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Keine Angst vor Mobbing!

  • Kartonierter Einband
  • 160 Seiten
Keine Chance für "Mobber" Gegen "Mobber" muss man sich wehren. Aber wie? Das Buch zeigt, wie Sie die Opfer-Rolle verlassen können,... Weiterlesen
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Beschreibung

Keine Chance für "Mobber" Gegen "Mobber" muss man sich wehren. Aber wie? Das Buch zeigt, wie Sie die Opfer-Rolle verlassen können, welche Rechte Sie haben und wie Sie selbst und Ihr Umfeld gut für sich sorgen können.

Mobbing am Arbeitsplatz zu erfahren ist kein Einzelschicksal. Aktuell sind nach dem Mobbing-Report der Bundesregierung mehr als eine Million Beschäftigte betroffen. Stress, psychische und körperliche Störungen sowie verringertes Selbstwertgefühl sind die Symptome, gegen die ein Mobbing-Betroffener anzukämpfen hat. Wie Sie die Abwärtsspirale stoppen können, wie Sie gut für sich sorgen und sich effizient zur Wehr setzen, ist Gegenstand des Buches, in das Erfahrungen aus vielen hundert Mobbing-Beratungen eingeflossen sind. Menschen mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz gibt das Buch konkrete Hilfestellung: - Was ist Mobbing und wie entsteht es? - Werde ich gemobbt oder handelt es sich um einen "normalen" Konflikt? - Welche Hilfe finde ich im beruflichen und privaten Umfeld?

Vorwort
Keine Chance für »Mobber«

Autorentext
Anka Kampka, ausgebildet in Gestalttherapie und Klientenzentrierter Gesprächsführung sowie Personal- und Organisationsentwicklung, arbeitet als selbständige Konflikt- und Mobbing- Beraterin in Mainz. Sie ist Geschäftsführerin des "Instituts für faire Lösungen" (IffL) sowie Leiterin des bundesweit tätigen "Netzwerkes der Mobbing-Selbsthilfegruppen Deutschland". In ihrem Beruf als Verwaltungsfachangestellte hat sie selbst Mobbing erfahren. Nathalie Brede, Rechtsanwältin und gefragte Referentin, ist in Wiesbaden tätig und unter info@kanzlei-brede.de erreichbar. Sie bearbeitet das Thema Mobbing zusätzlich wissenschaftlich. Ansgar Brede, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, ist seit vielen Jahren u. a. Spezialist in Mobbingfragen in eigener Kanzlei am Luisenplatz 1 in 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/9100114, tätig. Er engagiert sich vielfältig gegen Mobbing und hat schon viele Betroffene aus ihrer Mobbingsituation heraus begleitet.

Leseprobe
Der Verlauf des 5-Phasen-Modells nach Heinz Leymann Dieses Modell veranschaulicht sehr deutlich den Weg vom Konflikt zum Mobbing . Mobbing nimmt einen anderen Verlauf, als Konflikte es tun. Die einzelnen Phasen sind in verschiedene Abschnitte unterteilt: Zu Beginn stelle ich den charakteristischen Verlauf der jeweiligen Phase dar. Danach zeige ich die typischen körperlichen Reaktionen der jeweiligen Phase auf. Im dritten Abschnitt erläutere ich, wie Außenstehende häufig reagieren, und zum Schluss stelle ich Ihnen Lösungsansätze vor. Letztendlich müssen bei der Suche nach einer passenden Strategie immer das persönliche Umfeld, die Erfahrung, die bisher unternommenen Schritte wie auch individuelle Stärken des Einzelnen berücksichtigt werden, um das optimale Ergebnis zu erzielen. 1. Phase: Ein Konflikt bricht aus Was passiert in dieser Phase? Wie bereits in den vorherigen Kapiteln beschrieben, haben zwei Menschen unterschiedliche Meinungen zu einem Thema. Streit gehört zum Alltag, und wir machen uns auch keine allzu großen Sorgen, solange sich die Konfliktpartner einigen können. Meinungsverschiedenheiten bieten auch Chancen für beide Seiten der Konfliktpartner: Die Sichtweise des anderen kennenzulernen , kann eine große Bereicherung darstellen. Oft entstehen gerade durch Konflikte neue Ideen, Handlungsweisen und damit verbundene Aktionen. Nicht selten wird aber auch bei einem neuen Kollegen ausprobiert, wie er denn so reagiert und ob »man es mit ihm machen kann«. So passiert es nicht selten, dass bereits in den ersten Tagen ein Mobbingopfer ausgeguckt und gefunden wird. Das Tückische an der Sache ist, dass jede Reaktion im Grunde als falsch interpretiert werden kann. Wehrt man sich und setzt gleich zu Beginn Grenzen, heißt es womöglich: »Der hat ja Haare auf den Zähnen und keinen Sinn für Humor .« Wer möchte sich das schon nachsagen lassen? Der Spaßvogel wiederum kann sich jederzeit geschickt aus der Affäre ziehen, indem er behauptet: »Das war doch nur ein Scherz. Stell dich nicht so an !« Möglicherweise zieht er noch beleidigt ab und verbreitet bei den Kollegen: » Der Neue versteht wohl gar keinen Spaß. Ist wohl so ein trockenes Brötchen, das zum Lachen in den Keller geht .« Wehrt sich der neue Kollege hingegen nicht, kann das Verhalten als Schwäche ausgelegt werden. »Der kriegt den Mund nicht auf, mit dem kann man es machen.« Wie reagieren die Umstehenden? Zu Beginn der Streitigkeiten sind die Umstehenden emotional kaum eingebunden. Meist suchen die Konfliktparteien zunächst auch keine Hilfe, sondern lösen den Konflikt untereinander. Bei üblen Späßen innerhalb des Kollegenkreises kommt es auch auf die Reaktionen der Umstehenden an. Hat der Angreifer die Lacher auf seiner Seite, kann er sicher sein, dass er weiterhin grenzüberschreitend agieren kann. Schließlich verlässt er sich auf die Unterstützung seiner Kollegen. Körperreaktionen: Jeder Streit löst durch den körperlichen Stress auch Symptome aus. Je nach Heftigkeit und persönlicher Reaktion können erste Anzeichen auftreten wie: - Schlaflosigkeit - Spätes Einschlafen und/oder - Frühes Aufwachen - Magenschmerzen - Allgemeines Unwohlsein - Kopfschmerzen - Trockener Mund - Weiche Knie - Grübeln - Schlechte Konzentration - Unruhegefühl in der Herzgegend Lösungsansätze In dieser Phase sollte genau hingeschaut werden: Ist der Konfliktpartner gesprächsbereit? Ist er offen für Lösungsvorschläge und Lösungen? Wird der Konflikt auf der Sachebene ausgetragen? Habe ich das Gefühl, mich dem anderen gegenüber rechtfertigen zu müssen? Nimmt mich der Konfliktpartner ernst und fühle ich mich im Gespräch wertgeschätzt? Gibt es häufiger heftigen Streit? Wird der Streit zunächst unter den Partnern ausgetragen oder werden Kollegen involviert oder Vorgesetzte dazugeholt? All diese Fragen helfen, rechtzeitig im Vorfeld zu handeln, um einer möglichen Eskalation vorzubeugen und den Konflikt richtig einzuschätzen. Gerade in der ersten Phase stehen die Chancen am größten, den Konflikt in den Griff zu bekommen und aktiv zu handeln. Die Reaktionen sind abhängig vom kollegialen Umfeld, dem gesamten Betriebsklima und auch von der eigenen Persönlichkeit. Deshalb sollten auch die Lösungsstrategien individuell erarbeitet werden. Bei einem guten Betriebsklima werden Kollegen mit einem entsprechenden Feingefühl agieren. Entweder sie lassen den Angreifer stehen und zeigen keine Reaktion. Dann spürt der Angreifer, dass er keine Rückendeckung erhält, und die Späße hören meist von selbst auf. Kollegen, die wissen, was dahintersteckt , werden den Angreifer durchaus in seine Schranken weisen. Das kann direkt in der Gruppe oder in einem Vier-Augen-Gespräch geschehen. Deshalb ist es bereits in der ersten Phase wichtig zu beobachten, was passiert. Behalten Sie also den Konflikt im Auge. Geht es um Scherze über die eigene Person, dann sollten auch klare Grenzen gesetzt werden. Manchmal ist es hilfreich zu erläutern, warum man die Scherze nicht mag. Kurze Erklärungen wirken wahre Wunder, und die Kollegen können sich darauf einstellen. Nicht immer sind sich Kollegen bewusst, wie verletzend Bemerkungen für den anderen sein können. Letztlich kommt es auch darauf an, wie und wann ich meine Botschaft anbringen will. Ob ich dies direkt in der Runde ansprechen möchte, dem Spaßvogel allein sage oder auch einen günstigen Zeitpunkt abwarte, einen Kollegen meines Vertrauens darauf anzusprechen. »Du, sag mal, der Müller war ja letztens in der Kantine ganz schön spaßig drauf. Macht der immer so derbe Witze ?« Anders gestaltet sich die Gegenstrategie bei einem handfesten Streit. Auf jeden Fall sollten Sie frühzeitig aktiv werden. Warten Sie nicht zu lange ab in der Hoffnung, dass sich das schon wieder geben wird. Manche Angreifer interpretieren fehlende Reaktionen als Schwäche des anderen. Sie glauben, jetzt können sie erst richtig loslegen. Deshalb empfiehlt es sich in jedem Fall, zu reagieren und den anderen frühzeitig in seine Schranken zu weisen. Sprechen Sie den Konfliktpartner an. Versuchen Sie, ihm zu vermitteln, dass Sie für eine Lösung offen sind. Das Aushandeln klarer Regeln stellt häufig für beide Seiten einen Gewinn dar. Bleibt der Konfliktpartner schwammig oder weicht aus, so kann dies ein möglicher Hinweis auf die fehlende Bereitschaft, den Konflikt auszutragen, sein. Wenn der Kollege mit Schweigen reagiert, kann es zu Beginn des Konfliktes zunächst nützlich sein, ihm seinen Rückzug zu gewähren. Nach ca. 10 - 14 Tagen sollte er wieder Gesprächsbereitschaft zeigen. Andernfalls droht der Konflikt zu eskalieren. Manchmal hilft es, ihn ganz normal anzusprechen und über einen Streit hinwegzusehen. Die meisten haben ein sicheres Gespür dafür, wenn »etwas bei diesen Streitigkeiten nicht stimmt«. Das Klima kann anders sein, der Kollege reagiert nicht wie gewohnt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie andere Kollegen. Vielleicht ist anderen schon Ähnliches aufgefallen, und Sie haben die Sicherheit, dass Sie mit Ihrem Gefühl nicht allein sind. Wenn der Kontakt zum Chef stimmig ist, kann dieser auch um Rat und Unterstützung gefragt werden. Kommen Sie nicht weiter, können Sie das Gespräch mit internen Hilfsstellen wie Personalrat/Betriebsrat suchen oder nehmen Sie Kontakt zu einer neutralen Beratungs stelle auf. Eine professionelle und seriöse Unterstützung kann deeskalierend eingreifen, bevor der Konflikt weiterschwelt. Zudem wirken die Lösungen nachhaltiger. Deshalb gilt: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig fragen. Bereits Konflikte kosten eine Menge Energie, die häufig unterschätzt wird. Achten Sie darauf, ob Sie bereits mit körperlichen Stresssymptomen wie oben beschrieben reagieren. Wie stark reagieren Sie? Wie viel Zeit verbringen Sie mit dem Konflikt? Bedenken Sie auch, wie oft Ihre Gedanken zu dem Konflikt auch in ihrer Freizeit zurückkehren. Beginnen Sie bereits, sich zurückzuziehen? Sorgen Sie gleich zu Beginn des Konfliktes für sich. Genießen Sie das Erfolgserlebnis, wenn Sie den Konflikt gut beenden konnten. Lassen Sie sich nicht herunterziehen, sondern beschäftigen Sie sich mit Dingen, die Ihnen Freude bereiten. Der Spaziergang in der Abendsonne, das Herumtollen mit dem Hund, die Lieblings-CD . Sie selbst kennen sich am besten und haben Ihre eigene Strategie bereits entwickelt. Tun Sie es bewusst mit dem festen Gedanken: »Ich bin es mir wert!« [...]

Inhalt
Vorwort Danke! 1. Was ist Mobbing ? 1.1 Mobbing - ein »Modewort«? 1.2 Konfl ikt oder Mobbing ? 1.3 Wie wird » Mobbing « heute defi niert ? 1.4 Doch nur ein Konfl ikt ? 1.5 Checkliste körperlicher Symptome 1.6 Mobbinghandlungen 1.7 »Bossing«: Wenn der »Boss« selbst mobbt 2. Der Verlauf des 5-Phasen- Modells nach Heinz Leymann 1. Phase: Ein Konfl ikt bricht aus 2. Phase: Mobbing etabliert sich 3. Phase: Rechtsbrüche durch Fehl- und Übergriffe 4. Phase: Ausschluss aus der Arbeitswelt 5. Phase: Die weitere Stigmatisierung 3. Was kann ich für mich tun? 3.1 Stressbelastung bei Mobbing 3.2 Was kann ich vor Ort, im Betrieb, für mich tun? 3.3 Wie sorge ich für mich? 3.4 Übungen 3.5 Hilfe im unmittelbaren berufl ichen Umfeld 3.6 Hilfe im weiteren berufl ichen Umfeld 3.7 Hilfe im privaten Umfeld 4. Hilfe im professionellen Umfeld 4.1 Selbsthilfegruppe 4.2 Beratung 4.3 Coaching 4.4 Supervision 4.5 Psychotherapie 4.6 Mediation 5. Wenn der Kon . ikt nicht lösbar ist - Eine Veränderung wird angestrebt 6. Die anwaltliche Sicht Nathalie Brede und Ansgar Brede Anhang: Mobbingtagebuch

Produktinformationen

Titel: Keine Angst vor Mobbing!
Untertitel: Strategien gegen den Psychoterror am Arbeitsplatz
Schöpfer:
Autor:
EAN: 9783608860122
ISBN: 978-3-608-86012-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Klett-Cotta Literatur
Genre: Self-Management
Anzahl Seiten: 160
Gewicht: 307g
Größe: H212mm x B151mm x T18mm
Veröffentlichung: 27.08.2008
Jahr: 2008
Auflage: 1., Aufl.
Land: DE
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