 1351. Kein Bereich des menschlichen Lebens blieb von den Auswirkungen der Seuche verschont. Durch das Auftreten der Epidemie verlor das Menschenleben so augenfällig an Wert und Bedeutung, daß jahrhundertelang gewachsene Normen plötzlich sinnlos erschienen. Die erlittene mentale Erschütterung äußerte sich in oft recht unterschiedlichen Reaktionen wie gesteigerter Religiosität, übergroßer Lebensfreude, Sucht nach Luxus und rücksichtslosem Egoismus. Behörden und Ärzte versuchten mit gutgemeinten, aber nur bedingt wirksamen Maßnahmen die Lage zu kontrollieren. Die Kirche, ohnehin schon in der Krise, büßte - nicht zuletzt durch ihre offensichtliche Ohnmacht gegenüber der Epidemie - viel von ihrer geistlichen Autorität ein. Die demographischen Veränderungen durch die Seuche führten zu einer Agrarkrise, in deren Folge das Bürgertum sowohl wirtschaftlich als auch politisch erstarkte und die alte Feudalschicht an Bedeutung verlor. Schließlich müssen auch die Verfolgungsphänomene und die sogenannten Geißlerbewegungen des Spätmittelalters in einem kausalen Zusammenhang mit der Pest gesehen werden. Bedingt durch den Ausbruch der Seuche kam es zu der bis dahin extremsten Judenverfolgung in Europa." Im folgenden sollen die komplexen Struktur- und Funktionszusammenhänge der damaligen Gesellschaft und ihrer Institutionen im Europa der Pestjahre 1348 - 1351 beschrieben und untersucht werden. In einem vorangestellten Teil wird kurz die krisenhafte Entwicklung Europas vor Ausbruch der Seuche aufgezeigt, um die historischen Zusammenhänge zu veranschaulichen. Anschließend werden Ursprung und Ursachen der Epidemie aus heutiger Sicht geschildert, gefolgt von einer knappen Darstellung des Krankheitsbildes. Aufbauend auf einer Schilderung der Situation Europas während des Wütens des Großen Sterbens werden schwerpunktmäßig die Auswirkungen und Begleitphänomene der Seuche dargelegt. Insbesondere sollen Aspekte und Konsequenzen im ökonomischen, gesellschaftlichen, soziologischen und religiösen Bereich bearbeitet werden. Der Herausarbeitung der soziologischen Erscheinungen während und nach der Zeit des Großen Sterbens soll das Hauptaugenmerk der Arbeit gelten. Darauf basierend soll der übergeordneten Fragestellung nachgegangen werden, ob und inwieweit das historisch-soziologische Phänomen der pestilenzialischen Seuche gleichsam als soziologischer Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit zu werten ist - d.h. inwieweit eine Umbruch-These zu unterstützen ist. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung5 2.Krisenhafte Entwicklung Europas vor Ausbruch der Seuche8 2.1Definition der Krise 8 2.2Kirche und Religion9 2.3Politik, Wirtschaft und Gesellschaft9 3.Klinisches Bild und Bekämpfung der Pest12 3.1Pest als Zoonose12 3.2Arten der Pest12 3.2.1Beulenpest13 3.2.2Lungenpest14 3.2.3Septische Pest14 3.3Übertragungswege der Pest15 3.3.1 Klassische Theorie 15 3.3.2Ansteckung über die Lungen16 3.3.3Zusätzliche Ansteckungsfaktoren16 3.4Bekämpfung der Pest17 4.Ursprung und Ursachen des Großen Sterbens19 4.1Die Pest auf ihrem Weg nach Europa19 4.2Ausbreitung der Pest21 5.Situation in Europa während der Epidemie23 5.1Aufkommen der Erkrankung23 5.2Verhalten der Ärzte25 5.3Verhalten der Kirche27 5.3.1Zum Begriff der Religiosität im Mittelalter27 5.3.2Religiöse Stimmung zu Zeit der Pest28 5.3.3Verhalten des Papstes32 5.3.4Verhalten der B...

Klappentext

Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den soziologischen Aspekten und Konsequenzen der großen Pest von 1348 - 1351. Kein Bereich des menschlichen Lebens blieb von den Auswirkungen der Seuche verschont. Durch das Auftreten der Epidemie verlor das Menschenleben so augenfällig an Wert und Bedeutung, daß jahrhundertelang gewachsene Normen plötzlich sinnlos erschienen. Die erlittene mentale Erschütterung äußerte sich in oft recht unterschiedlichen Reaktionen wie gesteigerter Religiosität, übergroßer Lebensfreude, Sucht nach Luxus und rücksichtslosem Egoismus. Behörden und Ärzte versuchten mit gutgemeinten, aber nur bedingt wirksamen Maßnahmen die Lage zu kontrollieren. Die Kirche, ohnehin schon in der Krise, büßte - nicht zuletzt durch ihre offensichtliche Ohnmacht gegenüber der Epidemie - viel von ihrer geistlichen Autorität ein. Die demographischen Veränderungen durch die Seuche führten zu einer Agrarkrise, in deren Folge das Bürgertum sowohl wirtschaftlich als auch politisch erstarkte und die alte Feudalschicht an Bedeutung verlor. Schließlich müssen auch die Verfolgungsphänomene und die sogenannten Geißlerbewegungen des Spätmittelalters in einem kausalen Zusammenhang mit der Pest gesehen werden. Bedingt durch den Ausbruch der Seuche kam es zu der bis dahin extremsten Judenverfolgung in Europa." Im folgenden sollen die komplexen Struktur- und Funktionszusammenhänge der damaligen Gesellschaft und ihrer Institutionen im Europa der Pestjahre 1348 - 1351 beschrieben und untersucht werden. In einem vorangestellten Teil wird kurz die krisenhafte Entwicklung Europas vor Ausbruch der Seuche aufgezeigt, um die historischen Zusammenhänge zu veranschaulichen. Anschließend werden Ursprung und Ursachen der Epidemie aus heutiger Sicht geschildert, gefolgt von einer knappen Darstellung des Krankheitsbildes. Aufbauend auf einer Schilderung der Situation Europas während des Wütens des Großen Sterbens werden schwerpunktmäßig die Auswirkungen und Begleitphänomene der Seuche dargelegt. Insbesondere sollen Aspekte und Konsequenzen im ökonomischen, gesellschaftlichen, soziologischen und religiösen Bereich bearbeitet werden. Der Herausarbeitung der soziologischen Erscheinungen während und nach der Zeit des Großen Sterbens soll das Hauptaugenmerk der Arbeit gelten. Darauf basierend soll der übergeordneten Fragestellung nachgegangen werden, ob und inwieweit das historisch-soziologische Phänomen der pestilenzialischen Seuche [...]

Produktinformationen

Titel: Die Pest in Europa
Untertitel: Stellen Sie das Große Sterben unter besonderer Berücksichtigung der soziologischen Aspekte und Konsequenzen 1348-1351 dar
Autor:
EAN: 9783838601069
ISBN: 978-3-8386-0106-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: diplom.de
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 116
Gewicht: 173g
Größe: H209mm x B149mm x T12mm
Jahr: 1997
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