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Arbeiter und Arbeitswissenschaft

  • Kartonierter Einband
  • 308 Seiten
Bis heute hat der Taylorismus, in den USA "Scientific Management" und in Deutschland fruher auch "Wissenschaftliche Betriebsfuhru... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

Bis heute hat der Taylorismus, in den USA "Scientific Management" und in Deutschland fruher auch "Wissenschaftliche Betriebsfuhrung" oder "Wissen­ schaftliche Arbeitsorganisation" genannt, seinen Wert als Reizwort nicht verloren. Immer wieder Gegenstand von Untersuchungen und Debatten, haufig miBinterpretiert, sind die Standpunkte uber den Taylorismus bis zum heuti­ 1 gen Tage gegensatzlich geblieben. Wahrend die einen ihn als den dauerhaf­ testen Beitrag loben, den die USA neben ihrer Verfassung dem westlichen 2 Denken beigesteuert haben , verdammen andere den Taylorismus in Lenins Wor­ ten als ein "wissenschaftliches System der SchweiBabpressung", ohnealler­ dings zu wissen oder wahrhaben zu wollen, daB die Boischewiki mit ihrer Machtubernahme zu begeisterten Anhangern einer taylorisierten Produktion 3 wurden. Psychologisch oder soziologisch orientierte Arbeitswissenschaftler verweisen den Taylorismus gern in den unwissenschaftlichen Vorhof ihrer eigenen Wissenschaftsdisziplin, die sie ja als "wissenschaftliche" Weiter­ 4 entwicklung des Taylorismus begreifen. Und es gibt Stimmen, die nach wie vor mit Ford gegen Taylor argumentieren und behaupten, daB sich Taylors "Wissenschaftliche Betriebsfuhrung" mit der Mechanisierung der Produktion 5 uberlebt habe , wahrend andere wiederum sagen: "Als eine getrennte Bewe­ gung verschwand er (der Taylorismus, d. V. ) im Grunde genommen in der Welt­ wirtschaftskrise der DreiBigerjahre, aber bis dahin hatte sich die Kennt­ nis von ihm uberall in der Industrie verbreitet, und seine Methoden und die ihm zugrunde liegende Philosophie waren in vielen Ingenieur- und Be­ triebsleitungsschulen zu etwas AIItaglichem geworden. ,,6 Anfang der 70er Jahre gewann die Auseinandersetzung mit dem Taylorismus erneut an Popularitat.



Inhalt

I Zum Sozial- und Ideengeschichtlichen Hintergrund.- 1. Der Preis des US-amerikanischen "Fortschritts".- 2. Die Maschinerie: "Kriegsmittel wider die Arbeiteremeuten".- 3. Lohndebatten: "Ein Schritt zur teilweisen Lösung der Arbeiterfrage".- 4. Der Sozialdarwinismus - eine ideologische Rechtfertigung.- II Die Ära des "Fortschritts".- 5. Differenzierung der Arbeiterkämpfe und Gegenstrategien zur Sicherung der gesellschaftlichen Effizienz.- 5.1. Ansätze zur "Sozialreform" und betriebliche Sozialpolitik.- 5.2. Rassismus im Dienst des "Fortschritts".- 6. F.W. Taylor: Vater der "Wissenschaftlichen Betriebsführung".- 6.1. Die Enteignung der Arbeiter.- 6.2. Die tayloristische Planung von menschlicher Arbeit.- 6.3. Auslese und Anpassung der Arbeiter.- 7. Gantt, Gilbreth, Emerson: Exponenten der "Wissenschaftlichen Betriebsführung".- 7.1. H.L. Gantt.- 7.2. F.B. Gilbreth und L. Moller Gilbreth.- 7.3. H. Emerson.- III Die Reaktion der Arbeiterbewegung.- 8. Der legalistische Weg der Berufsgewerkschaften.- 9. "Die Katze mag nicht nur Milch, die Katze mag auch Sahne" oder: die "Industrial Workers of the World".- IV Ausblick: Taylorismus als "American Way of Life".- 10. Die US-amerikanische Arbeiterklasse im Weltkrieg.- 11. Neue Ansätze zur Verbreiterung und Vergesellschaftung der "Wissenschaftlichen Betriebsführung".- 12. Die gescheiterte Revolte von 1919 - 1923 und die Integration der "Wissenschaftlichen Betriebsführung" in den "Amerikanischen Plan".- 12.1. AFL und Tayloristen im Effizienz-Fieber.- 12.2. Der Einfluß der sowjetrussischen Taylor-Begeisterung.- 12.3. Der "Amerikanische Plan".- V Schlussbetrachtung und Forschungshypothesen zur "Wissenschaftlichen Betriebsführung" im Internationalen Vergleich.- 13. Die "Wissenschaftliche Betriebsführung" im internationalen Zusammenhang von 1890 - 1920.- 14. Arbeitswissenschaftliche Bewegung in Deutschland vor der großen Rationalisierungsoffensive 1923/24.- 14.1. Erste Initiativen zur "arbeitswissenschaftlichen" Durchsetzung der Massenarbeit.- 14.2. Initiativen von seiten der Psychophysik und Psychotechnik.- 14.3. Die Auseinandersetzung mit dem Taylorismus seit der Jahrhundertwende.- 14.4. Kontroversen um den Leistungslohn.- 14.5. Sozialdarwinismus - made in Germany.- 14.6. Der I. Weltkrieg - Motor zur Vereinheitlichung der Arbeitswissenschaft.- 14.7. Mit Ford gegen Taylor? Eine deutsche Variante des "Amerikanischen Plans".- 15. Taylorismus im ersten "Arbeiterstaat" der Welt.- 15.1. Die "Wissenschaftliche Arbeitsorganisation" vor der Oktoberrevolution.- 15.2. Die Wiederentdeckung der "Wissenschaftlichen Betriebsführung" durch die Bolschewiki.- 15.3. Der Aufschwung der "Wissenschaftlichen Arbeitsorganisation" in der Etappe der "Neuen Ökonomischen Politik".- 15.4. Die "Wissenschaftliche Arbeitsorganisation" in der stalinistischen Rationalisierung.- 16. Zusammenfassender Vergleich.- Anmerkungen.

Produktinformationen

Titel: Arbeiter und Arbeitswissenschaft
Untertitel: Zur Entstehung der "Wissenschaftlichen Betriebsführung"
Autor:
EAN: 9783531116679
ISBN: 978-3-531-11667-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Management
Anzahl Seiten: 308
Gewicht: 440g
Größe: H200mm x B250mm x T18mm
Jahr: 1984
Auflage: 1984
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