Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Das Gebäude als Akteur

  • Fester Einband
  • 360 Seiten
(0) Erste Bewertung abgegeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Nicht nur Menschen tun etwas mit Gebäuden - auch Gebäude tun etwas mit Menschen. Sie haben unterschiedliche individuelle und kolle... Weiterlesen
20%
49.00 CHF 39.20
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 5 bis 7 Werktagen.

Beschreibung

Nicht nur Menschen tun etwas mit Gebäuden - auch Gebäude tun etwas mit Menschen. Sie haben unterschiedliche individuelle und kollektive Bedeutungen für uns. Sie bringen uns dazu, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen und für oder gegen sie aktiv werden. Als Symbole von Vergangenem lassen sie uns Zeitgefühl erahnen und bieten Orientierung im öffentlichen Raum. Und sie können im Laufe der Zeit zu Vertrauten werden, zu Metaphern für (Fehl)Entscheidungen oder zu technischen Herausforderungen. Wodurch und wann werden Gebäude zu Akteuren? In welchen Konstellationen entfalten sie Wirkmächtigkeit? Welche Handlungsspielräume in sich, der Stadt und im Raum eröffnen und begrenzen sie? Anke Rees stellt eine innovative Herangehensweise vor, mit der sich die Verbindungen zwischen den Menschen und der materiellen Umwelt in ihrer Dynamik erfassen und deuten lassen - das "Atmosphären-Netzwerk-Modell". Ausgehend von Architekturen und unter Einbezug der sinnlich-emotionalen Faktoren können mit ihm die multidimensionalen Wechselbeziehungen untersucht werden: die Materialität des Bauwerks, die beteiligten Akteure mit ihren Netzwerken und die entstehenden Gefühlsräume mit ihren Atmosphären. Am Beispiel der Schiller-Oper in Hamburg, einem Stahlskelettbau aus dem Fin de Siécle, zeichnet die Autorin die empirische Herleitung des Modells nach. Dafür bündelt sie Ansätze der kulturwissenschaftlichen Technikforschung, der Material Culture Studies und der Urban Anthropology. Sie bezieht Atmosphärenkonzepte ebenso ein wie die Akteur-Netzwerk-Theorie. Mit dem entwickelten Instrumentarium analysiert sie die 125-jährige Geschichte des Beispielobjekts, die aus umfangreichen Archivalien und Alltagsquellen rekonstruiert wurde. Eine solche Herangehensweise ermöglicht einen "empathischen Blick" auf Gebautes und in der konkreten Umsetzung einen nachhaltigen, zufriedenstellenden Umgang mit der materiellen Umwelt.

Zusammenfassung
Nicht nur Menschen tun etwas mit Gebäuden auch Gebäude tun etwas mit Menschen. Sie haben unterschiedliche individuelle und kollektive Bedeutungen für uns. Sie bringen uns dazu, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen und für oder gegen sie aktiv werden. Als Symbole von Vergangenem lassen sie uns Zeitgefühl erahnen und bieten Orientierung im öffentlichen Raum. Und sie können im Laufe der Zeit zu Vertrauten werden, zu Metaphern für (Fehl)Entscheidungen oder zu technischen Herausforderungen. Wodurch und wann werden Gebäude zu Akteuren? In welchen Konstellationen entfalten sie Wirkmächtigkeit? Welche Handlungsspielräume in sich, der Stadt und im Raum eröffnen und begrenzen sie? Anke Rees stellt eine innovative Herangehensweise vor, mit der sich die Verbindungen zwischen den Menschen und der materiellen Umwelt in ihrer Dynamik erfassen und deuten lassen das «Atmosphären-Netzwerk-Modell». Ausgehend von Architekturen und unter Einbezug der sinnlich-emotionalen Faktoren können mit ihm die multidimensionalen Wechselbeziehungen untersucht werden: die Materialität des Bauwerks, die beteiligten Akteure mit ihren Netzwerken und die entstehenden Gefühlsräume mit ihren Atmosphären. Am Beispiel der Schiller-Oper in Hamburg, einem Stahlskelettbau aus dem Fin de Siécle, zeichnet die Autorin die empirische Herleitung des Modells nach. Dafür bündelt sie Ansätze der kulturwissenschaftlichen Technikforschung, der Material Culture Studies und der Urban Anthropology. Sie bezieht Atmosphärenkonzepte ebenso ein wie die Akteur-Netzwerk-Theorie. Mit dem entwickelten Instrumentarium analysiert sie die 125-jährige Geschichte des Beispielobjekts, die aus umfangreichen Archivalien und Alltagsquellen rekonstruiert wurde. Eine solche Herangehensweise ermöglicht einen «empathischen Blick» auf Gebautes und in der konkreten Umsetzung einen nachhaltigen, zufriedenstellenden Umgang mit der materiellen Umwelt.

Inhalt
1. Einleitung 1.1 Was tun Gebäude mit Menschen? Eine Annäherung 1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit 1.3 Das Atmosphären-Netzwerk-Modell 1.4 Methode, Umsetzung und Herleitung des Modells 2. Disziplinäre und theoretische Zugänge 2.1 Volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Umgang mit Gebautem Anknüpfungen und Abgrenzungen: Hausforschung und Stadtanthropologie 2.2 Das begreifbare Ding: Volkskundlich-kulturwissenschaftliche Sachkulturforschung - Die Unzugänglichkeit der Dinge - Der Eigensinn der Dinge - Das schwer Greifbare der Dinge - Dinge als Erinnerungsobjekte 2.3 Das handelnde Artefakt: Kulturwissenschaftliche Technikforschung und Akteur-Netzwerk-Theorie 2.4 Der spürbare Moment: Atmosphärenkonzepte - Die drei Ebenen der Wahrnehmung - Zur Erforschung von Atmosphären 3. Das Beispiel Schiller-Oper: Quellen und methodische Zugänge 3.1 Zur empirischen Herleitung des Modells 3.2 Archivalische Quellen zur Schiller-Oper 3.3 Wahrnehmungsspaziergänge und Feldforschung 3.4 Methodenreflexion: Die eigene Rolle als Akteurin im Netzwerk Schiller-Oper - Zugänglichkeiten: Die Auswahl des Untersuchungsobjekts - Eine Frage der Macht: Das Beispiel der Bauakte - Uneindeutige Akteurinnen und Akteure: Die Rolle einer Lokalzeitung - Die Folgen einer Veröffentlichung 4. Die Schiller-Oper 18882015: Entstehung, Entwicklung und Kontextualisierung 4.1 Die Entstehungszeit: Planung, Bau und Zirkus 18881904 - Das hölzerne Provisorium - Das Zirkusgebäude 4.2 Die Bühnenzeit: Theater und Oper 19051939 - Das Schiller-Theater - Die Schiller-Oper 4.3 Die Kriegszeit: Militärgarage und Gefangenenlager 19401945 - Die Militärgarage - Das Gefangenenlager 4.4 Die Projektionsphase: Visionen, Zwischennutzungen und Leerstand 19462015 - Der Autobahnhof - Eine Unterkunft für «Gastarbeiter» und die Vision vom Hochhaus - Der Traum vom Winterzirkus - Marktfläche oder Medienzentrum? - Ein Wohnheim für Flüchtlinge - Neubau und/oder Sanierung? - Leerstand und Denkmalschutz 5. Der Perspektiv- und Ebenenwechsel: Verhandlungen um die Schiller-Oper aus ANT-Sicht Beteiligte, Interessen, Machtverteilung 5.1 Das Gebäude 5.2 Der Zirkusdirektor 5.3 Die Theater- und Opernleute 5.4 Die Ehrhardts 5.5 Gesetze, Beschlüsse und Verwaltungsangestellte 5.6 Diejenigen, die das Gebäude gepachtet hatten, in oder bei ihm wohnten 5.7 Vom Scheitern und Gelingen: Der unabhängige Akteur 6. Das Gebäude als Akteur: Handlungs(spiel)räume am Beispiel der Schiller-Oper 6.1 Die Analyse der Materialitäten: Material, Konstruktion, Form und Lage Ein Gebäude aus Metall Eine filigrane, aber robuste Konstruktion Eine runde Aufführungshalle zwischen Etagenhäusern Eine periphere Lage Ein Solitärstatus 6.2 Die Analyse der Atmosphären: Zur Aufladung durch Gefühle Die Atmosphäre des Kühnen: Aufbruch in neue Zeiten Die lebendige Atmosphäre: Das Identifikationsobjekt Die Atmosphäre der Leere: Der fehlende Zirkus und das abwesende Theater Die trostlose Atmosphäre: Das Gebäude in der Statistenrolle Die geheimnisvolle Atmosphäre: Das Nostalgieobjekt Wünsche, Ängste und Hoffnungen: Die Sehnsuchtsarchitektur 6.3 Die Handlungs(spiel)räume der Schiller-Oper 7. Zusammenfassung und Ausblick

Produktinformationen

Titel: Das Gebäude als Akteur
Untertitel: Architekturen und ihre Atmosphären
Autor:
EAN: 9783034013628
ISBN: 978-3-0340-1362-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Kunst
Anzahl Seiten: 360
Gewicht: 707g
Größe: H232mm x B164mm x T34mm
Jahr: 2016

Bewertungen

Gesamtübersicht

Meine Bewertung

Bewerten Sie diesen Artikel


Zuletzt angesehen
Verlauf löschen